Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) zur Anlage und Pflege von Feldhamsterschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen in Rheinhessen sowie bei Bretzenheim an der Nahe.
Gefördert wird der Schutz des Europäischen Feldhamsters (eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Deutschlands) durch einjährige Bewirtschaftungsmaßnahmen wie z. B. das Anlegen von Lebensraumparzellen, Ernteverzicht, späte Ernte, hohe Stoppeln und Ährenernte. Vergeben werden Pflegeverträge in zwei Losen (räumlich getrennte Suchgebiete). Bewerben können sich Landwirtinnen und Landwirte, die Flächen in den jeweiligen Suchgebieten besitzen oder bewirtschaften.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (günstigstes Angebot)100%
Zuschlag erfolgt auf das günstigste Angebot je Maßnahmenart unter Einhaltung der festgelegten Preisobergrenzen (Festpreise je Hektar). Es gilt ein vorgegebenes Finanzbudget pro Maßnahmenart. Die Preisobergrenzen sind verbindlich; Angebote, die diese überschreiten, werden ausgeschlossen. Die Vergabe erfolgt entsprechend des angestrebten Gesamtflächenumfangs pro Maßnahme und Los.
Bei der Entscheidung über die Auftragserteilung wird das oder werden die günstigsten Angebote berücksichtigt. Bei gleichen Preisangeboten werden bevorzugt Flächen ausgewählt, die möglichst im Kerngebiet der Suchgebiete liegen, und die möglichst gleichmäßig in Bezug auf die Flächengröße zwischen den Anbietenden verteilt werden.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMaßnahmenarten und Preisobergrenzen (für beide Lose)
Folgende einjährige Maßnahmen sind – je nach Suchgebiet – möglich. Pro Hektar Maßnahmenfläche sind Festpreise (netto und brutto, inkl. aller Nebenkosten) anzubieten. Angebote, die die genannten Preisobergrenzen überschreiten, werden ausgeschlossen.
| Maßnahme | Preisobergrenze brutto/ha |
|---|---|
| Lebensraumparzelle (LRP) ALT'26 – Pflege bestehender Flächen (3 Streifen) | 3.390 € |
| Ernteverzicht 2026 | 3.110 € |
| Späte Ernte 2026 | 1.470 € |
| Hohe Stoppel 2026 | 510 € |
| Ährenernte 2026 | 640 € |
Bewirtschaftungsvorgaben für die einzelnen Maßnahmen
Lebensraumparzelle (LRP) 3 Streifen: Drei nebeneinanderliegende Feldhamsterschutzstreifen (Blüh-, Luzerne- und Ernteverzichtstreifen), Mindestbreite je Streifen 6 m. Der Ernteverzichtstreifen wird jährlich neu mit Getreide eingesät; Blüh- und Luzernestreifen werden im Abstand von mindestens 4 Wochen staffelmäßig gemäht.
Ernteverzicht 2026: Verzicht auf die Ernte von Getreide bzw. Getreide-Leguminosen. Variante 1: Streifen mindestens 6 m breit, maximal 0,5 ha je Schlag. Variante 2: quadratische Fläche ab 0,16 ha (mind. 40 × 40 m).
Späte Ernte 2026: Getreide bleibt mindestens bis 15. August stehen. Nach der Ernte Stoppeln von mindestens 25 cm Höhe. Totalherbizide sind nicht zulässig.
Hohe Stoppel 2026: Mindestens 25 cm hohe Stoppeln auf mindestens 70 % der Fläche. Unkrautbekämpfung ist auf bis zu 30 % der Fläche zulässig. Umbruch frühestens ab 15. September. Totalherbizide sind nicht zulässig.
Ährenernte 2026: Ernte direkt unterhalb der Ähren. Stoppelhöhe mindestens 35 cm, möglichst über 40 cm, auf mindestens 70 % der Fläche. Unkrautbekämpfung auf bis zu 30 % zulässig. Totalherbizide sind nicht zulässig.
Allgemeine Bewirtschaftungsregeln (beide Lose)
Leistungszeitraum
Die Maßnahmen sind einjährig. Sie beginnen mit der Zuschlagserteilung und enden spätestens am 01.10.2026.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFlächenbezogene Voraussetzung (gilt für beide Lose)
Bewerben können sich natürliche oder juristische Personen, die Eigentümerin/Eigentümer der angebotenen Flächen sind oder ein Bewirtschaftungsrecht (z. B. Pacht) für sie haben. Die Bewirtschaftungsberechtigung ist durch Unterschrift auf dem Angebotsblatt zu bestätigen. Alle angebotenen Flurstücke müssen vollständig im jeweiligen Suchgebiet des Loses liegen.
Ausschlusskriterien
Zwingende Erklärungen
Bieterstruktur
Statt klassischer Referenzprojekte: Nachweis von Flächeneigentum oder Bewirtschaftungsrecht auf landwirtschaftlichen Flächen im jeweiligen Suchgebiet des Loses. Bereits bestehende Feldhamsterschutzflächen aus Vorprojekten der SNU (Maßnahme LRP ALT'26) können für die Pflege 2026 angeboten werden.
Nachweis durch Angabe der Flurstücke (Gemarkung, Flur, Zähler/Nenner) im Angebotsblatt und Unterschrift zur Bewirtschaftungsberechtigung. Flurstücke müssen vollständig im Suchgebiet liegen.