Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sucht für die Straßenmeisterei Ludwigsfelde einen externen Partner, der für drei Winterperioden (2026/27, 2027/28 und 2028/29) ein Winterdienstfahrzeug samt Fahrer, Schneepflug und Streuer stellt und auf Abruf Räum- und Streueinsätze auf Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk Süd durchführt. Die Bezahlung besteht aus monatlichen Pauschalen für die Bereitstellung und Stundenvergütungen für tatsächliche Einsätze und Wartezeiten. Es gibt eine Option auf Verlängerung um eine weitere Wintersaison bis März 2030.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis80%
Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen sowie eventuellem Nachlass ohne Bedingungen). Lineare Normierung auf 0-10 Punkte: 10 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = 2-facher niedrigster Preis.
- Umwelt-Emissionsklasse des angebotenen Fahrzeuges20%
Emissionsklasse des angebotenen Fahrzeuges gemäß Bieterangabenverzeichnis. Bewertung über lineare Punkteskala: Keine Emissionsklasse = 5,00 Pkt.; Klasse 1 = 5,83 Pkt.; Klasse 2 = 6,66 Pkt.; Klasse 3 = 7,50 Pkt.; Klasse 4 = 8,33 Pkt.; Klasse 5 = 9,17 Pkt.; Klasse 6 = 10,00 Pkt.
Punktwertematrix (linear): Preis wird auf Skala 0-10 Punkte normiert (10 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = 2-facher niedrigster Preis, dazwischen lineare Interpolation mit 3 Nachkommastellen). Umweltkriterium wird mit 5, 7,5 bzw. 10 Punkten bewertet (bzw. linear je nach Emissionsklasse 1-6). Gesamtpunktwert = gewichteter Punktwert. Zuschlag auf höchsten Punktwert; bei Punktgleichheit auf niedrigste Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWinterperioden und Vertragslaufzeit
Die Leistung wird in drei verbindlichen Winterperioden erbracht:
Vertragslaufzeit gesamt: 01.12.2026 – 31.03.2029 (ca. 28 Monate).
Option: Verlängerung um eine 4. Winterperiode bis 31.03.2030; die Preise aus der 3. Periode gelten fort. Der Auftraggeber kann der Verlängerung bis 3 Monate vor Ablauf per eingeschriebenem Brief widersprechen.
Bereitstellung von Fahrzeug und Technik
Pro Winterperiode ist 1 Winterdienstfahrzeug bereitzustellen. Anforderungen:
Die Winterdiensttechnik verbleibt in den Winterdienstmonaten vollständig am Fahrzeug. Vor Beginn jeder Wintersaison nimmt der Auftragnehmer an einer Einweisung teil (auf Aufforderung innerhalb 6 Werktagen).
Einsatzleistung Räumen und Streuen
Auf telefonische oder fernmündliche Anweisung des Auftraggebers ist das Fahrzeug zwischen 03:00 und 22:00 Uhr einsatzbereit. Der Einsatz muss unverzüglich, spätestens innerhalb 1 Stunde nach Abruf beginnen. Einsätze ohne Aufforderung des Auftraggebers sind nicht zulässig. Pro Winterperiode werden folgende Stundenkontingente angesetzt (tatsächliche Abrechnung nach Nachweis):
| Periode | Einsatzstunden Räumen/Streuen | Warte-/Beladezeiten |
|---|---|---|
| 01.12.2026 – 31.03.2027 | ca. 240 h | ca. 20 h |
| 01.11.2027 – 31.03.2028 | ca. 300 h | ca. 25 h |
| 01.11.2028 – 31.03.2029 | ca. 300 h | ca. 25 h |
Mitzuführen sind passende Winterausrüstung, Räum-/Streugeräte, Ballast- und Streustoffe. Die Mitnahme von Bediensteten des Auftraggebers ist ohne gesonderte Vergütung zu dulden.
Streustoffe und optionale Auftaumittel
Streustoffe (Salz und NaCl- bzw. MgCl-Lösung) werden vom Auftraggeber bereitgestellt. Optional kann der Auftragnehmer eigene Auftaumittel einsetzen; diese werden auf Nachweis der Verbrauchsmengen zu Einkaufskosten (brutto) vergütet, sofern sie DIN 16811-1 und DIN 16811-2 entsprechen.
Vergütung und nicht gesondert vergütete Leistungen
Die Vergütung setzt sich zusammen aus:
In die Einheitspreise einzurechnen sind u.a.: Überstunden, Nacht- und Sonntagsarbeit, An- und Abfahrt, Rufbereitschaft, Auf- und Abbau der Winterdienstgeräte, Entleerung des Streuers sowie Reinigung.
Dokumentations- und Nachweispflichten
Je Einsatz ist am nächstfolgenden Arbeitstag ein Winterdienst-Einsatzbericht (Anlage 3) abzugeben. Täglich ist eine Kopie der Diagrammscheibe bzw. ein Ausdruck des digitalen Tachographen vorzulegen. Die Mobiltelefonnummer des Fahrzeugführers ist 14 Tage nach Zuschlag mitzuteilen.
Zuständigkeitsbereich Los 6 (SM Ludwigsfelde)
Das Einsatzgebiet umfasst Bundes- und Landesstraßen im Bereich der Straßenmeisterei Ludwigsfelde (PLZ 14974, Landkreis Teltow-Fläming). Genannt werden u.a. die Orte Blankenfelde/Mahlow, Märkisch Wilmersdorf, Essenburg, Ludwigsfelde, Märtensmühle, VG Liebätz und Klausdorf. Die konkreten Streckenabschnitte sind in der Kartendarstellung (Anlage 1 zur Ausführungsbeschreibung) hinterlegt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignung zur Berufsausübung (Ausschlussgründe)
Keine Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB (Bestechlichkeit, Beteiligung an kriminellen Vereinigungen, schwere Verfehlung, Unzuverlässigkeit, schwere Steuer-/Sozialversicherungsverstöße, Insolvenz-/Liquidationsverfahren). Negativbescheid zu Schwarzarbeit/Mindestlohn/AEntG: keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Kein laufendes Insolvenzverfahren, kein abgelehnter Antrag mangels Masse, keine Liquidation. Eintragung in einem Berufs-/Handelsregister bzw. Nachweis der erlaubten Berufsausübung.
Eignung nach Russland-Sanktionen und Embargo
Kein Bezug zu Russland im Sinne von Art. 5k VO (EU) 833/2014 (keine russische Staatsangehörigkeit, keine Niederlassung in Russland, keine zu > 50 % in russischer Hand befindlichen Beteiligungen, kein Handeln im Auftrag Russlands) – weder direkt noch über Unterauftragnehmer/Lieferanten mit > 10 % des Auftragswerts. Zusicherung, dass während der gesamten Vertragslaufzeit keine sanktionierten Unternehmen eingesetzt werden. Kein Eintrag in den Finanz-Sanktionslisten (EU-Sanktionsverordnungen zur Terrorismusbekämpfung und Embargodurchsetzung). Fehlende EU-Sanktionen-Eigenerklärung führt zum Ausschluss.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Es werden ein Mindestjahresumsatz und ein Mindestumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags gefordert (konkrete Beträge sind im Vergabeformular einzutragen, in den vorliegenden Unterlagen nicht beziffert). Bilanzen sind vorzulegen; das Verhältnis von Vermögen zu Verbindlichkeiten wird nach transparenter, objektiver und nichtdiskriminierender Methode bewertet. Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindest-Deckungssummen: 1.500.000 € für Personenschäden sowie 1.500.000 € für Sach- und Vermögensschäden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 1 vergleichbare Referenz über Winterdienstleistungen mit schweren LKW für Straßenbaulastträger aus den letzten 3 Jahren (Bezeichnung, Auftragswert, Erbringungszeitraum, Auftraggeber). Verfügbarkeit erforderlicher technischer Fachkräfte (Qualifikationsnachweise auf Verlangen). Beschreibung der technischen Ausrüstung im Bieterangabenverzeichnis. Angabe von Umweltmanagementmaßnahmen inkl. Emissionsklasse der eingesetzten Fahrzeuge.
Branchen- und Tariftreue
Verbindliche Anwendung des Brandenburgischen Vergabegesetzes (BbgVergG). Verpflichtung zur Zahlung des Mindestentgelts nach § 6 Abs. 2 BbgVergG an alle Beschäftigten (Formular 5.3 unterzeichnen). Auf Verlangen Vorlage von Lohn- und Gehaltszahlungsunterlagen sowie Duldung von Stichprobenkontrollen.
Mindestens 1 vergleichbare Referenz: Winterdienstleistungen mit schweren LKW für Straßenbaulastträger
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert, Liefer-/Erbringungszeitpunkt, Auftraggeber