Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sucht ein Forschungsteam für ein 21-monatiges Vorhaben (April 2027 – Dezember 2028). Untersucht werden soll, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mithilfe von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) Beschäftigte mit altersbedingten, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen besser einbinden und länger im Arbeitsmarkt halten können.
Was zu tun ist: Grundlagenforschung betreiben, bestehende technologische und KI-Lösungen für die Zielgruppe bewerten, praxistaugliche Informations- und Unterstützungsangebote für KMU und Beratungsstellen entwickeln, testen und verbreiten.
Verfahren: Wettbewerblicher Dialog – zuerst Teilnahmewettbewerb (Eignungsprüfung), dann Dialogphase mit max. 4 Bewerbern, danach Angebotsphase und Zuschlag.
Teilnahmefrist: 30.09.2026, 23:59 Uhr – ausschließlich elektronisch über www.evergabe-online.de.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kriterien 1 (Gesamtgewichtung: %)0%
Erste Kriteriengruppe des Bewertungsschemas (Unterkriterien 1.1 bis 1.3), deren konkrete Bezeichnung und Gewichtung in den Vergabeunterlagen noch nicht ausgefüllt ist.
- Kriterien 2 (Gesamtgewichtung: %)0%
Zweite Kriteriengruppe des Bewertungsschemas (Unterkriterien 2.1 bis 2.3), deren konkrete Bezeichnung und Gewichtung in den Vergabeunterlagen noch nicht ausgefüllt ist.
- Preis0%
Preis-Kriterium (Kriterium 3) mit Unterkriterien 3.1 bis 3.4; konkrete Gewichtung im Bewertungsschema als Lückentext nicht ausgefüllt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenForschung und Analyse (Kernaufgabe)
Grundlagenforschung: Empirisch-exploratives Vorgehen, um Bedürfnisse von KMU und Beschäftigten mit Beeinträchtigungen (altersbedingt, kognitiv, psychisch) zu erheben.
Bewertung bestehender Technologien: Systematische Übersicht über technologische und KI-Anwendungen erstellen und deren Eignung für die Zielgruppe beurteilen.
Interdisziplinäre Bearbeitung: Mindestens zwei der drei Forschungsbereiche – Digitalisierung/KI, Inklusionsforschung, Arbeitsforschung – miteinander verknüpfen.
Bewertung der Passung: Prüfen, ob (KI-)Technologien jeweils das passende Mittel zur Unterstützung sind.
Entwicklung von Unterstützungs- und Informationsangeboten
Umsetzungsvorschläge: Konzepte, die KMU bei der Einführung und langfristigen Nutzung der Technologien unterstützen.
Adressatengerechte Informationswege: Identifikation passender Kanäle für KMU und bestehende Beratungsstrukturen (z. B. IHK, Handwerkskammern, Inklusionsämter, Einheitliche Ansprechstellen).
Adressatengerechte Informationsmittel: Handreichungen und Leitfäden erstellen, die Beratungsstellen und Technische Berater*innen befähigen, KMU zu unterstützen.
Überprüfung und Testung: Zwischenevaluation der entwickelten Mittel und Wege; Präzisierung anhand von Feedback.
Wirksamkeitsprüfung: Effektivität der (KI-)Unterstützungsinstrumente evaluieren.
Kommunikation, Dissemination und Außenwirkung
Veranstaltungen: Fokusgruppen, Zwischenpräsentation und Abschlusskonferenz durchführen.
Veranstaltungsteilnahme: Mitarbeit an Veranstaltungen beratender Institutionen.
Flächenwirkung: Breitenwirksames Unterstützungsangebot in der Breite verankern.
Externe Kommunikation: Presse- und Medienarbeit, strategische Kommunikation, Wissenschaftskommunikation.
Forschungsmonitoring, Berichte und Open Data
Forschungsmonitoring: Kontinuierliche Beobachtung laufender Entwicklungen.
Kurzberichte und Zwischenberichte: Erstellung im Projektverlauf.
Tabellenband: Bereitstellung als Open Data (lizenzfreie Veröffentlichung).
Projektmanagement und Stakeholder-Arbeit
Projektsteuerung: Planung und Steuerung von Terminen, Qualitäten, Kosten und Budget.
Stakeholder-Management: Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft (insb. KMU), Wissenschaft und dem Inklusionsbereich.
Partizipative Forschung: Einbindung von Betroffenen und Selbstvertretungsorganisationen in das Projekt.
Querschnittsanforderungen
Netzwerk: Bestehende Kooperationsbeziehungen zu betroffenen Erwerbstätigen sowie Organisationen/Verbänden der Selbstvertretung, Beratung und Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen sollten vorhanden sein.
Gender Mainstreaming: Ist im Projekt zu berücksichtigen.
Nachhaltigkeit: Weiternutzung sowie umwelt-, soziale und innovative Nachhaltigkeit berücksichtigen.
Datenschutz: Bei Verarbeitung personenbezogener Daten ist ein Datenschutzkonzept zu erstellen.
Optionale Zusatzleistungen: Zuarbeiten für kurzfristige projektbezogene parlamentarische Anfragen (Berichte, Auswertungen); weitere optionale Leistungen können im Verfahren ergänzt werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Mindestanforderungen)
Finanzvolumen (Kriterium 1.1): Durchschnittliches jährliches Finanzvolumen ≥ 3 Mio. € netto der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre. Für Universitäten/Hochschulen gilt das durchschnittliche Drittmittelvolumen; für andere Organisationen ein äquivalentes Finanzvolumen. Nachweis als Eigenerklärung.
Mitarbeiterstruktur (Kriterium 1.2): Mindestens 15 Vollzeitäquivalente (VZÄ) im Bereich Wissenschaft und Forschung. Nachweis als Eigenerklärung.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit – Unternehmen (Gewichtung 75 %)
Bewertet werden 8 Kriterien mit jeweils 0–10 Punkten. 0 Referenzen führt bei den Kriterien 2.1–2.3 und 2.5–2.8 zum Ausschluss. Nur Kriterium 2.4 ist ohne Mindestanzahl (0 Referenzen = 0 Punkte, kein Ausschluss).
Punktetabelle je Kriterium:
2.1 – Fachkenntnis Digitalisierung/KI (15 %): Mind. 2 Referenzen mit Leistungszeitpunkt ab 01.01.2023; Mindestumfang Kurzstudie, Gutachten oder Pilotauftrag.
2.2 – Fachkenntnis Inklusionsforschung (15 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; gleicher Mindestumfang.
2.3 – Fachkenntnis Arbeitsforschung (15 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; gleicher Mindestumfang.
2.4 – Übergreifende/interdisziplinäre Fragestellungen (10 %): Mind. 2 Referenzen, die mind. zwei der Bereiche 2.1–2.3 abdecken; ab 01.01.2020.
2.5 – Kommunikationskompetenz (15 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; Presse-/Medienarbeit, strategische Kommunikation, Veranstaltungskommunikation oder Praxistransfer.
2.6 – Forschungsmonitoring & Kurzberichte (10 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; Monitoring und Kurzberichtkonzeption.
2.7 – Projektmanagement-Kompetenz (10 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; Steuerung von Terminen, Qualitäten, Kosten/Budget.
2.8 – Stakeholder-Management (10 %): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; Zusammenarbeit mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Inklusionsbereich.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit – Projektleitung (Gewichtung 25 %)
3.1 – Ausbildung und Erfahrung (Mindestanforderung): Projektleitung und stellvertretende Projektleitung müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie ≥ 3 Jahre Berufserfahrung mit Leitungsfunktion nachweisen. Nachweis über Lebenslauf und Eigenerklärung (Dokument 12).
3.2 – Fachkenntnis Projektleitung (60 % dieses Blocks): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020 mit Erfahrung als Projektleitung; wissenschaftliche Fachkenntnis in 2.1–2.3 ODER Projektmanagement-Kompetenz. 0 Referenzen = Ausschluss.
3.3 – Fachkenntnis stellvertretende Projektleitung (40 % dieses Blocks): Mind. 2 Referenzen ab 01.01.2020; Erfahrung als stellv. Leitung; gleiche Anforderungen wie 3.2. 0 Referenzen = Ausschluss.
Zusatzpunkte: Je Referenz, wenn sowohl Fachkenntnis (2.1–2.3) als auch Projektmanagement-Kompetenz nachgewiesen werden.
Auswahlverfahren und Ausschlussgründe
Auswahl: Maximal 4 geeignete Bewerber werden zur Dialogphase aufgefordert (mindestens 3 erforderlich).
Punktegleichstand: Höhere Punktzahl bei Kriterium 3.2 (Fachkenntnis Projektleitung) entscheidet; danach Losentscheid.
Ausschlussgründe: Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Dokument 6) sowie Eigenerklärung Russland (Dokument 6a) sind Pflicht. Weitere Ausschlussgründe gemäß §§ 123–125 GWB.
Hinweis: Im Teilnahmewettbewerb werden keine K.O.-Kriterien angewendet; K.O.-Kriterien können erst für die Angebotsphase festgelegt werden.
Wissenschaftliche Fachkenntnis Digitalisierung / KI (Kriterium 2.1)
Zusatzpunkt je Referenz, wenn für öffentlichen Auftraggeber erbracht
Wissenschaftliche Fachkenntnis Inklusionsforschung (Kriterium 2.2)
Zusatzpunkt je Referenz bei öffentlichem Auftraggeber
Wissenschaftliche Fachkenntnis Arbeitsforschung (Kriterium 2.3)
Zusatzpunkt je Referenz bei öffentlichem Auftraggeber
Übergreifende / interdisziplinäre Fragestellungen (Kriterium 2.4)
Referenz muss mind. 2 der Bereiche 2.1–2.3 abdecken; 0 Ref. = 0 Punkte (kein Ausschluss)
Kompetenz Kommunikation (Kriterium 2.5)
Erfahrung in Presse-/Medienarbeit, strategischer Kommunikation, Veranstaltungskommunikation oder Praxistransfer; Zusatzpunkt bei Verknüpfung mit Forschung
Forschungsmonitoring und Konzeption von Kurzberichten (Kriterium 2.6)
Zusatzpunkt bei Verknüpfung mit Forschung
Projektmanagement (Kriterium 2.7)
Erfahrung in Steuerung von Terminen, Qualitäten und Kosten/Budget; Zusatzpunkt bei Verknüpfung mit Forschung
Stakeholder-Management (Kriterium 2.8)
Zusammenarbeit mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Inklusionsbereich; Zusatzpunkt bei Verknüpfung mit Forschung
Fachkenntnis Projektleitung (Kriterium 3.2)
Wissenschaftliche Fachkenntnis in 2.1–2.3 ODER Projektmanagement-Kompetenz; Zusatzpunkt bei Nachweis beider Aspekte
Fachkenntnis stellvertretende Projektleitung (Kriterium 3.3)
Gleiche Anforderungen wie 3.2; Zusatzpunkt bei Kombination beider Aspekte