Worum es geht
Dem Stadtrat liegt ein Antrag vor, ein integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement auszuschreiben. Eine Leistungsbeschreibung gibt es bereits. Der Referent für Hochwasserschutz empfiehlt in seiner Stellungnahme, dem Antrag zuzustimmen.
Der Stadtrat hat am 24.02.2026 schon eine Schwachstellenanalyse zu den Auswirkungen des Hochwassers beschlossen. Zwei der vier Punkte daraus deckt die neue Leistungsbeschreibung nach Einschätzung des Referenten ab. Kämen der Schutz von Stromversorgung und Telekommunikation und die Kanalisation hinzu, könnte ein gesondertes Gutachten möglicherweise entfallen.
Zentrale Maßnahme bleibt der rechtskräftig festgestellte Technische Hochwasserschutz. Die Stadt soll ergänzende Maßnahmen im Stadtgebiet selbst prüfen und sich verstärkt auf Starkregen vorbereiten.
Was ausgeschrieben werden soll
- Konzept zum Sturzflut-Risikomanagement
- Integrales Konzept für die Stadt. Abgedeckt sind laut Stellungnahme die Suche nach Bereichen, in denen sich erhebliche Flächen vor Überflutung durch Oberflächenwasser schützen lassen, und eine Gefährdungsanalyse der Gewässer dritter Ordnung.
- Kritische Infrastruktur (wird geprüft)
- Schutz der Stromversorgung und der Telekommunikation einschließlich der zugehörigen Infrastruktur.
- Kanalisation (wird geprüft)
- Analyse der Gefährdungslagen im Bereich der Kanalisation. Der Punkt stand als Ziffer 3.2.13 schon in der Leistungsbeschreibung und wurde wegen fehlender Kanalnetzberechnungen herausgenommen.
Verfahren und Zeitplan
Ausschreibung auf Grundlage einer vorliegenden Leistungsbeschreibung. Die Verfahrensart nennt die Stellungnahme nicht.
- 24.02.2026Stadtrat beschließt eine Schwachstellenanalyse zum Hochwassererledigt
- 23.06.2026Stadtrat berät den Antrag zur Ausschreibung des Konzeptserledigt
- danachPrüfung der Zusatzthemen und Ausschreibung des Konzeptsals Nächstes
Kosten und Finanzierung
Der Freistaat Bayern fördert laut Stellungnahme mit 75 Prozent. Das wäre auch für die zusätzlichen Untersuchungsbestandteile möglich.
Stand der Entscheidung
Der Stadtrat soll der Ausschreibung zustimmen. Als Zusatz schlägt der Referent vor, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob kritische Infrastruktur und Kanalisation in das Leistungsverzeichnis aufgenommen werden können.
Noch offen
- Ob kritische Infrastruktur und Kanalisation aufgenommen werden, hängt von den förder- und vergaberechtlichen Voraussetzungen ab.
- Kosten und Termine nennt die Stellungnahme nicht.
Aus dem Dokument
„Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob die Themenfelder „Schutz kritischer Infrastruktur“ sowie „Analyse der Gefährdungslagen im Bereich der Kanalisation“ in das Leistungsverzeichnis aufgenommen werden können.“
„Gleichzeitig bestünde die Möglichkeit, auch für diese Untersuchungsbestandteile eine Förderung von 75 Prozent durch den Freistaat Bayern in Anspruch zu nehmen.“
Ausschreibung integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement (beschließend)
Drucksache · Stadtrat · Sitzung am 23.06.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.