Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Sangerhausen schreibt im Rahmen des Ausbaus einer Fahrradstraße eine landschaftsgärtnerische Ausgleichsmaßnahme als öffentliche Ausschreibung aus. Auf zwei städtischen Flurstücken östlich von Lengefeld (ca. 3.800 m²) ist ein Waldsaum (Waldrand) anzulegen.
Gefordert sind im Wesentlichen:
Das Angebot ist elektronisch über die Vergabeplattform DTVP einzureichen. Angebotsfrist: 14.07.2026, 10:00 Uhr. Bauzeit von 01.10.2026 bis 30.03.2027. Vergabenummer: 90.1/2026/AusbFahrradstrOst-L3/VOB-öA.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick
Die Stadt Sangerhausen baut einen Abschnitt des unteren Christbergs und einen Teil der Hasentorstraße als Fahrradstraße aus. Als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme wird außerhalb der Trasse – östlich von Lengefeld – ein Waldsaum (Waldrand/Gehölzrand) auf zwei städtischen Flurstücken mit insgesamt ca. 3.800 m² neu angelegt. Eine Baum-Strauch-Heckenpflanzung entlang der Fahrradstraße ist ausdrücklich nicht Bestandteil dieses Loses.
Leichte bis mittlere Hangflächen; die Pflanzung erfolgt als naturnahe Waldpflanzung mit heimischen Gehölzen. Die Maßnahme umfasst die komplette Herstellung der Pflanzung inklusive Bodenvorbereitung, Einzäunung gegen Wildverbiss sowie eine mehrjährige Pflege zur Anwuchssicherung.
Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen
Stellung aller Geräte, Werkzeuge und Betriebsmittel; Beschaffung der Baustelleneinrichtungsfläche; Aufbau von Baubüros, Unterkünften, WC-Anlage, Werkstätten und Lagerschuppen; Herstellung von Strom-, Wasser- und Gasanschlüssen; Anlage von Zufahrtswegen, Lagerplätzen und Platzbefestigungen. Aufstellen und Vorhalten eines Baum- und Wurzelschutzes nach DIN 18920. Nach Abschluss vollständige Räumung und Herstellung des ursprünglichen Zustands der Flächen.
Pflanzenlieferung
Lieferung folgender Gehölze (Faustregel: ca. 30 Heister pro 100 m²):
Das Vorkommensgebiet der Pflanzen ist nachzuweisen. Sollte eine aufgelistete Art nicht lieferbar sein, kann sie nach Rücksprache mit dem Auftraggeber durch eine andere gelistete Art ersetzt werden. Nebenangebote sind nur im Bereich 'Pflanzen liefern' zulässig.
Pflanzarbeiten
Anlage von Pflugstreifen mit Forststreifenpflug hangabwärts (Reihenabstand 1,5 m) auf 3.800 m² Pflanzfläche. Pflanzung der 525 Heister und 825 Sträucher nach DIN 18916: Pflanzgrube in 1,5–2-facher Größe des Wurzelraums ausheben, tieflockern, Bodenverbesserung mit effektiven Mikroorganismen, Angießen mit Gießring. Heister mit mindestens 40 l, Sträucher mit mindestens 15 l pro Pflanze wässern. Pflanzscheiben aller 1.350 Pflanzen mit Rindenmulch (mind. 5 cm dick) mulchen.
Wildschutzzaun
700 lfm Wildzaun als Knotengeflecht der Klasse M, 1,80 m Bauhöhe, hasen-, schwarz- und rotwildsicher; oben 20 cm umgeschlagen; verzinkte Z-Stahlprofil-Zaunpfähle mit Pfahlabstand max. 4 m, Stützpfähle alle 50 m. Aufteilung: Fläche 1 = 500 lfm mit 8 Eckpunkten, Fläche 2 = 200 lfm mit 4 Eckpunkten; je Fläche eine Tür mit Überstieg vorsehen.
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege (3 Jahre)
Pflege aller 1.350 Pflanzen:
Das entfernte Unkraut geht in das Eigentum des Auftragnehmers über und ist ordnungsgemäß zu entsorgen.
Ausführungszeitraum und Vorgaben zur Bauabwicklung
Bauzeit Pflanzung: 01.10.2026 bis 30.03.2027. Vor Angebotsabgabe wird eine Ortsbesichtigung empfohlen. Aufmaße sind gemeinsam mit der örtlichen Bauüberwachung durchzuführen und in einer Abrechnungszeichnung mit Massenberechnungen festzuhalten. Lieferscheine sind tagesweise geordnet vorzuhalten; später nachgereichte Nachweise werden nicht anerkannt. Alle behördlichen Genehmigungen (z. B. für Erdarbeiten, Zaunbau) sind Sache des Auftragnehmers und in die Einheitspreise einzurechnen. Der Auftraggeber kann sich Entsorgungsnachweise und Wiegekarten vorlegen lassen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Zuverlässigkeit
Eintragung im Handelsregister oder in der Handwerksrolle bzw. bei der IHK oder Gewerbeanmeldung (auch von Nachunternehmen). Das Unternehmen muss erklären, dass es seit mindestens 3 Jahren besteht. Es darf kein Insolvenzverfahren anhängig oder eröffnet, keine Abweisung mangels Masse und keine Liquidation vorliegen. Keine Verurteilung wegen Verstößen (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.000 EUR) in den letzten 2 Jahren. Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A bzw. §§ 123, 124 GWB (Bestechung, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Verstöße gegen Sozial-/Steuer-/Umweltrecht, Wettbewerbsbeschränkung, Schwarzarbeit, Mindestlohn). Ab einer Auftragssumme von 30.000 EUR wird das Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt abgefragt.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre, leistungsbezogen auf vergleichbare Leistungen, inklusive Angabe der Anteile bei Gemeinschaftsleistungen.
Gültige Haftpflichtversicherung mit mindestens 3.000.000 EUR Deckungssumme für Personenschäden und 3.000.000 EUR für Sachschäden – jeweils je Schadensfall. Falls noch nicht vorhanden: Absichtserklärung eines Versicherers; die Police ist innerhalb von 5 Werktagen nach Zuschlag vorzulegen.
Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen (nicht älter als 1 Jahr; auch von Nachunternehmen). Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse und des Finanzamts sowie Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (nicht älter als 1 Jahr; auch von Nachunternehmen).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erklärung über die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal (auch von Nachunternehmen).
3 bestätigte Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren (Landschaftsbau-/Vegetationsarbeiten, Anlage von Gehölzflächen, forstwirtschaftliche Tätigkeiten). Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung ist zwingend; eine reine Referenzliste reicht nicht. Mindestangaben gemäß VVB 124; hilfsweise Formular VVB 444 verwenden. Gilt auch für Nachunternehmen entsprechend übertragener Teilleistungen.
Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Beschäftigten zur Verfügung stehen.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. erbringen, ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte 'Eigenerklärung zur Eignung' (VVB 124) als vorläufigen Eignungsnachweis ein. Im Fall der engeren Wahl sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen; nicht-deutsche Bescheinigungen sind in deutscher Übersetzung vorzulegen.
Bedingung an die Auftragsausführung – Pflanzennachweis
Nachweis des Vorkommensgebiets der angebotenen Pflanzen (z. B. Zertifikat, Bescheinigung) als Dritterklärung. Das Vorkommensgebiet der Pflanzen muss nachgewiesen werden.
Tariftreue und Vergabemindestlohn (Sachsen-Anhalt)
Verpflichtung zur Einhaltung des einschlägigen Tarifvertrags (per Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Allgemeinverbindlichkeit oder am Ort der Ausführung geltend) und zur Zahlung des Vergabemindestlohns nach § 11 TVergG LSA. Maßgeblicher Tarifbereich: Garten-, Landschafts-, Sportplatzbau. Geltende Mindeststundensätze in EUR:
Leiharbeitnehmer müssen für gleiche Tätigkeit wie die Stammbelegschaft bezahlt werden (AÜG). Tariftreue- und Mindestlohnpflichten sind an Nachunternehmer/Verleiher weiterzugeben. Auf Verlangen sind Entgeltberechnungen und prüffähige Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte vorzulegen. Verstöße führen zu Angebotsausschluss, Vertragsstrafe, fristloser Kündigung und einer Auftragssperre bis zu 6 Monaten.
Sicherheitsleistungen
Bei Auftragssummen über 250.000 EUR (netto):
Form: Bürgschaft nach Muster-Formblatt des Auftraggebers (oder andere zulässige Formen). Die Bürgschaftsurkunde ist innerhalb von 18 Werktagen nach Vertragsabschluss vorzulegen.
3 bestätigte Referenznachweise vergleichbarer Leistungen (Landschaftsbauarbeiten / Vegetationsarbeiten / Anlage von Gehölzflächen / forstwirtschaftliche Pflanzungen) – jeweils mit Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung
Referenzbescheinigung VVB 444 oder Eigenerklärung; Mindestangaben gemäß VVB 124 (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Rolle). Reine Referenzliste ohne Auftraggeberbestätigung wird nicht gewertet. Gilt auch für Nachunternehmen.