Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) des Entsorgungsbetriebs der Stadt Siegen (ESI) für den Umbau der Kläranlage Weidenau zu einem Regenüberlaufbecken (RÜB 461).
Die Leistung umfasst Kanalbau (u.a. Mischwasserkanäle DN 500 und DN 1500 in der Bismarckstraße, Schachtbauwerk VB 3, punktuelle Kanalsanierung), Stahlbetonarbeiten (Überlaufschwelle, Pumpenschacht, Trennwände, Gefällebeton) und Abbrucharbeiten (Kalksilo, Betriebsstoff-Bunker, Befüllplatz, Rückbau Pumpen-/Gebläsestation).
Es handelt sich um eine Einzelmaßnahme ohne Losaufteilung. Ausführungsort: 57076 Siegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bei einer Öffentlichen Ausschreibung nach VOB/A für Bauleistungen ohne Angabe weiterer Zuschlagskriterien ist davon auszugehen, dass ausschließlich der Preis als Zuschlagskriterium gilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauüberblick und Geltungsbereich
Die Leistung umfasst eine zusammenhängende Baumaßnahme auf dem Gelände der Kläranlage Weidenau (In der Herrenwiese, Bismarckstraße, 57076 Siegen). Die bestehende Kläranlage wird außer Betrieb genommen (geplant Juni/Juli 2026) und zum Regenüberlaufbecken RÜB 461 umgebaut.
Das Projekt ist in die LV-Hauptabschnitte 01 Allgemeines, 02 Kanalbau, 03 Gelände KA Weidenau, 04 RÜB 461.1, 05 RÜB 461.2 und 06 Unterführung gegliedert – ohne formale Losaufteilung.
Baustellengemeinkosten und Organisation
Dazu gehören Baustelleneinrichtung, Stundenlohnnachweise, das Herrichten der Baustellenfläche sowie Verkehrssicherung mit verkehrsrechtlicher Genehmigung (gemäß MVAS 99). Ein verantwortlicher Ansprechpartner für Verkehrssicherung ist zu benennen.
Die Auftragnehmer-Anlieferung erfolgt erst nach Baustellenbesetzung. Beauftragung von Nachunternehmern bedarf der schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers. Freistellungserklärungen privater Flächeneigentümer sind mit der ersten Abschlagsrechnung vorzulegen, Entsorgungsnachweise eine Woche nach Entsorgung.
Kanalbauarbeiten
Verkehrssicherung, Wasserhaltung und Erdarbeiten (mit Aushub bis ca. 6,2 m Tiefe, Bodenklassen BM/BG F3, Baugrubenverbau ca. 500 m²) nach den Homogenbereichen E1–E3 gemäß DIN 18 300 und R1–R3 gemäß DIN 18 304.
Rohrleitungsarbeiten umfassen:
Hinzu kommen das Schachtbauwerk VB 3 aus Stahlbeton (ca. 23 m³ Beton) sowie punktuelle Kanalsanierungen (DN 1500, ca. 85–93 m) mit Handsanierung, Injektion, Kurzlinern und Manschetten. Anschließend erfolgen Oberflächenwiederherstellung und Landschaftsarbeiten.
Stahlbetonarbeiten
Beton- und Bewehrungsarbeiten in den RÜB-Becken und am Pumpenschacht, u.a.:
Es gelten die Anforderungen der RAL-GZ 961 für die Gütesicherung Kanalbau.
Abbruch- und Rückbauarbeiten
Rückbau auf dem KA-Gelände, u.a.:
Im RÜB 461.2 zählen der Rückbau der Beckeneinbauten und Leitwände, Kernbohrungen sowie das Abbrechen einer Voute (zur Herstellung einer massiven Treppe) dazu.
Technische Ausrüstung und Dokumentation (bauseits)
Einbau von Pumpen (bis 100 l/s), Schiebern (DN 200/DN 400), Rückschlagklappen, MID (DN 200/400), Wanddurchführungen, Kompensatoren, Steigleitern, Schwimmleitern, Geländern, Treppen und Abdeckrosten – ohne EMSR-Technik (ausdrücklich ausgeschlossen).
Für den Beton ist die Überwachungsklasse 2 mit drei anerkannten Fremdüberwachungsstellen vorzuschlagen. Werks- und Montagepläne (Stahl/Metallbau, GFK) sind in Papier plus DWG/PDF zu liefern, Schweißerqualifikationsnachweise (Klasse A) bei Baustellenschweißungen vorzuhalten.
Baugrund, Kampfmittel und Sicherheit
Baugrundverhältnisse gemäß Bodengutachten (Homogenbereiche E1–E3 und R1–R3). Probenentnahmen erfolgen durch ein anerkanntes Prüflabor in Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Zusätzlich gilt das Merkblatt 'Arbeiten mit der gebotenen (besonderen) Vorsicht' des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Westfalen-Lippe (Bezirksregierung Arnsberg) – d.h. Sicherheitsmaßnahmen bei Erdarbeiten in kampfmittelverdächtigen Bereichen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Fachliche Eignung – Register und Nachweise
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische Leistungsfähigkeit – Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ 961
Mit Angebotsabgabe nachzuweisen:
Möglich durch RAL-Gütezeichen oder alternativ durch Prüfbericht nach Abschnitt 4.1 der Güte- und Prüfbestimmungen plus Verpflichtung, im Auftragsfall den Qualitätssicherungsvertrag (Abschnitt 4.3) abzuschließen und die Eigenüberwachung (Abschnitt 4.2) durchzuführen.
Referenzen
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 3 Geschäftsjahren (Kanalbau-, Stahlbeton- und/oder Abbrucharbeiten). Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen (eigenes Personal), durchschnittlicher Arbeiterzahl, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung, ggf. koordinierten Gewerken sowie Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Vergleichbare Bauleistungen (Kanalbau, Stahlbeton- und/oder Abbrucharbeiten), ausgeführt in den letzten 3 Geschäftsjahren
Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeiterzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke. Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung erforderlich.