Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Autobahn GmbH des Bundes (NL Nordost) schreibt geotechnische Ingenieurleistungen für die Bundesautobahn A11 zwischen km 19,43 und km 41,85 aus.
Für vier Brückenbauwerke (BW16, BW20, BW21, BW21a) sind Aufschlussarbeiten (Bohrungen, Sondierungen), Laborarbeiten (bodenmechanisch und chemisch) sowie die Erstellung von Baugrundgutachten (Geotechnischer Bericht Teil A und Teil B) zu erbringen.
Angebotsfrist: 17.09.2026, 09:00 Uhr
Vertragslaufzeit: 30.10.2026 bis 30.04.2027
Zuschlag: nach Preis (einziges Wertungskriterium)
Auftraggeber: Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nordost
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis100%
Der Preis (in €, netto) wird ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme) und über eine lineare Interpolation in eine Punkteskala von 0 bis 5 normiert. Bei Punktgleichheit entscheidet die niedrigste Wertungssumme.
Lineare Interpolation auf einer Punkteskala von 0 bis 5 Punkten: 5 Punkte = niedrigster Preis; 0 Punkte = fiktives Angebot mit dem 2,0-fachen des niedrigsten Preises (oder höher); dazwischen lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanung der Baugrunderkundung
Beschaffung von Bestandsunterlagen (geologische Dienste, Wasserbehörden, Spartenbetreiber, Altlastenkataster, Kartenmaterial zu Morphologie/Geologie/Hydrogeologie).
Erstellung eines Aufschluss-/Untersuchungskonzepts gemäß DIN EN 1997 und DIN 4020 (Art, Anzahl, Lage, Tiefe der Aufschlüsse).
Erstellung der Leistungsverzeichnisse, Leistungsbeschreibungen und Kostenschätzungen für die Erkundungsarbeiten.
Fachtechnische Überwachung und Koordination der Aufschlussarbeiten sowie der Feld- und Laboruntersuchungen.
Geotechnische Berichte
Teil A – Geotechnischer Untersuchungsbericht nach DIN 4020 / DIN EN 1997 für jedes der vier Bauwerke (BW16, BW20, BW21, BW21a): Beschreibung des Baugrundmodells, Festlegung von Homogenbereichen, Angabe des höchsten zu erwartenden Grundwasserstands (hzeGW), Eignung als Gründungsmedium, Setzungsprognosen, grundwasserhydraulische Abschätzungen, Gründungsempfehlung.
Teil B – Geotechnischer Entwurfsbericht (GDR) nach DIN EN 1997-1 für jedes Bauwerk: Bemessungswerte, Standsicherheitsnachweise, Hinweise zu Herstellungsverfahren.
Projektbegleitende geotechnische Leistungen
Fachtechnische Beratung (ca. 64 Stunden).
Ortstermine (8 Stück).
Geotechnische Freigaben Baugrund (8 Stück).
Geotechnische Freigaben Erdbau (16 Stück).
Bewertung von bis zu 3 Nebenangeboten.
Erstellung von Vorabzügen und Protokollen der Abstimmungstermine.
Meldung der Baugrundaufschlüsse an das Geologische Landesamt (GeoIDG).
Felduntersuchungen und Baustellenlogistik
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung (8-mal je 4–8 Std. Tageslicht, Arbeitsbereich 200 m), Einholung verkehrsrechtlicher Anordnungen, Information der Autobahnmeisterei Bernau mind. 14 Tage vor Ortsbesichtigung.
Einmessung der Erkundungsstellen (40 Stück) im Koordinatenreferenzsystem ETRS89/UTM zone 33N, Genauigkeit ±25 mm.
Leitungserkundung (4 Stück), Kampfmittelprüfung.
Bohrkernlager: einrichten, 4 Wochen betreiben, räumen.
Rotationstrockenkernbohrungen: 240 m Bohrmeter gesamt (4 × 60 m in Teufenbereichen 0–5 m, 5–10 m, 10–15 m, 15–20 m), Verrohrung mind. Ø 150 mm, inkl. Verfüllung mit Tonpellets.
Rammkernbohrungen: 160 m gesamt, Endtiefe >10–15 m.
Drucksondierungen (CPT): 240 m gesamt, Endtiefe >10–20 m, Messung qc + fs + Neigung, Kraft mind. 200 kN, Abbruch bei qc > 50 MPa.
Rammsondierungen (DPH): 160 m gesamt, Endtiefe >10–15 m, Abbruch bei N√0 > 50.
Probenahme
Bodenproben: 60 Stk. Kernproben (Güteklasse 1–2, Ø 100 mm, 1 m Länge), 144 Stk. Bodenproben Becher 1,0 l (Güteklasse 3–5), 24 Stk. Mischproben für Chemie (bis 10 Einzelproben), 160 Stk. Bodenproben Kleinbohrung (Becher 0,5 l, Güteklasse 5).
Wasser-/Grundwasserproben: 4 Stk. Betonaggressivität, 4 Stk. Stahlaggressivität, 1 Stk. Oberflächenwasser Betonaggressivität, 1 Stk. Oberflächenwasser Stahlaggressivität; Übergabe an Labor des AG innerhalb von 24 Stunden nach Probenentnahme.
Schichtenverzeichnisse und Probenentnahmen gemäß DIN EN ISO 22475-1.
Bodenmechanische Laborarbeiten
Korngrößenverteilung (Siebung, Sedimentation, kombiniert), Wassergehalt, Glühverlust, Dichte, Kalkgehalt, Fließ- und Ausrollgrenze, undränierte Scherfestigkeit, Wasserdurchlässigkeit, einaxiale Druckfestigkeit, Laborflügelsondierung, Ödometerversuch.
Verfüllprotokoll für Bohrungen.
Chemische Laborarbeiten
Standardumfang: Grundwasseranalytik auf Beton- und Stahlaggressivität; Bodenuntersuchungen gemäß BBodSchV, Deponieverordnung, EBV RC, EBV Bodenmaterial.
Zusatzumfang (bei Verdacht): Tributylzinn, Antimon, Molybdän, Vanadium, MKW, Phenole, PCDD/PCDF, ergänzende AT4-, GB21-, H0-, Säureneutralisationsparameter, Antimon C0-Wert.
Chemische Analytik ausschließlich durch akkreditierte Umweltlabore gemäß DIN EN ISO/IEC 17025.
Umweltrelevante Untersuchungen
Chemische Analytik von Ausbaustoffen gemäß Ersatzbaustoffverordnung (EBV), Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV) und LAGA M20; Probenahme und Bewertung.
Einstufung der anfallenden Materialien gemäß Abfalleinstufung Brandenburg.
Übergabe der Unterlagen
Übergabe aller Unterlagen digital (DOCX/XLSX + PDF); Bohrprofile im DWG/DXF-Format.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuschlagskriterium
Der Zuschlag wird ausschließlich nach dem Preis erteilt.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit folgender Mindestdeckungssumme:
Finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Gesamtumsatz und den Umsatz im Tätigkeitsbereich der letzten 3 Geschäftsjahre (brutto). Konkrete Mindestumsätze sind im Formular nicht beziffert.
Fachliche Qualifikation – Projektleitung
Projektleitung und Stellvertretung müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Fachliche Qualifikation – Probenahmepersonal
An Probenahme und Begutachtung im Verkehrswegebau beteiligte Personen müssen nachweisen:
Technische Ausstattung
Vorhandensein von Bohrgerät, Kleinbohrgerät, Drucksonde und Rammsonde ist nachzuweisen (auf Verlangen gesonderte Anlage).
Qualitätssicherung
Nachweis von Qualitätssicherungsmaßnahmen (auf Verlangen gesonderte Anlage).
Registrierung / Berufliche Zulassung
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Erklärungen gemäß § 123 Abs. 1 Nr. 1–10 und § 123 Abs. 4 Nr. 1 sowie § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB:
Sanktionsfreiheit
EU-Eigenerklärung nach Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014: kein Russland-Bezug des Bieters, der Bietergemeinschaftsmitglieder, Unterauftragnehmer und Lieferanten (> 10 % Auftragswert) – Zusicherung auch für die gesamte Vertragslaufzeit.
Eigenerklärung zur Finanzsanktionsfreiheit (kein Eintrag in den EU-Finanzsanktionslisten).
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Bei Einsatz von Unterauftragnehmern: deren Eignung muss auch für die übernommenen Leistungsteile nachgewiesen werden.
Bei Eignungsleihe: Benennung der Kapazitäten, Nachweis der Verfügbarkeit, Haftungserklärung des anderen Unternehmens; bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe gemeinsame Haftung von Bieter und dem anderen Unternehmen gegenüber dem Auftraggeber.
Mindestens 3 vergleichbare, abgeschlossene Referenzen aus den letzten 5 Jahren: Erstellung eines geotechnischen Berichts/Baugrundgutachtens inkl. eigenverantwortlicher Koordination und Überwachung von Feld- und Laboruntersuchungen; Untersuchung von mindestens 2 Ingenieurbauwerken, Verkehrsflächen oder komplexen Hochbauten in einem zusammenhängenden Projekt; kombinierte Aufschlussarbeiten mit Trockenbohrungen mit Kerngewinnung und Drucksondierungen (CPT) nach DIN EN ISO 22476-1; Gesamtnachweis mindestens 200 Bohrmeter/Sondierungsmeter; Durchführung von Baugrundaufschlüssen unter fließendem Verkehr oder im öffentlichen Straßenraum (inkl. verkehrsrechtlicher Anordnungen)
Ingenieurbauwerke, Verkehrsflächen oder komplexe Hochbauten; Baugrundaufschlüsse unter fließendem Verkehr; Nachweis über vergleichbare geotechnische Berichte/Baugrundgutachten