Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Abwasserverband Braunschweig sucht einen Generalplaner für die Erweiterung des Klärwerks Steinhof um eine intensivierte Phosphorrückgewinnung aus dem Prozesswasser.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte Peco-Verfahren (Phosphorremobilisierung), das in den Bestand der Anlage eingebunden werden soll. Geplant sind u. a. ein großer Remobilisierungsreaktor, neue Entwässerungsaggregate, Maschinen- und EMSR-Technik, Abluftbehandlung sowie ein neues Maschinengebäude.
Die Anlage reinigt das Abwasser von rund 250.000 Einwohnern. Ziel ist die Einhaltung der gesetzlichen Phosphor-Rückgewinnungspflicht (entwässerter Faulschlamm < 18 g P/kg TR). Geschätztes Bauvolumen: ca. 10,5 Mio. € brutto. Baubeginn Anfang 2028, Inbetriebnahme Ende 2028.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Zunächst werden nur die HOAI-Leistungsphasen 1–3 beauftragt; weitere Phasen können stufenweise abgerufen werden.
Abgabefrist Teilnahmeantrag: 13.07.2026, 10:00 Uhr (elektronisch über subreport.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit10%
Bewertet wird der Gesamtumsatz der letzten 3 Jahre (Mindestgrenze 1,0 Mio. €/p.a. netto); abgestuft bis max. 10 Punkte
- Technische Leistungsfähigkeit – Personalstruktur / Ausstattung10%
Anzahl der Mitarbeiter (MA) des Generalplaners gesamt; abgestuft nach Größe (5-15 MA, 16-20 MA, ab 21 MA) bis max. 10 Punkte
- Fachliche Eignung nach Referenzprojekten80%
Bewertung von bis zu vier Referenzprojekten anhand von Kriterien wie Generalplanung, öffentlicher AG, Größenklasse, Baukosten, HOAI-Leistungsphasen, Kostendisziplin/Termintreue etc.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBeauftragter Leistungsumfang und Abrufstufen
Beauftragt werden folgende Planungsleistungen nach HOAI:
Wichtig: Zunächst werden nur die Leistungsphasen 1–3 beauftragt. Der Auftraggeber behält sich vor, die weiteren Phasen 4–9 im Ganzen oder stufenweise abzurufen. Es besteht kein Anspruch auf Beauftragung der Folgeleistungen.
Projektinhalt – was konkret zu planen ist
Die Planung umfasst die konzeptionelle Einbindung des Peco-Verfahrens in den Bestand der Kläranlage Steinhof. Konkret zu planen sind:
Technische Zielsetzung
Mit der geplanten Anlage soll die gesetzliche P-Rückgewinnungspflicht nach der AbfKlärV eingehalten werden: Der entwässerte Faulschlamm muss einen Phosphorgehalt von < 18 g P/kg TR erreichen. Das Gesamt-Bauvolumen wird auf rund 10,5 Mio. € brutto geschätzt. Angestrebter Baubeginn ist Anfang 2028, die Inbetriebnahme Ende 2028.
Zeitlicher Rahmen
Die Beauftragung erfolgt unter dem Vorbehalt der Fördermittelzusage. Das Vorhaben ist EFRE-gefördert.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Der Bewerber darf keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (z. B. Insolvenz, schwere Verfehlungen) und § 124 GWB (z. B. Wettbewerbsverzerrung, unzuverlässige Ausführung) aufweisen. Gegebenenfalls ist eine Selbstreinigung nach § 125 GWB nachzuweisen.
Zusätzlich verlangt der Auftraggeber:
Formlose Eigenerklärungen reichen aus; weitergehende Nachweise können nachgefordert werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen und Erfahrungsnachweise
Mindestens 3 verschiedene Referenzprojekte sind einzureichen, bis zu 4 werden gewertet. Die Referenzen müssen in ihrer Gesamtheit abdecken:
Spezifische Referenz-Themen:
Zusätzlich können Erfahrungsnachweise (max. 3 DIN-A4-Seiten) eingereicht werden – auch in Form von Studien oder Forschungsbeiträgen.
Verfahrensrahmen und Formalitäten
Planung Neubau Faulbehälter inkl. innovativer Verfahrenstechnik Schlammbehandlung und Prozessleitsystem auf kommunaler Kläranlage
Kommunale Kläranlage; erbrachte Leistungsphasen, Projektbeschreibung, Auftraggeberbescheinigung oder Ersatz-Eigenerklärung
Planung und bauliche Umsetzung von Faulbehältern auf kommunalen Kläranlagen
Kommunale Abwässer; Auftraggeber, Größenklasse Kläranlage, Leistungsphasen, Baukosten
Planung und Umsetzung innovativer Verfahren der Schlammbehandlung auf Kläranlagen mit kommunalen Abwässern
Kommunale Kläranlage; innovative Verfahrenstechnik
Planung und Umsetzung von Struvit-Fällungsanlagen aus Prozesswasser oder Klärschlamm
Kommunale Kläranlage; kann auch über Studien/Forschungsbeiträge nachgewiesen werden (max. 3 DIN A4)
Planung und Umsetzung von Prozessleitsystemen unter Berücksichtigung von NIS-2-Anforderungen
Kommunale Kläranlage mit Klärschlammfaulung; NIS-2-Bezug erforderlich