Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen des Großprojekts „Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE)" der Stadtreinigung Hamburg wird eine komplette Brandmeldeanlage (BMA) für die Gesamtanlage in Hamburg-Stellingen ausgeschrieben. Der Auftrag umfasst Planung, Lieferung, Montage, Programmierung, Inbetriebnahme und Dokumentation der BMA mit Aufschaltung auf die Hamburger Feuerwehr. Die Anlage überwacht Brandabschnitte in Kesselhaus, Sockelgebäude, Betriebsgebäude, Rauchgasreinigung, Turbinenhalle, Funktionsgebäude, Hausmüllaufbereitung, Bunker und Verwaltungsgebäude. Der Bieter muss u.a. ein gültiges VdS-Anerkennungszertifikat, Referenzen aus dem Industrie-/Kraftwerksbau und einen Mindestumsatz nachweisen. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform RIB einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis70%
Netto-Gesamtpreis zzgl. zum Angebotszeitpunkt gültiger Umsatzsteuer. Bestpreis erhält 70 Punkte, doppelter Bestpreis 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation.
- Service – Reaktionszeit für Störungsbehebung15%
Reaktionszeit für Störungsbehebung während der Gewährleistungszeit nach telefonischer/schriftlicher Meldung. Maximal zulässige Reaktionszeit 72 Stunden bis Eintreffen auf Baustelle und Beginn der Störungsbearbeitung. ≤24h = 15 Punkte, ≤48h = 7 Punkte, ≤72h = 0 Punkte.
- Gewährleistungsdauer für den angebotenen LuL6%
Bewertet wird die Gewährleistungsdauer für den Liefer- und Leistungsumfang. Mindestgewährleistung 24 Monate = 0 Punkte; je zusätzlichen Monat +0,5 Punkte. Höchstanforderung 36 Monate über Mindestgewährleistung = 6 Punkte.
- Schadstoffklasse5%
Schadstoffklasse der eingesetzten Fahrzeuge. Elektrofahrzeug = 5 Punkte, Schadstoffklasse 6 = 3 Punkte, Schadstoffklasse 5 = 0 Punkte. Bei Mischung wird die niedrigste Bewertung gewertet.
- Umweltfreundliche Verpackung4%
Verpackungsmaterial mit mindestens 75% Recyclinganteil und/oder vollständig recyclingfähig (Nachweis über Eigenerklärung). Mindestens eine Anforderung erfüllt = 4 Punkte, sonst 0 Punkte.
Preis: Preisdifferenz zum Bestbieter x Höchstpunktzahl (70) / Preis Bestbieter = Punktabzug von Höchstpunktzahl. Beispiel: Bestpreis 135.000 EUR = 70 Punkte; Angebotspreis 162.000 EUR: Punktabzug = 27.000 x 70 / 135.000 = 14, also 56 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanung und Projektmanagement
Werk- und Montageplanung inkl. Überprüfung und Optimierung der vorliegenden Planung in Abstimmung mit dem AG. Erstellung Projektorganigramm (Benennung Projektleitung, Dokumentenmanager, 2D/3D-Verantwortlicher) spätestens 6 Wochen nach Auftragserteilung. Vorlage eines Projektterminplans unter Berücksichtigung der Ausschreibungstermine.
Einreichung Unterlagen zum Verfahrensgespräch F1 (Listen, Schemata, Aufstellungspläne, Funktionsbeschreibung – Erstausgabe) spätestens 10 Wochen nach Auftragserteilung. Die Anlage ist komplett in 3 Planungsphasen zu planen: Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung und As-built-Dokumentation.
Lieferung – Zentralen und Komponenten
Zentralentechnik (BMZ) mit Brandmeldecomputer, Bedienteil, Slave-Steuerungsmodulen, Netzteilerweiterungen, Ringmodulen, Netzwerk-Interface, Akkus und Gefahrenmeldetableau. Geplant: 1 Brandmeldezentrale (BMZ 1) für Brandabschnitt 01 (Hauptanlage) und 2 Brandmeldeunterzentralen (BMUZ 2 und BMUZ 3) für BA 02 und BA 03.
Feuerwehrtechnik: Feuerwehr-Schlüsseldepot, Schlüsseldepotadapter, Freischaltelement, Edelstahlsäule, Blitzleuchte, Regenschutzhaube, Überspannungsschutz, Übertragungseinrichtung (Aufschaltung Hamburger Feuerwehr), Ergänzungskasten für FW-Laufkarten, FW-Info- und Bediensystem (FiBS).
Fabrikatsvorgabe: Honeywell (ESSER), LST Labor Strauss oder gleichwertig.
Lieferung – Branddetektion und Sondermelder
Automatische Brandmelder: Optische Rauchmelder, Ionisationsrauchmelder, Thermomaximal-Melder, Thermodifferential-Melder, Multisensor-Melder (O2T), Meldersockel, Beschriftungsfelder.
Sondermelder: Infrarot- und UV-Flammenmelder, Handtaster (auch Ex-geschützt, IP66), lineare Rauchmelder (Sender/Empfänger/Reflektor), Rauchansaugsysteme (RAS) für 1.600 m² und 2.000 m², Wärmebildkameras (für Bunkerbereiche, Aufgabetrichter, Kesselanlage, Shredder), Wärmeleitkabel/Fiber-Optic-Melder, Lüftungskanalmelder, Branddetektionseinrichtungen in Lüftungsanlagen.
Handmelder (EN 54-11) an allen Ausgängen, Türen und Toren.
Lieferung – Alarmierung und Leitungsnetz
Alarmierung: Akustische Signalgeber (EN 54-3), optische Signalgeber (EN 54-23), Kombi-Signalgeber, Rundum-Signalleuchten, Sockelsirenen, Netzteilüberwachung, Koppler. Auch Ex-geschützte Alarmgeber und Schallgeber.
Leitungsnetz: Brandmeldekabel mit und ohne Funktionserhalt (FE180/E30/E90), verschiedene Querschnitte (10×2×0,8 mm, 4×2×0,8 mm, 2×2×0,8 mm), Verlegung auf Trasse oder im Schutzrohr, Elektroinstallationsrohre (Aluminium), Sammelhalterungen, Montage-Zulagen für Höhen 3,5–6 m und 6–9,5 m. Kabelwegsausbau inklusive.
Stromversorgung: USV für jede BMZ (Überbrückungszeit 72 Stunden) plus Akkumulatoren für netzstörungsfreien Betrieb.
Software-Upgrades und Betriebssicherheit
Software-Upgrades für die BMA sind in den ersten 2 Jahren nach Inbetriebsetzung kostenlos bereitzustellen. Die Anlage muss eine Betriebssicherheit von mindestens 15 Jahren gewährleisten. Es ist ein Entwurf für einen Wartungsvertrag für den Gewährleistungszeitraum sowie 5 Jahre danach vorzulegen.
Montage und Inbetriebsetzung
Montagebeginn für Sockelgebäude, Betriebsgebäude und Turbinenhalle mit Treppentürmen frühestens 16 Wochen nach Auftragserteilung; für Funktionsgebäude frühestens 40 Wochen nach Auftragserteilung.
Montageendkontrolle für BMA in Mittelspannung, Sockelgebäude, Betriebsgebäude, Kesselhaus, Rauchgasreinigung und Turbinenhalle (einschließlich Brandmeldezentrale): spätestens 40 Wochen nach Auftragserteilung. Für Funktionsgebäude, Abkipphalle, Müllbunker und Müllsortierung: spätestens 80 Wochen nach Auftragserteilung.
Einbindung in Gebäudeautomation aller Bereiche: spätestens 40 Wochen nach Auftragserteilung.
Funktionale Inbetriebsetzung in mehreren Phasen: Sockelgebäude/Betriebsgebäude/Mittelspannung ca. 32 Wochen ab Auftragserteilung; Kesselhaus/Rauchgasreinigung und Funktionsgebäude ca. 45 Wochen; Gesamtanlage ca. 65 Wochen.
Funktionstests und Leistungsnachweis inkl. Sachverständigen-Abnahme: Sockelgebäude/Betriebsgebäude/Turbinenhalle/Mittelspannung spätestens 50 Wochen; Kesselhaus/Rauchgasreinigung ca. 62 Wochen; Funktionsgebäude ca. 75 Wochen; Gesamtanlage spätestens 90 Wochen. Integration in das BMA-System und übergeordnete Leittechnik für die Gesamtanlage im Verbund mit Löschanlage.
Schnittstellen zu anderen Gewerken
Die BMA ist mit folgenden Systemen zu verbinden bzw. anzusteuern:
Zu erstellen ist eine Brandfallmatrix (abzustimmen mit Feuerwehr). Die Einspeisung der E-Schränke ist nicht Bestandteil dieses Auftrags.
Dokumentation und Schulung
Dokumentation (gemäß C7.10 / C7.10a):
Schulung des Betriebspersonals (theoretisch und praktisch), abzustimmen mit AG/Planer in mehreren Schulungen. Erstellung entsprechender Schulungsunterlagen.
Werksabnahme (FAT): Mindestens 8 Wochen im Voraus schriftlich beim AG zu melden.
Gebäudeautomation und Schnittstellen
Schnittstelle zur übergeordneten Gebäudeautomation gemäß Spezifikation; Signalanbindung über das Leitsystem. Es ist eine projektweite KKS-Liste zu erstellen und im Projektdokumenten-Management-System pflegen.
Baustellen- und Sicherheitsanforderungen
Abfall- und Stoffstrommanagement
Anfallende Abfälle (Bauschutt AVV 17 01 03, Bauabfall AVV 17 09 04, Altholz A1–A3 AVV 17 02 01, Altholz A4 AVV 17 02 04*) sind in den vom AG zentral bereitgestellten Containern zu entsorgen. Eigenständige Container nicht zulässig. Bei Anfall > 20 Mitarbeitenden ist der Bedarf an Büro- und Umkleidecontainern/Parkplätzen mit Zeitverlauf und Begründung separat zu melden (Dokument A18).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung & Sanktionen
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenznachweise
Mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren:
Pro Referenz sind anzugeben: Projekttitel, Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner mit Telefon), Gesamtprojektbeschreibung, eigener Leistungsumfang, Unteraufträge, Zeitraum, Termineinhaltung, Vertragstreue, Kundenzufriedenheit. Unternehmensneugründungen geben bisherige vergleichbare Aufträge an. Zusätzlich mit dem Angebot: vorläufige QM- und QS-Dokumentation am Beispiel einer bereits ausgeführten Anlage sowie Referenzlisten mit Ansprechpartnern.
Nachunternehmereinsatz
Mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte für Brandmeldeanlage inkl. Planung/Montage
Ausführung in Industrie- und Kraftwerksbau; Bau in beengten Verhältnissen zusammen mit weiteren Gewerken. Pro Projekt: Projekttitel, Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefon), Gesamtprojektbeschreibung, Beschreibung des eigenen Leistungsumfangs, Angaben zu Unteraufträgen, Zeitraum, Termineinhaltung, Vertragstreue, Kundenzufriedenheit. Für jedes Referenzprojekt gesonderter Vordruck (Dokument A6). Zusätzlich: Vorläufige QM- und QS-Dokumentation am Beispiel einer bereits ausgeführten Anlage sowie Referenzlisten mit Ansprechpartnern. Unternehmensneugründungen geben bisherige vergleichbare Aufträge an.