VE 1440 Elektro
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffene Ausschreibung für ein Leistungspaket Elektroarbeiten am Erweiterungsneubau, an Bestandsgebäuden und in Außenanlagen in Weilheim i. OB.
Gefordert werden Starkstrom- und Schwachstrominstallation, Haupt- und Unterverteilungen, Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung, Photovoltaik, ELA- und Brandwarnanlage, strukturierte Verkabelung, KNX-Gebäudeautomation sowie Montage, Prüfung, Dokumentation und Inbetriebnahme. Zusätzlich sind Jahrespreise für die Wartung der Sicherheitsbeleuchtung anzubieten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Wertung ausschließlich anhand der nachgerechneten Wertungssumme des Angebots; die angebotenen Wartungskosten für die ersten vier Jahre gehen ebenfalls in die Wertung ein.
Die Wertungssumme umfasst die nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen sowie gegebenenfalls Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten; die ersten vier Jahre der Wartungskosten werden statisch als Jahreskosten mal Laufzeit berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStarkstrom- und Energieverteilung
Lieferung, Montage, Verdrahtung und betriebsfertige Installation der Gebäude- und Niederspannungshauptverteilung sowie von fünf Unterverteilungen für Feuerwehr beziehungsweise ASAZ. Enthalten sind Schalt-, Schutz- und Funktionsgeräte, Leistungsschalter, Sicherungselemente, Fehlerstrom- und Netzwächterbausteine, Überspannungsschutz, Mess- und Energiemanagementtechnik sowie die Anbindung bestehender Verteilungen. Die Abstimmung mit dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen und die Erstellung beziehungsweise Einreichung des Netzanschlussantrags sind Bestandteil der Leistung.
Kabel, Leitungen und Verlegesysteme
Lieferung, Verlegung, Kennzeichnung und beidseitiger betriebsfertiger Anschluss von Starkstrom-, Schwachstrom-, Brandmelde-, KNX- und Sonnenschutzleitungen sowie von Erdkabeln. Einzubauen und zu montieren sind Kabelrinnen, Kabeltragsysteme, Steigetrassen, Installations-, Brüstungs- und Unterflurkanäle, Panzerrohre, Hängestiele, Klemmbügel, Sammelhalter, Gerätedosen, Abzweigdosen, Bodentanks und erforderliche Befestigungs- und Nebenleistungen. Funktionserhaltende Kabelanlagen sind nach den Vorgaben des Leistungsverzeichnisses auszuführen.
Installationsmaterial und besondere Elektroarbeiten
Lieferung und Montage von Unterputz- und Aufputzschaltern, Steckdosen, Tastern, Geräteanschlussdosen, Präsenzmeldern, Raumtemperaturreglern, Feuchtraum- und vandalensicheren Geräten sowie Anschlüssen technischer Anlagen. Ebenfalls auszuführen sind Potentialausgleich, Erdungsanbindungen, Überspannungsschutz, Bohrungen, Kernbohrungen, Schlitze, Aussparungen und Brandschottungen nach den bauaufsichtlichen Zulassungen und Verwendbarkeitsnachweisen.
Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung und Photovoltaik
Lieferung und Montage von LED-Innenleuchten, Sporthallenleuchten, Downlights, Lichtkanälen, Außenleuchten, Lichtmasten und zugehörigen Zubehörteilen. Die dezentrale Sicherheitsbeleuchtung ist als vollüberwachtes CPS-Zentralbatteriesystem mit drei Stunden Notbetrieb, 16 Endstromkreisen, Überwachung, Programmierung, Umschaltung und Rettungs- und Sicherheitsleuchten auszuführen. Die PV-Anlage umfasst im Leistungsverzeichnis eine Leistung von etwa 50 bis 51 kWp mit Wechselrichter; die PV-Unterkonstruktion wird laut Planung durch das Dachgewerk ausgeführt. Bauaufsichtliche Zulassungen und Ausführungsnachweise für Brandschutzmaterialien sind rechtzeitig vor Bestellung bereitzustellen.
Schwachstrom-, Kommunikations- und Sicherheitstechnik
Auszuführen sind ELA-Ausrufanlage mit Lautsprechern, Einsprechstelle, Anzeige und Anbindung an die technischen Anlagen sowie Brandwarnanlage mit Brandabschnitten, Meldern, Kopplern, Signalmitteln und Anbindung an die vorhandene Brandmeldezentrale. Ferner sind Telefondosen, Behindertenlichtruf, Video-Türsprechanlage, Medientechnik, LWL-Verkabelung, strukturierte CAT-7A-Tertiärverkabelung, RJ45-Dosen, Patchfelder, Ports sowie USB-C- und HDMI-Verbindungen zu liefern, anzuschließen und zu messen. Für Datenleitungen sind OTDR- und Permanent-Link-Messungen sowie die geforderte grafische und tabellarische Dokumentation zu erstellen.
Gebäudeautomation und MSR
Das KNX-Bussystem ist einschließlich Aktoren, Sensoren, Bedienelementen, Gateways, Busspannungsversorgungen und Anbindungen an Gebäudetechnik zu liefern, zu montieren, zu parametrieren, in Betrieb zu nehmen und zu diagnostizieren. Die ETS-Programmierung, BACnet-/KNX-Datenpunktprogrammierung, KNX-Dokumentation und Nachinbetriebnahmen sind Bestandteil der Leistung. MSR-Verkabelung sowie zugehörige Leerrohre und Installationskanäle sind nach KG 484 auszuführen. Metallpreiszuschläge für Kabel- und Leitungspositionen sind für die gesamte Bauzeit zu berücksichtigen.
Prüfung, Inbetriebnahme, Dokumentation und Einweisung
Alle Anlagen sind nach den einschlägigen technischen Regeln und Herstellerangaben zu prüfen, zu kennzeichnen und in Betrieb zu nehmen. Erforderlich sind unter anderem Sicherheitsprüfungen nach VDE 0100 Teil 600, Funktionsprüfungen für Sonnenschutz, ELA, Brandwarnung, Datenübertragung und KNX sowie Prüfungen und Abnahmen der Elektroverteilungen und Sicherheitsbeleuchtung durch einen staatlich anerkannten, unabhängigen und vereidigten Sachverständigen. Revisionsunterlagen, dreifach als farbige, gefaltete und geheftete Sätze sowie digital als PDF, DWG und auf USB-C-Datenträger, Messprotokolle, Prüfbescheinigungen, Schalt- und Stromlaufpläne, Brandschottungsdokumentation, Bedienungs- und Wartungsanweisungen und Inbetriebnahmeprotokolle sind zu übergeben. Die Einweisung des Bedienpersonals ist mit zwei Werktagen zu kalkulieren.
Arbeiten im Bestand und während des Schulbetriebs
An bestehenden Elektroinstallationen sind Unterverteilungen, Leitungen, Verlegesysteme, Sicherheitsbeleuchtung und Datenanschlüsse entsprechend den vorhandenen Systemen zu ergänzen, zu prüfen und zu dokumentieren. Vor Arbeitsbeginn sind Platzverhältnisse, Bemessungsdaten, Kurzschlussfestigkeit, Selektivität und Belastbarkeit bestehender Anlagen zu prüfen; sicherheitsrelevante Mängel sind unverzüglich zu melden. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Schulbetrieb. Lärm- und schmutzintensive Arbeiten sind mindestens drei Arbeitstage vorher abzustimmen und möglichst in die unterrichtsfreie Zeit oder Schulferien zu legen. Für Arbeiten außerhalb der ordentlichen Arbeitszeiten sind die besonderen Vorkehrungen und Kosten zu berücksichtigen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch Eintragung im Verzeichnis präqualifizierter Bauunternehmen und die PQ-Nummer nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die geforderte Eigenerklärung beziehungsweise Einheitliche Europäische Eigenerklärung ein. Bei Zweifeln können zusätzliche Nachweise und Belege verlangt werden.
Vergleichbare Referenzen
Es sind drei Referenzen über vergleichbare Elektroleistungen aus den letzten fünf Geschäfts- bzw. Kalenderjahren nach Formblatt 444, Seiten 1 und 2, vorzulegen. Vertiefte Referenznachweise können in der engeren Wahl angefordert werden. Ein Mindestauftragswert für die Referenzen ist nicht festgelegt.
Berufliche und technische Voraussetzungen
Die Befähigung zur Berufsausübung einschließlich einer erforderlichen Eintragung in die Handwerksrolle beziehungsweise Industrie- und Handelskammer muss vorhanden sein. Die Montage und der elektrische Anschluss der Sonnenschutzsteuerung sind ausschließlich durch eine qualifizierte Elektrofachkraft auszuführen. Projektierung, Parametrierung, Inbetriebnahme und Diagnose der KNX-Anlage dürfen nur von Personen mit den erforderlichen Kenntnissen aus einer zertifizierten Schulungsstätte durchgeführt werden. Der Auftragnehmer muss die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte sowie einen Ansprechpartner und einen Sicherheitsbeauftragten bereitstellen.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Das Unternehmen muss erklären, dass die einschlägigen Ausschlussgründe, insbesondere nach § 6e EU VOB/A, nicht vorliegen. Erforderlich sind außerdem Angaben zu strafrechtlich relevanten Tatbeständen, Gewerbe- und Registereintragungen, Insolvenz- und Liquidationsverfahren, Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Mitgliedschaft in der Berufsgenosschaft. Bei Bedarf können amtliche oder unternehmensbezogene Bescheinigungen angefordert werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Für nicht präqualifizierte Unternehmen sind die wirtschaftlichen Angaben aus Formblatt 124 zu erklären beziehungsweise nachzuweisen. Verlangt werden Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre aus vergleichbaren Bau- und sonstigen Leistungen, zum Anteil gemeinsam erbrachter Leistungen, zur Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung sowie zu keinem laufenden Insolvenzverfahren. Ein konkreter Mindestumsatz ist nicht festgelegt. Bei Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftungserklärung abzugeben.
Versicherung
Eine bestehende und angemessene Bauhaftpflichtversicherung ist nachzuweisen. Die weiteren Unterlagen zu Betriebs- und Berufshaftpflicht sowie zu Steuern, Sozialkasse und Berufsgenossenschaft können auf Anforderung eingereicht werden.
Erklärung zu Russland und Beteiligungsverhältnissen
Die Erklärung zum Bezug Russland und die Ergänzung nach Formblatt 127a sind auszufüllen und zu berücksichtigen. Bei unmittelbarer Beteiligung von Eignungsverleihern, Nachunternehmern oder Lieferanten darf deren Leistungsanteil grundsätzlich 10 Prozent der Auftragssumme nicht überschreiten, soweit nicht die genannten Ausnahmen greifen.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Bei Einsatz von Nachunternehmern für wesentliche Leistungen sind deren PQ-Nummern oder Eigenerklärungen sowie erforderliche Nachweise vorzulegen. Die als Unteraufträge vergebenen Leistungsteile sind mit Formblatt 235 zu benennen. Bei Eignungsleihe ist Formblatt 236 und die Haftungserklärung der beteiligten Unternehmen erforderlich. Kleine und mittlere Unternehmen sind bei Unterbeauftragung angemessen zu beteiligen.
Drei Referenzen über vergleichbare Elektroleistungen aus den letzten fünf Geschäfts- bzw. Kalenderjahren nach Formblatt 444, Seiten 1 und 2.
Je Referenz sind Leistungsgegenstand, geleisteter Anteil, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Besonderheiten, Ausführungszeitraum, Mengen, Auftragswert, Art der Baumaßnahme und gegebenenfalls vertragliche Rolle anzugeben. Vertiefte Referenznachweise können auf Verlangen gefordert werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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