Zimmerer Dach Vordergebaeude
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenVergabe von Zimmererarbeiten für die Sanierung der Dachtragwerke an den denkmalgeschützten Vordergebäuden (Häuser 6, 8, 10, 12) des Finanzamts und AELF am Residenzplatz 6–12 in Eichstätt.
Umfasst im Wesentlichen: Aufbau eines Wetterschutzdaches, Gerüst- und Abbrucharbeiten, denkmalgerechte Sanierung der historischen Dachstühle (u.a. Balkenkopfsanierung), Einbau von Hängesprengwerken, neue Dacheindeckung sowie Brandschutzmaßnahmen an der obersten Geschossdecke und an Stahlbauteilen.
Die Arbeiten sind in mehreren Bauabschnitten über die vier Häuser gestaffelt auszuführen und erfordern besondere Sachkunde im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz und mit künstlichen Mineralfasern (KMF).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Einziges Zuschlagskriterium ist der Preis (Wertungssumme des Angebotes). Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt, berechnet aus den nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Rahmenbedingungen
Denkmalgeschützter Gebäudekomplex aus der Barockzeit (1730–1736 von Gabriel de Gabrieli errichtet), BLfD-Nr. D-1-76-123-215. Substanzschonender Umgang mit historischer Bausubstanz, Handtransporte und begrenzte Lagerflächen sind einzuplanen; enge Abstimmung mit den anderen Gewerken ist erforderlich.
Die Arbeiten sind in vier Bauabschnitten gestaffelt über die Häuser 6, 8, 10 und 12 auszuführen. Ein Kran steht ab November 2026 zur Verfügung. Planungsdaten werden über die BIM-Plattform Catenda Hub ausgetauscht.
Mit dem historischen Dachstuhl können Schadstoffe wie Asbest, PAK, KMF und PCB verbunden sein. KMF in der obersten Geschossdecke ist vom Auftragnehmer im Rahmen der Zimmererarbeiten zu behandeln; übrige Schadstoffe werden bauseits entfernt.
Wetterschutz und Baustelleneinrichtung
Errichtung eines Wetterschutzdaches über der gesamten Dachfläche des Vordergebäudes als Walmdach-Konstruktion mit Folienbespannung auf einer Nadelholz-Hilfskonstruktion (ca. 1.650 m²).
Zusätzlich sind Gerüste an Gauben und Kaminen oberhalb des Mansardknicks sowie Dachfang-, Arbeits- und Schutzgerüste auf dem Steildach nach DGUV/DIN 4420 bereitzustellen.
Abbruch- und Rückbauarbeiten
Abbruch der alten Dacheindeckung (ca. 1.900 m²) inklusive First, Grat, Ortgang, Traglattung, Fenstern, Mauerwerksteilen, Kupferbauteilen, Blitzschutzanlage und Schneefang.
Rückbau des Tragwerks im Vordergebäude: Ausbau von Stahl- und Kleineisenteilen, Sparren, Kehlbalken, Zerrbalken und Holzbalken. Freilegen der Mauerlatten und Zerrbalken gemäß Statik-Werkplanung.
Rückbau alter Mineralwolle / KMF-Fasern (ca. 800 m²) sowie Auskleidung des Dachstuhls aus Gipskarton/KMF. Fachgerechte Entsorgung von schadstoffbelasteten und unbelasteten Materialien.
Neue Holzbaukonstruktion
Liefern und Einbauen von Nadelholz C24 (Nkl. 1+2 für Decken, Nkl. 2 für Dachtragwerk), Eichenholz D30 sowie Brettschichtholz GL28h und diverse Kanthölzer. Neue Deckenbalken, Mauerlatten und profilierte Balken sind nach Detailzeichnungen anzupassen.
Herstellung zimmermannsmäßiger Holzverbindungen (Zapfen, Zapfenlöcher, Schwalbenschwanzblätter, Versatz, Überkämmungen, Balkenstöße).
Balkenkopfsanierung an Traufen und Mansardknick der historischen Dachstühle. Einbau einer lastabtragenden Bodenebene mit OSB-Platten (ca. 1.100 m²).
Stahlbauteile und statische Ertüchtigung
Einbau von 8 Hängesprengwerken mit Zugstangen und Stahlteilen. Lieferung und Einbau von Stahlbauteilen (S235 / ST37) mit Korrosionsschutzanstrich, u.a. neue Überzüge (z.B. 2×HEB 180), Querriegel (z.B. 2×U240), Rohrspannschlösser M20, Stabdübel ø20 mm und Appel-Dübel.
Schweißarbeiten an Stahlteilen sind nach DIN EN 1090-2 EXC2 auszuführen. Schweißaufsichtspersonal muss mindestens die Stufe S (spezielle technische Kenntnisse) gemäß EN ISO 14731 nachweisen.
Dachaufbau und Dacheindeckung
Herstellung des Dachaufbaus von außen nach innen: Biberschwanz-Doppeldeckung naturrot (180×380 mm) mit Verklammerung, Traglattung (50×30 mm), Konterlattung (80×40 mm), Schalungsbahn und Brettschalung (24 mm). Ausbildung von Firstplatten mit Mörtel und Bindedraht, Rillenlüfterbiber zweireihig, Froschmaullüfter sowie Traufblech/Trauflochleiste mit Insektenschutzgitter.
Aufschiebling abschnittsweise. Schneefanggitter 25 cm Höhe an den Häusern 6–10 und 12. Konterlattung und Unterdeckung über ca. 1.900 m².
Brandschutzmaßnahmen
Brandschutzschottungen an der obersten Geschossdecke, Brandschutzdämmung an Stahlträgern sowie Brandschutzbeschichtung F30 an 12 Zuggliedern mit ca. 8 m Länge.
Dämmung mit Mineralwolle (Mindestdämmung 100 cm Hinterfüllung, Schmelzpunkt >1000 °C), feuerhemmende nicht-brennbare zementgebundene Spanplatte mit Langloch-Befestigung und 2–5 mm Luft sowie feuerhemmende Schwelle für den Bodenaufbau.
Umgang mit KMF-Fasern ausschließlich nach TRGS 521.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintrag und vorläufige Eignung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer ist nachzuweisen.
Vorläufig mit dem Angebot ist eine Eigenerklärung zur Eignung (Form 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) einzureichen. Alternativ genügt die Angabe einer PQ-Nummer. Eine Eignungsleihe ist zulässig; das eignungsleihende Unternehmen haftet gemeinsam und muss eine Verpflichtungserklärung abgeben.
Auf Verlangen nachzureichende Unterlagen
Auf Verlangen der Vergabestelle sind folgende Nachweise vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStG, ggf. Insolvenzplan.
Zudem Nachweise, dass keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A vorliegen, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister bestehen und Steuern, Abgaben sowie Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden.
Fachliche Qualifikation
Befähigungsnachweis KMF-Sanierung gemäß TRGS 521 – Pflichtnachweis mit Angebotsabgabe.
Schweißqualifikation: Verschweißung von Stahlbauteilen gemäß DIN EN 1090-2 EXC2. Qualifikation des Schweißaufsichtspersonals mindestens Stufe S (spezielle technische Kenntnisse) gemäß EN ISO 14731.
Qualifikation der verantwortlichen Person für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen (MVAS oder gleichwertig).
Mindestens drei Referenzen über Zimmererarbeiten an Denkmälern vergleichbarer Schwierigkeit aus den letzten acht Jahren.
Sicherheitsleistungen
Sicherheitsleistung für die Vertragserfüllung: 5 % der Auftragssumme (ab 250.000 € ohne USt).
Sicherheitsleistung für Mängelansprüche: 2 % der Abschlagszahlungen.
Sonstige Erklärungen
Erklärung Bezug Russland (Form 127), Erklärung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit (Form 2491), Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Form 248) sowie Erklärung zur Lieferung und Verwendung gebietseigener Pflanzen (Form 2481).
Mindestens 3 Referenzen über bereits ausgeführte Zimmererarbeiten an Denkmälern vergleichbarer Schwierigkeit aus den letzten 8 Jahren
Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes Personal, technische Geräteanforderungen, Baumaßnahme als Denkmal, vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung – gemäß Formblatt 444
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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