Worum es geht
Die Akademie der Polizei nutzt am Braamkamp 1 bis 3 in Alsterdorf zwei Hörsaalgebäude von 1973 und aus den 1950er Jahren. Beide genügen den Anforderungen an die Ausbildung nicht mehr. Es gibt Schadstoffverdacht auf Asbest und PCB, Feuchteschäden und mangelhafte Rettungswege. Die Gebäude sind seit August 2025 geräumt, die Akademie ist an den Überseering 35 ausgelagert.
Der Neubau ist der letzte Abschnitt der Neuordnung des Polizeistandorts Alsterdorf. Geplant wird für durchschnittlich etwa 800 Nachwuchskräfte und rund 165 Beschäftigte. Gebaut wird im Mieter-Vermieter-Modell. Die Kostenberechnung nach Leistungsphase 3 liegt vor.
Was ausgeschrieben werden soll
- Abbruch
- Das bisherige Polizeiausbildungszentrum und die beiden Hörsaalgebäude werden abgebrochen. Die Bausubstanz ist mit Asbest und PCB belastet. Gearbeitet wird auf einer genutzten Polizeiliegenschaft mit erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Zugangskontrolle.
- Hauptgebäude
- 9.493 m² Nutzfläche. Untergeschoss mit Umkleiden und Duschen, Erdgeschoss mit Audimax, teilbarem Mehrzwecksaal und Café, darüber fünf Obergeschosse mit Büros, Mensa, Bibliothek, Seminarräumen und Lernbereichen.
- Nebengebäude
- 527 m² Nutzfläche, eingeschossig, für Sport und Szenarientraining. Das Flachdach ist als Retentionsdach geplant und wird für Sport begehbar gemacht.
- Außenanlagen
- Bereiche für Begegnung und Sport, Bepflanzung mit robusten einheimischen Arten, ein abgesenkter Bereich als Retentionsraum für Regenwasser.
- Erstausstattung
- Mobiliar und Inventar, Medien und IT, Küchenausstattung, Laborausstattung und nutzerspezifische Gebäudeausstattung. Die Behörde rechnet mit 7,137 Mio. € Auszahlungen für Investitionen und 3,526 Mio. € Kosten.
Verfahren und Zeitplan
Mieter-Vermieter-Modell. Sprinkenhof errichtet den Neubau als Realisierungsträgerin, die städtische Immobiliengesellschaft für Polizei- und Feuerwehrgebäude finanziert und vermietet. Vereinbart wird ein garantierter Maximalpreis von 129.149.860 €. Wie die Bauleistungen vergeben werden, sagt die Drucksache nicht.
- 15.09.2026Senat legt der Bürgerschaft die Drucksache vorerledigt
- Dezember 2026Abschluss des Mietvertrags für beide Gebäudeals Nächstes
- 1. Quartal 2027Beginn des Abbruchs der Bestandsgebäude
- 3. Quartal 2027Baubeginn
- Ende 2029Fertigstellung des Neubaus
- 2030Rückumzug aus der Interimsunterbringung
Kosten und Finanzierung
| Baukosten mit Kostenvarianz und Preissteigerungen | 97.160.600 € |
|---|---|
| Baunebenkosten | 26.274.550 € |
| Projektkosten, garantierter Maximalpreis | 129.149.860 € |
| Gesamtprojektkostenmit Zwischenfinanzierungskosten | 129.350.290 € |
| Investitionskostenzuschuss | 120.000.000 € |
Investitionskostenzuschuss von 120 Mio. € aus dem Länderanteil des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Die übrigen rund 9,35 Mio. € fließen in die Mietberechnung. Weitere 10 Mio. € aus demselben Programm sind ab 2029 für die Erstausstattung vorgesehen.
Stand der Entscheidung
Der Senat beantragt eine Verpflichtungsermächtigung von 55,96 Mio. € für den Mietvertrag über 20 Jahre und eine von 120 Mio. € für den Investitionskostenzuschuss. Die Kosten der Interimsunterbringung 2024 bis 2026 sollen ebenfalls ermächtigt werden.
Noch offen
- Die Bürgerschaft muss den Verpflichtungsermächtigungen noch zustimmen.
- Der Investitionskostenzuschuss soll erst 2027 mit einer weiteren Drucksache veranschlagt werden.
- Die Miete wird erst nach Kostenfeststellung und Abrechnung des Maximalpreises endgültig festgelegt.
Aus dem Dokument
„Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.“
„Das bisherige Polizeiausbildungszentrum und die beiden Hörsaalgebäude werden abgebrochen.“
Haushaltsplan 2025/2026, Nachbewilligung nach § 35 Landeshaushaltsordnung für das Haushaltsjahr 2026, Einzelplan 8.1 – Behörde für Inneres und Sport, Hamburger Investitions-Booster 2030 – Neubau des Polizeiausbildungszentrums
Drucksache 23/5360 · Hamburgische Bürgerschaft · Sitzung am 15.09.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.