Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Wohngebäude (drei Gebäude)
- Zobelstraße 9, Riederspießstraße 7-9 und Seehofstraße 50-52. Vorgesehen sind Gebäudehülle, Fenster, Dach sowie Heizung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung. In der Zobelstraße 9 kommen thermisch entkoppelte Balkone dazu.
- Gewerbeimmobilie
- Hanauer Landstraße 521. Vorgesehen sind Gebäudehülle, Fenster, Dach, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
- Bauweise
- Die Sanierungen von Wohngebäuden, Gewerbeimmobilien sowie Schulen und Kitas sollen vornehmlich seriell mit Holzrahmenmodulen erfolgen. Neben der Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Dach) gehören vor allem Heizungs- und Lüftungstechnik dazu.
- Photovoltaik
- PV-Anlagen kommen über ein Dachverpachtungsmodell mit einem Energieversorger als Partner. Er stellt die Anlage, die Stadt erhält dafür vergünstigte Strompreise.
- Weitere Tranchen
- Tranche 2 mit 21.630 T€ soll gesondert für das Finanzjahr 2027 vorgelegt werden. Sie umfasst die Bettinaschule, den Altbau der Anne-Frank-Schule und das Sozialrathaus Höchst. Tranche 3 mit 3.460 T€ folgt nur, wenn sie erforderlich wird.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Vertrag zwischen der Stadt und der Europäischen Investitionsbank (erledigt)10.12.2024
- Stadtverordnetenversammlung stimmt zu und gibt 10.911 T€ für Tranche 1 frei (erledigt)01.10.2026
- Die Vorlage stand auf der Tagesordnung des Ortsbeirats 11 (erledigt)19.10.2026
- Antrag auf Verlängerung des Projektzeitrahmens um höchstens ein Jahrals Nächstes1. Quartal 2027
- Gesonderte Vorlage zu Tranche 2 für das Finanzjahr 2027, nach dem Beschluss zum Haushalt 20272027
- Laufzeit der Aufträge für die vier Gebäude der Tranche 1September 2027 bis März 2028
Vergabeverfahren
Als vorläufiges Verfahren ist für alle vier Gebäude eine deutschlandweite Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb angegeben.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 02.05.2024 eine Offensive zur Beschleunigung der energetischen Gebäudesanierung beschlossen und einer Bewerbung um das EU-Programm ELENA der Europäischen Investitionsbank zugestimmt. Am 10.12.2024 schloss die Stadt dazu einen Vertrag mit der Bank. Er enthält eine Förderung von 2.430 T€ für die Personalkosten von neun befristeten Stellen und verpflichtet die Stadt zu Investitionen von 61.500 T€ bis 2030.
Auf das Amt für Bau und Immobilien entfallen davon 36.000 T€. Der Vertrag verlangt, dass die förderfähigen Investitionen zwischen dem 01.01.2025 und dem 31.12.2027 nachweislich beauftragt werden. Eine Verlängerung um höchstens ein Jahr soll im 1. Quartal 2027 beantragt werden. Die Sanierungen sollen 18.750 MWh Energie einsparen, dazu kommen 4 GWh im Jahr aus Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden.
Der Haupt- und Finanzausschuss gab die Entscheidung am 29.09.2026 an den Ältestenausschuss ab. Dieser setzte die Vorlage am 01.10.2026 auf die Tagesordnung II der Stadtverordnetenversammlung, die ihr am selben Tag in der vorgelegten Fassung zustimmte.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Die Stadtverordnetenversammlung stimmt der energetischen Sanierung öffentlicher Bestandsgebäude im Anteil des Amts für Bau und Immobilien zu. Sie nennt 36.000 T€ Gesamtbedarf und gibt 10.911 T€ für Tranche 1 frei. Ergebnis: zugestimmt in der vorgelegten Fassung.
Noch offen
- Die Zuwendungsbescheide zu den Förderanträgen werden laut Vorlage Anfang Oktober 2026 erwartet.
- Einen Termin für die Ausschreibung nennt die Vorlage nicht.
- Tranche 2 und gegebenenfalls Tranche 3 brauchen jeweils eine eigene Bau- und Finanzierungsvorlage.
Ort der Leistung
Frankfurt am Main, Hessen
Markiert ist Frankfurt am Main, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Tranche 1 mit vier Gebäuden, gesamtbrutto, laut Vorlage 10.911 T€ | 10.910.644 € |
|---|---|
| Drei Wohngebäudebrutto, Kostenschätzung | 5.463.370 € |
| Gewerbeimmobilie Hanauer Landstraße 521brutto, Kostenschätzung | 5.447.274 € |
| ELENA-Investitionsbedarf des Amts für Bau und Immobilien, alle drei Tranchenlaut Vorlage 36.000 T€ | 36.000.000 € |
- Förderung
- Anträge bei Land Hessen und Bund, die Vorlage erwartet vorbehaltlich vorhandener Mittel mehr als 50 % der förderfähigen Baukosten
- Finanzierung
- Die 10.911 T€ für Tranche 1 stehen im Budget für die energetische Ertüchtigung von Bestandsgebäuden bereit. Ausgezahlt werden 736.468 € im Jahr 2027 und 10.174.176 € im Jahr 2028. Förderanträge bei Land und Bund sind vorgesehen, die Zuwendungsbescheide werden Anfang Oktober 2026 erwartet.
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