Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie GIZ (im Auftrag des BMZ) sucht ein Beratungsunternehmen, das für Äthiopien politische Szenarioanalysen erstellt und daraus konkrete programmatische Handlungsoptionen für Transitional-Justice-Interventionen entwickelt.
Kurz erklärt: Es geht darum, den äthiopischen Übergangsprozess politisch zu analysieren, verschiedene Zukunftsszenarien zu entwickeln und passende Maßnahmen abzuleiten, die Opfer in den Mittelpunkt stellen und geschlechtergerecht sind.
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick und Zielsetzung
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ Äthiopien beim Aufbau eines opferzentrierten und geschlechtergerechten Übergangsjustizprozesses. Dafür werden politische Szenarioanalysen benötigt, aus denen konkrete Handlungsoptionen für GIZ-Interventionen abgeleitet werden.
Die Leistung umfasst den gesamten Analyse- und Programmentwicklungszyklus – von der Auftragsklärung über zwei Szenarioanalysen bis hin zu überarbeiteten Programmatic Options und deren Adaption. Auftragsort ist Addis Abeba, Äthiopien; die Fokusregionen sind Tigray, Amhara und Afar (national, regional, lokal).
Arbeitspaket 1: Inception Phase
Prüfung der relevanten Projektdokumente und Sekundärliteratur, Klärung der Erwartungen mit der GIZ, finaler Methoden- und Arbeitsplan sowie Identifikation von Stakeholdern und Informationslücken.
Deliverable: Inception Paper mit Methodik, analytischem Rahmen und Zeitplan – fällig 2 Wochen nach Vertragsbeginn.
Arbeitspaket 2: Initiale Politische Szenarioanalyse
Identifikation zentraler politischer, sicherheitspolitischer und gesellschaftlicher Entwicklungen in Äthiopien. Entwicklung plausibler Zukunftsszenarien und Bewertung ihrer Auswirkungen auf den Übergangsjustizprozess und laufende GIZ-Interventionen.
Deliverable: Bericht Initiale Politische Szenarioanalyse – fällig 6 Wochen nach Vertragsbeginn.
Arbeitspaket 3: Programmatic Options
Übersetzung der Szenarioanalyse in konkrete programmatische Handlungsoptionen für GIZ-Interventionen. Bewertung nach Machbarkeit, Risiken und Ressourcenimplikationen; Unterscheidung kurz- und langfristiger Optionen.
Deliverable: Programmatic Options Paper & Projektanalysebericht – fällig 8 Wochen nach Vertragsbeginn.
Arbeitspaket 4: Konzeptionelle Workshops
Organisation und Facilitation von bis zu zwei konzeptionellen Workshops – inklusive Präsentationen für Geber und die deutsche Botschaft. Termine nach Vereinbarung zwischen Auftragnehmer und GIZ.
Deliverable: Bis zu zwei facilitierte Workshops inklusive Materialien und Zusammenfassungen.
Arbeitspaket 5: Zweite Szenarioanalyse (Update)
Aktualisierung der initialen Szenarioanalyse: Überprüfung der Szenario-Annahmen, Identifikation neuer politischer, sicherheitspolitischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Termine nach Vereinbarung.
Deliverable: Bericht Aktualisierte Politische Szenarioanalyse.
Arbeitspaket 6: Revision und Adaption der Programmatic Options
Überarbeitung der bestehenden Handlungsoptionen auf Basis der aktualisierten Szenarioanalyse. Klärung von Triggern, die eine Aktivierung, Modifikation oder Beendigung einzelner Optionen auslösen. Termine nach Vereinbarung.
Deliverable: Überarbeitete Programmatic Options & Adaptionsempfehlungen.
Arbeitspaket 7: Ad-hoc-Unterstützung
Bedarfsbasierte politische und kontextuelle Analysen, Rapid Assessments sowie Teilnahme an Meetings auf Anfrage der GIZ während der gesamten Vertragslaufzeit.
Budgetpositionen und Logistik
Im Preisblatt sind folgende Budgetpositionen verbindlich einzuplanen:
Beispielhafte Tagessatz-Verteilung im Preisblatt: Key Expert 1 = 35 Tage, Expert-Pool 1 = 50 Tage.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und rechtliche Eignung
Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 GWB (Vergabegesetz) – andernfalls Nachweis erfolgreicher Selbstreinigungsmaßnahmen gemäß § 125 GWB.
Strafregister: In den letzten 3 Jahren keine Verurteilung zu mehr als 3 Monaten Haft, 90 Tagessätzen oder Bußgeld über 2.500 EUR wegen Tatbeständen gemäß § 124 Abs. 2 GWB.
Lieferkettengesetz: Keine Geldbuße ab 175.000 EUR wegen Verstößen gegen das LkSG – andernfalls Nachweis von Selbstreinigung.
Sitz des Unternehmens: Kein Hauptsitz in Afghanistan, Belarus, Iran, Nordkorea, Palästinensischen Gebieten, Russland, besetzten Regionen der Ukraine oder Syrien.
Interessenkonflikte: Keine aktuelle oder geplante Beschäftigung als GIZ-Pensionär, GIZ-Mitarbeiter (in Beurlaubung) oder Entwicklungshelfer; keine Beratung der GIZ vor Verfahrensbeginn.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestumsatz: Durchschnittlicher Netto-Jahresumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre ≥ 81.500 EUR.
Mindestpersonal: Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter und Führungskräfte in den letzten 3 Kalenderjahren ≥ 4.
Handelsregisterauszug: Beglaubigte Kopie, max. 6 Monate alt; bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied separat.
Einkommensregel für Personengesellschaften: Maximal 5/6 des Gesamteinkommens aus GIZ-Aufträgen im 12-Monats-Zeitraum – oder Bereitschaft zur Offenlegung.
Technische Eignung – Unternehmens-Referenzen
Thematische Referenzen: Mindestens 8 Referenzprojekte im Bereich *politische Szenarioanalyse in konfliktbetroffenen Kontexten*, jeweils mit Mindestvertragswert 80.000 EUR, abgeschlossen innerhalb der letzten 3 Jahre.
Regionale Referenzen: Mindestens 9 Referenzprojekte in Äthiopien, jeweils mit Mindestvertragswert 80.000 EUR, abgeschlossen innerhalb der letzten 3 Jahre.
Maximal 10 Referenzprojekte in der Tabelle aufführbar. Bei Bietergemeinschaften können Referenzen einzelner Mitglieder zitiert werden.
Key Expert 1 – Qualifikationsanforderungen
Ausbildung: Universitätsabschluss (Diplom/Master) in Sozialwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaft oder Friedens- und Konfliktforschung.
Sprache: Englisch auf C2-Niveau.
Berufserfahrung: Mindestens 7 Jahre in Übergangsjustiz und Friedensförderung.
Spezifische Erfahrung: Mindestens 3 Referenzprojekte zur politischen Szenarioanalyse im TJ-Kontext.
Führungserfahrung: Mindestens 3 Referenzprojekte zur Leitung internationaler Teams.
Regionale Erfahrung: Mindestens 2 Referenzprojekte mit Erfahrung in Äthiopien.
EZ-Erfahrung: Mindestens 5 Referenzprojekte mit Zusammenarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit.
Short-term Expert Pool 1 (2–3 Personen) – Qualifikationsanforderungen
Ausbildung (alle): Universitätsabschluss (Diplom/Master) in Politikwissenschaft, Transitional Justice, Menschenrechte, Völkerstrafrecht oder Friedens- und Konfliktforschung.
Sprache (alle): Englisch mindestens C1, Amharisch mindestens C2.
Allgemeine Erfahrung:
Spezifische Erfahrung:
Regionale Erfahrung (alle): Mindestens 5 Jahre Äthiopien-Erfahrung, davon mindestens 1 Jahr Arbeit in Afar, Tigray und/oder Amhara.
EZ-Erfahrung (alle): Mindestens 3 Referenzprojekte mit Zusammenarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit.
Soft Skills für alle Teammitglieder
Gefordert werden Teamfähigkeit, Initiative, Kommunikationsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz, eine effiziente partner- und kundenorientierte Arbeitsweise sowie interdisziplinäres Denken.
Technische Mindestpunktzahl
Das technische Angebot muss mindestens 500 Punkte in der technischen Bewertung erreichen, um in die finanzielle Wertung einbezogen zu werden. Gewichtung: 70 % technisches Angebot, 30 % finanzielles Angebot. Verhandlungen finden nicht statt.
Politische Szenarioanalyse im Kontext Übergangsjustiz
Key Expert 1
Leitung internationaler Teams
Key Expert 1
Projekterfahrung in Äthiopien
Key Expert 1
Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit
Key Expert 1
Gestaltung von Übergangsjustizprojekten/-interventionen
1 Mitglied Short-term Expert Pool 1
Politische Kontext-/Szenarioanalyse
1 Mitglied Short-term Expert Pool 1
Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit (alle Pool-Mitglieder)
Short-term Expert Pool 1
Unternehmens-Referenzen: politische Szenarioanalyse in konfliktbetroffenen Kontexten
Auftraggeber-Referenz (Eigenerklärung)
Unternehmens-Referenzen: Projekte in Äthiopien
Auftraggeber-Referenz (Eigenerklärung)