Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren, VOB/A-EU) der SWT AöR Trier für Tief- und Ingenieurbauarbeiten zum Umbau der Kläranlage Ehrang. Geboten wird ein Gesamtauftrag ohne Lose mit Erd-, Abbruch-, Beton-, Rohrleitungs- und Straßenbauarbeiten rund um den Neubau eines Mischwasser-Pumpwerks, eines Sandfangs, einer Brücke und den Umbau des bestehenden Vorklärbeckens zum Pufferbecken.
Kernleistungen:
Rahmenbedingungen:
Die Ausschreibung richtet sich an Bauunternehmen mit Erfahrung im Tief- und Ingenieurbau an Abwasseranlagen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
100% Angebotssumme (Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtumfang und Eckdaten
Es handelt sich um einen einheitlichen Gesamtauftrag (keine Losaufteilung) für die SWT AöR Trier mit Ausführungsort Kläranlage Trier-Ehrang. Geboten werden Tief- und Ingenieurbauarbeiten rund um die Kläranlage Ehrang einschließlich aller Nebenleistungen. Geplante Bauzeit: 02.11.2026 – 09.06.2028 (ca. 19 Monate).
Mengenübersicht:
Baustelleneinrichtung, Vor- und Nebenarbeiten
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle einschließlich Baustraße im Bereich des späteren Weges und der Arbeitsplattform Bohrpfahlwand. Verkehrssicherung, Bohrlochsondierung, Sondierung Kampfmittel (fachkundiger Feuerwerker gem. § 20 Sprengstoffgesetz), Überprüfung auf Anomalien, Beweissicherung an baulichen Anlagen, Straßen, Wegen, Gelände, Vorfluter, Durchlässen und Vermessungspunkten (eigenverantwortlich durch den Auftragnehmer), Kampfmittelbeseitigung/-prüfung (Bestandteil des Angebotes), Vermessungsleistungen (mind. 3 Tage Vorlauf vor Verfüllen der Gräben), Abwasserhaltung sowie Stundenlohnarbeiten. Vorlage Bautagesberichte täglich (Arbeitszeiten, Witterung, Personal, Geräte, Baustoffe, Leistungen, Behinderungen, Unfälle) und Baustelleneinrichtungsplan vor Beginn der Arbeiten in Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Abbrucharbeiten
Aufbruch von Oberflächen, Rückbau/Aufbruch des bestehenden Vorklärbeckens, des U-Kanals sowie Rückbauarbeiten in der vorhandenen Rechenhalle. Aufnahme von Wurzelstöcken (die Rodung selbst wurde Winter 2022/2023 separat ausgeführt).
Erdarbeiten und Wasserhaltung
Oberbodenarbeiten im Baufeld, Aushub und Herstellung von Leitungsgräben und Schachtbauwerken (z. B. Absturzschacht 3), Baugruben für Pumpwerk, Sandfang und Brücke sowie offene Wasserhaltung für die genannten Bauwerke. Wasserproben-Wartezeit mindestens 48 h zwischen Probenentnahme und Ergebnisbekanntgabe.
Baugrubensicherung
Herstellung einer überschnittenen Bohrpfahlwand DN 900 als Baugrubensicherung für das Mischwasser-Pumpwerk, dreiseitig mit 1 m Arbeitsraum, an einer Seite 2 m für den Treppenturm; OK Bohrpfähle ca. 2,3 m unter GOK. Inklusive Kopfbalken und Gleitschienenverbau für den Absturzschacht 3. Mindesteinbindung der Bohrpfahlwand in den Felshorizont gemäß Bodengutachten (Dr. Jung + Lang Ingenieure).
Mischwasser-Pumpwerk (MW-PW)
Neubau eines Mischwasser-Pumpwerks als Stahlbetonbauwerk mit ca. 5 m tiefer Einbindung, Bodenplatte, Wänden, Kopfbalken und verlorener Schalung in Zwickeln; inkl. Molchschleuse, Treppentürmen und Absturzsicherungen. Lüftung, Erdungs- und Blitzschutzanlage (mit Gefährdungsanalyse Ex-Zonen, Errichterbescheinigungen und Messprotokollen), Dichtheitsprüfung des Bauwerks. Verwendung von Hochofenzement CEM III/A 42,5 N LH/HS/NA für Betonbauteile.
Sandfang
Neubau eines Sandfangs parallel zum bestehenden Sandfang mit Einbindungstiefe bis ca. 5 m (Pumpensumpf) in offener Baugrube. Stb.-Bodenplatte h = 30 cm C35/45 mit 30 cm Überstand; Sauberkeitsschicht d = 10 cm C12/15; Bodenaustausch Schotter 0/56, h = 0,30 m. Wände C35/45 (S1 d = 30 cm; S2 d = 25 cm). Dichtblech (z. B. Pentaflex) für wasserdichten Anschluss an Bestand mit Quellband/Verpressschläuchen; Ankerbolzen 2 × M12, a = 15 cm, Hilti HIT-HY 200 A. Erdung und Dichtheitsprüfung des Bauwerks.
Brücke über den U-Profil-Kanal
Stahlbetonbrücke mit beidseitigen Fundamenten über das bestehende U-Profil, in offener Baugrube mit offener Wasserhaltung. Beton-/Stahlbetonarbeiten für Fundament, Decke und Attika, Schalung, Fugen und Bewehrung.
Pufferbecken (Umbau Vorklärbecken)
Umbau des bestehenden Vorklärbeckens zum Pufferbecken: Rückbau von Verrohrungen und Aggregaten, Abbrucharbeiten, Beton- und Profilbeton-Ergänzungen (Profilbeton C20/25), Erdungsarbeiten. Maßnahme erfolgt mit voraussichtlich 2-monatiger Baustellenpause nach Inbetriebnahme/Testbetrieb des MW-PW.
Druckrohrleitungen, Freispiegelkanäle und Leerrohre
Verlegung von PE-Druckrohrleitungen SDR 11 (DN/OD 400 und DN/OD 250) sowie PE-Druckrohrleitungen SDR 17 (DN/OD 400, 140, 90 und 40) inkl. Druckprüfung und Desinfektion. Abwasserdruckleitung DN/OD 400 mit Bypass DN/OD 250 (redundante Querung der B 53) bis HKW Trier. Druckluftleitung (Edelstahl DN 50), Ausrüstung Schacht in Trier-Nord. Freispiegelkanäle (PVC-U, Regenwasser), Leerrohrverlegung (PVC-U, DN/OD 160), Mehrfachrohrverlegung bis HKW Trier (im MW-PW verlängert), Kabelschächte, Dichtheitsprüfung und TV-Abnahmebefahrung, Kalibrierung der Kabelkanalanlage nach ZTV TK Netz 40.
Stahlbetonfertigteilschächte und Schachtausrüstung
Lieferung und Einbau von 2 Stahlbetonfertigteilschächten (Spül-/Kontrollschacht und Absturzschacht 3) inkl. prüffähiger Statik und Auftriebssicherheitsnachweis (3-fach, durch den Auftragnehmer/Fertigteilhersteller) sowie Werkstatt- und Ausführungsplänen (3-fach) zur Freigabe. Ausrüstung bestehender Schacht in Trier-Nord (Verrohrung).
Rohrleitungszuleitungen und Trinkwasserversorgung
Zuleitungen zum MW-PW zwischen U-Profil-Kanal und Pufferbecken inkl. Absturzschacht 3 (Fertigteilschacht). Trinkwasserzuleitung und Leerrohre zwischen neuem MW-PW und bestehenden Gebäuden. Teilweise Umverlegung von Überschussschlamm- und Brauchwasserleitung.
Ausbaugewerke Pumpwerk und Rechenhalle
Pumpwerk: Zimmer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten (BSH-Binder, Sandwichpaneel-Dach, First-/Trauf-/Ortgang-Verwahrungen, Rinnen, Fallrohre, Blitzschutz). Fassadengerüst, Fenster und Türen (Aluminium-Rahmentür mit Blendrahmen/Blockzarge, Verbund-Sicherheitsglas, Obertürschließer nach DIN EN 1154, Türfeststeller), Estrich, Fliesenarbeiten, Malerarbeiten, Außenputz. Innenausbau Rechenhalle: Schaltwarte im Gebläseraum mit Raumteilung, Arbeitsgerüst, Mauerarbeiten (Kalksandstein), Beton-/Stahlbeton-Decken, Schalung, Fenster und Türen (Feuerschutztür) inkl. Dokumentation.
Außenanlagen, Straßen- und Wegebau
Herstellung Baustraße (späterer Weg) in Asphaltbauweise mit Tiefbord und Bankett, Pflaster im Bereich Pumpensumpf/Sandfang.
Straßenbau – Mengen:
Kontrollprüfungen Asphalt: Eignungsnachweis mindestens 10 Tage vor Asphalteinbau gem. ZTV Asphalt-StB.
Technische Dokumentation und Qualitätssicherung
Erstprüfungen Beton mindestens 2 Wochen vor Betonierbeginn vorzulegen (CEM III/B 42,5 NW/HS). Prüfplan (Eigenüberwachung) mindestens 10 Kalendertage vor der ersten Prüfung mit Prüfmethode, -verfahren, -größe, -umfang und Annahmekriterien. Fremdüberwachung Beton durch nach RAP Stra anerkanntes Institut/Labor (Überwachungsklasse 2). Druckprüfung der Mehrfachrohre mit Protokollübergabe. Kalibrierdokumentation Kabelkanalanlage. TV-Inspektionsdaten nach DIN EN 13508-2, DWA-M 149-2/149-5. Erdungsanlage Dokumentation nach DIN 18014 (3-fach plus digital als PDF). Eignungsnachweise und Güteüberwachung gemäß DIN-Normen; für nichtgenormte Stoffe gültiges Prüfzeugnis einer anerkannten Prüfanstalt. Baudokumentation: Fotos digital beschriftet (Leitungstrassen, Schachtbauwerke, Formstücke, Leerrohrtrasse, Kabelzugschächte). Rohrbuch für Abwasserdruckleitungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Spezifischer durchschnittlicher Jahresumsatz: Umsatz des Unternehmens bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (einschließlich ARGE-Anteil).
Berufshaftpflichtversicherung: Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung für die vom Vertrag umfassten Tätigkeiten mit einer Mindest-Deckungssumme von 2 Mio. € oder Bestätigung eines Versicherers, dass er den Auftragnehmer im Falle der Auftragsvergabe versichert. Erklärung zur Haftpflichtversicherung ist mit dem Angebot abzugeben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: Angaben über die Ausführung von Leistungen in den letzten bis zu fünf abgeschlossenen Kalenderjahren, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (Tief- und Ingenieurbau, Abwasseranlagen, Rohrleitungsverlegung, Stahlbetonbauwerke). Auf Verlangen der Vergabestelle sind drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang (mit Mengenangaben, mit eigenem Personal ausgeführt), durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers vorzulegen.
Durchschnittliche jährliche Belegschaft: Anzahl der in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal (auf Verlangen).
Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen: Für die Verlegung und Montage der Rohrleitungen ist ausschließlich nach DVS 2212 oder DVGW GW 330 geschultes Personal zugelassen. Entsprechende Erklärung ist mit dem Angebot einzureichen.
Persönliche und steuerliche Zuverlässigkeit
Keine Ausschlussgründe gemäß § 123 – § 126 GWB (national) sowie § 6e EU VOB/A. Kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren eröffnet oder beantragt; bei Insolvenzplan ist dieser auf Verlangen vorzulegen. Keine schweren Verfehlungen; kein Eintrag im Gewerbezentralregister mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten (Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt), ordnungsgemäße Beitragszahlung zur Sozialversicherung (Unbedenklichkeitsbescheinigung Sozialkasse), Freistellungsbescheinigung § 48b EStG. Mitgliedschaft und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird für den vorgesehenen Bieter ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO beim Bundesamt für Justiz angefordert. Registereintragungen: Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung).
Einsatz von Nachunternehmen, Bietergemeinschaften und Tariftreue
Bietergemeinschaften haben mit dem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder in Textform vorzulegen (Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung). Bei Einsatz anderer Unternehmen: Nachweis, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzungen erfüllen; auf Verlangen Eigenerklärungen/Bescheinigungen dieser Unternehmen; bei Inanspruchnahme von Kapazitäten für wirtschaftliche/finanzielle Kriterien gemeinsame Haftung. Verpflichtungserklärung Tariftreue und Mindestentgelt nach LTTG Rheinland-Pfalz (anzugebender Mindestlohn ab 01.01.2026 = 13,90 €/Stunde brutto). Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) gemäß RAB 30.
Nachweisführung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. nach (PQ-Nummer). Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen mit dem Angebot die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein. Auf Verlangen sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen; fremdsprachige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung. Fehlende Unterlagen können nachgefordert werden (kein Anspruch des Bieters).
Vergleichbare Bauleistungen im Bereich Tief- und Ingenieurbau an Abwasseranlagen (Erdbau, Rohrleitungsverlegung, Stahlbetonbauwerke)
Mit eigenem Personal ausgeführte Leistung, Angabe Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers zur vertragsgemäßen Ausführung