Worum es geht
Der Senat will den Ausbildungsstandort Hamburg mit Wohnraum für Auszubildende stärken und nutzt dafür Bundesmittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Die Drucksache richtet für zwei Projekte neue Einzelinvestitionen ein. Beide baut Schulbau Hamburg. Hauptmieterin wird die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, die an Auszubildende untervermietet.
Das Haus an der Fabriciusstraße ist Pilotprojekt für das „Bildungshaus+“. Das ist ein standardisierter, modular aufgebauter Gebäudetyp, der Wohnen und Bildung verbindet. Er soll später auf weiteren Schulgrundstücken entstehen.
Was ausgeschrieben werden soll
- Fabriciusstraße 150 (Wandsbek-Süd)
- Fünfgeschossiger Neubau auf einem städtischen Schulgrundstück. Im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte für 120 Kinder, darüber 56 Wohngruppen und Appartements mit 109 Wohnplätzen und Gemeinschaftsflächen. Gesamtkosten rund 21,7 Mio. €.
- Campus Ausschläger Weg
- Zwei fünfgeschossige Wohngebäude mit 68 Wohneinheiten und 194 Wohnplätzen, Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsbereichen. Im Erdgeschoss eines Gebäudes zwei barrierefreie, rollstuhlgerechte Wohneinheiten. Gesamtkosten 22,0 Mio. €.
- Betrieb
- Das Vermietungs- und Hausmanagement soll die Hanseatische Siedlungs-Gesellschaft übernehmen, eine Tochter der Hochbahn. Das Facilitymanagement soll bei Schulbau Hamburg liegen.
Verfahren und Zeitplan
Die bauliche Realisierung liegt bei Schulbau Hamburg im Mieter-Vermieter-Modell. Zur Vergabe der Bauleistungen sagt die Drucksache nichts.
- 30.06.2026Senat legt der Bürgerschaft die Nachbewilligung vorerledigt
- 2027Baubeginn an der Fabriciusstraße und am Ausschläger Wegals Nächstes
- 2028Fertigstellung beider Projekte
Kosten und Finanzierung
| Fabriciusstraßerund, Haushaltsjahre 2026 bis 2029 | 21.700.000 € |
|---|---|
| Campus Ausschläger WegHaushaltsjahre 2026 bis 2029 | 22.000.000 € |
| Anteil 2026 für beide Projekte | 3.400.000 € |
Investitionskostenzuschuss aus dem Länderanteil des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ nach dem LuKIFG. Auf 2026 entfallen für beide Projekte zusammen 3,4 Mio. €. Die weiteren Anteile sollen im Haushaltsplan 2027/2028 berücksichtigt werden.
Stand der Entscheidung
Der Senat beantragt die Nachbewilligung für 2026 und die Einrichtung der Einzelinvestitionen für beide Wohnprojekte.
Noch offen
- Die Folgekosten für die Bewirtschaftung werden erst mit der weiteren Projektkonkretisierung ermittelt.
Aus dem Dokument
„Der Baubeginn der Projekte Fabriciusstraße und Ausschläger Weg ist für das Jahr 2027“
„Geplant ist die Errichtung von zwei fünfgeschossigen Wohngebäuden mit 68 Wohneinheiten und 194 Wohnplätzen.“
Haushaltsplan 2025/2026, Nachbewilligung nach § 35 Landeshaushaltsordnung für das Haushaltsjahr 2026, Einzelplan 3.1 – Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, Einzelplan 9.1 – Behörde für Finanzen und Bezirke, Einzelplan 9.2 – Allgemeine Finanzwirtschaft, Hamburger Investitions-Booster 2030 – Förderung ausgewählter Schul- und Bildungsbaumaßnahmen
Drucksache 23/4647 · Hamburgische Bürgerschaft · Sitzung am 30.06.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.