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VE 59.2 - Natursteinarbeiten, Sanierung Fassade, Komplettsanierung Rathaus Potsdam, 14469 Potsdam

Kommunaler Immobilien Service Potsdam (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam | Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Vergabemanagement -Submissionsstelle- | Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Potsdam, BrandenburgVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 45 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Im Rahmen der Komplettsanierung des denkmalgeschützten Rathauses (Stadthaus) Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 79/81, werden Naturwerkstein- und Steinrestaurierungsarbeiten an den Fassaden vergeben.

Das Auftragsvolumen umfasst die Reinigung von rund 3.925 m² Natursteinflächen (Sandstein, Granitporphyr) einschließlich Bauplastiken, Balustraden, Säulen und Vasen mittels Niederdruckpartikelstrahlverfahren sowie Festigung, Konservierung, Reprofilierung und Ergänzung geschädigter Steinoberflächen. Hinzu kommen Vierungen in Sandstein, Riss- und Fugensanierung, die Restaurierung bauplastischer Elemente (Skulpturen, Kapitelle, Kartuschen, Trompeten-Ölvergoldung) sowie Klempnerarbeiten in Kupfer.

Der Auftraggeber ist der Kommunale Immobilien Service (KIS) Potsdam. Die Leistung ist als einheitliches Los ausgeschrieben; ein Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot nach dem Kriterium Preis.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 45 Tage bis zur Angebotsfrist — 28. September 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026 NOV FEB MAI AUG NOV FEB
Veröffentlichungca. 11. Aug. 2026
Bieterfragen-Frist21. Sep. 2026
Angebotsfrist28. Sep. 2026
Angebotsöffnung28. Sep. 2026
Bindefrist28. Sep. – 10. Dez. 2026
Ausführungsbeginn14. Dez. 2026
Vertragslaufzeit14. Dez. 2026 – 31. März 2028
Grundstandzeit Baustelleneinrichtungca. 14. Dez. 2026 – 11. Jan. 2027
Regiearbeiten: Vorlage Rapporte14. Dez. 2026 – 31. März 2028
Vorhaltedauer Baustelleneinrichtungca. 11. Jan. – 27. Dez. 2027
Vorhaltedauer Bauaufzügeca. 11. Jan. – 27. Dez. 2027
Vorhaltedauer Schutzzaunca. 11. Jan. – 27. Dez. 2027
Vertragsende31. März 2028
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium Preis mit 100% Gewichtung (ggf. Kosten der Wartung). Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel sowie Wartungs-/Instandhaltungsangeboten.

KI-Hinweis: Das einzige Zuschlagskriterium 'Preis' mit 100% Gewichtung ist vollständig angegeben; die Bonusregelung für Werkstätten für Behinderte ist ergänzend dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen

Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Bauaufzug bis 500 kg und 20 m Höhe, Schutzzaun (2,0 m) und Schutzmaßnahmen an Fenstern, Türen, Fußböden/Pflaster sowie an Natursteinelementen. Grundvorhaltung 4 Wochen, anschließend weitere 50 Wochen Vorhaltung für Baustelleneinrichtung, Bauaufzüge und Schutzzaun.

Untersuchung, Dokumentation und Bemusterung

Schadenskartierung und Maßnahmenkartierung als dwg/PDF (Maßstab 1:20) mit farbigen Ausdrucken und Datenträgern, tabellarisches Aufmaß als Excel/PDF, Materialmuster Warthauer und Wünschelburger Sandstein (je 4 Stück 60×40 cm, scharriert) mit Prüfzeugnis, Ausführungsmuster Reinigung (je 2 Musterflächen ca. 1 m²) sowie denkmalpflegerische Arbeitsdokumentation (1-fach Ausdruck und Datenträger, Digitalfotos in TIFF).

Reinigung von Natursteinflächen

Reinigung der Fassadenflächen, Gliederungen und Bauplastiken (Skulpturen, Kapitelle, Vasen, Balustraden, Fensterbrüstungen, Gesimse, Gewände, Gebäudesockel) im Niederdruckpartikelstrahlverfahren. Insgesamt rund 3.925 m² Natursteinflächen inkl. Bauplastiken, Risalit, Balustraden, Fensterbänken/-bekrönungen und Dreiviertelsäulen mit Kapitellen.

Festigung, Konservierung und Ergänzung

Oberflächenfestigung mit Kieselsäureethylester (KSE), Konservierung und Reprofilierung geschädigter Oberflächen (u. a. mit Restauriermörtel/Steinersatzmasse, Druckfestigkeit 15–18 N/mm², Biegezugfestigkeit 5–7 N/mm²), bauplastische Ergänzungen bis 500 cm² abgewickelte Ansichtsfläche. Insgesamt 696 Stück Ergänzungen und Vierungen in Sandstein.

Vierungen, Riss- und Fugensanierung

Vierungen in Sandstein (eben/glatt scharriert oder profiliert) bis 5.000 cm², Risssanierung mit Epoxidharz-Injektion und KSE-gebundenen Injektionsmassen, Fugensanierung mit Mörtelgruppe IIa / M5 (NHL 5 + sulfatbeständiger Zement). Insgesamt ca. 1.084 m Fugensanierung.

Bauplastische Restaurierung

Restaurierung bauplastischer Elemente an Tambour, Mittelrisalit, Südlichem und Nördlichem Kopfbau: Skulpturengruppen, Voluten, Kapitelle, Draperien, Konsolen mit Löwenköpfen, Kartuschen, Tympana, Reliefs, Engelsgestalten, Verdachungen, Fensterstürze und Vasen (16 Vasen Traufgesimse + 2 Vasen Tympanongiebel). Bei der Trompete am Südlichen Kopfbau: Ölvergoldung.

Klempnerarbeiten Kupfer

Lieferung und Montage von Kupferabdeckungen (halbhart walzblank, 0,6 mm) an Gesimsen, Balustraden, Halbkapitellen und Fensterverdachungen, inkl. Rundungen, Ecken/Kanten/Totläufe, Dehnern und dauerelastischer PU-Verfugung. Insgesamt 79 m Verblechungen.

Materialien und technische Regeln

Verwendung von Warthauer Sandstein, Wünschelburger Sandstein, Elbsandstein/Postaer Sandstein, Granitporphyr (Gebäudesockel), Schlesischem Granit (Epingangstreppe) sowie Riffkalk/Edelfels Marmor grau-rosa (Eingangs-Gewände). Ausführung nach DIN 18332, DIN 18580 / EN 998-2 und WTA-Merkblättern. Verwendungsverbote: asbesthaltige Baustoffe, FCKW-haltige Materialien, Tropenholz, bestimmte künstliche Mineralfasern; bei Holzprodukten FSC/PEFC oder gleichwertig.

Stundenlohn- und Regiearbeiten

Stundenlohnarbeiten nur nach vorheriger Abstimmung und Genehmigung durch die Bauleitung des Auftraggebers; Rapporte sind innerhalb von 5 Werktagen schriftlich zur Unterschrift vorzulegen. Nicht angezeigte Regiearbeiten werden nicht vergütet. Vorgesehen u. a. Vorarbeiter/Meister, Restaurator, Facharbeiter, Helfer.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung und Qualifikation

Nachweis, dass die ausgeschriebenen Leistungen in geforderter Qualität und Quantität erbracht werden können. Beschäftigung eines Restaurators oder Restaurators im Handwerk im eigenen Unternehmen oder bei einem Nachunternehmer. Fach-/Sachkunde für Arbeiten mit gefährlichen Ausbaustoffen (TRGS 519, TRGS 521, TRGS 524, DGUV 101-004). Eintragung in Handelsregister und/oder Handwerksrolle/IHK.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen. Nachweis einer Haftpflichtversicherung. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen) und der Krankenkasse sowie Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Drei vergleichbare Referenzen aus den letzten fünf Kalenderjahren (Sanierung historischer Fassaden, ähnliche Größe und Bauzeit um 1907); bei engerer Wahl mit Referenzbescheinigungen vorzulegen. Ausreichende verfügbare Arbeitskräfte; Erklärung zur durchschnittlichen Zahl der Beschäftigten der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen inkl. Leitungspersonal. Einsatz anderer Unternehmen (Eignungsleihe) ist möglich, mit gemeinsamer Haftung.

Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe

Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A: kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, keine schweren Verfehlungen. Keine Verfehlungen gemäß Gewerbezentralregister (keine Freiheitsstrafe > 3 Monate, keine Geldstrafe > 90 Tagessätze, keine Geldbuße > 2.500 EUR in den letzten 2 Jahren).

Rechtliche und tarifliche Anforderungen

Mindestlohn 13,00 EUR brutto/Std. nach Brandenburgischem Vergabegesetz (BbgVergG), auch für Nachunternehmer und Verleiher. Erklärung zur Einhaltung der EU-restriktiven Maßnahmen Russland/Ukraine (Verordnung (EU) 2022/576 des Rates). Präqualifikation möglich (PQ-Nummer im Präqualifikationsverzeichnis).

Zuschlag und Sicherheiten

Zuschlagskriterium: Preis (günstigster Preis). Sicherheiten: Vertragserfüllung 5 %, Mängelansprüche 3 %.

Referenzprojekte
3 Referenzen (bei engerer Wahl vorzulegen); zusätzlich Referenzliste mit dem Angebot ReferenzenZeitraum: ausgeführt in den letzten 5 Kalenderjahren (Stammdaten) bzw. letzten 3 Jahren (LV)Volumen: k. A.

Vergleichbare Naturwerkstein-/Steinrestaurierungsarbeiten an historischen Fassaden (denkmalgeschützt, Bauzeit um 1907, ähnliche Größe)

Reinigung, Reparatur, Konservierung, Reprofilierung von Naturstein-/Sandsteinfassaden; Referenzbescheinigung mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitskräfte, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Haupt-ARGE-NU), Koordination weiterer Gewerke, Bestätigung der vertragsgemäßen Ausführung

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 33%4–10 · 53%11+ · 14%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 21 erledigt
Pflichtformblätter und Angebotskern
Eignungsnachweise
Vertrags- und Tariftreue
Nachunternehmer und Bietergemeinschaft
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle
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Auf einen Blick

Auftraggeber
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Ort
14469 Potsdam
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