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Anlage und Pflege von Feldhamsterschutzmaßnahmen in Rheinhessen und bei Bretzenheim an der Nahe

Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz55116 Mainz, Rheinland-PfalzVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 3 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Öffentliche Ausschreibung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) zur Anlage und Pflege von Feldhamsterschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen in Rheinhessen sowie bei Bretzenheim an der Nahe.

Gefördert wird der Schutz des Europäischen Feldhamsters (eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Deutschlands) durch einjährige Bewirtschaftungsmaßnahmen wie z. B. das Anlegen von Lebensraumparzellen, Ernteverzicht, späte Ernte, hohe Stoppeln und Ährenernte. Vergeben werden Pflegeverträge in zwei Losen (räumlich getrennte Suchgebiete). Bewerben können sich Landwirtinnen und Landwirte, die Flächen in den jeweiligen Suchgebieten besitzen oder bewirtschaften.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 3 Tage bis zur Angebotsfrist — 19. August 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKT
Veröffentlichung4. Aug. 2026
Bieterfragen-Frist14. Aug. 2026
Angebotsfrist19. Aug. 2026
Bindefrist19. Aug. – 21. Aug. 2026
Ausführungszeitraumca. 19. Aug. – 1. Okt. 2026
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis (günstigstes Angebot)100%

    Zuschlag erfolgt auf das günstigste Angebot je Maßnahmenart unter Einhaltung der festgelegten Preisobergrenzen (Festpreise je Hektar). Es gilt ein vorgegebenes Finanzbudget pro Maßnahmenart. Die Preisobergrenzen sind verbindlich; Angebote, die diese überschreiten, werden ausgeschlossen. Die Vergabe erfolgt entsprechend des angestrebten Gesamtflächenumfangs pro Maßnahme und Los.

Bei der Entscheidung über die Auftragserteilung wird das oder werden die günstigsten Angebote berücksichtigt. Bei gleichen Preisangeboten werden bevorzugt Flächen ausgewählt, die möglichst im Kerngebiet der Suchgebiete liegen, und die möglichst gleichmäßig in Bezug auf die Flächengröße zwischen den Anbietenden verteilt werden.

KI-Hinweis: Die Zuschlagskriterien sind vollständig dokumentiert: Es handelt sich um eine reine Preisvergabe (günstigstes Angebot) mit definierten Preisobergrenzen, ergänzt um Nachrang-Kriterien bei Preisgleichheit.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Maßnahmenarten und Preisobergrenzen (für beide Lose)

Folgende einjährige Maßnahmen sind – je nach Suchgebiet – möglich. Pro Hektar Maßnahmenfläche sind Festpreise (netto und brutto, inkl. aller Nebenkosten) anzubieten. Angebote, die die genannten Preisobergrenzen überschreiten, werden ausgeschlossen.

| Maßnahme | Preisobergrenze brutto/ha |

|---|---|

| Lebensraumparzelle (LRP) ALT'26 – Pflege bestehender Flächen (3 Streifen) | 3.390 € |

| Ernteverzicht 2026 | 3.110 € |

| Späte Ernte 2026 | 1.470 € |

| Hohe Stoppel 2026 | 510 € |

| Ährenernte 2026 | 640 € |

Bewirtschaftungsvorgaben für die einzelnen Maßnahmen

Lebensraumparzelle (LRP) 3 Streifen: Drei nebeneinanderliegende Feldhamsterschutzstreifen (Blüh-, Luzerne- und Ernteverzichtstreifen), Mindestbreite je Streifen 6 m. Der Ernteverzichtstreifen wird jährlich neu mit Getreide eingesät; Blüh- und Luzernestreifen werden im Abstand von mindestens 4 Wochen staffelmäßig gemäht.

Ernteverzicht 2026: Verzicht auf die Ernte von Getreide bzw. Getreide-Leguminosen. Variante 1: Streifen mindestens 6 m breit, maximal 0,5 ha je Schlag. Variante 2: quadratische Fläche ab 0,16 ha (mind. 40 × 40 m).

Späte Ernte 2026: Getreide bleibt mindestens bis 15. August stehen. Nach der Ernte Stoppeln von mindestens 25 cm Höhe. Totalherbizide sind nicht zulässig.

Hohe Stoppel 2026: Mindestens 25 cm hohe Stoppeln auf mindestens 70 % der Fläche. Unkrautbekämpfung ist auf bis zu 30 % der Fläche zulässig. Umbruch frühestens ab 15. September. Totalherbizide sind nicht zulässig.

Ährenernte 2026: Ernte direkt unterhalb der Ähren. Stoppelhöhe mindestens 35 cm, möglichst über 40 cm, auf mindestens 70 % der Fläche. Unkrautbekämpfung auf bis zu 30 % zulässig. Totalherbizide sind nicht zulässig.

Allgemeine Bewirtschaftungsregeln (beide Lose)

Kein Einsatz von Rodentiziden und Rodentizidfallen.Bodenbearbeitung maximal 15 cm Tiefe.Keine Bewässerung der Maßnahmenflächen.Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bzw. so weit wie möglich minimiert.Bei witterungsbedingten Problemen: Nachsaat bis drei Wochen vor Ernte, dabei stets eine Vegetationshöhe von mindestens 30 cm sicherstellen.

Leistungszeitraum

Die Maßnahmen sind einjährig. Sie beginnen mit der Zuschlagserteilung und enden spätestens am 01.10.2026.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Flächenbezogene Voraussetzung (gilt für beide Lose)

Bewerben können sich natürliche oder juristische Personen, die Eigentümerin/Eigentümer der angebotenen Flächen sind oder ein Bewirtschaftungsrecht (z. B. Pacht) für sie haben. Die Bewirtschaftungsberechtigung ist durch Unterschrift auf dem Angebotsblatt zu bestätigen. Alle angebotenen Flurstücke müssen vollständig im jeweiligen Suchgebiet des Loses liegen.

Ausschlusskriterien

Doppelförderung: Die angebotenen Flächen dürfen nicht gleichzeitig an anderen Förderprogrammen teilnehmen (z. B. Artenhilfsprogramm Feldhamster RLP, GAP-SP AUKM, Vertragsnaturschutz, Öko-Regelung 1a und 1b). Andernfalls wird das Angebot ausgeschlossen.Preisobergrenze: Angebote, die die in der Leistungsbeschreibung genannten Bruttopreise je Hektar überschreiten, werden ausgeschlossen.Formale Vollständigkeit: Angebote, die nicht fristgerecht oder nicht vollständig eingereicht werden, werden ausgeschlossen.

Zwingende Erklärungen

Anlage 2: Eigenerklärung, dass kein zwingender oder fakultativer Ausschlussgrund vorliegt.Anlage 3: Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und zum Mindestentgelt sowie zur Einhaltung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG).

Bieterstruktur

Einzelbewerbung ist möglich.Bewerbung auf beide Lose ist möglich.Bietergemeinschaften sind zugelassen.
Referenzprojekte
Zeitraum: Maßnahmenjahr 2026 (ab Zuschlag bis 01.10.2026)

Statt klassischer Referenzprojekte: Nachweis von Flächeneigentum oder Bewirtschaftungsrecht auf landwirtschaftlichen Flächen im jeweiligen Suchgebiet des Loses. Bereits bestehende Feldhamsterschutzflächen aus Vorprojekten der SNU (Maßnahme LRP ALT'26) können für die Pflege 2026 angeboten werden.

Nachweis durch Angabe der Flurstücke (Gemarkung, Flur, Zähler/Nenner) im Angebotsblatt und Unterschrift zur Bewirtschaftungsberechtigung. Flurstücke müssen vollständig im Suchgebiet liegen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 12 erledigt
Pflichtangaben im Angebotsblatt (Anlage 1.1 für Los 1, Anlage 1.2 für Los 2)
Pflicht-Erklärungen (Anlagen 2 und 3)
Räumliche und fachliche Voraussetzungen
Fragen und Formalitäten
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz
Ort
55116 Mainz, Rheinland-Pfalz
Kategorie
Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
55116 Mainz
Rheinland-Pfalz

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