Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Autobahn GmbH des Bundes schreibt Fachplanungsleistungen für die Technische Ausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima – HLSK) gemäß HOAI § 55, Teil 4, Abschnitt 2 aus. Geplant ist der Ersatzneubau von Kfz-Hallen, einer Schilderwagenhalle und eines Kabellagers am Stützpunkt Legefeld an der A4 bei Weimar.
Zu erbringen sind die Leistungsphasen 2, 3, 5 und 6 für die Anlagengruppen 1 (Heizung), 2 (Lüftung), 3 (Sanitär) und 8 (Kälte). Zunächst beauftragt werden die Phasen 2 und 3; die Phasen 5 und 6 können später stufenweise abgerufen werden.
Gefordert sind u. a. Referenzen aus den letzten 5 Jahren für eine vergleichbare HLSK-Fachplanung (Neubau, mindestens Honorarzone II), mindestens ein Fachplaner TGA mit 3 Jahren Berufserfahrung, eine Berufshaftpflichtversicherung mit vorgegebenen Mindestdeckungssummen sowie verschiedene HVA-F-StB-Formulare (Eigenerklärung zur Eignung, Honorarermittlung, Angebotsschreiben u. a.).
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis100%
Wertungssumme des Angebotes (in €, netto) aus der nachgerechneten Angebotssumme; normiert auf einer Punkteskala von 0 bis 5 Punkten mittels linearer Interpolation.
Lineare Interpolation: 5 Punkte für niedrigsten Preis, 0 Punkte für fiktives Angebot mit 2,0-fachem des niedrigsten Preises, alle Angebote darüber ebenfalls 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt der Leistung und Rechtsgrundlage
Fachplanung Technische Ausrüstung nach HOAI § 55, Teil 4, Abschnitt 2.
Gewerk: Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima (HLSK).
Leistungsphasen: 2 (Vorplanung), 3 (Entwurfsplanung), 5 (Vorbereitung Vergabe) und 6 (Mitwirkung bei Vergabe).
Anlagengruppen: 1 (Heizungsanlagen), 2 (Lufttechnische Anlagen), 3 (Sanitäre Anlagen), 8 (Kälteanlagen).
Beauftragung: Mit Zuschlag werden zunächst die Leistungsphasen 2 und 3 beauftragt. Der Auftraggeber behält sich vor, weitere Leistungsstufen (u. a. LPH 5 und 6) stufenweise abzurufen – schriftlich, innerhalb von 6 Monaten nach Abnahme der jeweiligen Vorstufe.
Die Planung erfolgt im BIM-Verfahren.
Zu planende Gebäude und Bereiche
Ersatzneubau Kfz-Hallen am Stützpunkt Legefeld (Legefelder Hauptstraße 2, 99428 Weimar), Standort Autobahnmeisterei Erfurt mit direktem Anschluss an die A4.
Gesamtneubau BGF ca. 1.463 m².
Technische Inhalte und Systeme
Zu planende Anlagengruppen: 1 (Heizung), 2 (Lüftung), 3 (Sanitär), 8 (Kälte).
Zusätzlich zu berücksichtigende Systeme: Beleuchtung, Lüftung, verkehrstechnische Einrichtungen, Sicherheitseinrichtungen für den Verkehr, zentrale Anlagen, Steuerung, Elektroanlagen, Netzwerkanbindung, Einbindung in die Alarmanlage FIT.
Variantenuntersuchung u. a. zu unterschiedlicher Energieeinspeisung, Aufstellung der Pumpen und Beleuchtungssystem.
Bearbeitung der Leistungsphasen
LPH 2 (Vorplanung): Vorplanungsergebnisse, Erstellung der Vorentwurfszielkriterien (Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Brandschutzkonzept, Energieausweis, Nachhaltigkeitskonzept und Nachhaltigkeitskoordinator, Kritisbetrachtung), Vorentwurf als Initiale Projektunterlage (IPU), Kostenschätzung nach DIN 276 (2. Ebene).
LPH 3 (Entwurfsplanung): Entwurfsunterlagen, Kostenberechnung nach DIN 276 (3. Ebene), Fachbeiträge für Terminplanung, Bauwerksentwurf als Finale Projektunterlage (FPU).
LPH 5 (Vorbereitung Vergabe, optional): Ausführungsplanung als DWG + PDF, Schlitz- und Durchbruchspläne.
LPH 6 (Mitwirkung bei Vergabe, optional): Leistungsverzeichnisse nach STLK/RLK, Mengenermittlung, Vergabeunterlagen.
Planungsberatungsprotokolle sind durch den Auftragnehmer am STP Legefeld zu erstellen.
Unterlagen, Formate und Übergabe
Digitale Planunterlagen als DWG + PDF, Beschreibungen/Berechnungen als DOCX/XLSX, Präsentationen als PPTX.
Zusätzlich 2-fache farbige Papierausdrucke (kopierfähig).
Bestands-/Objektdaten in OKSTRA-, IFC- bzw. SHAPE-Format.
Unterlagen normengerecht farbig, mit Planzeichen/Legende, DIN-gerecht gefaltet, Schriftfeld des Auftraggebers übernehmen, vom Verfasser unterzeichnet.
Verwendung des Datenstandards der Autobahn GmbH und der jeweils gültigen Musterbaubeschreibung.
Übergabeformat der Ausschreibungsunterlagen gemäß DA 81 bzw. DA 83 in GAEB-Schnittstelle.
Möglichkeit zur Übertragung großer Datenmengen über externen Server.
Bauzeitenrahmen (zur Orientierung)
Baubeginn: 12.02.2029. Bauende: 31.10.2030.
Vertragliche Leistungszeit laut Stammdaten: 02.11.2026 bis 18.01.2028.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Eintragung im Handelsregister, sofern Pflicht, oder Zugehörigkeit zu freiberuflichen Ingenieuren, Architekten, Ingenieur- und Architektekammer, zugelassenen Prüfingenieuren.
Berufliche Qualifikation: Dipl.-Ing. (TH/FH), Bachelor/Master an Universitäten/Fachhochschulen oder vergleichbare Berufserfahrung im Fachgebiet.
Diese Anforderungen gelten für Bieter und jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft; nicht für Unterauftragnehmer.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen: 1.500.000 € Personenschäden, 500.000 € Sach- und Vermögensschäden, jeweils 2-fach maximiert; Einschluss von Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz. Bei Unterschreiten der Mindestdeckungssummen: Versicherungsnachweis bzw. Zusicherung des Versicherers.
Gesamtumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (brutto) – keine Mindestwerte gefordert.
Umsatz im Tätigkeitsbereich Fachplanung TGA HLSK der letzten 3 Geschäftsjahre (brutto) – keine Mindestwerte gefordert.
Möglichkeit der Eignungsleihe (Kapazitäten anderer Unternehmen) mit gemeinsamer Haftung; Verzeichnis der anderen Unternehmen und Verpflichtungserklärung Eignungsleihe erforderlich.
Technische Leistungsfähigkeit
Referenzen: mindestens 1 abgeschlossene Fachplanungsleistung TGA HLSK (Leistungsphasen 2, 3, 5 und 6) für einen Neubau, mindestens Honorarzone II, in den letzten 5 Jahren (ab 2021); sowohl als Unternehmensreferenz als auch als personenbezogene Referenz des Fachplaners (nicht des Stellvertreters).
Technische Fachkräfte: mindestens 1 Fachplaner TGA und 1 stellvertretender Fachplaner TGA, jeweils Fachingenieur mit mindestens 3 fachrelevanten Berufsjahren in der Fachplanung Technische Ausrüstung. Nachweise: Studiennachweise/Abschlusszeugnisse, Lebenslauf, Referenzliste, Angabe fachrelevanter Berufsjahre.
Software/Ausstattung: iTWO oder gleichwertige AVA-Software; Möglichkeit zur Übertragung großer Datenmengen über externen Server.
Angabe beabsichtigter Unteraufträge (Verzeichnis der Unterauftragnehmer).
Ausschlussgründe und weitere Erklärungen
Keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB und § 124 GWB.
Insbesondere: keine schweren Verfehlungen, keine Verurteilungen wegen Schwarzarbeit, Arbeitnehmerentsendegesetz oder Mindestlohngesetz (letzte 2 Jahre), ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten, keine eröffneten/beantragten Insolvenzverfahren, keine Liquidation oder Einstellung der Tätigkeit, keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, keine wettbewerbsbeschränkenden Absprachen, kein Interessenkonflikt, keine Täuschung oder Manipulation des Vergabeverfahrens.
Keine voreingenommenen natürlichen Personen nach § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB.
EU-Eigenerklärung gemäß Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 (Russland-Sanktionen): kein Bezug zu russischen Personen/Unternehmen für Bieter, Bietergemeinschaftsmitglieder, Unterauftragnehmer und Lieferanten (gilt für Auftragswert > 10 %).
Nachforderung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können Eignung über Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis oder im Amtlichen Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen für den Liefer- und Dienstleistungsbereich (AVPQ) nachweisen.
Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung mit dem Angebot ein.
Nachforderung von Unterlagen gemäß § 56 VgV.
Abgeschlossene Fachplanungsleistung Technische Ausrüstung (LPH 2, 3, 5 und 6) für einen Neubau TGA HLSK; mindestens Honorarzone II; vom Fachplaner (nicht vom Stellvertreter) erbracht
Vergleichbare HLSK-Fachplanung Neubau; Nachweis über Referenzbeschreibungen / Referenzbescheinigungen des Auftraggebers (Unternehmensreferenz und personenbezogene Referenz des Fachplaners)
Umsatznachweise des Unternehmens
Angabe in der Eigenerklärung zur Eignung