Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Stadt Wolfsburg für den Neubau eines eingeschossigen Sozialtrakts an der Bonhoefferstraße 33 in 38444 Wolfsburg (Ersatzneubau, ergänzend zu zwei bestehenden Sporthallen). Ausgeschrieben ist das Leistungsverzeichnis LV 013 mit Betonbauarbeiten inklusive Tiefbau und Entwässerungsarbeiten.
Kernleistungen:
Verfahren: Einzelvergabe ohne Losaufteilung. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Zuschlagskriterium ist der Preis. Angebotsabgabe elektronisch über das Deutsche Vergabeportal (DTVP).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Wartungs- und/oder Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Bauvorhaben
Neubau eines eingeschossigen Sozialtrakts an der Bonhoefferstraße 33, 38444 Wolfsburg, als Ersatzneubau für ein im Winter 2025/2026 zurückgebautes Bestandsgebäude. Der Neubau ergänzt zwei vorhandene, parallel sanierte Sporthallen einer Schule. Es handelt sich um eine Einzelvergabe ohne Losaufteilung.
Das Gebäude ist ein monolithischer Baukörper mit Kalksandstein-Außenwänden (24 cm), Verblendmauerwerk aus Klinker „sintra" in heller Sortierung, Brettsperrholzdecken und extensiver Dachbegrünung.
Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Einrichten, Vorhalten (Laufzeit 8 Wochen) und Räumen der kompletten Baustelleneinrichtung inkl. Geräte, Büros, Kran, Bauwasser und Baustrom.
Erstellung einer Baustraße mit Frostschutzschicht und mineralischer Decke.
Vor Beginn der Erdarbeiten ist ein Höhenaufmaß des Geländes durch den Auftragnehmer zu erstellen.
Die Baustelleneinrichtung umfasst zudem die Einhaltung des SiGe-Plans und die Abstimmung mit dem SiGeKo.
Erdarbeiten und Gründungsarbeiten
Bodenaushub Baugrube mit ca. 880 m³ in 4 Homogenbereichen (A–D), Bodenaushub Fundamente 50 m³ sowie 45 m³ nach DIN 4123.
Bodenaustausch, Verfüllung des Arbeitsraums, Herstellung Planum.
Bodenklassifizierung und Entsorgung gemäß LAGA-Zuordnung.
Abdecken der Baugrubensohle über den Jahreswechsel für ca. 3 Wochen.
Schalung der Streifenfundamente (Höhen 45 cm und 70 cm), Betonfundamente C25/30 unbewehrt, Sauberkeitsschicht (ca. 600 m²).
WU-Streifenfundament ca. 16 m³, WU-Sohlplatte 25 cm ca. 160 m³ (Dichtigkeitsklasse WU-3).
Bewehrung mit Betonstabstahl B500 (ca. 10 t) und Betonstahlmatten (ca. 30,6 t).
Fugenplanung der gesamten WU-Konstruktion gemäß DIN 18541 mit Arbeitsfugenbändern (ca. 110 m) und Trennwandplatten (ca. 110 m²).
Schmutz- und Regenwasserentwässerung
Verlegung von Schmutzwasserleitungen aus PP-Rohren DN 110–200 (Hochlast SLW 60) inkl. Formstücke, Bögen, Abzweige, Stopfen und Bodentrichter – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes.
Regenwasserleitungen DN 110–200 außerhalb des Gebäudes.
Einbau von Schächten DN 400/600 inkl. Schachtabdeckungen und Anschlüsse an den Bestand.
Druck- und Dichtheitsprüfungen nach DIN EN 1610, Kanalreinigung und Kamerabefahrung (TV-Inspektion) für alle neu verlegten Leitungen.
Rückbau bestehender Abwasserkanäle DN 100–200 (ca. 45 m), Rückbau von 3 Schächten und 2 Entwässerungsrinnen/Straßenabläufen.
Pumpstationen und Drainage
Doppel-Pumpstation Schmutzwasser: Grundkörper, 2 Abwasser-Tauchpumpen (Förderleistung 5,3 l/s, Förderhöhe 28 m), Schaltgerät Duo, Freiluftschrank, Druckleitung, Verkabelung, Lüftungsleitung, Inbetriebnahme.
Doppel-Pumpstation Drainage (Belastungsklasse B 125): PE-Schacht mit 900 l Gesamtvolumen, 2 fäkalienfreie Abwasser-Tauchpumpen (P1 = 1,5 kW), Schaltgerät, Freiluftschrank, Druckleitung mit Druckaufnehmer, Auftriebssicherung, Verkabelung, Inbetriebnahme.
Drainageleitungen DN 110/125 (ca. 50 m), Noppenschutzbahn mit Drainagevlies (ca. 112,5 m²), Filtervlies (ca. 104 m²), Kies 8/16 (ca. 36 m³).
5 Spül- und Kontrollschächte (4 ohne Sandfang, 1 mit Sandfang).
Medienleitungen (Hausanschlüsse)
Medienleitungen für Trinkwasser, Elektro und Fernwärme inkl. Hauseinführungen in das Gebäude.
Erdarbeiten für Medienleitungen in verschiedenen Tiefen.
Anschluss an Bestand.
Sonderleistungen und Dokumentation
Stundenlohnarbeiten für Schachtmeister, Facharbeiter, Helfer, Azubi sowie Geräte (Bagger, LKW, Kompressor, Tauchpumpe) mit Angabe von Stundenverrechnungssätzen.
Erstellung von Revisionsunterlagen bei Abschluss: 4-fach Papier (farbig, pausfähig) + 1-fach Datenträger (CD/USB, dxf/dwg), inkl. aller Genehmigungen, Abnahmebescheinigungen, Bedienungs- und Wartungsanleitungen.
Inbetriebnahme-Checkliste und schriftliches Übergabeprotokoll für die Pumpstationen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Qualifikation
Fachkundiger Bauleiter des Auftragnehmers für Erd- und Betonbauarbeiten nach DIN 4123.
Qualifizierte Fachbauleitung als Vertragspflicht.
Fähigkeit zur WU-Betonbauweise (Dichtigkeitsklasse WU-3) mit entsprechender Eigenüberwachung und Dokumentation.
Erfahrung mit Druck- und Dichtheitsprüfungen nach DIN EN 1610 und DIN 1986-30.
Fähigkeit zur Kanal-TV-Prüfung nach ATV M 143.
Kapazität für Terminplanung und Bauablaufsteuerung.
Fähigkeit zur Erstellung von Werkplänen nach Freigabe durch den Architekten.
Eintragung im öffentlichen Register (Registernummer und zuständiges Registergericht).
Personelle Anforderungen
Bereitschaft zur Benennung eines deutschsprachigen, fachlich und persönlich geeigneten Vorarbeiters, der während der Arbeitszeit auf der Baustelle anwesend ist.
Bereitschaft zur Benennung eines SiGeKo mit geforderter Qualifikation gemäß Baustellenverordnung und RAB 30.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) einreichen.
Vereinbarung Tariftreue AN-NU (Formblatt 232, NTVergG) bei Nachunternehmereinsatz.
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung (Formblatt 234) mit Benennung des Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung.
Erklärung zu Leistungen anderer Unternehmen (Formblatt 235).
Weitergabe der Tariftreuepflicht: Nachunternehmer müssen die gleiche Tariftreueerklärung gegenüber dem Auftragnehmer abgeben.
Zwingende Ausschlusskriterien (EU-Sanktionen)
Eigenerklärung gemäß Art. 5k) VO (EU) 833/2014 (ANLAGE-Eigenerklärung-VO-2022-833):
Verstöße gegen Mindestlohnregelungen (Geldbuße ≥ 2.500 €) führen zum Ausschluss vom öffentlichen Auftragswettbewerb.
Schwerwiegende Verfehlungen bei Mindestlohnverstößen.
Präqualifikation und Nachweisführung
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. erbringen (PQ-Nummer angeben).
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) mit dem Angebot einreichen.
Nach Erreichen der engeren Wahl: Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen bestätigen. Nicht-deutsche Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung.
Ggf. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorlegen.
Eignung zur Abfallentsorgung
Bei abweichender Verwertungs-/Beseitigungslösung: Berechtigungsnachweis der Anlage, Betreiberbestätigung zur Annahme der Bau- und Abbruchabfälle, ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde (bei Andienungspflicht gefährlicher Abfälle).
Nachweis Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG (falls zutreffend).
Vollständige, prüffähige, deutschsprachige Unterlagen über die ordnungsgemäße Entsorgung während der Leistungserbringung.