Worum es geht
Das Deutsche Technikmuseum soll einen neuen Haupteingang als zentralen Anlaufpunkt bekommen. Der Neubau verbindet die Bestandsgebäude des Museums baulich miteinander, damit sich die Besucherströme gut auf alle Bereiche des Museums verteilen. Ein baufachlich geprüftes Bedarfsprogramm liegt seit dem 23.02.2021 vor, damals mit Gesamtkosten von 22,09 Mio. € (Kostenstand 4. Quartal 2020).
Die BIM handelt für die Senatsverwaltung im Sinne einer Baudienststelle. Sie führte einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb für Generalplaner durch, den das Preisgericht am 06.11.2023 entschied. Lange Verhandlungen mit den Preisträgern und eine wegen der Haushaltslage langsame Entscheidung über die Fortführung verzögerten das anschließende VgV-Verfahren in den Jahren 2024 und 2025 erheblich. Die Planung für die Vorplanungsunterlage begann deshalb erst im 3. Quartal 2025.
Am 06.08.2026 reichte die BIM die Vorplanungsunterlage zur technisch-wirtschaftlichen Prüfung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ein. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 37,43 Mio. €. Die Mehrkosten gehen laut Unterlage vor allem auf die Baupreise zurück, die vom 4. Quartal 2020 bis zum 2. Quartal 2026 um rund 65,3 % gestiegen sind. Das Ergebnis der Prüfung steht aus.
Was ausgeschrieben werden soll
- Neubau des Eingangsgebäudes
- Zentrales Eingangsgebäude für die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin. Der neue Haupteingang verbindet die Bestandsgebäude des Museums baulich miteinander. Flächen und Bauweise nennt der Bericht nicht.
- Untergeschoss über dem U-Bahn-Tunnel
- Das Untergeschoss des Neubaus überbaut teilweise den Tunnel der U-Bahnlinie 7. Der Bericht führt das als Risiko mit hohen Anforderungen an Planung und Bauausführung.
Verfahren und Zeitplan
Die BIM handelt für die Baumaßnahme im Sinne einer Baudienststelle. Für die Generalplanung gab es einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb mit Teilnahmewettbewerb und ein anschließendes VgV-Verfahren. Zur Vergabe der Bauleistungen enthält der Bericht keine Angaben.
- 23.02.2021Bedarfsprogramm baufachlich geprüfterledigt
- 06.11.2023Preisgericht entscheidet den Realisierungswettbewerb für die Generalplanungerledigt
- 3. Quartal 2025Planung für die Vorplanungsunterlage beginnterledigt
- 06.08.2026Vorplanungsunterlage zur technisch-wirtschaftlichen Prüfung eingereichterledigt
- 29.09.2026Bericht der Senatsverwaltung an den Hauptausschusserledigt
- Termin offenErgebnis der Prüfung der Vorplanungsunterlageals Nächstes
- 2028 und 2029Ansätze im Investitionsprogramm 2025 bis 2029
Kosten und Finanzierung
| Gesamtkosten laut eingereichter Vorplanungsunterlagerund, geschätzt, Prüfung steht aus | 37.430.000 € |
|---|---|
| Gesamtkosten laut BedarfsprogrammKostenstand 4. Quartal 2020 | 22.090.000 € |
| Indexierte Gesamtkosten in der Anmeldung zum Investitionsprogramm 2026 bis 2030Indexstand 4. Quartal 2022 | 29.770.000 € |
| Verpflichtungsermächtigung im Doppelhaushalt 2026/2027 | 19.800.000 € |
| Investitionsprogramm 2025 bis 2029, Ansatz für 2028 | 3.000.000 € |
| Investitionsprogramm 2025 bis 2029, Ansatz für 2029 | 4.000.000 € |
| Mögliche Einsparungen laut Vorplanungsunterlagerund, in der weiteren Planung zu überprüfen | 733.000 € |
Kapitel 0810, Titel 89121, Zuschüsse an das Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB). Im Doppelhaushalt 2026/2027 stehen Merkansätze von jeweils 1.000 € und eine Verpflichtungsermächtigung von 19,8 Mio. €. Das Investitionsprogramm 2025 bis 2029 sieht 3 Mio. € für 2028 und 4 Mio. € für 2029 vor. Die Planung für die Vorplanungsunterlage wird aus Mitteln bezahlt, die in den Vorjahren an die BIM übertragen wurden.
Stand der Entscheidung
Noch offen
- Das Ergebnis der technisch-wirtschaftlichen Prüfung der Vorplanungsunterlage steht aus.
- Bestätigt die Prüfung die Gesamtkosten von rund 37,43 Mio. €, sind sie im nächsten Investitionsprogramm und im nächsten Haushaltsplan zu berücksichtigen.
- Termine für Ausschreibung und Baubeginn nennt der Bericht nicht.
Aus dem Dokument
„Am 06.08.2026 hat die BIM die VPU nach kulturfachlicher Bestätigung durch die SenKultGZ bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadt) mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund 37,43 Mio.€ zur technisch-wirtschaftlichen Prüfung eingereicht.“
„Im Doppelhaushalt 2026 / 2027 sind „Merkansätze“ in Höhe von jeweils 1.000 € veranschlagt und eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 19,8 Mio.€.“
Neubau des Eingangsgebäudes des Technikmuseums
Bericht Rote Nummer 3147 · Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin · Vorlage vom 29.09.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.