Ausschreibungen IT-Security

Unterstützung und Beratung bei der Erstellung bzw. Aktualisierung von IT-Sicherheitskonzepten

Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz | Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern | Der Präsident des Oberlandesgerichts MünchenMünchen, BayernFrist: (in 12 Tagen)

Zusammenfassung

Der Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium der Justiz) sucht externe IT-Sicherheitsberater, die bei der Erstellung und Aktualisierung von Sicherheitskonzepten für Anwendungen der bayerischen Justiz unterstützen.

Was wird gemacht?

  • Erstellung und Pflege von IT-Sicherheitskonzepten nach BSI-Standard 200-2 und 200-3
  • Anwendung der IT-Grundschutz-Methodik und des IT-Grundschutzkompendiums
  • Arbeit mit dem ISMS-Tool HiScout (Pflichtwerkzeug der bayerischen Staatsverwaltung)

Rahmenbedingungen:

  • Vertragslaufzeit: 01.01.2027 – 31.12.2030 (4 Jahre)
  • Maximaler Abrufumfang: 900 Beratertage
  • Verfahren: Offenes Verfahren (Rahmenvereinbarung mit einem Auftragnehmer)
  • Zuschlagskriterien: 50 % Preis, 50 % Qualität

Angebotsabgabe bis: 01.07.2026, 12:00 Uhr (MESZ), elektronisch über evergabe.bayern.de

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 12 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027202820292030
MAINOVMAINOVMAINOVMAINOVMAINOV
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Bindefrist
Vorabinformation
Zuschlag
Vertragsbeginn
Vertragslaufzeit
Vertragsende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Preis & Qualität8 Kriterien
  • Personalbewertung IT-Sicherheitsberater100%

    Bewertung der Personalprofile für IT-Sicherheitsberater anhand von Erfahrung, Zertifizierungen und Schulungen

Gewichtungen für Preis-Kriterium fehlen; nur Personalprofile bewertet, keine Angaben zu Preis oder anderen Qualitätskriterien.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kernleistung – Sicherheitskonzepte erstellen und aktualisieren

Beratung und Unterstützung bei der Erstellung und Aktualisierung von IT-Sicherheitskonzepten für Anwendungen der bayerischen Justiz. Die Sicherheitskonzepte müssen die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (CIA-Kriterien) gewährleisten.

Methodik und Standards

Die Leistung erfolgt nach der IT-Grundschutz-Methodik des BSI:

  • BSI-Standard 200-2 (IT-Grundschutz-Methodik, Standard-Absicherung)
  • BSI-Standard 200-3 (Risikoanalyse auf Basis von IT-Grundschutz)
  • IT-Grundschutzkompendium des BSI (jeweils aktuelle Fassung bzw. Nachfolgeversionen)
  • Anpassung an neue BSI-Standards (z. B. Grundschutz++) erfolgt im Bedarfsfall

Pflicht-Werkzeug HiScout

Die Leistungserbringung erfolgt überwiegend im ISMS-Tool HiScout GRC, dem Standardwerkzeug der bayerischen Staatsverwaltung. Voraussetzungen dafür sind:

  • Schulungsnachweis für HiScout (wird durch das LSI – Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – erteilt)
  • Zugangskennung und VPN-Token (durch das IT-DLZ)
  • Leistungsfähige Client-Endgeräte (bevorzugt Windows), die im ISMS des Auftragnehmers aufgenommen sind

Pflichtphasen je Sicherheitskonzept

Für jedes zu erstellende oder zu aktualisierende Sicherheitskonzept sind folgende Phasen zu durchlaufen:

1. Strukturanalyse – Erfassung von Prozessen, Daten, Anwendungen, IT-Systemen, Kommunikationsbeziehungen, Netzen und Räumen; Erstellung eines bereinigten Netzplans

2. Schutzbedarfsfeststellung – nach BSI-Definition und bayerischer Schutzbedarfsmatrix (wird vom Auftraggeber bereitgestellt)

3. Modellierung – Identifikation der relevanten BSI-Bausteine mit Dokumentation jeder Zuordnung oder Ablehnung

4. IT-Grundschutz-Check – GAP-Analyse pro Baustein und Anforderung; Interviews mit Systemverantwortlichen; Soll-Umsetzungsbeschreibungen

5. Risikoanalyse – Schadensszenarien, Risikoeinstufung nach Risikomatrix des Auftraggebers (Brutto- und Netto-Risiken)

6. Realisierungsplan – nicht erfüllte Anforderungen, Maßnahmen, Terminplanung, Kosteneinschätzung, Priorisierung und Verantwortlichkeiten

Abweichungen sind frühzeitig mit dem Auftraggeber abzustimmen und von diesem bestätigen zu lassen.

Zu liefernde Dokumente

Im Rahmen jedes Auftrags sind folgende Unterlagen zu liefern:

  • Manteldokument als zusammenfassender Managementbericht
  • Bearbeitbare digitale Dokumente (MS Office oder kompatibel)
  • Eingebettete Zeichnungen/Pläne digital weiterverarbeitbar (Visio, Project, Mindmaps)
  • Finale abnahmefähige Dokumente als PDF

Leistungspositionen und Abrechnung

Das Leistungsverzeichnis enthält folgende Positionen:

| Position | Beschreibung | Menge |

|----------|--------------|-------|

| 1 | Stundensatz IT-Sicherheitsberater | max. 7.200 Personenstunden = max. 900 Personentage über die Vertragslaufzeit |

| 2 (optional) | Reisekostenpauschale | max. 16 Pauschalen |

Abrufmodell:

  • Geplante Abnahme: ca. 200 Personentage pro Jahr
  • Mindestabnahme: 50 Personentage pro Jahr
  • Abrechnung nach tatsächlich erbrachten Leistungen mit Leistungsnachweis (keine Pauschalen, keine Mindestabnahmen)
  • Jour-Fixe-Termine alle 14 Tage, ca. 60 Minuten

Schlüsselpersonal

Folgende Schlüsselpositionen müssen mit eigenem festangestelltem Personal besetzt werden – der Einsatz von Unterauftragnehmern oder Personaldienstleistern ist hier nicht zulässig:

  • IT-Sicherheitsberater Nr. 1 – höher qualifiziert, inkl. Sicherheitsüberprüfung nach § 9 SÜG
  • IT-Sicherheitsberater Nr. 2 – inkl. Sicherheitsüberprüfung nach § 8 SÜG (mindestens Ü1)

Beide Berater benötigen:

  • Abgeschlossenes Bachelor-Studium (oder höher)
  • Deutsch fließend (C2)
  • Nachweis über BSI-Grundschutz-Zertifikat (oder vergleichbar)
  • HiScout-Schulung der bayerischen Staatsverwaltung
  • Umfangreiche Praxiserfahrung in BSI-Sicherheitskonzepten, Audits und Schwachstellenanalyse

Datenschutz / Auftragsverarbeitung

Mit dem Auftrag wird eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO (Anlage 7 zum Vertrag) abgeschlossen. Wichtige Pflichten des Auftragnehmers:

  • Vertraulichkeitsverpflichtung aller eingesetzten Mitarbeiter
  • Benennung eines Datenschutzbeauftragten
  • Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO
  • Verarbeitung personenbezogener Daten ausschließlich in der EU (außerhalb nur mit Zustimmung und unter Beachtung von Kapitel V DSGVO)
  • Unverzügliche Meldepflicht bei Datenschutzverstößen (Art. 33 DSGVO)
  • Mitwirkung bei Datenschutz-Folgenabschätzungen
  • Rückgabe oder datenschutzgerechte Vernichtung aller Daten nach Vertragsende
  • Gewährung von Kontrollrechten für den Auftraggeber und die Aufsichtsbehörde

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Ausschlusskriterien – Zuverlässigkeit

Folgende Ausschlussgründe führen zum Ausschluss vom Verfahren:

  • Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (z. B. Verurteilungen, Steuerdelikte, Insolvenz, Schwarzarbeit, schwere Menschenrechtsverletzungen)
  • Russlandbezug gemäß EU-Verordnung 833/2014 – betrifft Bieter und Unterauftragnehmer mit einem Auftragswert > 10 %
  • Fehlende oder unzureichende Berufshaftpflichtversicherung (Mindestdeckung 5 Mio. €, Nachweis zum Vertragsbeginn)

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Als Ausschlusskriterien zu erfüllen:

  • Mindestumsatz: mind. 500.000 € pro Kalenderjahr (2023, 2024 und 2025) für Beratungs- und Unterstützungsleistungen im Bereich Erstellung/Aktualisierung von Sicherheitskonzepten
  • Mindestpersonal: mind. 10 festangestellte Mitarbeiter für die genannten Leistungen, durchgehend seit Januar 2023
  • Jahresabschlüsse: Verpflichtung zur Vorlage der letzten 3 Jahresabschlüsse (2023, 2024, 2025) auf Anforderung
  • Angabe des projektbezogenen Umsatzes und des Gesamtumsatzes für 2023–2025
  • KMU-Eignung: nicht gegeben – die Vergabe ist nicht ausdrücklich für kleine und mittlere Unternehmen gekennzeichnet

Fachliche Eignung – Referenzen

Mindestens 1 Referenz ist vorzulegen. Jede Referenz muss alle folgenden Mindestanforderungen (Ausschlusskriterien) erfüllen:

  • Referenz stammt aus den letzten 4 Jahren, das Projekt hatte zum Ablauf der Angebotsfrist mindestens 2 Jahre Bestand
  • Projektvolumen bzw. Bieteranteil: mindestens 500.000 €
  • Eingesetzte Mitarbeiteranzahl (bzw. Bieteranteil): mindestens 2 Personen
  • Beschreibung des Projektgegenstands mittels Formblatt
  • Leistungszeitraum angegeben

Zusätzlich können mit maximal 2 weiteren Referenzen folgende Spezialanforderungen nachgewiesen werden (wünschenswert, nicht zwingend für Mindesteignung):

  • IT-Sicherheitskonzepte basieren auf BSI IT-Grundschutz
  • Mindestens ein Sicherheitskonzept zu Informationsverbünden mit Verschlusssachen wurde erstellt
  • Erfolgreiche BSI-Grundschutz-Zertifizierung nach Konzept-Erstellung
  • Umfassender Einsatz des ISMS-Tools HiScout

Formale Vorgaben für jedes Referenzformular:

  • Referenz-Nr., Bieter/Unterauftragnehmer, Referenznehmer
  • Auftraggeber mit vollständiger Adresse
  • Namentlicher Ansprechpartner (kein Vertrieb!) – muss nachprüfbar sein
  • Leistungszeitraum (von/bis)
  • Projektvolumen in Euro
  • Mitarbeitereinsatz (gesamt + Anteil des eigenen Unternehmens)
  • Eigenerfahrung oder Eignungsleihe durch Unterauftragnehmer (gekennzeichnet)

Schlüsselpersonal – Mindestanforderungen

Für beide IT-Sicherheitsberater gelten folgende Ausschlusskriterien (sonst Wertung mit 0 Punkten bzw. Angebotsausschluss):

| Kriterium | Anforderung |

|-----------|-------------|

| Akademischer Abschluss | Bachelor oder höherwertig (Urkunde in Kopie) |

| Deutschkenntnisse | Fließend, Niveau C2 nach Gemeinsamem Europäischem Referenzrahmen (GER) |

| Sicherheitsüberprüfung | Berater Nr. 1: mindestens § 9 SÜG (Ü3); Berater Nr. 2: mindestens § 8 SÜG (Ü1) |

| Anstellungsverhältnis | Eigenes festangestelltes Personal (kein Unterauftragnehmer, kein Personaldienstleister) |

Wichtiger Hinweis: Ohne Sicherheitsüberprüfung wird das Personalprofil abgelehnt – das Angebot wird in der Wertung ausgeschlossen.

Schlüsselpersonal – Bewertungskriterien

Zusätzlich zu den Mindestanforderungen fließen folgende Qualifikationen in die Wertung (50 % Qualitätsanteil) ein. Die Bewertung erfolgt anhand einer Punkte-Matrix; pro Berater werden 50 % des Personalgewichts vergeben.

Berater IT-Sicherheit Nr. 1:

  • Anzahl Jahre Berufserfahrung im Bereich Informationssicherheit (20 %)
  • Anzahl selbst erstellter BSI-konformer Sicherheitskonzepte (15 %)
  • Teilnahme an einführender Schulung ISMS-Tool HiScout (15 %)
  • Erfahrung in Analyse technischer Schwachstellen / Sicherheitsanalysen (10 %)
  • BSI-Grundschutz-Zertifikat oder vergleichbar (15 %) – Stufen: BSI-Practitioner (2), BSI-Berater (4), BSI-Auditor (5)
  • Anzahl selbst durchgeführter Audits nach BSI IT-Grundschutz (10 %)
  • Erfahrung in Fortschreibung/Aktualisierung bestehender BSI-konformer Sicherheitskonzepte (15 %)

Berater IT-Sicherheit Nr. 2:

  • Anzahl Jahre Berufserfahrung (15 %)
  • Anzahl selbst erstellter BSI-konformer Sicherheitskonzepte (15 %)
  • HiScout-Schulung (15 %)
  • Sicherheitsüberprüfung nach SÜG (10 %) – Ü1 = 1 Pkt., Ü2+ = 5 Pkt.
  • Erfahrung Schwachstellenanalyse (10 %)
  • BSI-Zertifikat (10 %)
  • Anzahl Audits nach BSI IT-Grundschutz (10 %)
  • Erfahrung in Fortschreibung BSI-konformer Sicherheitskonzepte (15 %)

Hinweis zur Gleichwertigkeit von Zertifikaten: Eigenzertifikate werden nicht anerkannt; Foundation Level i. d. R. nicht gleichwertig zu Advanced Level; Gleichwertigkeit ist ausführlich zu begründen.

Technische und organisatorische Eignung

Folgende Voraussetzungen sind für die Leistungserbringung erforderlich:

  • ISO-27001-Zertifizierung (oder vergleichbar) des Auftragnehmers – muss während der gesamten Vertragslaufzeit aufrechterhalten bleiben
  • ISMS-Geltungsbereich muss die zu erbringenden Leistungen vollständig oder in relevanten Teilen umfassen
  • Mitteilungspflicht bei Wegfall der Zertifizierung
  • Verfügbarkeit leistungsfähiger Client-Endgeräte (bevorzugt Windows), die im ISMS des Auftragnehmers aufgenommen sind

Zuschlagskriterien (Wertung)

Die Angebote werden nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Preis: 50 %
  • Qualität (Leistungsbewertung gemäß Kriterienkatalog sowie erweiterte Richtwertmethode mit 10 % Schwankungsbereich und Zuschlag auf beste Leistung im Schwankungsbereich): 50 %

Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung ohne erneuten Aufruf zum Wettbewerb mit einem einzigen Auftragnehmer.

Verfahrensrahmen

Wichtige Eckpunkte des Verfahrens:

  • Verfahrenstyp: Offenes Verfahren (open)
  • Sprache: Ausschließlich Deutsch
  • Elektronische Angebotsabgabe: Pflicht über evergabe.bayern.de
  • Elektronische Rechnungsstellung: Pflicht
  • Nebenangebote: nicht zulässig
  • Mehrfachangebote: nicht zulässig
  • Elektronischer Katalog: nicht zulässig
  • Nachforderung von Unterlagen: nicht ausgeschlossen (§ 56 Abs. 2 VgV)
  • Rügeobliegenheit: Verstöße gegen Vergabevorschriften sind innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen, spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist
  • Vergabekammer: zuständig ist die Regierung von Oberbayern – Vergabekammer Südbayern (bei Rügen nach Ablehnungsmittelung: max. 15 Kalendertage)
Referenzprojekte
mindestens 1, zusätzlich bis zu 2 weitere für Spezialanforderungen ReferenzenZeitraum: aus den letzten 4 Jahren; Projekt muss zum Ablauf der Angebotsfrist mind. 2 Jahre Bestand habenVolumen: mindestens 500.000 € (Bieteranteil)

Erstellung/Aktualisierung von BSI-konformen IT-Sicherheitskonzepten, mehrjährige Erfahrung

Formblatt Vorlage_Referenz K5.6.1; namentlicher, nachprüfbarer Ansprechpartner beim Auftraggeber (kein Vertrieb); Bieteranteil bei Einsatz mehrerer Unternehmen angeben

kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden ReferenzenZeitraum: wie ReferenzzeitraumVolumen: wie Referenzvolumen

Spezialanforderung 1: IT-Sicherheitskonzepte basieren auf BSI IT-Grundschutz

Mindestanforderung gemäß K5.6.1; alle 4 Checkboxen müssen erfüllt sein

kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden ReferenzenZeitraum: wie ReferenzzeitraumVolumen: wie Referenzvolumen

Spezialanforderung 2: mindestens ein Sicherheitskonzept zu Informationsverbünden mit Verschlusssachen wurde erstellt

Mindestanforderung gemäß K5.6.1

kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden ReferenzenZeitraum: wie ReferenzzeitraumVolumen: wie Referenzvolumen

Spezialanforderung 3: Informationsverbund wurde nach Erstellung des Sicherheitskonzepts erfolgreich nach BSI-Grundschutz zertifiziert

Mindestanforderung gemäß K5.6.1

kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden ReferenzenZeitraum: wie ReferenzzeitraumVolumen: wie Referenzvolumen

Spezialanforderung 4: ISMS-Tool HiScout wurde umfassend eingesetzt

Mindestanforderung gemäß K5.6.1

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

11+Angebote erwartet
Hohe Konkurrenz

Median rund 15 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 28%4–10 · 28%11+ · 43%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsabgabe – Formales4
  • Angebot elektronisch über evergabe.bayern.de einreichenPflicht
    Rechtsverbindliche elektronische Abgabe erforderlich, in deutscher Sprache.
  • Bindefrist 121 Tage ab Angebotsabgabe beachtenPflicht
    Angebot gilt bis ca. 30.10.2026.
  • Keine Nebenangebote, keine mehreren HauptangebotePflicht
    Mehrfach-/Nebenangebote sind nicht zugelassen.
  • Bieterfragen bis spätestens 19.06.2026, 12:00 Uhr MESZ stellenoptional
    Frist für die Anforderung von Zusatzinformationen.
Eigenerklärungen und Ausschlusskriterien8
  • Eigenerklärung zu Ausschlusskriterien abgebenPflicht
    Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB.
  • Eigenerklärung Russlandbezug (RUS-Sanktionen) abgebenPflicht
    Betrifft Bieter und Unterauftragnehmer mit >10 % Auftragswert.
  • Erklärung zur Berufshaftpflichtversicherung (mind. 5 Mio. €) abgebenPflicht
    Nachweis auf Anforderung zum Vertragsbeginn.
  • Erklärung zur gesamtschuldnerischen Haftung (bei Bietergemeinschaft)optional
    Nur falls Bieter als ARGE auftritt.
  • Erklärung zur Eignungsleihe abgeben (falls zutreffend)optional
    Nur wenn Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt werden.
  • Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer einreichenoptional
    Nur falls Unterauftragnehmer eingesetzt werden (Schlüsselpersonal ausgeschlossen).
  • Erklärung zu gewerblichen Schutzrechten abgebenPflicht
    Standarderklärung im Angebotsformular.
  • Vertretungsvollmacht nachweisen (falls nicht aus Handelsregister ersichtlich)optional
    Nur bei Vertretung durch Dritte relevant.
Wirtschaftliche Eignung4
  • Mindestumsatz nachweisen: mind. 500.000 € pro Jahr (2023, 2024, 2025) im Bereich Erstellung/Aktualisierung von SicherheitskonzeptenPflicht
    Ausschlusskriterium.
  • Mindestpersonal nachweisen: mind. 10 festangestellte Mitarbeiter im relevanten Bereich seit Januar 2023Pflicht
    Ausschlusskriterium.
  • Jahresabschlüsse 2023, 2024, 2025 bereithaltenPflicht
    Vorlage nur auf Anforderung des Auftraggebers.
  • Projektbezogenen Umsatz 2023–2025 angebenPflicht
    Statistische Angabe.
Fachliche Eignung – Referenzen9
  • Mindestens 1 Referenz für IT-Sicherheitskonzepte einreichenPflicht
    Formblatt Vorlage_Referenz_Kriterium K5.6.1 verwenden.
  • Referenz aus den letzten 4 Jahren mit mind. 2 Jahren Bestand nachweisenPflicht
    Ausschlusskriterium.
  • Projektvolumen der Referenz: mind. 500.000 € (Bieteranteil)Pflicht
    Ausschlusskriterium.
  • Mind. 2 eingesetzte Mitarbeiter in der Referenz nachweisenPflicht
    Bieteranteil zählt.
  • Nachweis BSI IT-Grundschutz als Basis der Referenz erbringenoptional
    Kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden.
  • Nachweis: Konzept zu Informationsverbünden mit Verschlusssachen erstelltoptional
    Kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden.
  • Nachweis: erfolgreiche BSI-Grundschutz-Zertifizierung nach Konzepterstellungoptional
    Kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden.
  • Nachweis: umfassender Einsatz ISMS-Tool HiScoutoptional
    Kann über max. 2 Referenzen nachgewiesen werden.
  • Ansprechpartner beim Referenzauftraggeber namentlich benennen (kein Vertrieb!)Pflicht
    Muss nachprüfbar sein.
Personalprofile – Schlüsselpersonal8
  • Personalprofil IT-Sicherheitsberater Nr. 1 einreichenPflicht
    Eigenes festangestelltes Personal – keine Unterauftragnehmer.
  • Personalprofil IT-Sicherheitsberater Nr. 2 einreichenPflicht
    Eigenes festangestelltes Personal – keine Unterauftragnehmer.
  • Bachelor-Urkunde (oder höher) für beide Berater beifügenPflicht
    Kopie der Urkunde als Anlage.
  • Nachweis Sicherheitsüberprüfung § 9 SÜG für Berater Nr. 1 erbringenPflicht
    Sicherheitsbescheid kann angefordert werden; ohne Nachweis: Angebotsausschluss.
  • Nachweis Sicherheitsüberprüfung § 8 SÜG für Berater Nr. 2 erbringenPflicht
    Mindestens Ü1 erforderlich.
  • Nachweis BSI-Grundschutz-Zertifikat (oder vergleichbar) für beide Berater beifügenoptional
    Kopie des Zertifikats; Gleichwertigkeit ist zu begründen; Eigenzertifikate werden nicht anerkannt.
  • Berufserfahrung, BSI-Konzepte, HiScout-Schulung, Audits tabellarisch darstellenPflicht
    Formblatt Personalprofil verwenden.
  • Beschäftigungsverhältnis (Name, Arbeitgeber, angestellt/freier Mitarbeiter) angebenPflicht
    Pflichtfeld im Formular.
Technische/organisatorische Voraussetzungen5
  • ISO-27001-Zertifizierung (oder vergleichbar) nachweisenPflicht
    Zertifizierung muss über gesamte Vertragslaufzeit bestehen; Mitteilungspflicht bei Wegfall.
  • Bestätigung, dass ISMS-Scope die zu erbringenden Leistungen umfasstPflicht
    Vollständig oder in relevanten Teilen.
  • Leistungsfähige Client-Endgeräte (bevorzugt Windows) bereitstellenoptional
    Geräte müssen im eigenen ISMS aufgenommen sein.
  • Schulungsnachweis HiScout bereithalten (wird durch LSI erteilt)optional
    Erforderlich für späteren Zugang.
  • Datenschutzbeauftragten benennen und Kontaktdaten mitteilenPflicht
    Gemäß Anlage 7 (Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung).
Preisblätter2
  • Stundensatz für IT-Sicherheitsberater im Leistungsverzeichnis eintragenPflicht
    Position 1 – max. 7.200 Personenstunden / 900 Personentage über Vertragslaufzeit.
  • Reisekostenpauschale (optional)optional
    Position 2 – Pauschale, bis zu 16 Stück.

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