HH 110kV-Einspeisung HH Eidelstedt
Zusammenfassung
Die DB Energie GmbH errichtet im Hamburger Westen eine neue 110kV-Einspeisung für die S-Bahn Hamburg. Dafür wird am Gleichrichterwerk Eidelstedt eine Einspeisestelle gebaut und mit einem rund 3,8 km langen 110kV-Kabel (zzgl. LWL) entlang der Bahnstrecke Eidelstedt–Rothenburgsort an das Netz von Stromnetz Hamburg angeschlossen. Die Maßnahme dient der Takterhöhung der S-Bahn Hamburg und ist in drei Lose geteilt: Los 1 – Kabeltiefbau (Kabelkanal, Schutzrohre, Schächte, Erdarbeiten entlang Strecke 1234), Los 2 – Brückenbauwerke (neue begehbare Kabel-/Medienbrücke an der EÜ Kieler Straße) und Los 3 – Kabelarbeiten ELT 110kV (Lieferung, Verlegung, Muffenmontage und Inbetriebnahme des 110kV-Hochspannungskabels inkl. LWL). Bauarbeiten erfolgen unter laufendem Bahnbetrieb mit Sperrpausen, Ausführungszeitraum 15.10.2027 – 30.11.2029.
Angebotsabgabe: ausschließlich elektronisch über das Bieterportal der Deutschen Bahn AG bis spätestens **11.08.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Niedrigster Preis100%
Zuschlagskriterium für Los 1 (Kabeltiefbau): Es wird das Angebot mit dem niedrigsten Preis bezuschlagt.
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
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Geltungsbereich und Rahmenbedingungen
Die Maßnahme umfasst den Neubau einer 110kV-Einspeisung am Gleichrichterwerk Eidelstedt (Strecke 1234, km 0,5+28 bis km 4,230) einschließlich Kabeltiefbau, einer neuen Kabeltrasse, einer Kabel-/Medienbrücke an der EÜ Kieler Straße, der Lieferung und Verlegung von 110kV-Hochspannungskabeln (NA2XS(FL)2Y 1x240RM/35 64/110 kV) sowie eines LWL-Kabels (A-DQ(ZN)2Y).
Alle Bauarbeiten erfolgen unter Aufrechterhaltung des Eisenbahnbetriebs. Sperrpausen, Nacht- und Wochenendarbeit (Lärmschutz) sowie das Betra-Verfahren (mindestens 10 Wochen Vorlauf) sind einzuplanen. Erschwernisse wie die bauzeitliche Verlegung der Kabelsysteme K99/K100 (ca. 500 m), Kabelwarnanweisung, Oberleitungsanlage, Querungen (HWW, BAB, F3033, F660146) sowie Vegetationsarbeiten (u. a. Japanischer Staudenknöterich) sind einzuplanen, ohne gesonderte Vergütung.
Die Lose 1 und 3 sind funktional voneinander abhängig: Der Zuschlag für Los 1 setzt voraus, dass auch Los 3 vergeben werden kann (und umgekehrt). Eine Vergabe an unterschiedliche Auftragnehmer ist möglich, sofern für beide Lose wertbare und wirtschaftliche Angebote vorliegen. Los 2 ist unabhängig und kann separat oder in Kombination vergeben werden.
Allgemeine technische Bearbeitung (gilt für alle Lose)
- Ausführungsplanung (AP) als Werkplanung, Ausführungs- und Werkstattzeichnungen (3-fach Papier + 1x CD als CAD-editierbar und PDF) inkl. Standsicherheitsnachweise für Baubehelfe und Brücken
- Vermessungsleistungen im Bezugssystem DB_REF2016 (Lage- und Höhenbezugssystem ist mit dem AG abzustimmen)
- Beweissicherung durch ein zertifiziertes Büro (vor Baubeginn und nach Fertigstellung)
- Fotodokumentation: mindestens 199 Fotos (Los 1 und Los 3) bzw. mindestens 50 Fotos (Los 2), JPG ≥ 900×600 Pixel, digital auf CD/DVD und in Papierform
- Bestandsunterlagen/Zeichnungen 2 Wochen vor VOB-Abnahme, vektorisiert (BGM) digital + Papier
- Bauwerksbuch/Bauwerksheft nach DB-Richtlinien: Entwurf 3 Wochen vor Inbetriebnahme, Endfassung 2 Wochen vor VOB-Abnahme
- Koordinierter Kabel- und Leitungsbestandsplan (5-fach Papier + digital)
- Enddokumentation (As-Built) nach Abschluss der Arbeiten, freigegeben durch den AG
- Teilnahme am elektronischen Planprüflauf über DMS (DOXiS oder EPLASS); ITK-Fernzugang winCube über DB Systel (Kosten ca. 971,61 EUR/Jahr zzgl. MwSt.)
- SiGe-Plan (Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan) gemäß Baustellenverordnung
- Beachtung DGUV V1 (Gefährdungsbeurteilung §3, Unterweisung §4) sowie der einschlägigen DGUV-Vorschriften (u. a. 4, 101-038, 101-601, 78, 72) und VDE 0105
- BIM-Methodik gemäß AIA und BAP (Anlage 3.12), LEAN-Leistungen gemäß Anlage 2.24
- Qualitätssicherungsregelung (Anlage 2.8) und Kabelmerkblatt (Anlage 2.9) sind verbindlich
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Sicherung und Entsorgung (gilt für alle Lose)
Baustelleneinrichtung (TP 02):
- Baustellenlogistik, Bereitstellungsflächen, Baustelleneinrichtung vorhalten und räumen
- Container für AG-Baubüro (2 Arbeitsplätze) und eigene Baubüros
- Beleuchtung, Bauzaun (2,0 m Höhe, z. B. 120 m bzw. 600 m umsetzen)
- Gleisüberfahrten, Arbeitsebenen, Rampen, Laufstege
- Fahrbahnplatten als Baustraße (z. B. ca. 450 m²)
- Stammschutz für Bäume
- Baustelleneinrichtungsplan vor Baubeginn mit dem AG abstimmen
Verkehrssicherung (TP 03):
- Verkehrsrechtliche Anordnungen bei der zuständigen Verkehrsbehörde einholen
- Arbeitsstellensicherung zweimal täglich kontrollieren
- Verkehrsführung, -sicherung und -umleitung nach StVO
- Lichtzeichenanlagen (bis zu 2 Anlagen) einrichten, vorhalten (z. B. 60 Tage) und betreiben
Sicherung und Sperrpausen:
- Betra-Antrag mindestens 10 Wochen vor geplanten Arbeiten; zusätzliche Sperrpausen mit 33 Wochen Vorlauf anmelden
- Kabelwarnanweisung, Oberleitungsanlage beachten
- Sicherungsplanung und Sicherungsübersicht gemäß Anlagen 3.8 und 3.9
Entsorgung/Abfallmanagement (TP 07):
- Entsorgungskonzept AN gemäß Mustergliederung (Anlage 8 zum DB-Netz-Abfallprozess M.01.02.15.03)
- Abfallverantwortlicher: Qualifikation Abfallbeauftragter nach § 59 KrWG, mindestens 1 Jahr Praxiserfahrung, Sachkundenachweis LAGA PN 98, Zugang zum eANV-System ZEDAL
- Elektronische Nachweisführung (eANV) über ZEDAL; Bereitstellung der IT (Computer, DSL, Signaturarbeitsplatz)
- Beprobung und Analytik durch akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025 (Probenahme 5 Werktage vorher anmelden)
- Entsorgung gemäß LAGA (Boden Z0–Z2, Beton, Bauschutt), Gewerbeabfallverordnung, POP-Verordnung, Altschotter-Richtlinie Ril 880.4010
- Bereitstellungsflächen mit AwSV-Anforderungen herstellen, betreiben und zurückbauen
- LAGA-Mengenbeispiele aus dem LV: Boden Z0 ca. 100.000 t, Z1.1 ca. 10.000 t, Z1.2 ca. 10.000 t, Z2 ca. 1.500 t; Beton Z0 ca. 1.000 t; Bauschutt Z1.1 ca. 5.000 t
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Unternehmensbezogene Eignung (alle Lose)
- Präqualifikation PQ-Bahn oder PQ-VOB erforderlich; PQ der DB AG ist zwingend (sofern im Los gefordert)
- Keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Abreden, auch nicht in den letzten 10 Jahren
- Bekenntnis zu unbeschränktem Wettbewerb und Korruptionsprävention; Unternehmensführung ist sich der Bedeutung bewusst
- Keine schweren Verfehlungen gemäß § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB; keine zuzurechnenden Straftaten gemäß § 123 Abs. 3 GWB
- Keine eintragungspflichtigen Eintragungen im Gewerbezentralregister; keine anhängigen Verfahren
- Keine wesentlichen oder fortdauernden Mängel bei früheren DB-Aufträgen; keine unzulässige Einflussnahme auf das Vergabeverfahren
- Keine Eintragung auf EU-, UN-, US- oder UK-Sanktionslisten; keine mehrheitliche Beteiligung (>50 %) durch gelistete Personen; keine russischen Staatsangehörigen oder in Russland niedergelassenen Personen; Nachunternehmer-Beteiligung sanktionierter Personen max. 10 %
- Verhaltenskodex: DB-Verhaltenskodex für Geschäftspartner, BME- oder VDB-Verhaltenskodex oder eigener vergleichbarer Kodex
- Bindefrist 50 Tage ab Angebotsabgabe (bis 30.09.2026) berücksichtigen
- Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB, § 42 Abs. 1 UVgO bzw. § 16 VOB/A; keine Verbundenheit/Abhängigkeit mit den beauftragten Ingenieurbüros (DB Energie GmbH, Getter&Kollath, WK CONSULT Hamburg)
- Nachweise auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle innerhalb von 6 Kalendertagen vorlegen
Fachliche Eignung (alle Lose)
- Nachweis vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren
- Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. Anteil bei ARGE)
- Jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre (ggf. nach Berufsgruppen)
- Verfügbare technische Ausrüstung und technisches Leitungspersonal
- Eintragung im Berufsregister und Bescheinigung der Berufsgenossenschaft
- Bestehen eines Umweltmanagementsystems
- D-U-N-S-Nummer auf Verlangen mitteilen
- Sprache: Angebote in deutscher Sprache; Währung einheitlich in Euro (netto, ohne Umsatzsteuer)
- Baustelleneigenes Organigramm mit verantwortlichem Personal innerhalb 4 Wochen nach Auftragserteilung vorlegen
- Verantwortlicher Bauleiter mit Ingenieurstudium und mindestens 5 Jahren Berufserfahrung als Projektleiter bei vergleichbaren Bauvorhaben
Qualitätssicherung und Tariftreue (alle Lose)
- Qualitätsplan (mit Prüfplan, Bauzeitenplan, Liste vorzulegender Ausführungsunterlagen, Prüfläufen, Organigramm) spätestens 4 Wochen nach Vergabe vorzulegen; alternativ Prüfplan auf Basis des DB-Prüfkatalogs
- Verfahrensanweisungen, sofern kein QM-System nach DIN EN ISO 9001 vorhanden ist
- Tariftreue gemäß Bundestariftreuegesetz (BTTG): Tariftreueversprechen abgeben, Nachunternehmer und Verleiher entsprechend verpflichten, Nachweise bereithalten; Sanktionen (Vertragsstrafe, Kündigung) beachten
Präqualifikation der DB AG für Kabelführungssysteme inkl. Tiefbau sowie für Bauen unter Eisenbahnbetrieb
Präqualifikationsnachweis PQ-Bahn oder gleichwertig
Stahlbrückenbauwerke mit vergleichbarer Komplexität und Spannweite ≥ 15 m; mindestens eine Referenz muss Herstellung und Einhub eines Stahlüberbaus unter vergleichbaren Randbedingungen umfassen
als Anlage zum Angebot einzureichen
Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Hochspannungsanlagen ≥ 110 kV
Projektbezeichnung, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang und technische Kenndaten (insb. Spannungsebene) angeben; alternativ gültige PQ für Errichtung/elektrotechnische Leistungen an Umrichterwerken der DB Energie oder gleichwertige Qualifikation
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
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