Ausschreibungen Verfahrenstechnik

178962/55905 Überpumpwerk Zehlendorf Ig (Neubau) EMSR-Technik

Berliner WasserbetriebeNeubau Überpumpwerk Zehlendorf Ig (ÜPw Zhl Ig) Kätchenweg 3 1409 Berlin, BerlinFrist: (in 35 Tagen)

Zusammenfassung

Die Berliner Wasserbetriebe vergeben die komplette EMSR-Technik (Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) für den Neubau des Überpumpwerks Zehlendorf Ig in Berlin-Zehlendorf (Kätchenweg 3).

Im Auftrag enthalten sind:

  • Rückbau der bestehenden Elektro- und Schaltanlagen
  • Neubau der EMSR-Technik: Niederspannungshauptverteilung, Steuerungstechnik (Siemens S7-1500), Schaltschränke, Messtechnik, Beleuchtung, Blitzschutz- und Erdungsanlage
  • Gebäudeinstallationen (Steckdosen, Heizungen, Beleuchtung innen/außen, Notbeleuchtung)
  • Installationen im explosionsgefährdeten Bereich (Ex-Zone 1 und 2) – inkl. Ex-geschützter Leuchten, Sensoren und Schaltschränke
  • Provisorischer Überpumpbetrieb während der Bauzeit, damit das Pumpwerk durchgehend arbeiten kann
  • Demontage, Lieferung, Montage, Verdrahtung, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und vollständige Dokumentation (inkl. ELCAD/AUCOPLAN-Pläne)

Das Projekt ist als Einzelvergabe ausgeschrieben. Geschätztes Bauende: 17.06.2028.

Bieter müssen mit dem Angebot u.a. ein ausgefülltes Leistungsverzeichnis, Eigenerklärungen, Qualifikationsnachweise des Personals und mindestens eine vergleichbare Referenz einreichen.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 35 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028
JUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUN
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Bindefrist
Bestellannahme
Verjährung Mängelansprüche
bis 2028
Skontoabzug
Geschätztes Projektende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen.

Im Dokument wird auf ein separates Formblatt 'Wertungskriterien' verwiesen, das nicht vorliegt; ob neben dem Preis weitere Wertungskriterien existieren, ist aus den vorhandenen Unterlagen nicht ersichtlich.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Rückbau Bestand

Bevor die neue Technik installiert wird, müssen die vorhandenen Komponenten fachgerecht zurückgebaut und entsorgt werden. Dazu gehören:

  • die bestehende EMSR-Schaltanlage und Kabelverteilerschränke
  • die Steuerstelle des Dieselkreisels (Schaltschränke, Starterbatterien)
  • die alte Installationstechnik (Lichtschalter, Steckdosen, Leuchten, Türüberwachung, Temperaturfühler, Rippenrohrheizung)
  • die alte Kabelanlage (Energiekabel bis 5x50 mm², Steuerleitungen bis 12x2,5 mm²)
  • der alte Saugraumsicherheitsschrank
  • die 24V-Versorgung

Der Schrott wird durch den Auftragnehmer entsorgt; eine Rückvergütung an die Berliner Wasserbetriebe ist nachzuweisen (Wiegeschein).

Energieversorgung und Hauptverteilung

Aufgebaut wird eine komplett neue Niederspannungs-Energieverteilung:

  • neuer EVU-Hausanschluss 250 A (TN-S-System 400/230 V, 50 Hz)
  • Hauptverteilungen HA-Verteiler, +N1 und +N2
  • Steuerschrank +S1
  • Überspannungsschutz (Kombiableiter Typ 1+2) an der Einspeisung und an Beleuchtung/Profibus
  • 24V-USV-Anlage mit Redundanzmodul und Akkumodulen (Pufferung der Steuerung)
  • Alle Schaltanlagen, Verteilungen und Steuerungsschränke mit Prüfprotokollen, Störlichtbogenfestigkeitsnachweis und Konformitätserklärung

Steuerung, Automatisierung und Leittechnik

Für den Betrieb des Pumpwerks wird eine neue Automatisierung aufgebaut:

  • Pumpwerks-SPS und Fernwirk-SPS auf Basis Siemens SIMATIC S7-1500 (CPU 1515-2 PN, Kommunikationsprozessor CP 1542-5, TIM 1531 IRC für Fernwirkkommunikation)
  • HMI-Bedienpanel SIMATIC TP1500 Comfort
  • Skalance-Switch für das industrielle Ethernet, Profibus-Repeater
  • Profibus-DP-Verkabelung nach BWB-Technischer Richtlinie
  • Steuerungssoftware, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung der Verknüpfungen

Messtechnik und Sicherheitseinrichtungen

Im Saugraum und in den Druckleitungen wird die komplette Mess- und Sicherheitstechnik erneuert:

  • Pegelmessung im Saugraum (Einperlung mit Pegelgerüst, Druckmessumformer 0…+1 bar, ATEX)
  • Druckschalter Warnpegel mit Trennschaltgerät (EEx ia)
  • Rückschlagklappengeber und Reinigungsklappengeber (induktiv, ATEX Zone 1, SIL2)
  • Magnetisch-induktive Durchflussmesser (MID) DN125 in Zone 1, mit Spezialkabel
  • Druckmessung druckseitig (0…+10 bar, ATEX)
  • Schwimmerschalter für Überflutungswarnung und Abschaltung (Ex, V4A)
  • Dichtungskontrollmodule für Tauchmotorpumpen
  • PT100-Temperaturgeber
  • Saugraumsicherheitsanlage +A41 (Sicherheitsschrank, Innenschrank, mobile Lüfter/Beleuchtung, NOT-AUS-Taster)
  • Bewegungsmelder und Netzgeräte für die Hausalarmanlage
  • Optischer Rauchschalter 24 V DC
  • Notruf-Quittiertaster, Signalleuchten, Leuchtdrucktaster

Beleuchtung

Komplette Neuinstallation der Innen- und Außenbeleuchtung in LED-Technik:

  • Innen: Feuchtraumleuchten 2260 lm (WC, Treppen), 4240 lm (Allgemein), 12500 lm (Saugraumfenster)
  • Notbeleuchtung mit mindestens 1 Stunde Betriebsdauer
  • Ex-Bereich: LED-Rohrleuchte 6200 lm (Saugraum, Zone 1) und LED-Schwenkbar 5240 lm (Lüfterraum, Zone 2)
  • Außen: LED-Wandleuchten und Solar-Hausnummernleuchte
  • Sicherheits- und Rettungszeichenleuchten nach Bedarf

Gebäudeinstallationen

Im gesamten Pumpwerksgebäude werden Steckdosen, Schalter, Heizungen und Kleinverbraucher neu installiert:

  • Steckdosenkombinationen 32 A und 16 A (CEE), Schukosteckdosen, Feuchtraum-Schalter und -Steckdosen (IP54)
  • Rippenrohrheizkörper 2000 W (Edelstahl, IP66), Wandanbau-Konvektor 1000 W
  • Reparaturschalter für die Pumpen (2x MID) und den Lüfter
  • Abzweigkästen, Klemmkästen, Vor-Ort-Steuerstellen
  • Hupe (24 V DC, 60–100 dB), Lichtaster, Notruf-Quittiertaster, induktiver Näherungsschalter für Türüberwachung
  • Erdung der gesamten Installation über Potentialausgleichsschiene

Installationen im explosionsgefährdeten Bereich (Ex-Bereich)

Alle Komponenten in den Ex-Zonen 1 und 2 müssen für den explosionsgefährdeten Bereich zugelassen und ATEX-zertifiziert sein:

  • Reparaturschalter Lüfter Ex (ATEX II 2G Ex de II T3)
  • Blitzleuchte Saugraum (ATEX Zone 1)
  • Ex-Rohrleuchte und schwenkbare Ex-Leuchte in Zone 1/2
  • Speisetrennverstärker Ex (ATEX II (1) G, D [Ex ia] IIC) für Druckmessung, Neigungs- und Reinigungssensoren
  • Trennschaltverstärker SIL 2 für Sicherheitsfunktionen
  • Thermistor-Motorschutzrelais 24 V AC/DC ATEX

Kabel, Leitungen und Tragsysteme

Alle Energie- und Steuerkabel sowie die Kabeltragsysteme sind neu zu liefern und zu verlegen:

  • Leistungskabel N2XH-J und NYY-J in den geforderten Querschnitten (von 3x1,5 mm² bis 5x120 mm²)
  • Steuer- und Anschlussleitungen JZ-500 HMH-C und JZ-600 HMH-C
  • Profibusleitungen geschirmt für Innen- und Außenverlegung
  • Kabelrinnen, Kabelleitern, Gitterrinnen, Panzerrohre (Kunststoff und Stahl, z.T. Edelstahl V4A)
  • C-Profilschienen und Hängestiele
  • Kabeldichtungen DN 80, DN 110, DN 125 für druckwasserdichte Durchführungen
  • Alle Anschlüsse einseitig konfektioniert; Schleifenwiderstand, Isolationswiderstand und Abschaltbedingungen messen und protokollieren

Blitzschutz und Erdung

Neue Blitzschutz- und Erdungsanlage nach den einschlägigen Normen:

  • äußerer Blitzschutz Klasse III (Fangeinrichtung, Ableitungen, Fangstange, Erdeinführungsstangen V4A)
  • Ringerder aus Bandstahl V4A 30x5 mm nach DIN 18014, im Saugraum sichtverlegt mit Bandstahl 30x3,5 mm
  • Potentialausgleichsschienen und Potentialausgleichsleitungen (N2XH-J 1x16 mm² und 1x6 mm²)
  • Edelstahlseil V4A 42 mm² für sichtbare Verbindungen
  • Überprüfung und Messung der gesamten Anlage

Provisorien während der Bauzeit

Das Pumpwerk muss während der gesamten Bauzeit funktionsfähig bleiben. Dafür sind provisorische Einrichtungen vorzusehen:

  • provisorische Baustromversorgung
  • provisorischer Überpumpbetrieb mit eigenem Kompaktschaltschrank (Edelstahl), SPS-Versorgung über SITOP DC-USV-Modul und Akkumodul
  • provisorische Beleuchtung (LED-Lichtschlauch, LED-Baustrahler auf Stativ)
  • Gaswarngerät (CO2, H2S, O2, CH4) auf der Baustelle
  • Rollrüstung als Arbeitsmittel

Dokumentation, Prüfung und Inbetriebnahme

Vor und während der Inbetriebnahme sind umfangreiche Nachweise und Dokumentationen zu erbringen:

  • Kurzschlussberechnung und Störlichtbogenfestigkeitsnachweis
  • Gefährdungsanalyse und Instandhaltungskonzept
  • Erstprüfungen nach DIN VDE 0100-600 und DIN EN 60204-1 (Maschinen)
  • Isolationsmessungen, Schleifenwiderstand, Wirksamkeitsnachweis Abschaltbedingungen
  • EMSR-Checklistentest vor Probebetrieb gemeinsam mit den BWB
  • Schaltungsunterlagen (Stromlaufpläne, Anschlusspläne, Stücklisten) im Format DIN A3
  • ELCAD-/AUCOPLAN-Dokumentation gemäß BWB-Richtlinien
  • Schaltungsunterlagen, Datenblätter und Betriebsanleitungen in Papierform (beschriftete DIN-Ordner nach Musterinhaltsverzeichnis) und auf USB-Stick
  • Übersichtsschaltplan DIN A2 im Klapprahmen, Aushänge (VDE, Erste Hilfe, Brandbekämpfung, 5 Sicherheitsregeln, Verbotsschilder), Piktogramme
  • Roteintragungen während des Probebetriebs
  • 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit für Messtechnik ab Lieferung

Baustelleneinrichtung und Bauordnung

Die Baustelle ist nach BWB-Werksnorm WS 1001 einzurichten und zu betreiben:

  • Baustelleneinrichtung inkl. Container, Sozialräume, Lieferflächen
  • wöchentliche Baubesprechungen und Bautagebücher
  • Arbeitszeit Montag–Freitag (vertragliche Abweichungen mindestens 48 Stunden vorher schriftlich anzeigen)
  • Umwelt- und Baumschutz, Bauabfallentsorgung, Abfallbilanz bei Jahreswechsel-Projekten bis 31. Januar des Folgejahres
  • Beachtung der Multigaswarngeräte-Pflicht auf dem Gelände

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist eine der folgenden Eintragungen:

  • Eintrag im Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) der Berliner Wasserbetriebe oder
  • Eintrag im PQ-Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.

Andernfalls muss die Eigenerklärung zur Eignung vollständig ausgefüllt und mit den geforderten Einzelnachweisen eingereicht werden. Ausländische Bieter legen gleichwertige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung vor und müssen bei der deutschen Berufsgenossenschaft angemeldet sein. Alle Bescheinigungen sind in deutscher Sprache einzureichen.

Zusätzlich verlangt werden:

  • Angaben zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre
  • Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit den in den Weiteren Besonderen Vertragsbedingungen geforderten Mindestversicherungssummen
  • Eigenerklärung zur ordnungsgemäßen Abführung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen (mit Angebotsabgabe; Nachweise auf Verlangen)
  • Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe im Wettbewerbs- und Korruptionsregister vorliegen
  • Eigenerklärung zur Einhaltung des Mindestlohns (§1 MiLoG)
  • Eigenerklärung zur Einhaltung des BerlAVG (Mindeststundenentgelt §9, Tariftreue §16, ILO-Kernarbeitsnormen §8, Frauenförderung §13)
  • Freistellungsbescheinigung des Finanzamts (mit Angebotsabgabe, sonst 15 % Abzug an das Finanzamt)

Technische und berufliche Eignung – Referenzen

Der Bieter muss mit dem Angebot mindestens eine vergleichbare Referenz aus den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren vorlegen, die vom Referenzgeber bestätigt ist und Angaben zu Art, Umfang, Auftraggeber (mit Anschrift, Ansprechpartner, Telefon und E-Mail) enthält.

Die Referenz muss nachweisen, dass der Bieter vergleichbare Leistungen in mindestens einem der folgenden Bereiche erbracht hat:

  • Errichtung von Niederspannungsschaltanlagen (fertiggestellte NS-Anlage im Abwasserbereich)
  • Umgang mit der CAE-Software AUCOPLAN/ELCAD
  • Errichtung von elektrotechnischen Anlagen im Explosionsschutz-Bereich
  • Errichtung von Erdungs- und Blitzschutzanlagen

Bei Einsatz von Nachunternehmern sind auch für diese vergleichbare Referenzen vor Zuschlagserteilung vorzulegen.

Technische und berufliche Eignung – Personal und Fachkunde

Der Bieter muss eine ausreichende Personalstärke nachweisen:

  • Angaben zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Geschäftsjahre, gegliedert nach Berufsgruppen (Helfer, Monteur, Obermonteur, Bauleiter, Projektant, Programmierer, Inbetriebsetzer, Facharbeiter, Techniker, Bachelor/Master Eng., Dipl.-Ing.)
  • Eigenerklärung, dass das eingesetzte Personal die in der Anlage definierten Mindestqualifikationen erfüllt
  • Mit Angebotsabgabe sind die auftragsbezogenen Mitarbeiter namentlich zu benennen (Name, Vorname, Geburtsdatum, Funktion) und mit Zeugnissen, Zertifikaten, Prüfbescheinigungen, Fachkundenachweisen und Referenzschreiben zu belegen
  • Tätigkeitsschwerpunkte der letzten 10 Jahre und Weiterbildungen der letzten 5 Jahre sind darzustellen

Zwingend nachzuweisende Fachkunde:

  • Eintragung im Installateurverzeichnis eines Verteilnetzbetreibers (z.B. Stromnetz Berlin)
  • Fachkundenachweis Explosionsschutz (Befähigte Person für elektrotechnische Ausrüstung in explosionsgefährdeten Bereichen)
  • Elektrofachkraft (EFK) gemäß DIN VDE 1000-10
  • Ggf. Befähigte EFK für Prüfung gemäß DIN VDE 0100-600, speziell ausgebildete Person gemäß DIN EN 60079-14, BEx-Fachkraft (VDE/VdS) für Blitzschutz in Ex-Bereichen, Befähigte Person gemäß BetrSichV für die Prüfung von E-Anlagen in Ex-Bereichen
  • Bei Abfallentsorgungsleistungen: Eigenerklärung, dass ein Zertifikat nach §56 KrWG vorgelegt werden kann

Bietergemeinschaften und Eignungsleihe

Bietergemeinschaften müssen eine Erklärung aller Mitglieder in Textform abgeben (ARGE-Erklärung mit Benennung des Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung); auf Verlangen der Vergabestelle ist die Erklärung von allen Mitgliedern unterschrieben oder fortgeschritten/qualifiziert signiert vorzulegen.

Bei Eignungsleihe sind die betreffenden Nachunternehmer (Name, Anschrift, Gewerk) zu benennen und gesonderte Eignungsnachweise für die in Anspruch genommene technische Leistungsfähigkeit einzureichen.

Verhaltens- und Sozialstandards

Der Bieter muss sich zur Einhaltung des Verhaltenskodex für Geschäftspartner in Lieferantenfunktion der Berliner Wasserbetriebe (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz) verpflichten. Dazu zählen insbesondere:

  • Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel (ILO-Konventionen 29, 105, 138)
  • faire Entlohnung und Einhaltung der Arbeitszeiten
  • Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz (empfohlen: zertifiziertes Managementsystem nach DIN EN ISO 45001)
  • Verbot von Diskriminierung und Belästigung (ILO 110, 111, 159)
  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen (ILO 87, 98, 135, 154)
  • Einhaltung nationaler und internationaler Umweltstandards (empfohlen: DIN EN ISO 14001)
  • fairer Wettbewerb, Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention, Datenschutz (empfohlen: DIN EN ISO 27001)
  • Beachtung der Russland-Sanktionen und der EIB-Integritätsprüfungsklausel

Zusätzlich gilt die BVB zur Verhinderung von Benachteiligungen (Antidiskriminierung gemäß AGG, Equal Pay). Verstöße können zur Aussetzung oder Beendigung der Geschäftsbeziehung führen.

Referenzprojekte
mindestens 1 ReferenzenZeitraum: letzte 5 abgeschlossene GeschäftsjahreVolumen: nicht spezifiziert

Errichtung von Niederspannungsschaltanlagen – fertiggestellte NS-Anlage im Abwasserbereich

in Art und Umfang vergleichbar; vom Referenzgeber bestätigt, mit Ansprechpartner und Kontaktdaten

mindestens 1 ReferenzenZeitraum: letzte 5 abgeschlossene GeschäftsjahreVolumen: nicht spezifiziert

Referenzprojekte für Umgang mit CAE-Software AUCOPLAN/ELCAD

in Art und Umfang vergleichbar; vom Referenzgeber bestätigt

mindestens 1 ReferenzenZeitraum: letzte 5 abgeschlossene GeschäftsjahreVolumen: nicht spezifiziert

Errichtung von elektrotechnischen Anlagen im Explosionsschutz-Bereich

in Art und Umfang vergleichbar; vom Referenzgeber bestätigt

mindestens 1 ReferenzenZeitraum: letzte 5 abgeschlossene GeschäftsjahreVolumen: nicht spezifiziert

Errichtung von Erdungs- und Blitzschutzanlagen

in Art und Umfang vergleichbar; vom Referenzgeber bestätigt

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

1–3Angebote erwartet
Geringe Konkurrenz

Median rund 2 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 51%4–10 · 32%11+ · 17%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsschreiben und Preisunterlagen5
  • Angebotsschreiben ausfüllen und unterschreibenPflicht
    Brutto-Angebotssumme auf dem Deckblatt eintragen
  • Leistungsverzeichnis (LV) vollständig ausfüllenPflicht
    Einzel- und Gesamtpreise je Position angeben
  • Fabrikats- und Typangaben bei gekennzeichneten Positionen eintragenPflicht
    Felder Kennzeichnung 60/61 – z.B. bei Schaltschränken, Leitungsschutzschaltern, LED-Leuchten, Kabeldichtungen
  • VHB 221 – Angaben zur Preisermittlung (Zuschlagskalkulation) ausfüllenPflicht
    Verrechnungslohn, Zuschläge, Einzelkosten der Teilleistungen
  • Kurzfassung des LV erstellen (optional)optional
    Nur als Ergänzung zur Langfassung; die Langfassung bleibt verbindlich
Eigenerklärungen und Verpflichtungen6
  • Verpflichtungs- und Eigenerklärung des Bieters abgebenPflicht
    VHB-Formular verwenden (Stand 08/2023)
  • Eigenerklärung zur Frauenförderung beifügenPflicht
    Bescheinigung gemäß Aufforderung Punkt C
  • Angaben zu Insolvenz-/VergleichsverfahrenPflicht
    Gemäß Aufforderung Punkt C
  • Eigenerklärungen zu Steuern, Sozialversicherung, Mindestlohn, BerlAVG abgebenPflicht
    Betrifft §1 MiLoG, §9/§16 BerlAVG, §8 ILO-Kernarbeitsnormen, §13 Frauenförderung
  • Eigenerklärung Wettbewerbsregister und KorruptionsregisterPflicht
    Bestätigung, dass keine Ausschlussgründe vorliegen
  • Verpflichtung Verhaltenskodex für Geschäftspartner (LkSG) anerkennenPflicht
    Kenntnisnahme und Unterzeichnung
Eignungsnachweise7
  • Eintragungsnachweis ULV oder PQ-Verzeichnis beifügenPflicht
    Oder ersatzweise Eigenerklärung zur Eignung
  • Angaben zum Umsatz der letzten 3 GeschäftsjahrePflicht
    Alternativ durch ULV/PQ-Eintrag abgedeckt
  • Nachweis Betriebshaftpflichtversicherung mit VersicherungssummePflicht
    Mindestsumme laut Weiteren Besonderen Vertragsbedingungen
  • Nachweis jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl (3 Jahre, nach Berufsgruppen)Pflicht
    Arbeitskräfte der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre
  • Eintragung im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers nachweisenPflicht
    z.B. Stromnetz Berlin oder anderer VNB
  • Fachkundenachweis Explosionsschutz beifügenPflicht
    Befähigte Person für elektrotechnische Ausrüstung in Ex-Bereichen
  • Eigenerklärung Qualifikationsnachweis E-Technik-PersonalPflicht
    Bestätigung, dass eingesetztes Personal die Mindestanforderungen erfüllt
Referenzen und Personal4
  • Mindestens eine vergleichbare Referenz einreichenPflicht
    Aus den letzten 5 Geschäftsjahren, vom Referenzgeber bestätigt, mit Ansprechpartner und Kontaktdaten
  • Qualifikationsabfrage Bauausführung ausfüllenPflicht
    Benennung der auftragsbezogenen Mitarbeiter mit Zeugnissen, Zertifikaten, Fachkundenachweisen
  • Bei Bietergemeinschaft: Erklärung aller Mitglieder beifügenoptional
    ARGE-Erklärung, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung
  • Bei Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung VHB 236 beifügenoptional
    Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen
Nachunternehmer3
  • Verzeichnis der Nachunternehmer einreichen (VHB 233)Pflicht
    Falls Nachunternehmer eingesetzt werden
  • Einverständniserklärung Nachunternehmer (VHB 236) beifügenPflicht
    Vom Nachunternehmer unterschrieben
  • Kalkulation der NU-Leistungen zur Einsichtnahme bereithaltenoptional
    Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
Auf Verlangen der Vergabestelle3
  • Urkalkulation vorlegenoptional
    Nur auf gesondertes Verlangen
  • Freistellungsbescheinigung des Finanzamts vorlegenPflicht
    Sonst 15 % Abzug an das Finanzamt; bereits mit Angebotsabgabe empfohlen
  • Bescheinigungen statt Eigenerklärungen nachreichenoptional
    Nur bei engerer Wahl

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