Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Planungsleistungen
- Projektsteuerung, Objektplanung und mehrere Fachplanungen sollen europaweit ausgeschrieben und vergeben werden. Sie erarbeiten die einzureichenden Planungsunterlagen für die Förderung.
- Büro- und Laborgebäude
- Auf dem Gelände des „Roten Ochsen“ in Leuna, mit Laboreinheiten, Büros und Gemeinschaftsflächen. Die räumliche Nähe von Laboren und Büros soll eine klare Zuordnung der Nutzer ermöglichen.
- Technikumsgebäude
- Auf der gegenüberliegenden Seite der Spergauer Straße, im bestehenden Chemiepark. Die Technikumsflächen sind in separat nutzbare Einheiten gegliedert. Insgesamt sind rund 10.000 m² Bruttogrundfläche geplant, davon rund 3.000 m² Technikum und ca. 7.000 m² Büro- und Laborgebäude.
- Betrieb des Gebäudes
- Betrieb und Bewirtschaftung werden parallel zur Errichtung europaweit ausgeschrieben. Der Vertrag soll 30 Jahre laufen. Die Miete soll Zins, Tilgung und Instandhaltung decken, die rund 470.000 € jährlich kosten.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- GRW-Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingereicht (erledigt)31.07.2025
- Die Grundsatzvorlage und die Vorlage zur Ausfallbürgschaft standen auf der Tagesordnung des Kreistags (erledigt)09.09.2026
- Projektsteuerung, Objektplaner und Fachplaner werden europaweit ausgeschrieben und vergebenals Nächstesdanach
- Europaweite Ausschreibung des Betreibers, Vertrag über 30 Jahreparallel zum Bau
- Fertigstellung und Inbetriebnahme voraussichtlich, dann Vermietung an den Betreiber2032
Vergabeverfahren
Projektsteuerung, Objektplaner und Fachplaner sollen europaweit ausgeschrieben und vergeben werden, ebenso der Betreiber. Für den Bau nennt die Grundsatzvorlage keine Verfahrensart.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Der Bio-Economy-Hub soll ein Gewerbezentrum für rund 30 Start-ups werden. Die Nutzer sollen Herstellungsverfahren so weit entwickeln, dass sie anschließend im industriellen Maßstab produzieren können. Dafür gibt es Büros, Labore und Technikumsflächen. Der Betreiber stellt die Biorohmasse im Technikum selbst her.
Das Vorhaben war im Just Transition Fund der EU vorgesehen, dort war eine Förderung aber nicht möglich. Der GRW-Antrag wurde am 31.07.2025 bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingereicht. Nach mehreren Rücksprachen mit dem Fördergeber ist die Förderwürdigkeit nun bestätigt.
Nun müssen die Planungsunterlagen erarbeitet werden. Dafür sollen eine Projektsteuerung, ein Objektplaner und mehrere Fachplaner europaweit ausgeschrieben und vergeben werden. Die Gesellschaft muss diese Leistungen bis zum endgültigen Fördermittelbescheid vorfinanzieren.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Kreistag soll beschließen, dass die Kreisentwicklungsgesellschaft den Bio-Economy-Hub in Leuna errichtet und über das GRW-Sonderprogramm finanziert. Eine zweite Vorlage derselben Sitzung schlägt eine Ausfallbürgschaft des Landkreises über 17.600.000 € vor.
Noch offen
- Die Planungsunterlagen sind noch zu erstellen, einen Termin für die Ausschreibung der Planer nennt keine der beiden Vorlagen.
- Der Betreiber ist noch nicht ermittelt, seine Ausschreibung soll parallel zum Bau laufen.
- Für den Bau nennt die Grundsatzvorlage kein Vergabeverfahren.
Ort der Leistung
Leuna, Sachsen-Anhalt
Markiert ist Leuna, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Errichtung Bio-Economy-Hub in Leuna, Gesamtkostenrund | 59.250.000 € |
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- Förderung
- GRW-Sonderprogramm, rund 56,29 Mio. Euro
- Finanzierung
- Rund 56,29 Mio. Euro kommen aus dem GRW-Sonderprogramm, die Eigenmittel von 2,96 Mio. Euro nimmt die Gesellschaft als Darlehen auf. Die Förderung wird erst nach Rechnungslegung ausgezahlt, deshalb stand am 09.09.2026 eine Ausfallbürgschaft des Landkreises über 17.600.000 € für die Gesamtfinanzierung auf der Tagesordnung, vorbehaltlich der kommunalaufsichtlichen Genehmigung. Das Betreiberentgelt deckt die Eigenmittel samt Zinsen und Overhead-Kosten über 30 Jahre.
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Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.