Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Bericht
- Heizung und Wärmepumpen
- Der 300-kW-Ölkessel wird durch zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit je ca. 140 kW ersetzt. Im Bürgersaal kommt eine Fußbodenheizung, im übrigen Bürgerhaus bleiben die Heizkörper weitgehend erhalten. Die Wärmepumpen versorgen auch das Rathaus.
- Trinkwassernetz und Sanitär
- Das Trinkwassernetz wird vollständig erneuert, künftig nur noch mit Kaltwasserleitungen im Gebäude. Warmwasser wird dezentral elektrisch bereitet. In der Gewerbeeinheit werden die Nasszellen komplett saniert, WC-Anlagen und Umkleiden entkernt und wieder aufgebaut.
- Lüftung
- Getrennte Lüftungsanlagen für Bürgersaal, Gewerbeeinheit, Dusch-, WC- und Umkleidebereiche, Optionsfläche und Brandmeldeanlagen-Raum. Die Nachheizleistung im Bürgersaal sinkt von ca. 150 kW auf ca. 26 kW.
- Elektro und Brandschutz
- Neue Niederspannungs-Hauptverteilung mit Unterverteilungen, Umstellung aller Leuchten auf LED, Einbau einer Brandmeldeanlage und Ergänzung der Notbeleuchtung. Lüftung und Elektro werden zwischen den Nutzungseinheiten brandschutztechnisch getrennt.
- Netzersatzanlage
- Generator für Bürgerhaus und Rathaus mit automatischer Umschaltung bei Netzausfall und Schallschutz zum angrenzenden Wohngebiet, mit max. 650 kVA. Notstrom wird bis 72 Stunden benötigt.
- Umfeldmaßnahmen
- Neuer Estrich und Bodenbelag im Bürgersaal. Die ehemalige Kegelbahn wird zurückgebaut und erhält eine neue Lüftungs- und Heizzentrale sowie eine Elektrozentrale. Die entkernte Optionsfläche wird wieder aufgebaut. Dazu kommen Durchbrüche und Brandschutzmaßnahmen.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Bericht
- Gemeindevertretung beschließt, im Haushalt 2026 Mittel für die ersten Sanierungsschritte einzuplanen (erledigt)02.09.2025
- Zustandsbericht und Machbarkeitsstudie werden vorgestellt, die Gemeindevertretung nimmt den Sachverhalt einstimmig zur Kenntnis (erledigt)08.09.2026
- Grundsatzbeschluss des Gemeinderats, dass das Bürgerhaus saniert werden sollals NächstesDezember 2026
- Vergabeverfahren für die PlanungsleistungenFebruar bis März 2027
- Beauftragung der Planungsleistungen durch den Gemeinderat im Mai, Planung der Sanierung mit Schadstoffuntersuchungen, Brandschutzkonzept und Prüfung der FördermöglichkeitenMai bis Juli 2027
- Ausschreibungen für die Bauleistungen erstellen, Angebote einholen und die Vergabe vorbereiten, im Oktober und November Auftragserteilungen durch den GemeinderatAugust bis November 2027
- Umbau- und SanierungsphaseJanuar bis Dezember 2028
Vergabeverfahren
Für die Planungsleistungen ist ein Vergabeverfahren notwendig. Die Verfahrensart nennt die Unterlage nicht.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Wesentliche technische Anlagen des Bürgerhauses stammen noch aus den Jahren 1980/81. Die Heizung ist von 1981, Ölkessel und Brenner wurden 2010 erneuert. Die Trinkwasserleitungen sind teils verzinkt und korrodiert, die Lüftung im Bürgersaal erfüllt die Hygieneanforderungen nicht.
Der Gesamtverbrauch liegt bei 26.720 Litern Heizöl pro Jahr, der CO₂-Ausstoß bei 71,6 Tonnen. Die CO₂-Kosten 2026 beziffert die Unterlage mit 4.300 Euro. Ziel ist, die Ölversorgung ganz abzulösen.
Ein aktuelles Brandschutzkonzept liegt derzeit nicht vor. Es ist Voraussetzung für die weitere Detailplanung. Der Gemeindevorstand hatte am 27.04.2026 eine Voruntersuchung und eine technische Bestandsaufnahme mit Energiekonzept beauftragt. Zustandsbericht und Machbarkeitsstudie wurden am 08.09.2026 im Gemeinderat vorgestellt. Sie empfehlen, die technische Sanierung weiter zu planen.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Die Gemeindevertretung nahm am 08.09.2026 den Sachverhalt zur Kenntnis. Dazu gehörte die Vorstellung der Machbarkeitsstudie. Der Grundsatzbeschluss zur Sanierung ist laut Unterlage für Dezember 2026 vorgesehen. Ergebnis: einstimmig.
Noch offen
- Die künftige Stromversorgung ist noch nicht verbindlich geklärt. Der Netzbetreiber soll dazu angefragt werden.
- Das Brandschutzkonzept fehlt noch und ist Voraussetzung für die Detailplanung.
- Der Zeitplan ist in der Unterlage als mögliche zeitliche Abfolge bezeichnet.
Ort der Leistung
Gorxheimertal, Hessen
Markiert ist Gorxheimertal, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Bericht
- Finanzierung
- Die Gemeindevertretung beschloss am 02.09.2025, im Haushalt 2026 zunächst 500.000 € für die ersten notwendigen Sanierungsschritte einzuplanen. Fördermittel können die Investition senken. Der maximale Fördersatz steht erst nach Abschluss der Planung fest, ein zertifizierter Energieberater ermittelt und beantragt ihn.
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Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.