Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Landeshauptstadt Wiesbaden (Kommunales Jobcenter) sucht einen Träger für den Betrieb eines Trainingszentrums für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb). Ziel ist es, Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf durch Coaching, Workshops und praktische Arbeitserprobung schrittweise an den Arbeitsmarkt heranzuführen.
Was zu tun ist:
Rahmen: Finanzvolumen ca. 5,3 Mio. €; Zuschlag nach Konzept (70 %) und Preis (30 %); zwei Verlängerungsoptionen um je 15 Monate.
Einreichung: ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform eHAD bis zum 10.09.2026, 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Konzept70%
Gesamtbewertung des Angebotskonzepts (Qualitätskriterien), bestehend aus Organisation/Durchführungsqualität/Kooperation/Marketing (22 Punkte) und Inhalt und Methodik (48 Punkte). Mindestpunktzahl: 29 von 70 Punkten.
- Preis30%
Bewertung auf Grundlage des in der Leistungsvereinbarung eingetragenen Preises (monatliche Aufwandspauschale je Teilnehmendenplatz)
Bewertung mit Punkteskala 0-3 pro Kriterium; Wertungspunkte = Gewichtung × Punkte/3 (Ergebnis absolut). Preisbewertung auf Grundlage des in der Leistungsvereinbarung eingetragenen Preises (Gewichtung 30%). Mindestpunktzahl: 29 von 70 Punkten beim Konzept (Qualität) erforderlich.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMaßnahmeziel und Zielgruppe
Das Trainingszentrum richtet sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Anspruch auf Leistungen nach SGB II, die
Ziele sind die Feststellung und Entwicklung individueller Ressourcen und Potenziale, der Abbau multipler Hemmnisse, die Erarbeitung beruflicher Perspektiven, die Heranführung an den Arbeitsmarkt sowie die Vorbereitung auf anschließende Qualifizierungen oder einen Berufsabschluss.
Kapazität, Dauer und Standort
Wochenstruktur pro Teilnehmendem
Durchschnittliche wöchentliche Verteilung (bei 25 Std.):
Workshops decken wöchentlich 28 Unterrichtseinheiten à 45 Min. je Workshopart ab; Mindestbelegung 8 Teilnehmende (Regelfall 15–16).
Einzelcoaching
Jeder Teilnehmende wird über den gesamten Förderzeitraum von einer Coaching-Fachkraft betreut (Betreuungsschlüssel ca. 1 VZÄ auf 13–14 Teilnehmende). Inhalte: persönliche Stabilisierung, Alltagsstruktur, soziale Kompetenzen, berufliche Perspektiven, Bewerbungsunterstützung und Vorstellungsgesprächsvorbereitung, Praktikumsbegleitung, ggf. Hilfestellung bei Familienvereinbarkeit, Gesundheit und Behördenkontakten.
Arbeitspraxis und Praktika
Bereitstellung von Arbeitsfeldern in eigenen Werkstätten oder Übungsfirmen in den Bereichen:
Ergänzend externe betriebliche Erprobungen/Praktika (1 Tag bis max. 6 Wochen) in Bereichen, die der Träger nicht selbst abbilden kann; ein Praktika-/Stellenpool ist für relevante Berufsfelder vorzuhalten (u.a. Gesundheit/Pflege, Handwerk, IT, kaufmännisch, Service, Soziales, Produktion). Vor Beginn jeder Erprobung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Träger, Betrieb und Teilnehmendem abzuschließen.
Workshops (SGB II)
Themen u.a.: Arbeitsrecht-Grundlagen, Berufs- und Berufswertvorstellungen, Konfliktverhalten, regionaler Arbeitsmarkt, Selbsteinschätzung, Bewerbungscoaching, Nutzung der digitalen Bewerbungsplattform, arbeitsplatzbezogenes Deutsch.
Workshops (AQB – Landes Hessen)
Themen u.a.: Entspannung, Bewegung, mentale Gesundheit, Resilienz, Selbstmanagement, Haushalts- und Budgetcoaching, Kommunikation, soziale Unterstützung, Ernährung/Kochkurs.
Digitales Profiling
Vollständig webbasiertes, DSGVO-konformes Profiling-System mit IPS-Datenschutzgütesiegel; kompatibel mit Jobnet.AG JobIMPULS oder gleichwertig; Echtzeit-Import aus OPEN/Prosoz; Matchingquote mind. 95 % aller öffentlichen Stellenanzeigen; Musterdatenbank mind. 1 Mio. Fälle; Funktionen u.a. Berufsprofil, Bewerbungsunterlagen, Potenzialanalyse, Matching, tägliche Stellenangebote, Videokommunikation. Serverstandort nur in DE/EU/EWR; Auftragsverarbeitungsvertrag bei Einsatz externer Software.
Räume, IT und Datenschutz
Fahrtkosten und Mobilität
Fahrtkosten der Teilnehmenden werden nicht in die Angebotskalkulation eingerechnet; der Auftragnehmer übernimmt die Organisation, legt das wirtschaftlichste ÖPNV-Angebot vor (i.d.R. Hessenpass mobil) und rechnet monatlich mit dem Auftraggeber ab. Für Personal ist eine ÖPNV-Lösung oder gleichwertige Alternative (z.B. Dienstfahrrad) vorzusehen.
Dokumentation, Berichte und Zusammenarbeit
Marketing und Außenauftritt
Eigenes Marketingkonzept mit Homepage, Social Media, Informationsvideos, Podcast sowie digitalem und Print-Flyer; kontinuierliche Teilnehmendengewinnung; Bereitstellung der Marketingaktivitäten 14 Tage vor Maßnahmebeginn.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignungsvoraussetzungen
Personelle Eignung
Räumliche und technische Eignung
Konzeptionelle und organisatorische Eignung
Sanktionen und Zuverlässigkeit
Vergleichbare arbeitsmarktintegrative Maßnahmen für erwerbsfähige Leistungsberechtigte gem. § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 SGB III
Referenzliste mit Art, Umfang, Zeitraum; Nachweis vergleichbarer Maßnahmen für öffentliche Auftraggeber