TNW_HLS_KJF der Diözese Regensburg e.V._Ersatzneubau HPZ Rottal-Inn in Eggenfelden
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung der Technischen Ausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär – HLS) beim Ersatzneubau des Heilpädagogischen Zentrums Rottal-Inn in Eggenfelden.
Was zu tun ist: Es sollen die kompletten Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 (ohne 4) bis 9 nach HOAI 2021 für fünf Anlagengruppen erbracht werden – inklusive Schwimmbadtechnik und Gebäudeautomation. Optional kommt die Planung einer Containerschule als Ausweichquartier dazu.
Wie es abläuft: Das Verfahren ist ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Zuerst wird ein Teilnahmeantrag mit Bewerbungsbogen und Referenzen eingereicht, danach werden bis zu 5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Frist: Teilnahmeanträge müssen bis 21.10.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform DTVP eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Einordnung
Der Auftraggeber – die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. – lässt das 1983 errichtete Heilpädagogische Zentrum Rottal-Inn in Eggenfelden (Theaterstraße 5, 84307) vollständig abbrechen und neu errichten. Es entsteht ein Ersatzneubau mit Schule für Schüler mit geistiger Behinderung (St. Ruppert Schule), heilpädagogischer Tagesstätte, schulvorbereitender Einrichtung und integrativem Kindergarten sowie einem Schwimmbad/Schwimmhalle. Eine Machbarkeitsstudie und Vorleistungen der Leistungsphasen 1–3 liegen bereits vor. Der Auftrag umfasst ausschließlich Planungs-/Beratungsleistungen (Dienstleistung), keine Bau- oder Lieferleistungen.
Gegenstand der hier ausgeschriebenen Leistung ist die Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß Teil 4 Abschnitt 2 HOAI 2021 für die Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 (Schwimmbadtechnik) und 8 (Gebäudeautomation und weitere technische Anlagen) sowie – soweit projektspezifisch erforderlich – die Technische Ausrüstung in Freianlagen (Kostengruppe 540).
Leistungsphasen nach HOAI
Erbracht werden die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 (ohne 4) bis 9. Eine Besonderheit gilt für Anlagengruppe 1: Hier ist die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) zusätzlich zu erbringen, also volle Lph. 1–4 und 5–9. Für alle anderen Anlagengruppen (2, 3, 7, 8) wird die Lph. 4 nicht erbracht.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise aus haushaltsrechtlichen Gründen. Die weitere Übertragung von Leistungsstufen ist nur möglich, wenn seit Fertigstellung der zuletzt übertragenen Stufe nicht mehr als 24 Monate vergangen sind.
Pflichten und besondere Leistungen
Aus den ergänzenden Vereinbarungen zum Fachplanervertrag ergeben sich unter anderem folgende Pflichten:
Besondere Herausforderung des Projekts: behindertengerechte und barrierefreie Gestaltung.
Optionale Zusatzleistungen – Containerschule
Optional und bei Bedarf gesondert zu kalkulieren: Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2 und 3, soweit für die schulspezifische Nutzung einer Containerschule (Ausweichquartier während der Bauphase) erforderlich – einschließlich Sanitäreinrichtungen und Küche mit Spülgelegenheit. Die Vergütung erfolgt als Pauschale.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe
Der Bewerber darf keine Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB aufweisen. Insbesondere dürfen in den letzten zwei Jahren keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € wegen Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz (§ 21 AEntG), das Aufenthaltsgesetz (§ 98c AufenthG), das Mindestlohngesetz (§ 19 MiLoG) oder das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (§ 21 SchwarzArbG) vorliegen. Der Bewerber muss dies mit Anlage 2 erklären – ARGE-Mitglieder und Unterauftragnehmer jeweils für sich.
Zusätzlich ist mit Anlage 4 zu erklären, dass kein Bezug zu Russland im Sinne der EU-Sanktionen (VO (EU) 2022/576) besteht und keine Kapazitäten sanktionierter Unternehmen (> 10 % Auftragswert) in Anspruch genommen werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung: Personenschäden mindestens 1,5 Mio. €, sonstige Schäden mindestens 1,0 Mio. €. Die Maximierung pro Versicherungsjahr muss mindestens das Doppelte der Deckungssumme betragen. Bei ARGE: Zusatzvermerk über Mitversicherung oder Versicherung auf die ARGE.
Spezifischer Umsatz: durchschnittlicher Jahresnettoumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre im Leistungsbild Technische Ausrüstung – HLS. Bewertet wird gestuft:
Zusätzlich Angabe der Unternehmensgröße (KMU-Einstufung: Kleinst-, Klein-, Mittel- oder Großunternehmen).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Befähigung zur Berufsausübung (§ 44 Abs. 1 VgV): Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur/in oder Techniker/in über Kammermitgliedschaft oder vergleichbaren Nachweis (Anlage 5).
Bürokapazität: jährliches Mittel der Beschäftigten (inkl. Inhaber) der letzten 3 Jahre (2023–2025), aufgeschlüsselt nach Ingenieuren und Technikern (Dipl.-Ing. Univ./TU/TH/FH, Bachelor, Master oder vergleichbar). Bewertung:
Referenzen: siehe Abschnitt 'Referenzprojekte' – Bewertung über maximal 4 Referenzen à bis zu 100 Punkte. Gesamtpunkzahl Stufe 1: maximal 500 Punkte. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los (§ 75 Abs. 6 VgV). Es sollen 5 Bieter zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Zuschlagskriterien (Stufe 2, informativ)
Die Stufe 2 bewertet die Angebote anhand folgender Kriterien (Mindestpunktzahl für den Zuschlag: 200 Punkte ohne Honorarwertung):
Für die Angebotsabgabe: namentliche Benennung von Vertreter/in des Büros, Projektleiter/in, stellv. Projektleitung, Objektüberwachung Verantwortliche/r, stellv. Objektüberwachung Verantwortliche/r inkl. Qualifikation und Berufserfahrung; ggf. Nachunternehmereinsatz-Übersicht.
Verfahrensrahmen und Zuständigkeit
Verfahrensart: zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach § 17 VgV. Losweise Vergabe: nein. Nebenangebote: nicht zugelassen. Einreichung ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform DTVP (Bietertool oder webbasierte Angebotsabgabe). Bindefrist für Angebote: 2 Monate ab Schlusstermin für den Eingang des Angebots. Fragestellung spätestens 9 Kalendertage vor Fristablauf, Antworten spätestens 6 Tage vor Fristablauf. Zuständige Vergabekammer: Regierung von Mittelfranken – Vergabekammer Nordbayern. Einspruchsfrist für Nachprüfungsanträge: 10 Kalendertage ab Mitteilung des Auftraggebers, dass er einer Rüge nicht abhelfen will.
Vergleichbare Referenzen für Fachplanung Technische Ausrüstung (HLS) – Gebäude mindestens Honorarzone II, vorzugsweise aus den Bereichen Ausbildung/Wissenschaft/Forschung (Schulen, Kindergärten, heilpädagogische Einrichtungen, schulvorbereitende Einrichtungen). Fertigstellung (Bezugsfertigkeit/Inbetriebnahme) zwischen 01.01.2016 und Ablauf der Bewerbungsfrist. Teilleistungen sind zulässig.
Einreichung ausschließlich in Anlage 3 (Excel); Nachforderung ausgeschlossen. Für jede Referenz: Projektbezeichnung, Ort, Auftraggeber, Fertigstellung (MM/JJ), Art der Aufgabe (Schule/Kita vs. Honorarzone II), Durchführungsart (Neubau/Sanierung), Fördermittelerfahrung, eigene Leistungen in % je Leistungsphase und Anlagengruppe (1, 2, 3, 7, 8), Projektkosten KG 400 brutto. Plus: Projektbeschreibung auf separatem Blatt, max. 2 Pläne DIN A3, max. 3 Seiten Fotos. Bei ARGE oder persönlicher Referenz: gesondertes Blatt mit Zurechnungsdarlegung beifügen. Bei Leistungen außerhalb der HOAI (z. B. Ausland): Vergleichbarkeit darstellen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
4 Bekanntmachungen- 15.10.2026Ausschreibungauf dieser Seite
- 14.10.2026Ausschreibung
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