Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Öffentliche Ausschreibung für Rohbauarbeiten beim Umbau und der Sanierung des Stadthauses in Heilbad Heiligenstadt (Aegidienstraße 20).
Was zu tun ist:
Wichtige Fristen: Angebote müssen bis spätestens 10.09.2026, 10:30 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, keine Losaufteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten der Baustelle mit Bauzaun (ca. 80 m), Arbeits- und Schutzgerüst (ca. 300 m²), Verkehrssicherung, Staubschutzwänden, Vorhaltung der Grundeinrichtung für mindestens 4 Wochen sowie anteilige Baustellengemeinkosten. Vom Bieter sind zusätzlich alle Ausführungszeichnungen und Detailpläne anzufertigen, die er für Fertigung und Montage benötigt.
Abbrucharbeiten und Erdarbeiten
Abbrechen von tragenden Innenwänden (ca. 55 m³) und nichttragenden Innenwänden (ca. 50 m²), Herstellen von Stahlauflagern für Sturzeinbau im Bestand (ca. 120 Stück) sowie Abbruch der bestehenden Bodenplatte (ca. 20 m²). Hinzu kommen Wanddurchbrüche (ca. 15 Stück 20x20 cm), Kernbohrungen bis Ø 250 mm (ca. 20 Stück), Aushub und Verfüllung der Aufzugsunterfahrt (ca. 30 m³) sowie Verdichtung und Gründungspolster. Auf vorhandene Schadstoffbelastungen (Asbest, PAK, HBCD, KMF) ist zu achten – das Schadstoffgutachten (Stand 13.08.2026) ist zu beachten.
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Herstellen von Schalung für Unterzüge (ca. 10 m²), Ringankern (ca. 65 m), Betonstahl III S für Wände, Stützen, Unterzüge und Decken (ca. 2.500 kg gesamt). Dazu gehören Bodenplatte (ca. 5 m³ C25/30), Unterfangungen, Wände, Stützen, Unterzüge, Decken, Treppen, Bewehrungs- und Ankerarbeiten (Schraubstöße, Rückbiegeanschlüsse, einzuklebende Bewehrung), Aufzugsschacht, Fugenbänder, Anker, Dübelleisten und Lasthaken.
Maurerarbeiten
Herstellen von tragendem Mauerwerk (ca. 205 m², 24 cm), Mauerwerk 17,5 cm (ca. 225 m²) und KS-Wand Aufzug d=24 cm (ca. 220 m²). Anpassen und Erweitern vorhandener Öffnungen (ca. 20 Stück) und Änderung vorhandener Fensteröffnungen (ca. 110 Stück). Stürze (mit Schlitzen im Bestand), Ringanker, Profilstahl-Einbau (Träger zum Bestand mit schwindarmem Verfüllmörtel), Abdichtungen, Ausmauerungen und Anbindung an Bestand (Fensterlaibung mit Flachstahlankern; Aufzugsschacht horizontal verzahnt + vertikal gleitend).
Innenputzarbeiten
Aufbringen von Innenwandputz als Kalk-Zement-Putz, 2-lagig (ca. 470 m²), Innenwandputz Gipsputz (ca. 3.300 m²) sowie Deckenputz 2-lagig in Kalk-Zement-Putz. Einschließlich Putzbewehrung, Lehrenputz, Einputzen, Rohrschlitzfüllung, Leibungen und Spachtelung von Sichtbeton.
Bohrpfahlgründung (Mikropfähle)
Herstellen von 8 Mikropfählen verschiedener Längen: 4 Stück mit Länge 14,30 m, 2 Stück mit Länge 9,20 m und 2 Stück mit Länge 12,20 m. Pro Pfahl ist ein Herstellungsprotokoll anzufertigen. An einem Pfahl ist eine Probebelastung mit Prüfbericht durchzuführen. Es ist eine prüffähige Ausführungsstatik (3-fach) zu erstellen und vom Statiker freigeben zu lassen. Zu beachten: Die lichte Raumhöhe im Aufzugsschacht ist auf 3,80 m begrenzt; das Bohrgerät muss entsprechend geeignet sein.
Schlosserarbeiten – statische Abstützungen
Herstellen und Einbauen statischer Abstützungen in Profilstahl in den Geschossen EG, UG, 1. OG und 2. OG (insgesamt ca. 3.000 kg Profilstahl). Dazu gehören Fensterüberdeckungen, Unterzüge und Stützen. Werkstattzeichnungen sind vom Auftragnehmer zu erstellen und vom Statiker freigeben zu lassen.
Abfallwirtschaftliche Pflichten
Vermeidung von Bau- und Abbruchabfällen (Bemühensklausel), getrennte Erfassung und sortenreine Trennung der Abfälle, Zuführung zu sachgerechter Entsorgung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Übernahme aller Erzeuger- und Besitzerpflichten nach KrWG, Nachweisführung gemäß KrWG und Nachweisverordnung (NachwV) sowie Vorlage sämtlicher abfallrechtlicher Nachweise gegenüber dem Auftraggeber. Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; Kosten der Abfallbeseitigung werden vom Auftraggeber unmittelbar getragen.
Hinweise zur Ausführung
Vom Bieter selbst zu erbringende Unterlagen: Ausführungszeichnungen und Details, Verbindungsdetails/Stahlbauwerkplanung, Werkstattzeichnungen für Stahlkonstruktionen (Freigabe durch Statiker), Herstellungsprotokolle und Prüfberichte für Mikropfähle sowie prüffähige Ausführungsstatik (3-fach). Pfahllasten für die Werksplanung werden erst nach Auftragsvergabe übergeben. Ausführungszeitraum voraussichtlich November 2026 bis April 2027 (ca. 6 Monate) – Bieter müssen ausreichende Personalkapazität vorhalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Anforderungen (Ausschlussgründe)
Fachliche und technische Eignung
Wirtschaftlich-finanzielle Eignung
Compliance nach Thüringer Vergabegesetz (ThürVgG)
Mit dem Angebot ist eine Eigenerklärung zum Thüringer Vergabegesetz gemäß § 8 Abs. 1 S. 1 ThürVgG zwingend vorzulegen – andernfalls erfolgt keine Wertung des Angebots. Mit der Erklärung verpflichtet sich der Bieter u.a. zu:
Sanktionen bei Verstößen: Vertragsstrafe (§ 13 Abs. 1 ThürVgG), fristlose Kündigung (§ 13 Abs. 2 ThürVgG), Ausschluss von Vergabeverfahren bis 3 Jahre (§ 13 Abs. 3 ThürVgG).
Besondere Hinweise
Mindestens 3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Rohbauarbeiten)
Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers