Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Wissenschaftsstadt Darmstadt vergibt im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb das Stadtteilmanagement für den Stadtteil Waldkolonie/Akazienweg im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt".
Gesucht wird ein interdisziplinäres Team, das den Stadtteil über rund 8 Jahre (mit Verlängerungsoption) begleitet. Die Aufgabe umfasst Steuerung und Koordination der Gesamtmaßnahme, Fördermittel- und Finanzierungsmanagement, Organisation von Beteiligungsprozessen sowie den Betrieb eines Quartiersbüros mit regelmäßigen Sprechzeiten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektorganisation30%
Darstellung des Projektteams, der Zusammensetzung, Qualifikation, personeller Besetzung, Verfügbarkeit, Kontinuität und Vertretungsregelung. Ergänzend fließt der persönliche Eindruck aus der Präsentation (Bietergespräch) ein.
- Herangehensweise Management30%
Methodische Herangehensweise an Steuerung, Initiierung und Umsetzung von Projekten und Fördermaßnahmen im Quartier.
- Herangehensweise Beteiligung20%
Konzeption und Umsetzung aktivierender und zielgruppenspezifischer Beteiligungsprozesse im Quartier.
- Effizienter Budgeteinsatz20%
Nachvollziehbarer, effizienter und zielgerichteter Einsatz des verfügbaren Budgets über den gesamten Projektzeitraum; Personaleinsatzkonzept und Budgetkalkulation auf Grundlage der HEGISS-Tabellen.
Bewertung über Wertungsfaktor (0-5) multipliziert mit Gewichtung; max. 500 Punkte gesamt; Zuschlag auf höchste Punktzahl (mind. 200 Punkte = zuschlagsfähig). Basisbewertung = Faktor 4 (hoher Projekterfolg). Es ist kein Preis als separates Zuschlagskriterium aufgeführt; die Anlage zu 631 EU listet ausschließlich qualitative Kriterien. Preis ergibt sich aus Budgetkalkulation (Festpreis-/Budgetrahmen).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Einordnung
Interdisziplinäres Quartiersmanagement, bestehend aus Stadtteilmanagement (baulich-planerischer Bereich) und Stadtteilwerkstatt (sozial-integrativer Bereich). Beide Bereiche arbeiten gleichwertig und abgestimmt zusammen.
Stadtteilmanagement – Steuerung und Koordination
Strategische und konzeptionelle Projektsteuerung; Zusammenführung aller Maßnahmen und Projekte zu einem Gesamtbild.
Zu organisierende, zu moderierende und zu dokumentierende Gremien:
Finanzierungs- und Fördermittelmanagement
Übernahme des Fördermittelmanagements; Verwaltung der Treuhandmittel.
Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung
Öffentlichkeitsarbeit inkl. Bildmaterial unter Beachtung von Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Hausrecht.
Erstellung von Plan- und Dateiformaten in PDF, DWG, Adobe-Dateien sowie WORD/Excel für Texte. Verschiegenheit über alle vertraulichen Angelegenheiten.
Beteiligungsprozesse
Aktivierende Beteiligung mit zielgruppenspezifischen Formaten (analog und digital), niedrigschwellige Einbindung der Bewohnerschaft sowie schwer erreichbarer Zielgruppen.
Quartiersbüro – Betrieb und Erreichbarkeit
Einrichtung und Betrieb eines Quartiersbüros als niedrigschwellige Anlaufstelle (Räumlichkeiten werden durch die Auftraggeberin bereitgestellt). Das Büro dient als Schnittstelle zur Vernetzung von Stadtteilaktivitäten und als Beratungsstelle für Mitwirkung an investiven und nichtinvestiven Maßnahmen.
Budgetrahmen
Festes Jahresbudget für beide Leistungen (geregelt in Vertragsentwürfen), Leistungen sind effizient und wirtschaftlich innerhalb des Budgets zu erbringen.
Abstimmung mit der Auftraggeberin
Enge Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt (Stadtplanungsamt als federführendes Amt, Büro für Sozialplanung) sowie mit der Stadtteilwerkstatt und lokalen Akteuren. Kommunikation und Abstimmung mit Stadtteilwerkstatt und Auftraggeberin.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe
Berufshaftpflichtversicherung
Bestehende Berufshaftpflichtversicherung, die im Auftragsfall auf folgende Werte erhöht wird:
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Präqualifikation und alternative Nachweise
Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR, AVPQ) werden zugelassen und anerkannt, sofern sie formell und inhaltlich den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen. Alternativ: Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Eignungsleihe und Bewerbergemeinschaften
Zuschlagskriterien (Wertung)
Gewichtung (insgesamt 500 Punkte, Mindestschwelle 200 Punkte):
| Kriterium | Gewichtung | Max. Punkte |
|---|---|---|
| Projektorganisation | 30% | 150 |
| – Projektteam, projektbezogener Personaleinsatz | 20% | 100 |
| – Abstimmung und Zusammenarbeit | 10% | 50 |
| Herangehensweise Management | 30% | 150 |
| – Steuerung des Gesamtprozesses | 10% | 50 |
| – Initiierung von Projekten | 10% | 50 |
| – Umsetzung und Abwicklung von Fördermaßnahmen | 10% | 50 |
| Herangehensweise Beteiligung | 20% | 100 |
| – Zielgruppenspezifische Beteiligungsprozesse | 20% | 100 |
| Effizienter Budgeteinsatz | 20% | 100 |
Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Verfahrensrahmen
Mindestens 1 wertbare Referenz im Bereich Managementleistung (Steuerung/Koordination eines ISEK im Städtebauförderprogramm); Mindestlaufzeit 2 Jahre; Abschluss max. 10 Jahre zurück. Bonus bei Referenz im Programm „Sozialer Zusammenhalt/Soziale Stadt"
Vergleichbar mit Stadtteilmanagement/Quartiersmanagement im Städtebauförderprogramm; Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum
Mindestens 1 wertbare Referenz im Bereich Finanzierungsmanagement (Fördermittelmanagement)
Vergleichbar; max. 10 Punkte
Mindestens 1 wertbare Referenz im Bereich Beteiligungsprozesse (aktivierende, zielgruppenspezifische Beteiligung)
Vergleichbar; 1. Referenz 10 Pkt., 2. Referenz 5 Pkt.
3 vergleichbare Referenzen der letzten 3 Jahre (auf Verlangen der Vergabestelle, Phase 2)
Vergleichbar mit Stadtteilmanagement; Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum