Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Ötigheim sucht ein Ingenieurbüro für die Planung einer Straßensanierung. Es geht um die „Neue Friedhofstraße" und die „Josefinestraße" – beide Straßen werden komplett neu gebaut: Asphalt und Gehweg werden abgebrochen, anschließend alles mit Pflaster neu hergestellt. Auch Wasser- und Anschlussleitungen werden erneuert.
Das Büro übernimmt die kompletten Planungsleistungen nach HOAI – von der Entwurfsplanung bis zur Objektbetreuung (Leistungsphasen 3 bis 9), sowohl für Ingenieurbauwerke als auch für Verkehrsanlagen. Optional kann auch die örtliche Bauüberwachung mit beauftragt werden.
Das Verfahren ist zweistufig: Zuerst bewerben sich Interessenten mit einem Teilnahmeantrag. Daraus werden 4 Bewerber ausgewählt, die dann zur Angebotsabgabe eingeladen werden. Verhandelt wird auf Basis von Qualität (Projektteam, Methodik, Nachhaltigkeit) und Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zusammensetzung und Erfahrung des vorgesehenen Projektteams35%
Bewertung der Qualifikation und Erfahrung des Projektteams (Projektleitung, stellv. Projektleitung, Bauleitung). Bewertet wird im Vergabegespräch anhand von Präsentation (60%) und schriftlichem Konzept (40%).
- Arbeitsstruktur und Methodik55%
Methodische Herangehensweise, Projektorganisation, Kosten-, Termin- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie Personalverfügbarkeit. Bewertet wird im Vergabegespräch anhand von Präsentation (60%) und schriftlichem Konzept (40%).
- Honorarparameter10%
Gesamthonorarangebot gem. Ziffer 7. 5 Punkte = niedrigste geprüfte Honorarsumme, 0 Punkte = fiktives Angebot mit 2,0-fachem der niedrigsten Honorarsumme, dazwischen lineare Interpolation.
Jedes Mitglied des Vergabegremiums bewertet mit Noten 1-5 (0,5-Schritte). Gesamtnote = arithmetisches Mittel. Gewichtete Punktzahl = Note × Gewichtungsfaktor. Gesamtpunktzahl = Summe der gewichteten Punktzahlen (max. 500). Schriftliches Konzept 40%, mündliche Präsentation 60% der jeweiligen Kriteriengewichtung. Beim Honorar: 5 Punkte = niedrigste Honorarsumme, 0 Punkte = 2,0-faches der niedrigsten Honorarsumme, dazwischen lineare Interpolation.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick zur Baumaßnahme
Gegenstand der Planung ist die Sanierung der „Neuen Friedhofstraße" (ca. 2.000 m²) und der „Josefinestraße" (ca. 430 m²) in Ötigheim – Gesamtfläche ca. 2.500 m². Das Vorhaben liegt im Städtebaulichen Erneuerungsgebiet „Ortsmitte II".
Geplant ist ein vollständiger Abbruch der bestehenden Straßen- und Gehwegoberflächen und ein Vollausbau mit Pflasterung. Im Lageplan vorgesehen sind 7 Parkstände in Längsaufstellung, 12 Grünbeete (eingefasst mit Hochbordsteinen) sowie Baumpflanzungen (Standort je nach Leitungslage). Eine 3-zeilige Muldenrinne (50 cm breit) entwässert die Flächen.
Daneben werden Wasser- und Anschlussleitungen bis zum bestehenden Kanal erneuert. Geschätzte Gesamtbaukosten (Kostengruppe 500) ca. 1,07 Mio. EUR netto:
Bauausführung voraussichtlich Q2/2028 bis Q4/2029.
Objektplanung Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff HOAI)
Erbringung der Leistungsphasen 3 bis 9 gemäß § 43 HOAI für Ingenieurbauwerke – also von der Entwurfsplanung über die Genehmigungs-, Ausführungs- und Vergabevorbereitung bis hin zur Objektbetreuung und Dokumentation.
Inhaltlich betrifft das insbesondere die Erneuerung der Anschlussleitungen und die Kanalrenovierung. Optional können folgende Besondere Leistungen beauftragt werden:
Objektplanung Verkehrsanlagen (§§ 45 ff HOAI)
Erbringung der Leistungsphasen 3 bis 9 gemäß § 47 HOAI für Verkehrsanlagen – ebenfalls von Entwurfsplanung bis Objektbetreuung.
Inhaltlich geht es um den Vollausbau der beiden Straßen mit Pflasterflächen für Fahrbahn, Gehwege und Parkbereich (7 Längsparkstände), die Muldenrinne, Grünbeete und Baumpflanzungen sowie die Anpassung an den Bestand. Dieselben optionalen Besonderen Leistungen wie bei den Ingenieurbauwerken können mit übernommen werden.
Stufenweise Beauftragung und Nebenkosten
Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Zusätzlich wird eine prozentuale Nebenkostenpauschale auf das jeweilige Honorar vergütet.
Nicht Bestandteil dieser Vergabe sind:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche/fachliche Anforderung
Bewerber müssen eine abgeschlossene Qualifikation als Dipl.-Ing., Master, Bachelor oder Techniker im Bereich Ingenieurbauwerke und/oder Verkehrsanlagen (oder eine gleichwertige Qualifikation) nachweisen. Juristische Personen müssen im satzungsgemäßen Geschäftszweck auf entsprechende Planungsleistungen ausgerichtet sein. Nachträgliche Bewerbergemeinschaften sind nicht möglich – die ARGE-Erklärung (Anlage T.1) muss von allen Mitgliedern unterzeichnet werden.
Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen – insbesondere keine rechtskräftigen Verurteilungen (z. B. Bestechung, Betrug, Geldwäsche), keine offenen Steuer- oder Sozialversicherungsrückstände, keine Insolvenz, keine schweren Verfehlungen, keine Wettbewerbsverzerrung und keine Täuschung im Vergabeverfahren. Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB sind möglich, falls Ausschlussgründe bestehen. Bestätigung über Anlage T.3.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Eigenerklärung ist Teil des Teilnahmeantrags; der endgültige Nachweis muss spätestens zum Verhandlungsgespräch vorgelegt werden.
Technische Leistungsfähigkeit – Mitarbeiter
Durchschnittliche Anzahl fachtechnisch qualifizierter Mitarbeiter (Dipl.-Ing., Master, Bachelor oder Techniker) im Bereich Ingenieurbauwerke und/oder Verkehrsanlagen in den letzten 3 Geschäftsjahren (2023/2024/2025):
Mindestanforderung: 3 Punkte.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Insgesamt 6 Referenzprojekte aus 3 Kategorien (je 2 Projekte pro Kategorie), dargestellt im Formblatt Anlage T.4. Pro Kategorie max. 1 zusätzliches DIN-A4-Blatt (Querformat).
Mindestanforderung: aus jeder Kategorie mindestens 1 Projekt (= mind. 15 Punkte).
Punktevergabe: 1 Projekt je Kategorie = 5 Punkte, 2 Projekte je Kategorie = 10 Punkte.
Mindest-Gesamtpunktzahl für die Auswahlphase: 18 von max. 35 Punkten.
Soziale und rechtliche Verpflichtungserklärungen
Verpflichtende Eigenerklärungen:
Zuschlagskriterien (für die Vergabephase)
Nach Auswahl der Bewerber werden Angebote gewertet. Insgesamt 500 Punkte, gewichtet wie folgt:
Referenzkategorie A: Ingenieurbauwerke – Bauwerke/Anlagen für die Wasserversorgung (§ 41 Ziff. 1 HOAI), mind. 5 aufeinanderfolgende Leistungsphasen 1–8, mind. Honorarzone II
Öffentlicher Auftraggeber; Darstellung im Formblatt Anlage T.4; max. 1 zusätzliches DIN-A4-Blatt (Querformat) je Projekt; Eigenerklärung zur Projektleitung falls für anderes Büro erbracht
Referenzkategorie B: Ingenieurbauwerke – Bauwerke/Anlagen für die Abwasserversorgung (§ 41 Ziff. 2 HOAI), mind. 5 aufeinanderfolgende Leistungsphasen 1–8, mind. Honorarzone II
Öffentlicher Auftraggeber; Darstellung im Formblatt Anlage T.4; max. 1 zusätzliches DIN-A4-Blatt (Querformat) je Projekt
Referenzkategorie C: Verkehrsanlagen (§ 45 Ziff. 1 HOAI), mind. 5 aufeinanderfolgende Leistungsphasen 1–8, mind. Honorarzone II
Öffentlicher Auftraggeber; Darstellung im Formblatt Anlage T.4; max. 1 zusätzliches DIN-A4-Blatt (Querformat) je Projekt