Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird beschafft?
Ein modulares Coaching-Programm zur Aktivierung, beruflichen Eingliederung und zum Spracherwerb für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach SGB II. Die Maßnahme ist in vier Module gegliedert (Basis, Erziehende, Spracherwerb, Erwerbstätige) und wird an drei Standorten im Kreis Kleve umgesetzt.
Wer schreibt aus?
Kreisverwaltung Kleve (Jobcenter Kreis Kleve), Referenz K-KLEVE-2026-0011.
Wie ist es strukturiert?
3 Lose: Los 1 (Kleve/Bedburg-Hau/Goch, 21 Plätze), Los 2 (Emmerich am Rhein/Rees, 9 Plätze), Los 3 (Geldern/Issum/Rheurdt, 9 Plätze). Laufzeit 12 Monate ab 01.12.2026, mit Option auf 12 weitere Monate.
Wie und bis wann abgeben?
Angebote ausschließlich elektronisch über das Portal des Deutschen Ausschreibungsblattes bis zum 31.08.2026, 23:59 Uhr. Es sind ein Konzept (max. 30 Seiten), das ausgefüllte Preisblatt (Pauschalpreis pro Teilnehmerplatz und Monat, brutto), diverse Eigenerklärungen sowie Nachweise zur Eignung einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Wertungssumme des Angebotes; Punktwert = günstigste Angebotssumme / Angebotssumme des zu bewertenden Angebotes × 100
- Konzept70%
Inhaltliche Ausgestaltung des Konzepts; Bewertung erfolgt über eine Bewertungsmatrix mit Punkten (0 bis 100)
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen. Der Punktwert des Preises errechnet sich, indem die günstigste Angebotssumme durch die Gesamtsumme des zu bewertenden Angebotes geteilt und mit 100 multipliziert wird. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand & Zielsetzung
Maßnahme zur nachhaltigen Eingliederung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in Ausbildung und Arbeit nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 Satz 1 SGB III. Ziel: Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (mind. 15 Std./Woche) oder Ausbildung. Integrationsquote: mindestens 30 % der zugewiesenen und erschienenen Teilnehmer. Keine Nebenangebote zulässig.
Modul – Basis (für alle Teilnehmenden)
Projektbezogene Gruppenarbeit, Präventionsangebote (z.B. Schuldnerberatung), Empowerment, Schlüsselqualifikationen (persönlich, sozial, methodisch, IT-/Medien, lebenspraktisch), Kompetenzbilanzierung, sozialpädagogische Begleitung, Berufsorientierung, Bewerbungs- und Mobilitätstraining, Gesundheitsorientierung (Stress, Bewegung, Ernährung), Förderung arbeitsmarktintegrativer Aktivitäten (Wohnen, Familie, Finanzen), Stabilisierung/Nachbetreuung 3 Monate nach Beschäftigungsaufnahme, betriebliche Erprobungen (max. 6 Wochen, max. 25 % der Zuweisungsdauer).
Modul – Erziehende (Eltern mit Kinderbetreuungsbedarf)
Anlaufphase 4–6 Wochen (max. 8 Wochen) zur Ermittlung und Sicherstellung der Kinderbetreuung (Kinder unter 3, im Kindergarten- und Schulalter unter 15 Jahren). Koordination mit Jugendamt, Tagespflege und Kitas, vorübergehende private Kinderbetreuung in Notfällen, Begleitung zum Jugendamt, Unterstützung bei Vereinbarkeit Familie und Beruf.
Modul – Spracherwerb (Migranten/Flüchtlinge)
Für Personen mit Aufenthaltstitel nach Kap. 2 Abschnitt 5 AufenthG und SGB-II-Bezug innerhalb der letzten 18 Monate. Anlaufphase zur Klärung der Ist-Situation (Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Erhebung Schul-/Berufsabschlüsse und -erfahrung, Sprachstand). Berufsbezogene Sprachförderung (max. 40 % des Moduls, bis zu 5 Std./Woche Deutschkurs), Heranführung an den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Bewerbungsmanagement, Berufswegeplanung, Information über Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarkts.
Modul – Erwerbstätige (Minijob, Teilzeit, kurzfristig Erwerbslose, Selbstständige)
Einzelcoaching mit festem Ansprechpartner, Optimierung des Bewerber- und Vorstellungsverhaltens, Stärkenprofil als Grundlage des Integrationsprozesses, Abbau individueller Vermittlungshemmnisse, realistische Berufswegplanung, bei ≥12 Monaten durchgängigem SGB-II-Bezug Prüfung der Tragfähigkeit einer Selbstständigkeit. Flexible, ggf. abend-/samstagsbasierte Teilnahme.
Organisatorische Rahmenbedingungen (alle Lose)
Wochenstunden 15–20 (inkl. Pausen), Maßnahmezeiten Mo–Fr 09:00–15:00 Uhr, 2 unterweisungsfreie Tage pro vollem Kalendermonat. Gruppenstärke max. 15 Teilnehmer, Betreuungsschlüssel 1 Coach und 1 Sozialpädagoge je 10 Teilnehmer. Barrierefreie Räume, PC-Arbeitsplätze mit Windows 11/Office/Internet, Ausstattung für Online-Bewerbungen. Pauschalpreis je Teilnehmerplatz und Monat inkl. aller Nebenleistungen; bei Unterschreiten einer vereinbarten Mindestplatzzahl wird die Pauschale trotzdem gezahlt.
Vergütung & Vermittlungsprämie (alle Lose)
Vergütung als monatliche Pauschale pro Teilnehmerplatz. Zusätzlich Vermittlungsprämien bei Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ≥15 Std./Woche oder Ausbildung: Rate 1 = 500 € (nach 3 Monaten ununterbrochener Beschäftigung), Rate 2 = 1.000 € (nach 6 Monaten, sofern Beschäftigung fortbesteht). Antrag Rate 1 bis 5 Monate nach Ende der Zuweisung, Rate 2 bis 8 Monate danach.
Laufzeit, Option & Zuweisungsdauer (alle Lose)
Vertragslaufzeit 01.12.2026 – 30.11.2027 (12 Monate), einmalige Verlängerungsoption um weitere 12 Monate bis 30.11.2028. Zuweisungsdauer i.d.R. 3 Monate, Verlängerung bis max. 9 Monate (in begründeten Fällen bis 12 Monate); Verlängerungsantrag mind. 2 Wochen vor Ablauf. Mehr als 25 % Fehlzeiten je Zuweisung führen zur Beendigung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignungsvoraussetzungen
Trägerzulassung nach § 178 SGB III (AZAV-Zertifikat nach § 176 Abs. 6 S. 2 Nr. 1 SGB III und Anlage nach § 5 Abs. 6 S. 1 AZAV). Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckungssumme mindestens 1.500.000 € je Schadensfall (Versicherer in der EU).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Gesamtumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre. Bei Bietergemeinschaften genügt die Darstellung für ein Mitglied. Unterauftragnehmer und Eignungsleihe sind zu benennen (Formblatt 235 / Nachunternehmererklärung); bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe gesamtschuldnerische Haftung.
Fachliche Eignung – Referenzen
Referenzliste mit vergleichbaren Maßnahmen mit SGB-Bezug. Pflichtangaben je Referenz: Auftragnehmer, Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer, Leistungszeitraum, Art der Maßnahme inkl. §§ SGB III/II, Anzahl Teilnehmerplätze. Konkrete Mindestanzahl, Zeitraum und Volumen sind den Vergabeunterlagen A.2 zu entnehmen. Bei Bietergemeinschaften reicht der Nachweis eines Mitglieds.
Personalqualifikation – Sozialpädagogische Fachkräfte
Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/-arbeit plus mindestens 1 Jahr einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 5 Jahre; Diplom-Pädagogen mit Schwerpunkt Sozialpädagogik/Jugendhilfe gleichgestellt; Diplom-Pädagogen ohne diesen Schwerpunkt mindestens 2 Jahre Berufserfahrung mit der Zielgruppe. Alternativ: andere pädagogische Hochschulabschlüsse (Diplom/Master/Bachelor/Magister Artium) oder staatlich anerkannte Erzieher mit einschlägiger Zusatzqualifikation und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung mit der Zielgruppe in den letzten 5 Jahren.
Personalqualifikation – Jobcoaches/Vermittler
Berufs- oder Studienabschluss, mindestens 2 Jahre Berufserfahrung, Kenntnisse in Personalauswahlsystemen/-kriterien, MS-Office-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook), Internet-/Jobbörsen-Kenntnisse, Erfahrung im Bewerbungsmanagement und Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Kenntnisse in Online-Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen.
Personalqualifikation – Fachliche Anleiter/Lehrkräfte
Anerkannter Berufs- oder Studienabschluss und mindestens 3 Jahre Erfahrung mit der Zielgruppe innerhalb der letzten 5 Jahre; bei Meister, Techniker oder Fachwirt mit Ausbildereignungsprüfung reduziert auf 1 Jahr Berufserfahrung. Berufsausbildung und Studium zählen nicht als Berufserfahrung.
Personelle und organisatorische Anforderungen
Fest angestelltes Personal mit Arbeitsvertrag mindestens für den Leistungszeitraum der Maßnahme; keine Minijobs (§ 8 SGB IV) als fest angestelltes Personal. Vertretungsregelung im Urlaubs- und Krankheitsfall ist sicherzustellen. Deutschsprachiger Ansprechpartner während der gesamten Maßnahmelaufzeit. Vorlage einer Personal-Gesamtübersicht mit Benennung des vorgesehenen Personals (spätestens 4 Wochen vor Maßnahmebeginn).
Räumlichkeiten & Ausstattung
Barrierefreie Räumlichkeiten mit PC-Arbeitsplätzen (Windows 11, Office-Paket, Internet) und Ausstattung für Online-Bewerbungen (Webcam, Videoplattform). Konkrete Adresse des Maßnahmeorts ist nachzuweisen.
Ethische Ausschlusskriterien
Kein Vertrag, wenn der Bieter oder eingesetzte Mitarbeiter innerhalb von 18 Monaten vor Veröffentlichung als Beraterfirma, selbstständiger Berater oder für eine Beraterfirma für den Kreis Kleve im selben Bereich wie das Angebot tätig war. Absolute Ausschlussfrist: innerhalb von 6 Monaten vor Veröffentlichung – unabhängig vom Bereich. Bei Bietergemeinschaften Erklärung von jedem Mitglied.
Sprache & Form
Angebot in deutscher Sprache. Verwendung der vom Auftraggeber vorgegebenen Vordrucke (keine Änderungen). Alle Eintragungen dokumentenecht. Nicht-deutschsprachige Bescheinigungen sind mit Übersetzung vorzulegen.
Vergleichbare Referenzmaßnahmen mit SGB-Bezug (§§ SGB II/III); Angabe zu Auftraggeber, Leistungszeitraum, Art der Maßnahme und Anzahl Teilnehmerplätze. Detaillierte Mindestanforderungen (Anzahl/Zeitraum) sind den Vergabeunterlagen (LV A.2) zu entnehmen.
Bei Bietergemeinschaften reicht der Nachweis für ein Mitglied. Im Zuschlagskriterium gewichtet: Eingliederungsquote, Verringerung von Vermittlungshemmnissen, Stabilisierung, Abbruchquote und Gründe.