Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt St. Ingbert schreibt Landschaftsbauarbeiten für den Umbau und die Sanierung der Ludwigschule aus. Es geht um die Neugestaltung des gesamten Schulhofs: neue Belagsflächen (Asphalt, Betonplatten, Pflaster, wassergebundene Decken, Kunststoffspielflächen), ein Multifunktionsspielfeld mit Spielgeräten, Bepflanzung mit 36 Bäumen, Hecken und Stauden, ein neuer Stabgitterzaun sowie Entwässerungs- und Elektroarbeiten.
Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Schulbetrieb. Der Auftrag beginnt Ende September 2026 und ist bis Anfang Oktober 2027 abzuschließen. Die Zufahrt zur Baustelle ist nur über die Gabelsbergerstraße möglich.
Angebotsabgabe: ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport.de bis zum 18.06.2026 um 11:00 Uhr (MESZ).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssummen, inkl. Nachlässen, Erstattungsbetrag aus Lohngleitklausel, Instandhaltungsangebote).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Bauzaun, Wurzelstockrodung, Grünschnitt- und Mischschuttentsorgung sowie Container (ca. 4 Wochen Vorhaltedauer). Zufahrt zur Baustelle ausschließlich über die Gabelsbergerstraße.
Abbrucharbeiten und Schadstoffentsorgung
Aufnahme und Lagerung des historischen Natursteinpflasters (ca. 250 m²) zur Wiederverwendung. Lösen, Zwischenlagern und Entsorgen von ca. 100 t schadstoffbelastetem Asphaltbelag und ca. 600 t HO-Schotter (Beprobung durch AG). Demontage von Metall- und Holzzäunen, Beton- und Stahlbetonabbruch.
Erd- und Bodenarbeiten
Lösen, Lagern und Entsorgen von ca. 1.500 t Boden, Herstellen des Erdplanums für befestigte und Vegetationsflächen, Liefern und Einbauen von ca. 370 m³ Vegetationssubstrat und ca. 250 m³ Oberboden. Baum- und Pflanzsubstrate nach Bemusterung.
Wegebau und Belagsflächen
Frostschutz- und Tragschichten, ca. 800 m² Asphalt mit aufgehellter Deckschicht, ca. 300 m² Großformat-Betonplattenbelag, ca. 100 m² neues Natursteinpflaster, Wiederverwendung des historischen Pflasters, ca. 450 m² wassergebundene Decke, ca. 450 m² Kunststoff-Spielbelag (EPDM) als Retentionsfläche, Randeinfassungen mit Tiefbordsteinen und Flachstahl, Pflasterzeilen.
Entwässerung
Such- und Rohrleitungsgräben, ca. 70 m Entwässerungsleitungen (PVC DN 100/125/150), ca. 75 m Entwässerungsrinnen, ca. 30 Schachtabdeckungen aus Gusseisen, Einlaufkästen, Hof- und Straßenabläufe, Drainage- und Sickerleitungen.
Elektroarbeiten
Leitungsgräben, ca. 365 m Kabelschutzrohr/Leerrohr, Zugdraht, Trassenband, Elektrokabel und Fundamente für ca. 21 Mastleuchten.
Treppen, Mauern und Sitzelemente
Streifenfundamente, ca. 120 m Betonblockstufen, 26 Beton-Sitzelemente in verschiedenen Höhen, Sandsteinquader, ca. 15 m³ Stahlbeton für Fundamente (u. a. für Stahltreppe und Gitterroste).
Spielflächen und Ausstattung
Multifunktionsfeld mit gebundener Tragschicht und Kunststoffbelag inkl. Linierung. Spielgeräte: Seilzirkus (Doppel-Seilpyramide), Boulderwand, ca. 3 weitere Spielgeräte (z. B. Slackline). Fallschutz aus ca. 500 m² Holzhackschnitzel (20 cm Stärke, 40 cm im Fallbereich). Ausstattung mit Bänken, Tischen, Mülleimern, Fahrradanlehnbügeln.
Einfriedung
Ca. 85 m Stabgitterzaun (2,00 m hoch) entlang der südlichen/südwestlichen Grundstücksgrenze. Die Sanierung der Sandsteinmauer zur Gabelsberger- und Theresienstraße erfolgt durch ein separates Gewerk.
Bepflanzung
36 Hochstämme mit Pflanzsubstrat, Stammschutz (weiße Stammschutzfarbe, mind. 5 Jahre Schutz), Bewässerungsring (PE-Rohr 80 mm, 8 m Länge) und Dreibock-Verankerung mit Kokosstrick. Ca. 220 Heckengehölze in Pflanzgraben, 500 Sträucher und Kletterpflanzen, zwei Staudenmischpflanzungen ('Präriesommer' 320 Stück, 'Blütenmosaik' 130 m² mit Blumenzwiebeln im Herbst), ca. 700 m² Rasenfläche, 30 m³ Rindenmulch (15–40 mm) und 115 m² Splittsubstrat als Mineralmulch (Basalt anthrazit, 8/16 mm).
Fertigstellungspflege (1 Jahr)
2 Pflegegänge Bäume, 2 Formschnittgänge Hecken, 4 Pflegegänge Strauchflächen (1.400 m²), 8 Pflegegänge Staudenflächen (1.960 m²), 10 Wässerungsgänge (Bäume mind. 150 l, Hecken mind. 50 l/m², Stauden/Sträucher mind. 25 l/m²), Düngung mit organischem NPK-Dünger. Jeder Pflegegang ist vor Ausführung anzumelden und mit Tagesrapporten (spätestens 1 Tag danach) zu belegen.
Abfallentsorgung und Nachweispflichten
Getrennte Erfassung der Bau- und Abbruchabfälle, lückenlose Nachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung (Wiege-, Begleitscheine, Transportgenehmigungen). Bei alternativen Entsorgungswegen sind Berechtigungsnachweise der Anlage und Betreiberbestätigungen vorzulegen; für gefährliche Abfälle ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. Anteile bei Gemeinschaftarbeitungen) ist anzugeben.
Fachliche Eignung – Referenzen
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Auf Verlangen sind 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp und Auftraggeberbestätigung vorzulegen.
Leistungsfähigkeit – Personal
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen: jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra ausgewiesen.
Rechtliche und registerbezogene Eignung
Mindestens eine Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle, IHK oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht. Kein laufendes Insolvenzverfahren, kein abgelehnter Insolvenzantrag mangels Masse, keine Liquidation (oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan).
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine schweren Verfehlungen im Sinne der einschlägigen Vergabevorschriften. Keine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Ab 30.000 € Auftragssumme wird ein Gewerbezentralregisterauszug durch den AG angefordert.
Kapazitäten Dritter und Bietergemeinschaften
Bei Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung des Dritten; bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe zusätzlich Haftungserklärung (gemeinsame Haftung). Bietergemeinschaften: Erklärung in Textform mit Bevollmächtigtem und gesamtschuldnerischer Haftung; auf Verlangen von allen Mitgliedern unterzeichnet. Unterauftragnehmer mit > 10 % des Auftragswerts dürfen keinen Bezug zu Russland gemäß EU-Sanktionsverordnung aufweisen.
Präqualifikation
Statt Eigenerklärung zur Eignung kann die PQ-Nummer (Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis) angegeben werden. Auf Verlangen sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen vorzulegen; fremdsprachige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung.
3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
jeweils mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen.