Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Gemeinde Apelern für Asphalt- und Tiefbauarbeiten am Friedhofsweg in Soldorf (Gemeinde Apelern, Samtgemeinde Rodenberg).
Die rd. 175 m lange Baustrecke umfasst den Rückbau des vorhandenen Pflasterwegs, den Neubau eines Regen- und Schmutzwasserkanals mit Kontrollschächten und Hausanschluss für die Friedhofskapelle, den Neubau der Straße mit Asphalttragschicht und -deckschicht, Pflaster- und Bordsteinarbeiten, eine neue Fahrbahnentwässerung, die Profilierung des Entwässerungsgrabens sowie Aufstellungsarbeiten für Verkehrszeichen. Hinzu kommen Prüf- und Dokumentationsleistungen (z.B. TV-Inspektion, Dichtheitsprüfung) und Stundenlohnarbeiten.
Angebote müssen bis zum 18.08.2026 um 14:15 Uhr vorliegen. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis (100%).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme erhält 10 Punkte, Angebote mit dem Zweifachen der niedrigsten Wertungssumme und darüber erhalten 0 Punkte. Lineare Interpolation der dazwischen liegenden Preise mit drei Stellen nach dem Komma.
Lineare Interpolation: 10 Punkte für niedrigste Wertungssumme, 0 Punkte für das Zweifache der niedrigsten Wertungssumme und darüber. Drei Stellen nach dem Komma.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und Räumen der Baustelle, Sauberhaltung, Bauzaun und Verkehrssicherung. Aufnahme von ca. 170 m Tiefbord und ca. 215 m² Pflaster, Entfernung von Bewuchs auf ca. 160 m², Abtrag und Andicken von Oberboden, sowie Suchen, Leeren und Stilllegen der vorhandenen Sickergrube im Bereich der Friedhofskapelle.
Kanalbau (Regen- und Schmutzwasser)
Aushub eines Kanalgrabens bis ca. 1,75 m Tiefe inklusive Bodenentsorgung (Z0, Z2, >Z2), Grabenverbau, Handschachtung, Hindernisunterfahrung sowie Leitungs- und Kabelsicherung. Herstellung von je 4 Kontrollschächten DN 1200 für RW und SW, Kiessandauflager, Rohrummantelung und Füllkies. Verlegung von:
Straßenbau und Asphaltarbeiten
Auf ca. 700 m² Herstellung des frostsicheren Straßenoberbaus gemäß RStO 12, Tafel 1, Zeile 3, Belastungsklasse Bk1,0:
Zusätzlich Schotterplanum, Naht, Abstumpfung und Bitumen-Haftkleber. Gesamtaufbau ca. 55 cm.
Pflaster-, Bordstein- und Entwässerungsarbeiten
Setzen von ca. 340 m Bordsteinen, Herstellung einer 2-zeiligen Rinne auf ca. 170 m, Angleichen von ca. 28,5 m² Pflaster und ca. 10 m² Gehwegplatten, Lieferung von Pflastersteinen 14 cm Dicke für ca. 5 m. Einbau von 3 Stück quadratischen Straßenabläufen mit Aufsatz 500×500 mm. Hochbord mit einreihiger Bordrinne auf Friedhofsseite, durchschnittliches Längsgefälle ca. 2,5 %, Wasserableitung über Längsabläufe zum neuen Kanalsystem.
Entwässerungsgraben und Verkehrszeichen
Freiräumen des bestehenden Grabens von Bewuchs auf ca. 120 m, Neu-Profilierung auf 120 m und ca. 3 m Grabenanschluss an den RW-Kanal. Aufstellung von 3 Verkehrszeichen (Schilder werden vom Auftraggeber gestellt). Während der Baumaßnahme erfolgt eine komplette Wegesperrung; eine provisorische Zuwegung wird über Groß Hegesdorfer Str. und Grasweg entlang Bolzplatz eingerichtet.
Prüfungen, Dokumentation und Stundenlohnarbeiten
Kontrollprüfungen: Plattendruckversuch, Bauvermessung, TV-Inspektion RW DN 400 (ca. 130 m) und SW DN 200 (ca. 130 m), Dichtheitsprüfung der Haltungen DN 400 und DN 200 (je ca. 130 m), Dichtheitsprüfung von 2 Schächten bis DN 1200, Kanal-Bestandsplan und digitale Übergabe (z.B. USB-Stick/CD).
Stundenlohnarbeiten auf Anordnung: Facharbeiter, LKW 9 t, Radlader 70 PS, Bagger 0,45 m³, Kompressor, Abbruchhammer.
Abfallentsorgung und Bauausführungsbedingungen
Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und Besitzer der Bau- und Abbruchabfälle. Bau- und Abbruchabfälle sind nach den geltenden Vorschriften getrennt zu erfassen und vorschriftsgemäß zu entsorgen. Erforderliche Nachweise nach KrWG und Nachweisverordnung sind zu führen. Eigenverantwortliche Information bei Versorgungsträgern über Leitungen im Baufeld, Einholung notwendiger Genehmigungen (bau-, wasserbehördlich, sonstige), eigene Lager- und Arbeitsplätze, schadlose Oberflächenwasserableitung während der Bauzeit, eigenverantwortliche Absteckung, Einmessung und Höhenmessung. Wiederherstellung beschädigter Grenzsteine/Höhenfestpunkte auf Kosten des AN. Tägliche Bautagesberichte und Lieferscheine/Wiegescheine sind unaufgefordert zu übergeben.
Ausführungszeitraum
Verbindliche Ausführungsfristen gemäß § 5 Abs. 1 VOB/B: Beginn am 01.10.2026, abnahmereife Vollendung bis 30.04.2027 (ca. 7 Monate). Mit der Ausführung ist innerhalb von 12 Werktagen nach Zugang der Aufforderung des Auftraggebers zu beginnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintrag und Präqualifikation
Eintragung im Berufs- oder Handelsregister des Sitzes oder Wohnsitzes des Unternehmens (alternativ: Eintragung in der Handwerksrolle für die auszuführenden Leistungen oder bei der Industrie- und Handelskammer). Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintrag bei einer Präqualifikationsstelle (PQ VOB) führen, ergänzt um ggf. nicht in der Präqualifikation enthaltene Nachweise. Andernfalls ist eine Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt e124) bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung, die während der gesamten Bauzeit/Vertragslaufzeit besteht. Geforderte Mindestdeckungssummen:
Der Nachweis erfolgt durch eine Bescheinigung des Haftpflichtversicherers. Auf Verlangen der Vergabestelle können darüber hinaus eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, der Berufsgenossenschaft sowie eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG nachgereicht werden.
Fachliche Leistungsfähigkeit und Nachunternehmer
Erklärung, ob alle Leistungen im eigenen Betrieb oder mit Nachunternehmern ausgeführt werden. Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt e233) ist mit dem Angebot einzureichen. Auf Verlangen der Vergabestelle können Referenznachweise sowie eine Erklärung zur Anzahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre (nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal) nachgereicht werden.
Zuverlässigkeit und Tariftreue
Kein laufendes Insolvenzverfahren (ggf. mit rechtskräftig bestätigtem Insolvenzplan). Verpflichtung zur Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns nach MiLoG: 12,82 €/h ab 01.01.2025 und 13,90 €/h ab 01.01.2026 sowie der Regelungen des AEntG und AÜG (Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG). Die gleiche Verpflichtung gilt auch für alle eingesetzten Nach- und Verleihunternehmen, für die gesonderte Tariftreueerklärungen vorzulegen sind. Mitteilungspflicht bei Änderungen der Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Sonderbonus Werkstatt für Behinderte
Sofern zutreffend, kann durch Nachweis der Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte ein 15%-Bonus auf die Wertungssumme erzielt werden; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhalten diese Bieter den Zuschlag.