IPF 26019 Wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel Leistungskatalog
Zusammenfassung
Das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) sucht einen Dienstleister für die wiederkehrende elektrische Prüfung seiner ortsveränderlichen Betriebsmittel (ca. 6.500 Geräte 230V und ca. 70 Geräte 400V) nach DGUV V3 und DIN EN 50699/VDE 0702 in den Gebäuden H und K.
Die Prüfungen umfassen Sichtprüfung, Messungen (Schutzleiter, Isolationswiderstand, Berührungs-/Schutzleiterstrom) und Dokumentation inkl. Anbringen von Prüfplaketten. Defekte Geräte sind sofort zu kennzeichnen und täglich zu melden.
Angebote sind ausschließlich elektronisch über eVergabe.de bis zum **02.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Preis80%
Niedrigster Preis (Wertung 80% niedrigster Preis)
- Organisation und Durchführung des Prüfungsablaufs20%
Dargelegte Organisation und Durchführung des Prüfungsablaufs gemäß Anlage 3: Angaben zu eingesetzter Prüftechnik (Typ/Hersteller, eigene Technik oder IPF-Prüftechnik), Teamstruktur (Anzahl Teams und Mitarbeiter), zeitlicher Ablauf (geplante Tage, Zeitfenster, ggf. außerhalb der regulären Arbeitszeit) sowie ergänzende Darlegungen.
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Prüfumfang und Stückzahlen
- Position 1: Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel 1P/230V – ca. 6.500 Stück
- Position 2: Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel 3P/400V – ca. 70 Stück
Die Stückzahlen sind Ca.-Angaben und können sich während der Leistungserbringung noch ändern.
Definition ortsveränderlich: Betriebsmittel, die während des Betriebs bewegt werden können oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können, während sie am Versorgungsstromkreis angeschlossen sind.
Prüfstandards
Die Prüfungen sind nach folgenden Regelwerken durchzuführen:
- DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3) – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
- DIN VDE 0702 / DIN EN 50699 – Wiederkehrende Prüfung an elektrischen Geräten
Die Prüfungen müssen fachgerecht, mit geeigneten und kalibrierten Messgeräten sowie durch qualifizierte Elektrofachkräfte erfolgen.
Prüfschritte Schutzklasse I
Geräte mit Schutzleiter (z.B. Metallgehäuse) sind wie folgt zu prüfen:
- Sichtprüfung auf Beschädigungen und sicherheitstechnische Mängel
- Schutzleiterprüfung (Niederohm-Messung)
- Messung des Isolationswiderstandes
- Messung des Schutzleiterstroms
- Messung des Berührungsstroms
- Nachweis der sicheren Trennung (SELV/PELV), soweit zutreffend
- Funktionsprüfung
- Beurteilung und Dokumentation des Prüfergebnisses
Prüfschritte Schutzklasse II
Geräte mit schutzisoliertem Aufbau (z.B. Kunststoffgehäuse, kein Schutzleiter):
- Sichtprüfung auf Beschädigungen und sicherheitstechnische Mängel
- Messung des Isolationswiderstandes
- Messung des Berührungsstroms
- Nachweis der sicheren Trennung (SELV/PELV), soweit zutreffend
- Funktionsprüfung
- Beurteilung und Dokumentation des Prüfergebnisses
Dokumentation und Kennzeichnung
Prüfprotokolle:
- Für jedes geprüfte Gerät ist ein Prüfprotokoll mit Datum, Uhrzeit und Angaben zur prüfenden Person zu erstellen.
- Bei Nutzung des Messgeräts METREL MI 3365 (kann vom Auftraggeber gestellt werden): Übergabe der Daten via Metrel ES Manager.
- Bei eigenen Messgeräten: automatisch generiertes PDF mit Zuordnungsdatei (Excel oder CSV) oder gescannte Objekt-ID im Dateinamen.
Kennzeichnung:
- Bestandene Prüfungen: Anbringen der vom Auftraggeber bereitgestellten Prüfplaketten (Prüffrist muss erkennbar sein).
- Vorhandene alte Plaketten sind zu entfernen.
Inventar-IDs:
- Geräte mit DataMatrix-Inventaraufkleber: scannen und im Protokoll erfassen.
- Geräte ohne DataMatrix: mit vom Auftraggeber gestelltem Linearcode-Label versehen und scannen.
- Alle Objekte müssen eindeutig dem Prüfprotokoll zuordenbar sein.
Umgang mit defekten Betriebsmitteln
- Defekte Geräte sind sofort aus der Nutzung zu entfernen.
- Entweder an einem vom Auftraggeber festgelegten Ablageort sammeln oder als „nicht nutzbar" kennzeichnen.
- Tagesaktuelle Mitteilung an den Auftraggeber über alle als „nicht nutzbar" gekennzeichneten Geräte.
Gerätetechnik (optional)
Auf Wunsch des Auftraggebers kann ein METREL MI 3365 inkl. Barcodescanner vom Auftraggeber bereitgestellt werden. Der Bieter kann aber auch eigene, gleichwertige Prüftechnik einsetzen.
Leistungszeitraum und Ort
- Leistungsort: Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V., Hohe Straße 6, 01069 Dresden, Gebäude H und K.
- Leistungszeitraum: Sofort nach Beauftragung, Abschluss bis spätestens 30.09.2026.
- Der genaue Zeitplan ist mit dem Auftraggeber abzustimmen und von diesem zu bestätigen.
Zahlungsbedingungen
Die Vergütung erfolgt 14 Tage nach Rechnungseingang und Übergabe der vollständigen Dokumentation in elektronischer Form.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Persönliche und rechtliche Zuverlässigkeit
Die Eignung ist durch die Eigenerklärung (Anlage 2) gemäß § 6 Abs. 3 VOL/A nachzuweisen. Nachweise können bei Bedarf nachgereicht werden. Gefordert werden Erklärungen zu:
- Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse abgelehnt
- Unternehmen nicht in Liquidation
- Keine schwere Verfehlung (z.B. Berufsverbot, Gewerbeuntersagung, Schwarzarbeit, Preisabsprachen, rechtskräftiges Urteil innerhalb der letzten zwei Jahre)
- Steuern und Abgaben ordnungsgemäß entrichtet
- Angemeldetes Gewerbe (Gewerbeanmeldung)
- Keine eintragungswürdigen Eintragungen im Gewerbezentralregister (z.B. Verurteilung nach § 21 SchwarzArbG, Betrug, Vorteilsgewährung, Beamtenbestechung)
- Handelsregistereintragung (Angabe des Registers)
- Einhaltung der deutschen Gesetze in ihrer Gesamtheit
- Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß entrichtet
- Gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung von Mindestlohn erfüllt (soweit bestehend)
- Bestehende Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden (konkrete Beträge sind im Formular Anlage 2 einzutragen)
- Ggf. Angabe, welcher Leistungsumfang an Nachunternehmer übertragen werden soll
Zuschlagskriterien (Wertung)
Die Angebote werden nach folgenden Kriterien bewertet:
- 80 % Niedrigster Preis
- 20 % Dargelegte Organisation und Durchführung des Prüfungsablaufs (Anlage 3)
Das Preisblatt (Anlage 1) ist zwingend zu verwenden. Anlage 3 dient als Grundlage für die Bewertung der Organisation und Durchführung.
Ausschlusskriterien
Ein Angebot wird ausgeschlossen
Im Leistungskatalog sind keine Referenzprojekte gefordert.
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Details
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