Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Die BASF SE plant am Standort Ludwigshafen (Kombi Terminal, Blockfeld Y100) den Neubau eines schlüsselfertigen, zweigeschossigen Büro- und Sozialgebäudes in Modulbauweise (Y109) mit ca. 546 m² Bruttogrundfläche.
Was zu tun ist:
Ein Generalunternehmer soll das Gebäude planen, liefern, montieren und in Betrieb nehmen – inklusive Stahl-/Stahlbeton-/Rohbau, Elektro- und IT-Ausstattung, Heizung/Lüftung/Sanitär (HKLS) sowie kompletter Ausbaudokumentation. Die Fundamentplatte wird vom Auftraggeber (BASF) bauseits gestellt.
Wie mitmachen:
Angebote müssen bis 24.07.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform subreport (Vorgang E19225458) eingereicht werden. Maßgeblich ist deutsches Recht (VOB/A-EU, offenes Verfahren). Der Zuschlag erfolgt nach dem Preis.
Wichtige Unterlagen:
Formblätter FB213 (Angebotsschreiben), FB124 (Eigenerklärung zur Eignung), FB221/222 (Preisermittlung), FB233–235 (Nachunternehmer/Bietergemeinschaft), Formblatt „Angaben Sicherheit und Qualifikation", ggf. Sicherheitskonzept sowie diverse technische Nachweise (Brandschutz, GEG, Statik, SiGeKo, Bemusterung Sanitär).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Auftragsgegenstand
Was gebaut wird:
Schlüsselfertiges, zweigeschossiges Büro- und Sozialgebäude Y109 in Modulbauweise (Stahlkonstruktion), Bruttogrundfläche ca. 546 m², Abmessungen ca. 18,50 m × 14,75 m × 7,00 m, Gebäudeklasse 3, Brandschutzklasse F30.
Standort:
BASF-Werksgelände Ludwigshafen, Blockfeld Y100 (benachbart zum Kombiverkehrsterminal KVT), 67056 Ludwigshafen am Rhein. Zu beachten: laufender Produktionsbetrieb, angrenzende Bauten (u. a. Aufstockung Y101), Gleisarbeiten, vorhandene Leitungstrassen, freizuhaltende Feuerwehrzufahrten und Betriebsverkehrswege. Ggf. Wochenend-/Schichtbetrieb.
Vertraglicher Rahmen:
Einzelloses Verfahren, Vergabe an einen Generalunternehmer (AN). Ausführungsbeginn 24.08.2026, abnahmereife Fertigstellung 02.07.2027, schlüsselfertige Übergabe in KW 28/2027. Vertragsstrafe 0,2 % der Schlussrechnungssumme je Werktag, Obergrenze 5 %.
Baukonstruktion, Tragwerk und Ausbau
Tragwerk und Gebäudehülle:
Werkseitig vorgefertigte Module in Stahlkonstruktion; Außen- und Innenwände, Böden, Decken, Dach, Fassade, Fenster, Türen und Treppen. Bauseits herzustellende Bodenplatte ist Schnittstelle zum AG (Fundamentplatte wird vom AG beigestellt); AN liefert und montiert darauf die Modulanlage.
Dach und Entwässerung:
Ausbildung Dach inkl. Entwässerung, Lage und Anzahl der Fallrohre (Skizze erforderlich). Medienbereitstellung durch AG bis 1.300 mm ab OK Fundament, spätestens zum Montagebeginn.
Innenausbau:
Vollständiger Ausbau zu Büro- und Sozialräumen, Sanitäranlagen, Küchenzeile und Technikraum. Hochwertige Sanitärobjekte gemäß separater Vorgabenliste (Waschtische, Einhandbatterien, Tiefspül-WCs, Urinale, Duschen gemäß ASR, Armaturen, Haltegriffe, Spiegel, Spender, Haken, Bürsten etc.).
Brandschutz:
Feuerwiderstandsnachweise für alle relevanten Bauteile gemäß Baugenehmigung und brandschutztechnischer Stellungnahme; Nachweise zu Brennbarkeitsklassen; Bauantrag liegt vor, Tektur (bauseits) wegen abweichender Bauweise (Modul statt Massivbau). Vollständige Brandschutzakte nach BASF-Muster.
Technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Elektro- und IT-Technik:
Stromversorgung innen und außen, Beleuchtung, Erdung und Blitzschutz, Daten-/Telekommunikation, ELA-Beschallungsanlage. Verbraucherliste ist mit dem Angebot vorzulegen. Fabrikatsliste grundsätzlich verbindlich; Abweichungen sind anzugeben.
Heizung, Lüftung, Sanitär (HKLS):
Beheizung und Kühlung über Luft/Wasser-Wärmepumpe (VRF-Anlage) mit Heizkörpern, Trinkwasserinstallation (warm/kalt) inkl. Warmwasserbereitung (Durchlauferhitzer), Schmutz- und Regenwasserentsorgung innen/außen. Sanitärobjekte gemäß Vorgabenliste. Fabrikats- und Typenliste für alle HKLS-Komponenten ist mit dem Angebot einzureichen. Trinkwasserhygiene: VDI 6023 Kategorie A (Verantwortlicher) und B (Mitarbeiter).
Kältemittel:
Nachweis der max. zulässigen Kältemittelfüllmenge gem. DIN EN 378.
Sicherheitstechnik:
BMA, ELA, RWA, Blitzschutz, Sicherheitsbeleuchtung gemäß Brandschutzkonzept.
Planung, Bemusterung und Dokumentation
Planungsleistungen durch AN:
Entwurfs- und Ausführungsplanung inkl. Erläuterungsbericht; alle Planungsunterlagen zur Freigabe durch AG vorlegen (Vorlage in KW 42/2026, Prüfzeit 10 Tage). Tektur-Begleitung. SiGeKo gem. RAB 30. Planungs-Kick-Off in KW 36/2026.
Bemusterung:
Bemusterungsliste Sanitär mindestens 8 Wochen vor Montagebeginn.
Prüffähige Nachweise:
Systemstatik, GEG-Nachweis mit Energiebedarfsausweis (GEG 2024, Nutzungsdauer > 60 Monate), Brandschutznachweise und Brandschutzkonzept-Dokumentation, Montagekonzept, vorhabenbezogene Gefährdungsbeurteilung.
Ausbaudokumentation (mit Abnahme):
Revisionspläne, Schaltpläne, Prüfprotokolle, Bedien- und Wartungsanleitungen, Brandschutzakte gemäß BASF-Muster-Inhaltsverzeichnis, Verwendbarkeitsnachweise, Übereinstimmungserklärungen, Lageplan mit Nummerierung.
Baustellenabwicklung, Logistik und Schnittstellen
Baustelleneinrichtung:
Stellflächen, Krane, Hebezeuge, Arbeitsbühnen, Gerüste – Krandienstleister und Gerüstbauer aus BASF-Rahmenvertrags-Partnern sind zu nutzen (Koordination). Maschineneinsatz für die Modulaufstellung ist zu beschreiben.
Leitungseinführungen:
Außenwand: Erdung, Nachrichtentechnik, Strom. Boden: Abwasser, Trinkwasser kalt. Lage, Anzahl und Anordnung sind im Angebot zu benennen.
Sicherheit auf der Baustelle:
Mindest-PSA (Industrieschutzhelm, Schutzbrille, ganzkörperbedeckende Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe S3), auch bei Ortsbesichtigungen. Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator nach RAB 30. Anschläger/Einweiser mit Fertigkeitsparcours (DGUV 109 017). Krane max. 10 Jahre alt.
Logistik und Termine:
Gebäudeanlieferung (Achsen und Höhen) vor Anlieferung mit örtlicher Bauleitung AG abstimmen. Endreinigung, Kranstellplatz, Container, Bewachung, Beheizung der Baustelle als Nebenleistung.
Abfallentsorgung und Datenaustausch
Abfall:
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gem. KrWG/NachwV. AN ist Abfallerzeuger und -besitzer: Trennung, Erfassung, sachgerechte Entsorgung; bei abweichenden Lösungen Berechtigungsnachweise, Betreiberbestätigungen und ggf. Behördenbestätigungen vorlegen; Kosten der Verwertung in Einheitspreise einrechnen, Beseitigungskosten separat benennen.
Datenaustausch:
Elektronischer Datenaustausch nach GAEB DA XML; Abrechnung nach REB-Regelungen. Bei Abweichungen zwischen Datenaustauschdateien und schriftlicher Fassung gilt die schriftliche Fassung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Präqualifikation
Nachweisform:
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (PQ-Nummer) ODER Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Bei PQ-Nummer entfallen viele Einzelnachweise. Vorgesehene Vordrucke der Vergabestelle sind verbindlich zu verwenden.
Bietergemeinschaften:
Erklärung in Textform aller Mitglieder (ARGE-Bildung, Mitgliederliste, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung). Überwiegender Auftragsanteil durch KMU-Partner gilt als KMU-Eigenschaft.
Nachunternehmer / Eignungsleihe:
Benennung der Leistungen/Kapazitäten im Angebot; auf Verlangen Verpflichtungserklärungen (FB236), Sicherheitsauskunft (FB126) und ggf. Eigenerklärungen der NU. Bei Eignungsleihe gemeinsame Haftungserklärung.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Mindestumsatz:
Durchschnittlich mindestens 1.000.000 € netto in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mit dem Auftragsgegenstand vergleichbaren Leistungen (Nachweis auf Verlangen).
Bonität:
Aktuelle Bonitätsauskunft (nicht älter als 3 Monate ab Auftragsbekanntmachung) von Creditreform, KSV oder vergleichbar.
Betriebshaftpflichtversicherung:
Deckungssumme mindestens 5.000.000 € für Sach- und Personenschäden, 2-fach maximiert pro Versicherungsjahr (Nachweis auf Verlangen).
Steuern, Abgaben, Sozialversicherung:
Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt/Bescheinigung in Steuersachen, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (auf Verlangen).
Berufsgenossenschaft:
Mitgliedschaft und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen (auf Verlangen).
Insolvenz/Liquidation:
Kein Insolvenzverfahren, kein vergleichbares Verfahren, keine Ablehnung mangels Masse, keine Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen:
Mindestens drei vergleichbare Referenzen über die Erbringung vergleichbarer Leistungen (Details siehe Referenzprojekte). Einzureichen erst auf Verlangen bei engerer Wahl.
Arbeitskräfte:
Erklärung, dass die zur Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; bei engerer Wahl: jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Register/Handwerk:
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK; Nachweis durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintrag (auf Verlangen).
Fachbetrieb Trinkwasser / WHG:
Eintragung im Installateur-Verzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens, Fachbetrieb gem. § 19l WHG.
Trinkwasserhygiene:
Mindestens ein verantwortlicher Beauftragter mit VDI 6023 Kategorie A; Mitarbeiter mit Sanitärinstallateur-Ausbildung und Qualifizierung Kategorie B.
Kältemittel:
Nachweis der max. zulässigen Kältemittelfüllmenge nach DIN EN 378.
Sicherheitstechnische und organisatorische Eignung
LTI-Rate (Unfallquote):
Zielwert < 0,43 LTI je 200.000 Arbeitsstunden in den letzten drei Jahren (2023, 2024, 2025). Nachweis über Formblatt „Angaben Sicherheit und Qualifikation". Bei Überschreitung ist mit dem Angebot ein Sicherheitskonzept vorzulegen, das zeigt, wie die Quote reduziert wird; gilt für Bieter und alle Nachunternehmer.
Anschläger/Einweiser:
Erfolgreicher Durchlauf des Fertigkeitsparcours (Theorie + Praxis, 100 % Kontrolle gem. DGUV 109 017) vor Einsatz.
Krane:
Max. zulässiges Alter 10 Jahre.
Baustellenorganisation:
Organigramm mit geplanter Personalstärke (mit Angebot); konkrete Personenbesetzung zum Vergabegespräch. Objektspezifische Gefährdungsbeurteilung und Montageanweisung (Entwurf zum Vergabegespräch, final 2 Wochen vor Ausführungsbeginn).
Mindest-PSA (auch für Ortsbesichtigungen):
Industrieschutzhelm DIN EN 397, Schutzbrille DIN EN 166, ganzkörperbedeckende Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe S3.
Ortsbesichtigung:
Zwingende Teilnahme am Ortstermin; Bieter ohne Teilnahme können von der Wertung ausgeschlossen werden.
Ausschlussgründe und rechtliche Eignung
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB):
Straftaten wie Bildung krimineller/terroristischer Vereinigungen, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Subventionsbetrug, Bestechlichkeit/Bestechung, Menschenhandel, Zwangsarbeit; Verstöße gegen Steuer- und Sozialversicherungspflichten; Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrechtsverstöße.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB / § 6e EU VOB/A):
Insolvenz/Liquidation, schwere Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Täuschung oder unzulässige Beeinflussung des Vergabeverfahrens. Wettbewerbsregister-Eintrag bei Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren; ggf. Selbstreinigungsmaßnahmen.
Sanktionen:
Kein Bezug zu Russland im Sinne von Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 (Erklärung erforderlich).
Hinweise:
Nebenangebote sind nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen. Kein Einsatz von Nachunternehmern zulässig (Nachunternehmereinsatz: not-allowed).
Drei vergleichbare Referenzen über die Errichtung vergleichbarer Bauwerke (idealerweise Modul-/Büro-/Sozialgebäude inkl. TGA-Gewerke) mit Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung der besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Einzureichen erst bei engerer Wahl, auf gesondertes Verlangen.