Ausschreibungen Photovoltaik

Heinrich-Meidinger-Schule, Errichtung Photovoltaikanlagen

Stadt Karlsruhe Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft76131 Karlsruhe, Baden-WürttembergFrist: (in 20 Tagen)

Zusammenfassung

Öffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Stadt Karlsruhe für Gerüstarbeiten an der Heinrich-Meidinger-Schule (Bernhardusplatz 1, 76131 Karlsruhe). Die Gerüste werden benötigt, um auf dem denkmalgeschützten Schulgebäude (Baujahr 1909) eine Photovoltaikanlage (218 Module, ca. 99 kWp) zu errichten.

Kernumfang: 3.100 m² Fassadengerüst (Lastklasse 3, Höhe 18 m) mit Dachfang, 4 Treppenaufgängen, 3 Transportbühnen (Traglast 1.500 kg) und Schutzdach – jeweils inklusive 24 Wochen Vorhaltung. Ausführung zwischen 21.09.2026 und 14.05.2027.

**Angebote bis 14.07.2026

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 20 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027
JUNAUGOKTDEZFEBAPR
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsbeginn
Ausführungsbeginn
Vorhaltung Gerüst
Vertragslaufzeit
Fertigstellung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium Preis (einziges Zuschlagskriterium laut Nr. 5.5 der Aufforderung zur Angebotsabgabe)

Zuschlagskriterien sind vollständig: In der Bekanntmachung wird auf die Vergabeunterlagen verwiesen, und in der Aufforderung zur Angebotsabgabe (Nr. 5.5) ist ausschließlich 'Zuschlagskriterium Preis' als Wertungskriterium angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Art und Umfang der Gerüstarbeiten

Es ist ein längenorientiertes Fassadengerüst nach DIN EN 12810-1 / DIN EN 12811-1 als Arbeits- und Schutzgerüst zu errichten:

  • Fassadengerüst: 3.100 m² Aufbau und Abbau, Lastklasse 3 (2 kN/m²), Breitenklasse SW06, Höhe der oberen Gerüstlage 18 m
  • Dachfanggerüst nach DIN 4420-1 mit Netzen: 150 m Auf- und Abbau
  • Treppenaufgänge: 4 Stück, einläufig, Höhe 18–19 m
  • Belagverbreiterung wandseitig (Breite 0,33–0,66 m): 150 m
  • Innengeländer zweiteilig nach DIN EN 12811-1: 900 m
  • Gerüstbekleidung/Netze als Passantenschutz (2 m hoch): 900 m²
  • Überbrückung mit Systemgitterträger (Spannweite bis 5 m, Höhe bis 4 m): 50 m
  • Schutzdach nach DIN 4420-1 (Höhe 4 m, Breite mind. 1,5 m, Länge 5 m): 25 m
  • Versetzbarer Schutzzaun (Höhe 2 m): 200 m
  • Transportbühnen nach DIN EN 16719 (Länge 2–3 m, Breite bis 2 m, Förderhöhe 19 m, Traglast 1.500 kg): 3 Stück

Alle Gerüstteile müssen für 24 Wochen vorgehalten werden.

Vorhalte- und Ausführungszeiten

  • Vorhaltung aller Gerüst- und Bühnenpositionen: 24 Wochen ab Aufbau
  • Ausführungsbeginn: 21.09.2026 (KW 38/2026), 12 Werktage nach Aufforderung durch den Auftraggeber
  • Fertigstellung (abnahmereif): 14.05.2027 (KW 20/2027)
  • Gerüst ist in Teilabschnitten entsprechend dem Bauablauf der Dachdecker- und PV-Arbeiten zu errichten, abzubauen und umzusetzen

Denkmalschutz und bauliche Besonderheiten

  • Gebäude ist denkmalgeschützt (Baujahr 1909); das Gerüst darf die Fassade nicht beschädigen
  • Verankerung ausschließlich in den Fugen des Naturstein-/Sichtmauerwerks
  • Sorgfältige, denkmalgerechte Ausführung ist zwingend
  • Dachneigungen 30°–35°, Schieferdach auf Schalung; Indachmontage der PV-Module (218 Module, ca. 99 kWp)
  • Auf einer Dachfläche (Taubenschlag) wird keine PV-Anlage installiert

Bauleiter, Koordination und Dokumentation

  • Schriftliche Benennung eines verantwortlichen Bauleiters vor Baubeginn mit unterschriebener Erklärung zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften (§ 44 LBO)
  • Vorlage eines Terminplans unmittelbar nach Auftragserteilung, der die Leistungen bauseitiger Gewerke (Dachdecker, PV) berücksichtigt
  • Vorlage eines Baustelleneinrichtungsplans vor Beginn der Baustelleneinrichtung
  • Wöchentliche Bautagesberichte in Papierform (Inhalte u. a. Baustellensicherheit, Wetter, Arbeitskräfte, Maschineneinsatz, Tätigkeiten, Behinderungen, Planeingänge, Anordnungen)
  • Vorlage des Baufristenplans in mehrfacher Fertigung spätestens wenige Werktage nach Auftragserteilung
  • Namentliche Liste der eingesetzten Arbeitskräfte (eigene und NU) vor Baubeginn unaufgefordert; auf Anforderung Stammpersonalverzeichnis mit Name, Vorname, Geburtsdatum
  • Prüfung der Ausführungsunterlagen auf technische Richtigkeit und Übereinstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten; Abweichungen sind der Bauleitung vor Aufnahme der Arbeiten mitzuteilen

Stundenlohnarbeiten und Materialkosten

Stundenverrechnungssätze sind anzubieten für vier Arbeitskräftegruppen:

  • Meister/Poliere
  • Vorarbeiter/Facharbeiter
  • Werker/Helfer
  • Auszubildende

Auch sogenannte „Null-Angebote" sind zu erklären, falls in einer Gruppe keine Kräfte vorhanden sind. Für Unvorhergesehenes ist ein Stoffkostenzuschlag in % und EUR anzugeben (geschätzte Summe ca. 1.000 EUR netto). Bei Stundenlohnarbeiten sind Nettopreise des Großhandels/Herstellers durch Einkaufsrechnungen zu belegen. Stundenlohnzettel dürfen nur bei ausdrücklicher Vereinbarung vor Beginn abgerechnet werden.

Eigenleistung und Nachunternehmer

  • Mindestens 70 % der Leistung sind mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs auszuführen
  • Nachunternehmer müssen ebenfalls mindestens 70 % des übertragenen Umfangs mit eigenen Stammarbeitskräften erbringen
  • Bei NU-Einsatz: Vordrucke KEV 176.1/176.2 abgeben, Nachweise zur Eignung bereithalten (Eintragung Handwerksrolle/IHK, Mitgliedschaft Berufsgenossenschaft)
  • Falsche Angaben zu NU können zum Ausschluss des Angebots, zum Ausschluss von künftigen Ausschreibungen (gem. VOB/A) oder zur Kündigung des Bauvertrags führen

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung

  • Eintragung in der Handwerksrolle oder bei der IHK (für die auszuführenden Leistungen)
  • Handelsregisterauszug, soweit registerpflichtig
  • Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft (Bereich Handwerk/Industrie/Handel)
  • Präqualifikation im Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (empfohlen); bei Einsatz von NU müssen diese ebenfalls präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen erfüllen
  • Referenzen: mindestens 3 vergleichbare Leistungen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (Fassadengerüst mit Dachfang, > 3.000 m²), je mit Ansprechpartner des Auftraggebers; auf Verlangen schriftliche Bestätigung des Auftraggebers
  • Personal: Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen; Leitungspersonal ist zu benennen; Erklärung, dass die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

  • Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) im Vordruck KEV 179
  • Auf Verlangen: weitere Auskünfte zu wirtschaftlichen/rechtlichen Verbindungen zu anderen Unternehmen

Persönliche Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe

  • Keine Insolvenzverfahren oder vergleichbare Verfahren
  • Keine Liquidation des Unternehmens
  • Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A
  • Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU Abs. 1–4 VOB/A
  • Selbstreinigungsmaßnahmen sind möglich, falls ein Ausschlussgrund vorliegt
  • Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird das Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts abgefragt (gem. § 6 WRegG)

Steuerliche und sozialrechtliche Zuverlässigkeit

  • Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
  • Auf Verlangen vorzulegen:
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Bescheinigung in Steuersachen)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen)
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48 EStG (Bauabzugssteuer)
  • Verpflichtung zur unverzüglichen Mitteilung von Änderungen der Freistellungsbescheinigung

Tariftreue und Mindestlohn

  • Verpflichtungserklärung Mindestlohn/Tariftreue nach LTMG-BW (Vordruck KEV 179.3) – vom Bieter und von jedem Nachunternehmen
  • Lohngleitung nach ZVB und Änderungssätzen ist anzubieten (KEV 183)
  • Stoffpreisgleitung ist anzubieten (KEV 184)

Formale Anforderungen

  • Angebote in deutscher Sprache
  • Vorgegebene Vordrucke des Auftraggebers (KEV-Reihe, Richard Boorberg Verlag) sind zu verwenden
  • Eintragungen dokumentenecht
  • Angebotsschreiben KEV 115.1 muss unterschrieben sein (bzw. elektronisch in Textform mit erkennbarem Bieter)
  • Keine Mischkalkulationen, keine AGB des Bieters, keine Nebenangebote, die nur Nachlässe mit Bedingungen enthalten
  • Bietergemeinschaften müssen die Erklärung KEV 175 abgeben; geschäftsführendes Mitglied benennen, gesamtschuldnerische Haftung akzeptieren; Nichtzugelassen sind Bietergemeinschaften, die sich erst nach Aufforderung bilden (bei nicht-öffentlicher Ausschreibung)
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 abgeschlossene Kalenderjahre (2023–2025)Volumen: > 3.000 m² Fassadengerüst

Mindestens 3 vergleichbare Referenzen – Fassadengerüst mit Dachfang, > 3.000 m²

Vergleichbare Gerüstbauleistungen; je Referenz Ansprechpartner des damaligen Auftraggebers angeben; bei engerer Wahl schriftliche Bestätigung des Auftraggebers vorlegen (Vordruck KEV 179)

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

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