Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zentrale IT-Dienstleister der Justiz des Landes Brandenburg (ZenIT) sucht externe Beratungs- und Unterstützungsleistungen rund um den Aufbau und Betrieb seiner IT-Infrastruktur.
Worum es geht:
Ein Beratungsunternehmen soll den ZenIT dabei unterstützen, die IT der brandenburgischen Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzug) zu standardisieren, zu zentralisieren und stabil zu betreiben – inklusive Themen wie e-Akte, elektronischer Rechtsverkehr und IT-Sicherheit.
Was gefordert wird:
Verfahren: Offenes Verfahren, EU-weite Ausschreibung. Angebotsfrist 13.07.2026, 08:00 Uhr. Einreichung elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Innovation5%
Beschreibung der im Unternehmen umgesetzten innovativen Maßnahmen (neue/verbesserte Waren, Dienstleistungen, Verfahren, Organisationsmethoden), die für die Leistungserbringung bedeutsam sind. Darstellungsumfang: max. 1 Seite.
- Umweltbezogene Aspekte5%
Beschreibung der im Unternehmen umgesetzten umweltbezogenen Maßnahmen (z.B. Bahnreisen statt PKW/Flug, Recycling-Papier, erneuerbare Energien), die für die Leistungserbringung bedeutsam sind. Darstellungsumfang: max. 1 Seite.
- Weiterbildungsmaßnahmen10%
Beschreibung der Maßnahmen zur Weiterbildung der Mitarbeitenden, inkl. durchschnittliche Ausgaben pro Kopf und Jahr. Darstellungsumfang: max. 1 Seite.
- Mitwirkungspflichten des Auftraggebers10%
Benennung und Aufwandsschätzung der geforderten Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers in Relation zum eigenen Leistungsumfang. Darstellungsumfang: max. 1 Seite.
- Berücksichtigung anerkannter Standards20%
Skizze der Berücksichtigung anerkannter Standards (z.B. COBIT, ITIL, ISO, BSI) bei Erarbeitung und Umsetzung der Konzeptionen, mit Begründung der Auswahl. Darstellungsumfang: 2-3 Seiten.
- Herausforderungen bei der Zentralisierung von IT25%
Darstellung typischer Herausforderungen bei der Zentralisierung von IT (Betriebsorganisation, Technologie, IT-Sicherheit), deren Risiken und resultierende Vorgehensweisen, unter Berücksichtigung von e-Akte, elektronischem Rechtsverkehr und zentralen Organisationsformen. Darstellungsumfang: 3 Seiten.
- Betriebskonzept IT-Infrastruktur und IT-Fachverfahren25%
Skizze eines Betriebskonzepts für IT-Infrastruktur und ein (fiktives) IT-Fachverfahren mit Betrieb in einer zentral administrierten IT-Sicherheitsinfrastruktur anhand einer erläuterten Gliederung. Darstellungsumfang: 4-6 Seiten.
Erweiterte Richtwertmethode: Kennzahl = Leistungspunkte / Tagessatz mit Schwankungsbereich von 10%. Leistungspunkte werden durch Multiplikation der Bewertungspunkte (0-10) mit der Gewichtungspunktzahl ermittelt. Gesamtgewichtungspunktzahl = 100, maximal 1000 Leistungspunkte erreichbar. Mindestens 500 Leistungspunkte für eine Auftragsvergabe erforderlich.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernleistung: Beratung und Umsetzungsbegleitung
Der Auftragnehmer erbringt Unterstützungs- und Beratungsleistungen im Bereich Aufbau und Betrieb der IT-Infrastruktur der brandenburgischen Justiz. Dazu gehört die fachliche Begleitung der Umsetzung aller IT-Infrastruktur- und Betriebskonzepte, die qualitätssichernde Begleitung der Implementierungs- und Betriebsphase, die Unterstützung bei der Inbetriebnahme neuer Lösungen und Infrastrukturkomponenten sowie die Erstellung und Übergabe der notwendigen Betriebsdokumentation.
Zusammenarbeit, Qualitätssicherung und Standards
Enge fachliche Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 3 'Infrastruktur & Basisdienste' des ZenIT. Sicherstellung der Einhaltung interner Vorgaben, Standards und Richtlinien. Unterstützung bei Definition und Durchsetzung von IT-Architektur- und Betriebsstandards. Erstellung und Pflege von Konzepten, Richtlinien und Dokumentationen. Anerkannte Standards wie ITIL, COBIT, ISO und BSI-Grundschutz sind zu berücksichtigen.
Weiterentwicklung und Optimierung
Erarbeitung von Anregungen zur Weiterentwicklung der Gesamtkonzeption der IT-Infrastruktur. Identifikation von Optimierungspotenzialen in den Bereichen Standardisierung, Zentralisierung, Automatisierung, Sicherheit und Betriebsstabilität. Erstellung von Machbarkeitsbewertungen, Variantenvergleichen und Empfehlungen sowie Vorbereitung und Koordination von Abnahmen.
Flankierende Aufgaben: Wissenstransfer und Berichterstattung
Wissenstransfer an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auftraggebers. Regelmäßige Berichterstattung über Leistungsfortschritt und Risiken.
Qualitäts-, Dokumentations- und Formatanforderungen
Alle Leistungen sind auf hohem fachlichem Niveau unter Einhaltung aktueller Standards (ITIL, Sicherheitsstandards, Herstellervorgaben) zu erbringen. Die Leistungserbringung erfolgt vorrangig an Standorten des ZenIT in Potsdam und Brandenburg an der Havel; Remote-Arbeit ist nach Absprache möglich. Die Leistungen sind stundengenau zu dokumentieren (Leistungsnachweis mit Datum, Uhrzeit, Leistungsort und Aufgabe). Alle Ergebnisdokumentationen sind in deutscher Sprache sowie in MS-Office-Formaten (*.docx, *.xlsx, *.pptx) und PDF/PDF/A zu liefern.
Personeller Rahmen und Vertrag
Eingesetzte Berater/innen müssen über mehrjährige Praxiserfahrung in vergleichbaren Aufgabenfeldern (IT-Infrastruktur, Standardisierung, Betrieb) verfügen. Eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung (Ü2) nach § 11 BbgSüG muss für die eingesetzten Personen möglich sein. Das Leistungskontingent umfasst 1.000 Personentage pro Vertragsjahr. Die Vertragslaufzeit beträgt initial 1 Jahr mit dreimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr; Kündigungsfrist 4 Wochen vor Ablauf. Personalwechsel sind 7 Kalendertage vorher schriftlich anzuzeigen. Vertragsgrundlage: EVB-IT-Dienstvertrag.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Berufsausübung
Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister (nicht älter als 12 Monate) oder Nachweis der Eintragung in einem amtlichen Verzeichnis (z. B. Präqualifikation über das amtliche Verzeichnis der IHK).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Gesamtumsatz sowie über den Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags (i. d. R. letzte abgeschlossene Geschäftsjahre). Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit angemessenen Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Angabe der technischen Fachkräfte oder technischen Stellen, die für die Auftragsdurchführung eingesetzt werden sollen (ggf. anonymisiertes Profil). Angabe, welche Teile des Auftrags als Unteraufträge vergeben werden sollen. Unternehmensbeschreibung (max. 4 Seiten Textteil). Darüber hinaus: Nachweis der fachlichen Eignung des eingesetzten Beratungspersonals über Beraterprofile mit mehrjähriger Praxiserfahrung in IT-Infrastruktur, Standardisierung und Betrieb.
Referenzen
Mindestens 3 Referenzen zu Implementierung und Betrieb größerer, zentral organisierter IT-Infrastrukturen, davon mindestens 1 Referenz im Bereich Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzug). Der Auftragsgegenstand der Referenzen muss innerhalb der letzten 3 Jahre liegen und in Art, Umfang und Schwierigkeitsgrad mit dem ausgeschriebenen Auftrag vergleichbar sein. Einzureichen über Formular 8.1.
Zuverlässigkeit, Sicherheit und Sprache
Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 4.1 EU) und Eigenerklärung Russlandbezug (Formular 4.5 EU). Verpflichtung zur Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben (DSGVO, BbgDSG) und zur Vertraulichkeit. Bereitschaft zur Durchführung einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung (Ü2) nach § 11 BbgSüG. Alle projektbezogenen Mitarbeitenden mit Kontakt zum Auftraggeber müssen Deutsch verhandlungssicher beherrschen. Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.
Mindestentgelt und vergaberechtliche Bedingungen (BbgVergG)
Verpflichtung zur Einhaltung der Mindestanforderungen nach dem Brandenburgischen Vergabegesetz (BbgVergG), insbesondere Zahlung des Mindestentgelts nach § 6 Abs. 2 BbgVergG, Bereithaltung von Lohn- und Gehaltsunterlagen, Duldung von Stichprobenkontrollen und Weitergabe der Verpflichtungen an Nachunternehmer/Verleiher (Formulare 5.3 EU und ggf. 5.4 EU).
Bietergemeinschaften, Unteraufträge und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften müssen einen bevollmächtigten Vertreter benennen; jedes Mitglied muss die einschlägigen Eignungsanforderungen erfüllen (Formular 4.2 EU). Beabsichtigte Unteraufträge nach § 36 VgV sind über Formular 4.3 EU zu erklären. Bei Eignungsleihe nach § 47 VgV sind zusätzlich Formular 4.3 EU und Formular 4.4 EU (Verpflichtungserklärung) einzureichen.
Formale Angebotsanforderungen
Angebotsabgabe in deutscher Sprache, elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg (fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur/Siegel) oder schriftlich in verschlossenem, gekennzeichnetem Umschlag mit Angebotskennzettel (Formular 3.2 EU). Nebenangebote sind nicht zugelassen. Änderungen und Berichtigungen sind bis zum Ende der Angebotsfrist in entsprechender Form einzureichen.
Implementierung und Betrieb größerer, zentral organisierter IT-Infrastrukturen; mindestens eine Referenz aus dem Bereich Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzug)
Vergleichbarkeit in Art, Umfang und Schwierigkeitsgrad mit dem ausgeschriebenen Auftrag; einzureichen über Formular 8.1 (Auftraggeber, Branche, Projektlaufzeit, Auftragsvolumen in € und Arbeitstagen, Projektbeschreibung)