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BeschlossenStaatliche Hamburger Hochschulen und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf · Bericht 23/5518 · Hamburgische Bürgerschaft, Vorlage vom

IT-Sicherheit für Hochschulen und UKE, 16,383 Mio. € für Firewall, Security Operations Center und Netzwerk

Die sechs staatlichen Hochschulen, die Staats- und Universitätsbibliothek und das UKE sollen besser gegen Cyberangriffe geschützt werden. Der Senat will dafür 16,383 Mio. € aus der Zentralen Investitionsreserve einsetzen. Der Haushaltsausschuss empfiehlt der Bürgerschaft in seinem Bericht vom 29.09.2026, dem Antrag zuzustimmen.

Worum es geht

Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen laut Senat einer stetig steigenden Bedrohung durch Cyberangriffe gegenüber. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften wurde Anfang 2023 erfolgreich angegriffen. Der Rechnungshof hatte die Hochschulen schon zuvor auf Mängel ihrer IT-Sicherheit hingewiesen. Noch nicht alle Hamburger Hochschulen haben Notfallpläne für Cyberangriffe.

Die Hochschulen wollen ihre bisher verteilte Sicherheitsinfrastruktur an einem Standort bündeln, dem Data Center im MIN-Forum. Ein Project Office an der Universität Hamburg koordiniert die Maßnahmen. Das UKE setzt seine Maßnahmen getrennt um, weil für ein Universitätsklinikum als kritische Infrastruktur ein höheres Schutzniveau gilt.

Der Senat hat die Mittel mit der Drucksache 23/4646 vom 30.06.2026 beantragt. Der Wissenschaftsausschuss hat sich am 28.08.2026 damit befasst, der Haushaltsausschuss am 22.09.2026. Dort bestand kein Beratungsbedarf. Der Haushaltsausschuss empfiehlt der Bürgerschaft, den Antrag anzunehmen.

Was ausgeschrieben werden soll

Security Operations Center der Hochschulen
Das gemeinsame Security Operations Center wird erweitert und erhält zusätzliche Sensorik für Angriffe. Es überwacht IT-Systeme, Netzwerke und Anwendungen rund um die Uhr. An der Universität Hamburg entsteht ein Leitstand. Angesetzt sind 1,3 Mio. €, dazu 75.000 € für Überwachungsanlagen mit OP Center.
Firewall und Netzanbindung
Neue High Performance Firewall am zentralen Versorgeranschluss für alle staatlichen Hochschulen und mitversorgten Einrichtungen, angesetzt mit 800.000 €. Hinzu kommt eine Redundanzleitung an das Netz der Technischen Universität Hamburg für 35.000 €.
Sicherheitssoftware und Assessments
Vorgesehen sind eine Monitoring- und Alarmierungssoftware und eine Endpoint-Security-Lösung für Laptops, Desktop-Computer, Server und mobile Geräte mit Managed Detection and Response. Für Security Assessments mit Dienstleistern sind 640.000 € angesetzt, für Lizenzmehrkosten mit Bezug zu Cybersecurity 3 Mio. €.
Infrastruktur im Data Center MIN-Forum
Maßnahmenpaket II mit 5,8 Mio. €. Die Kostentabelle nennt sichere Infrastrukturen mit 1 Mio. €, Netzwerk mit 2 Mio. €, Server-Virtualisierung mit 950.000 €, Tiering-Storage und Scientific-Cloud-Speicher mit 1,1 Mio. € und Backup mit 750.000 €. Vorgesehen sind unter anderem moderne Serverschränke, softwaregesteuerte Netzwerktechnik und ein redundantes Speichersystem.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Drei Entwicklungsfelder mit zusammen 4,383 Mio. €. Security Operations Center mit Erkennungsplattform und Einbindung von Gebäude- und Medizintechnik für 641.000 €, cloudbasiertes Client-Management mit Zero-Trust-Ansatz für Arbeitsplätze in Forschung und Lehre für 1,19 Mio. €, Ausbau des Software Defined Network für 2,552 Mio. €.

Verfahren und Zeitplan

Eine Vergabeart nennen die Drucksachen nicht. Bei allen Beschaffungen des UKE sollen bestehende Rahmenverträge des UKE oder der Stadt berücksichtigt werden. Die Hochschulen setzen die Maßnahmen mit eigenem Personal um und arbeiten bei Bedarf mit externen Dienstleistern.

  1. 30.06.2026Senat beantragt die Mittel bei der Bürgerschafterledigt
  2. 28.08.2026Wissenschaftsausschuss befasst sich abschließend mit dem Antragerledigt
  3. 22.09.2026Haushaltsausschuss empfiehlt der Bürgerschaft die Annahmeerledigt
  4. danachBeschluss der Bürgerschaft und Zuweisung der Mittel an die Universität Hamburgals Nächstes
  5. 2026Pilotierung des Client-Managements in ersten Bereichen des UKE

Kosten und Finanzierung

Kosten laut Dokument
Gesamtbedarf 202616.383.000 €
Hochschulen mit Staats- und UniversitätsbibliothekMaßnahmenpaket I 6,2 Mio. €, Maßnahmenpaket II 5,8 Mio. €12.000.000 €
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf4.383.000 €

Zentrale Investitionsreserve des Einzelplans 9.2, übertragen in den Einzelplan 3.2 der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung. Die Hochschulen erhalten einen Investitionskostenzuschuss, das UKE eine Zuwendung. Laufende Betriebskosten tragen die Einrichtungen aus ihren Globalbudgets.

Stand der Entscheidung

Der Haushaltsausschuss empfiehlt der Bürgerschaft, den Senatsantrag anzunehmen. Der Senat beantragt Investitionsauszahlungen von 16,383 Mio. € im Haushaltsjahr 2026 für Cybersicherheit an den Hochschulen und am UKE. Ergebnis: einstimmig bei Enthaltung einer Fraktion.

Noch offen

  • Die Bürgerschaft muss dem Antrag noch zustimmen.
  • Welche Leistungen ausgeschrieben und welche über bestehende Rahmenverträge beschafft werden, nennen die Drucksachen nicht.

Aus dem Dokument

„Die investiven Bedarfe für die Maßnahmen zur Erhöhung der Cyber- und Informationssicherheit an den staatlichen Hamburger Hochschulen inkl. SUB und dem UKE belaufen sich auf insgesamt 16.383 Tsd. Euro.“

„Bei allen Beschaffungen sollen eventuell bestehende Rahmenverträge des UKE oder der FHH berücksichtigt werden.“

Bericht des Haushaltsausschusses über die Drucksache 23/4646: Haushaltsplan 2025/2026 Einzelplan 3.2 der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Inanspruchnahme der Ermächtigungen der Zentralen Investitionsreserve des Einzelplans 9.2 Allgemeine Finanzwirtschaft im Haushaltsjahr 2026 Maßnahmen zur Erhöhung der Cyber- und Informationssicherheit an den staatlichen Hamburger Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Senatsantrag)
Bericht 23/5518 · Hamburgische Bürgerschaft · Vorlage vom 29.09.2026

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