Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH lässt im Klinikum Spandau (Neue Bergstraße 6, 13585 Berlin) die Hausanschlussstationen für Heizung und Trinkwarmwasserbereitung in drei Klinikgebäuden (Haus 15, 16 und 17) erneuern.
Was ist zu tun?
Wichtige Rahmenbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von preislich günstigeren Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierten Zuschlagskriterien, Nachlässen ohne Bedingungen, ggf. Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArbeiten unter laufendem Krankenhausbetrieb
Alle Baumaßnahmen haben sich dem Klinikbetrieb unterzuordnen. Lärmintensive Arbeiten sind mindestens 4 Tage vorher bei der Bauleitung anzuzeigen. Lärmwerte: tagsüber 35/45 dB(A), nachts keine lärmintensiven Arbeiten; Maschinenräume max. 75–80 dB(A). Maximale Ausfallzeit für den Krankenhausbetrieb: 2 Stunden/Woche (Risikopauschale; darüber hinaus vergütungsfähig). Baustellenverkehr max. 10 km/h. Ausführung mit geprüften Schweißern.
Demontage und Abbruch
Demontage der bestehenden Heizungs-, Sanitär- und Abwasseranlagen (KGR 494). Schadstoffbelastete Materialien (Wärmedämmung, Asbestzementrohre) sind durch eine zertifizierte Schadstoffentsorgungsfirma zu entsorgen. Entsorgungsnachweise 2-fach an die Fachbauleitung. Abfalltrennung nach Abfallgesetz, BGR, TRGS, GefStoffV.
Heizungstechnik (KGR 420) – übergreifend
Lieferung und Montage einer Fernwärmeübergabestation je Haus, einer Hausstation für statische Heizung und einer Trinkwarmwasserbereitung (TWWB) als Kompakt-/Modulstationen inkl. Inbetriebnahme. Rohrleitungen aus Stahlrohr geschweißt (DN 15–80, EN 10255, nahtlos DIN 2448/1629), Formstücke, Bogen, T-Stücke, Reduzierungen, Absperrarmaturen, Entleerungsarmaturen, Luftgefäße. Wärmedämmung aus Mineralwolle alukaschiert (Baustoffklasse A2, Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/mK, 100 % gemäß EnEV/GEG), Blechummantelung, R90-Brandschutzschottungen. Befüllung mit vollentsalztem Wasser gemäß VDI 2035. Dichtheitsprüfungen, Druckproben (1,3-facher Betriebsüberdruck, mind. 15 min), Anlagenschema (laminiert, A1, farbig). Planungsfabrikat Stationen: DRECHSLERtechnik GmbH (oder gleichwertig).
Sanitärtechnik (KGR 410) – übergreifend
Abwasserleitungen aus Gussrohr (DIN EN 877, Zweikomponenten-Epoxid-Beschichtung, DN 50–100) und PP-Rohr (DIN EN 1451-1, heißwasserbeständig, DN 50–110). Trinkwasserinstallationen aus Edelstahl-Systemrohr 1.4521 (Viega oder gleichwertig) mit DVGW-registrierten Pressverbindungen (SC-Contur), automatische Zirkulationsregulierventile (Kemper/Multitherm oder gleichwertig), Absperrventile, Schmutzfänger, Probenahmeventile (TrinkwV, DVGW W551). Dämmung gemäß GEG (Steinwolle), Brandschutzmanschetten R90 (Doyma Curaflam XS Pro oder gleichwertig). Probebetrieb 14 Tage, Wasseranalysen (Legionellen, Mikrobiologie, Trinkwasser kalt), Spülung.
Gebäudeautomation (KGR 480) – übergreifend
BACnet-fähige Automationsstationen (Protokoll mind. Version 1.10, AMEV-zertifiziert), MSR-Dienstleistungen, projektspezifische Datenpunktliste (bis 150 Punkte, xlsx), EDE-Liste (Standard 2.3, csv), Konfiguration der Standardnetzwerkvariablen, 1:1-Test gemeinsam mit dem Auftraggeber (schriftliche Dokumentation). Kabelrinnen, halogenfreie Kunststoffrohre, halogenfreie Fernmelde-/230V-Kabel und BUS-Verbindung zwischen ISP1 (Heizung) und ISP2 (Trinkwarmwasserbereitung). Alle Kabel, Leitungen und Rohre durchgängig halogenfrei. Übergabe von PICS und BIBBs mit dem Angebot. Verkabelung für GLT über BACnet MSTP / BACnet IP.
Mobile Wärmeversorgung (Haus 17)
Während der Umbauarbeiten in Haus 17 mobile Heiz- und Frischwassermodule als Mietwärme: mobile Heizzentrale (320 kW, Ölbrenner, 1500 l Tank), mobile Frischwasserstation (210 kW, 5160 l/h), Mietdauer 30 Tage Grundmiete + Verlängerung 90 Tage, Brennstoff Heizöl 10.000 l, Kabelbrücke Fußgänger, Stördienst 4 h.
Wartung (optional)
Wartung der Anlagen für die Dauer der 4-jährigen Gewährleistungszeit gemäß AMEV-Richtlinie Wartung 2018, 1 × jährlich. Reaktionszeit bei Störung: 4 Stunden. Wartungs-Arbeitskarten 8 Wochen vor der ersten Wartung vorlegen. Instandhaltungskosten auf Vertragsformularen mit Preisen eintragen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Voraussetzungen
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (soweit einschlägig). Kein laufendes Insolvenz- oder Vergleichsverfahren; ggf. bestätigter Insolvenzplan. Keine schweren Verfehlungen i. S. v. § 6e EU VOB/A. Keine Eintragung im Wettbewerbsregister (erforderlich ab Auftragswert ≥ 30.000 €). Erfüllung der steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten (Unbedenklichkeitsbescheinigungen Finanzamt, tarifliche Sozialkasse, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG). Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft mit qualifizierter Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Finanzielle und personelle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes der letzten 3 Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bau-/Installationsleistungen (Jahresabschlüsse/Umsatzübersichten, inkl. ARGE-Anteile). Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Fachliche und technische Eignung
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren (Sanitär- und/oder Heizungsinstallationsarbeiten) – vorzulegen nur auf Verlangen in der engeren Wahl. Erfahrung mit Fernwärme- und Nahwärmenetzen (92/70 °C), Krankenhaus-/Spezialinstallation im laufenden Betrieb, Fachkräfte für MSR/Gebäudeautomation mit BACnet-Kompetenz, geprüfte Schweißer für Stahlrohrarbeiten, Fachfirma für Druckprüfungen und Hygieneanalysen (Legionellen).
Fachliche Vorgaben Eigenerklärung V 124.H F
Möglichkeit der verkürzten Eigenerklärung über V 124.H F (Hochbau) bzw. alternativ V 124.VI F (Tiefbau) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Bei Präqualifikation (Eintragung im ULV oder Präqualifikationsverzeichnis) reduziert sich der Eignungsnachweis.
Technische und normative Anforderungen
DVGW-zertifizierte Komponenten für Trinkwasserinstallation (Prüfsicherheit bei unverpresstem Fitting). Geprüfte Schweißer für Stahlrohrschweißungen. Gültiges BACnet-Zertifikat (B.I.G.-EU-akkreditiert) und Herstellererklärung AMEV-Konformität (oder gültiges AMEV-Testat). Einhaltung VOB/B und VOB/C (DIN 18380, DIN 18381), DIN 18299, DIN 4747, DIN EN 12828, VDI 2035, DIN 1988, DVGW W551/W553, DIN 4109, VDI 4100, TA Lärm, MLAR, MLüAR. Ausschließlich halogenfreie Materialien bei Rohren, Kanälen, Kabeln und Leitungen. EnEV/GEG-konforme Dämmung (Baustoffklasse A2, nicht brennbar, Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/mK).
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Sanitär- und/oder Heizungsinstallationsarbeiten)
Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Leistungsumfang, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmetyp (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung – vorzulegen nur auf Verlangen bei engerer Wahl