Worum es geht
Vor dem historischen Rathaus liegt ein großes Grabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Es erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Der oberirdische Museumsbau entsteht entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied. Gebaut wird seit Juli 2015. Die bauliche Fertigstellung ist jetzt für den 31.12.2028 vorgesehen.
Mehrere Aufträge müssen neu vergeben werden. Das Gewerk für die Metall-Glas-Fassade ist insolvent. Der Freianlagenbauer hat im Februar 2026 gekündigt, betroffen sind die Pflasterarbeiten im 2. Bauabschnitt und die Platzflächen im 3. Bauabschnitt. Auch die Firma für die Spolienwände hat gekündigt. Das Vergaberisiko stuft der Bericht wegen des Pakets der Ausstellungsgewerke als hoch ein.
Der Rat wurde am 10.08.2026 im Hauptausschuss und am 02.09.2026 in der Ratssitzung über gestiegene Projektkosten unterrichtet. Sie liegen bei 230 Mio. € brutto. Der Rat hat das zur Kenntnis genommen.
Was ausgeschrieben werden soll
- GU-Paket Ausstellung
- Ein Generalunternehmer für die Ausstellungsgewerke. Er übernimmt nach der baulichen Fertigstellung auch den musealen Ausbau des Praetoriums. Im Terminplan steht das Paket für das 3. Quartal 2026.
- Restleistungen Fassade
- Offene Leistungen der Metall-Glas-Fassade. Genannt sind die Innenfassaden von Mikwe und Synagoge, die Eingangsschleuse und die Außentüren. Im Terminplan für das 3. Quartal 2026 vorgesehen.
- Freianlagen
- Pflasterarbeiten im 2. Bauabschnitt und Platzflächen MiQua im 3. Bauabschnitt. Das Leistungsverzeichnis für den 2. Bauabschnitt ist erstellt und liegt bei den Fachämtern zur Prüfung und Freigabe. Im Terminplan für das 4. Quartal 2026 vorgesehen.
- Spolienwände
- Spolienwände im Fassadenbereich, Neuausschreibung nach der Kündigung. Im Terminplan für das 4. Quartal 2026 vorgesehen.
- Treppe am Spanischen Bau
- Rückbau und Wiederaufbau der Treppe am Haupteingang. Die Leistungsphasen 3 bis 5 werden bearbeitet, danach werden die Bauleistungen ausgeschrieben.
Verfahren und Zeitplan
Die Ausstellungsgewerke werden als ein Paket an einen Generalunternehmer vergeben. Verfahrensarten nennt der Bericht nicht.
- Februar 2026Der Freianlagenbauer kündigt den Vertragerledigt
- Ende September oder Anfang Oktober 2026Veröffentlichung des Ausschreibungspakets „GU-Ausstellung“als Nächstes
- 4. Quartal 2026Neuausschreibung von Freianlagen und Spolienwänden
- 1. Quartal 2027Start der Pflasterflächen im 2. Bauabschnitt
- 2028Freianlagen im 3. Bauabschnitt mit Rampe am Spanischen Bau
- 31.12.2028Bauliche Fertigstellung, danach sechs Monate Probebetrieb
- Juni 2029Nutzungsbeginn
Kosten und Finanzierung
| Gesamtbudget MiQua mit Risikoaufschlagbrutto, ganzes Projekt. Den Wert der offenen Ausschreibungen nennt der Bericht nicht | 230.000.000 € |
|---|---|
| Zahlungsstand am 03.09.2026 | 123.716.000 € |
Nach dem Stand vom September 2026 trägt die Stadt 85 %, das Land fördert 15 %. Die Treppensanierung am Spanischen Bau läuft nicht über das Projektbudget, sondern über Bauunterhaltungsmittel.
Stand der Entscheidung
Noch offen
- Der Start der Treppensanierung am Spanischen Bau steht noch nicht fest.
- Eine Kostenberechnung für die Erneuerung der Treppenanlage wird noch erstellt.
Aus dem Dokument
„Das Ausschreibungspaket "GU-Ausstellung" soll Ende September/Anfang Oktober veröffentlicht werden.“
„Der Freianlagenbauer hat im Februar 2026 gekündigt. Die Leistungen müssen neu ausgeschrieben werden.“
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, Kerndaten des Projektes, Sachstandsbericht für den Bauausschuss am 29.09.2026 und den Ausschuss für Kunst und Kultur am 01.10.2026
Bericht · Ausschuss für Bauen und Wohnen · Sitzung am 29.09.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.