Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Öffentliche Ausschreibung (VOB/A) des Staatlichen Bauamts Krumbach für Straßenbauarbeiten rund um die neue Anschlussstelle Ost Höchstädt an der Donau.
Was wird gebaut?
Wichtigste Eckdaten
Die Vergabe erfolgt als Gesamtmaßnahme (keine Lose). Einzureichen sind u. a. das ausgefüllte Angebotsschreiben, die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder PQ-Nachweis, Preisblätter, Regiepreisliste, Urkalkulation sowie ein vorläufiger Bauzeitenplan.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Baubegleitung
Einrichten und Räumen der Baustelle, Bauzaun aufstellen/umsetzen/entfernen, SiGe-Plan erstellen und fortführen, SiGe-Koordinator stellen, Lichtbilder herstellen, Vermessungsarbeiten und Bestandspläne, Spartenkoordination, Aufrechterhaltung Anliegerverkehr, Verkehrssicherung an Arbeitsstellen mit Verkehrsführungsplänen, transportablen Lichtsignalanlagen und Kontrolle.
Baufeld freimachen (Flächen räumen, Aufwuchs/Rodung, Lichtmast abbauen).
Beweissicherung (3-fach) durch öffentlich bestellten Sachverständigen, Fotodokumentation mit Bildunterschriften, arbeitstägliche Bautagesberichte, Eigenüberwachungsprüfungen mit Protokollübermittlung an den AG.
Einreichungspflicht vor Baubeginn: vorläufiger Bauzeitenplan zum Bietergespräch, detaillierter Bauzeitenplan 6 Werktage vor Baubeginn, Einbau- und Logistikkonzept Asphalt (mit Mischwerk, Umlaufplan, Thermoisolation), Urkalkulation zum Bietergespräch (verschlossen), Regiepreisliste mit dem Angebot.
Wöchentlich aktualisierter Bauzeitenplan in 4-facher Ausfertigung an AG.
Erdarbeiten und Baugrund
Oberboden abtragen, lagern und andecken.
Boden/Fels lösen, fördern und verwerten, Untergrund verdichten und Planum herstellen.
Bodenverbesserung mit Bindemitteln (Zement/Kalk), ca. 9.000 m³ Dammschüttung, Wiederverwendung von on-site-Material und AG-Lagerplatzmaterial.
Sickeranlagen, Mulden, Geotextil, Schacht- und Leitungsgräben mit Wasserhaltung.
Verwendung mineralischer Ersatzbaustoffe gemäß Ersatzbaustoffverordnung mit Lieferscheinen, Verantwortlicher Erklärung (VE) und Annahmeerklärung (AE) gemäß Anlage 1 zur Musterbaubeschreibung. Nachweis der Zulässigkeit 20 Kalendertage vor Einbau, Beprobung der Haufwerke spätestens am 5. Kalendertag nach Aufforderung durch den AG, abschließender Bericht 21 Kalendertage nach Beprobung.
Kampfmittelvorerkundung.
Oberbau und Asphaltbau
Frostschutzschicht und Schottertragschicht nach RStO 12/24, Belastungsklasse Bk 10, Frosteinwirkungszone II, Gesamtdicke Frostschutzschicht ≥ 65 cm.
Asphalt fräsen, Asphalttragschicht (AC 32 T S), Asphaltbinderschicht (AC 16 B S), Asphaltdeckschicht (AC 11 D S, AC 8 D N), Gussasphalt, bituminöse Bindemittel, Bitumenemulsion aufsprühen, Randabdichtung, Abstumpfung.
Asphaltaufbauten gemäß Plänen (u. a. BK1-25, BK3-24, BK3-25, BK5-25, BK2-24, BK3-22, BK3b-22).
Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt (TA-Asphalt) gemäß ARS 13/2025: Auswahl und Angabe der Technologie/des Produkts im Angebot, Einhaltung der Temperaturgrenzen, thermoisolierte Transportmulden (R ≥ 1,65 m²·K/W), Asphaltfertiger mit Absaugeinrichtung, Beschicker, Verdichtungskontrolle (PQI-Sonde oder Isotopensonde), kontinuierliche Temperaturmessung, stündliche Wetterdaten, Ergebnisübermittlung 2 Wochen nach Einbau, Vorgespräch mindestens 4 Wochen vor erstem Asphalteinbau, Frist ≥ 30 Werktage zwischen Zuschlag und Baubeginn bei Erprobungsstrecken mit neuen Produkten.
Entwässerung und Wasserleitungen
Straßenmulden, Sickerstränge, Sickerrohrleitungen, Kunststoffschächte, Straßenabläufe, Regenwasserleitung DN 400 StB, Vollsickerrohre DN 150/200, Ablaufschächte, Mulden, Versickermulden mit Oberbodenandeckung, Rigolen mit Filterkies und Geotextil, Muldeneinläufe, Kameradurchfahrung und Dichtheitsprüfungen.
Schmutzwasserkanal DN 400 mit Betonrohrleitungen, Schächten, Dichtheitsprüfungen, Kamerabefahrung.
Trinkwasser-Druckrohre PE-HD DN 100 mit Absperrschiebern und Hydranten, Druckprüfung und Entkeimungsprüfung.
Leitungsumverlegungen/Kreuzungen: Fernmeldekabel (u. a. km 1+610,5), Stromkabel (km 1+605,7), Wasserleitung (km 1+639,9), Schmutzwasser DN 400 (km 1+638,8), Mischwasserkanal DN 400/DN 500 (km 1+535,083), Wasserleitung DN 100 PVC (km 1+535,833), Gasleitung da 125 DP 4, Fernwärmeleitung.
Pflaster, Borde, Ausstattung und Markierung
Betondecke, Bordsteine aus Naturstein (Granit 14x25-28 cm B6) und Betonstein, Pflasterdecken, Streifen und Rinnen, Plattenbeläge als Bodenindikatoren, Rasengittersteine auf 15 cm Beton C25/30.
Stahlgitterzaun, Schutzzaun, Zäune aufnehmen/herstellen, Leitpfosten, Rohrpfosten, Verkehrsschilder abbauen.
Fahrbahnmarkierung: nur Entfernen der Dauermarkierung (Neumarkierung erfolgt separat durch den AG).
Schutzplanken: nur Demontage bestehender Schutzplanken inkl. Anfangs- und Endkonstruktionen (AEK), Erd- und Verfüllarbeiten, Wiedermontage von Aufsatzleitpfosten, Nachbesserung der Zinkhaut gemäß DIN EN ISO 1461. Nicht enthalten: neu herzustellende Schutzplanken (separate Ausschreibung durch AG).
Brückenbauwerk (Kappenrückschnitt)
Asphaltbefestigung trennen und fräsen.
Asphaltschutzschicht, Beton abbrechen und herstellen, bewehrter Beton, Betonstahl, Verbundanker.
Abdichtung, Schweißbahnen, Schutzlage, Fugen.
Bordstein aufnehmen, Erneuerung Schrammbordersatz, Einbau Schutz- und Deckschicht, Rückbau und Neuanbringung Schutzplanken.
Bestandsunterlagen, Lichtbilder, Vermessung.
Landschaftsbau und Begrünung
Nassansaat, Strohmulch, Rasenflächen.
Oberboden- und Ansaatarbeiten mit gebietseigenem Regionalsaatgut Ursprungsgebiet 16.
Schutz- und Pflegemaßnahmen für bestehende Vegetation, Böschungsgestaltung gemäß RAL, Regelböschungsneigung 1:1,5 bis 1:2.
Abnahme, Dokumentation und Schlussrechnung
Schriftlicher Antrag auf förmliche Abnahme nach Fertigstellung der Gesamtleistung durch den AN.
Schlussrechnung mit Bestandsunterlagen spätestens 4 Wochen nach Ausführung der Leistung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation (oder Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt mit Selbstreinigungsmaßnahmen).
Keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll).
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A; falls Ausschlussgrund vorhanden, sind Selbstreinigungsmaßnahmen nachzuweisen.
Ordnungsgemäße Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen (Steuern, Abgaben, Sozialversicherung).
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Fachliche und registermäßige Eignung
Registereintragung: Handelsregister ODER Handwerksrolleneintragung ODER IHK-Eintragung ODER Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; bei engerer Wahl Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit technischem Leitungspersonal.
Spezielle Qualifikationsnachweise (auf Verlangen):
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Umsatz für vergleichbare Bauleistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
Technische Leistungsfähigkeit: Nachweis über Ausführung vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (mindestens 3 Referenzen) gemäß Formblatt 444 Referenzbescheinigung.
KMU-Regelung: Kleine und mittlere Unternehmen (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme) sind entsprechend zu kennzeichnen.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer).
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Vorlage der ausgefüllten Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) für Bieter, Mitglieder von Bietergemeinschaften, Nachunternehmer und andere Unternehmen.
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Eigenerklärungen auch für Nachunternehmer; präqualifizierte Nachunternehmer können durch Angabe der PQ-Nummer nachgewiesen werden.
Nachforderung von Unterlagen: Nicht präqualifizierte Unternehmen, deren Angebot in die engere Wahl kommt, müssen auf Verlangen die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen nachreichen (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen Sozialkasse/Finanzamt/Freistellungsbescheinigung § 48b EStG/Berufsgenossenschaft, Insolvenzplan falls zutreffend, Nachweis der Arbeitskräfte).
Vergleichbare Straßenbauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage auf Verlangen nach Formblatt 444 Referenzbescheinigung.