Aufwertung der nördlichen Altstadt von Landsberg am Lech
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht
Die Stadt Landsberg am Lech sucht ein Planungsbüro für die städtebauliche Aufwertung der nördlichen Altstadt. Geplant ist ein "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" mit barrierefreiem, niveaugleichem Ausbau des Straßenraums rund um Schlossergasse, Holzmarkt, Vorderer und Hinterer Anger, Sandauer Straße, Mühlgassen, Schulgasse, Ludwigstraße und Herzog-Ernst-Straße.
Was zu tun ist
Es werden Objektplanungen für Freianlagen (§ 39 HOAI) und Verkehrsanlagen (§ 45/47 HOAI) vergeben – von der Grundlagenermittlung über Vor- und Entwurfsplanung bis zur Vorbereitung der baulichen Umsetzung. Hinzu kommen Konzepte für Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen, ein Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser sowie die Koordination mit Sparten, Denkmalschutz und Verkehrssicherung. Außerdem wird ein Lösungsvorschlag für den Holzmarkt erwartet (Kostenrahmen max. 840.000 € netto).
Wie es abläuft
EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Angebotsfrist: 09.11.2026, 15:00 Uhr. Geschätztes Bauvolumen: ca. 7 Mio. € netto. Vertragslaufzeit: 80 Monate. Bis zu 3 Bieter werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Auftragsbezogenes Organisations- und Projektabwicklungskonzept5%
Darstellung der Zusammensetzung des Projektteams und Verantwortlichkeiten anhand eines Organigramms einschl. Stellvertreterregelung. Bewertet werden: Vollständige Darstellung des Projektteams mit namentlicher Benennung der Projektleitung und der maßgeblich tätigen Personen, fachliche Verantwortlichkeiten und Weisungsstrukturen, Schnittstellen zwischen Verkehrs- und Freianlagenplanung, Stellvertreterregelungen, Ansprechpartner und Kommunikationswege.
- Auftragsbezogene Erfahrung und Befähigung der vorgesehenen Projektmitarbeiter10%
Qualifikation und persönliche Erfahrung des eingesetzten Personals anhand persönlicher Referenzen. Zwei Unterkriterien mit je 5%: (2.1) Persönliche Berufserfahrung der Projektleitung für Verkehrsanlagenplanung (komplexe innerstädtische Verkehrsanlagen, verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche, barrierefreie Verkehrsanlagen, Spartenkoordination, Bauabschnitte, Bauoberleitung) und (2.2) persönliche Berufserfahrung für Freianlagenplanung (hochwertige innerstädtische Freianlagen, gestalterische Integration, klimaangepasste Freiraumgestaltung). Es werden ausschließlich Referenzen berücksichtigt, bei denen die benannte Person die Funktion tatsächlich ausgeübt hat und deren Fertigstellung nicht länger als 20 Jahre zurückliegt.
- Lösungsvorschlag Holzmarkt60%
Planerisch schlüssige Umsetzung der Anforderungen im Lösungsvorschlag (max. Ausführungskosten 840.000 € netto). Vier Unterkriterien: (3.1) Städtebaulich-freiraumplanerische Leitidee und Gestaltungsqualität (16%) – ortsspezifische Leitidee, Raumbildung, Material- und Möblierungsprinzipien; (3.2) Verkehrliche und funktionale Qualität (16%) – verkehrsberuhigter Geschäftsbereich, Integration Fuß- und Radverkehr, Lade- und Kurzzeitbereiche, niveaugleicher Ausbau; (3.3) Aufenthaltsqualität, Nutzungsvielfalt und Barrierefreiheit (14%) – flexible Nutzungen, inklusive/barrierefreie Wege und Zugänge; (3.4) Klimaresilienz und Begrünung (14%) – Baumstandorte, Mikroklima, klimaangepasste Oberflächen und Niederschlagswasserbewirtschaftung.
- Angebotspreis25%
Wertungssumme (Angebotspreis netto in Euro einschließlich Zuschlägen, Besonderen Leistungen, Nebenkosten). Umrechnung in Punkte: 5 Punkte für niedrigsten Preis, 0 Punkte für 1,5-fachen des niedrigsten Preises, lineare Interpolation; Faktor 10 in der Formel.
Bewertung des Preises: 5 Punkte = niedrigster Preis; 0 Punkte = 1,5-faches des niedrigsten Preises; lineare Interpolation dazwischen. Formel: Punktzahl = 5 - ((Angebotspreis - niedrigster Preis) x 10 / niedrigster Preis). Zuschlag: Das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält den Zuschlag; bei Gleichheit entscheidet das Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZwei Leistungsbilder – Freianlagen und Verkehrsanlagen
Beauftragt werden Objektplanungen für Freianlagen (§ 39 HOAI) und für Verkehrsanlagen (§ 45/47 HOAI), beide jeweils über die Leistungsphasen 1–9 nach HOAI. Für Stufe 1 (LPH 1+2) sind alle Objekte gemeinsam zu bearbeiten; die Stufen 2 und 3 (LPH 3–4 bzw. 5–9 nach Objekt) werden objektbezogen abgerufen.
Geschätztes Bauvolumen (netto):
Stufenweise Beauftragung:
9 zu planende Objekte
1. Schlossergasse und Holzmarkt
2. Hinterer Anger
3. Sandauer Straße (Sandauer Tor bis Lechstraße)
4. Vorderer Anger
5. Hintere Mühlgasse (Vorderer Anger bis Bäckertor)
6. Vordere Mühlgasse (Schulgasse bis Mühlbachbrücke)
7. Schulgasse
8. Ludwigstraße (gestalterisches Verbindungsglied, kein vollumfänglicher Umbau)
9. Herzog-Ernst-Straße (Schlossergasse bis Georg-Hellmair-Platz, gestalterisches Verbindungsglied)
Übergeordnete planerische Anforderungen
Koordinationspflichten
Besondere Leistungen
Lösungsvorschlag Holzmarkt – Pflichtbestandteil im Angebot
Für die Verhandlungsphase ist ein städtebaulich-freiraumplanerischer Lösungsvorschlag für den Bereich Holzmarkt zu erarbeiten. Folgende Bestandteile sind einzureichen:
Die Bewertung gewichtet u. a. Leitidee/Gestaltungsqualität (16 %), verkehrliche/funktionale Qualität (16 %), Aufenthaltsqualität/Nutzungsvielfalt/Barrierefreiheit (14 %) und Klimaresilienz/Begrünung (14 %). Der Lösungsvorschlag wird mit 12.100 € netto je Bieter vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung (§ 44 VgV)
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (§ 45 VgV)
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (§ 46 VgV)
Referenzen (siehe Abschnitt reference_projects – je bis zu 2 Referenzen für Verkehrs- und Freianlagenplanung, Fertigstellung ≤ 10 Jahre, innerstädtisch, öffentlicher Auftraggeber, Baukosten mind. 1,5 Mio. € netto). Auswahlmatrix mit max. 120 Punkten; Mindestwerte als Ausschlusskriterien für die fachliche Vergleichbarkeit.
Technische Ausstattung: CAD-gestützte Planungssysteme, AVA-Software, digitale Planübergabeformate, Fähigkeit zur digitalen Projektkommunikation (Pflichtangabe).
Qualitätssicherung: Interne Prüf- und Freigabeprozesse, Maßnahmen zur Kosten- und Terminüberwachung, Einhaltung technischer Regelwerke.
Personalqualifikationen:
Persönliche Referenzen Mitarbeiter (für Wertung): ≤ 20 Jahre alt; Anforderungen siehe Abschnitt zu persönlichen Referenzen.
Verfahrensrahmen
Besondere formelle Anforderungen
Mindestens 2 vergleichbare Referenzen gesamt, davon je bis zu 2 für Verkehrsanlagen und bis zu 2 für Freianlagen, gemeinsam nachweisbar. Fertigstellung nicht älter als 10 Jahre. Innerstädtisch (Bezug zum Stadtzentrum, mind. 25.000 Einwohner), öffentlicher Auftraggeber. Verkehrsanlagen: mind. Leistungsphasen 2, 3, 5, 6, 8 (§ 45 HOAI) und Baukosten mind. 1.500.000 € netto. Freianlagen: mind. Leistungsphasen 2, 3, 4, 5, 6, 8 (§ 39 HOAI) und Baukosten mind. 1.500.000 € netto.
Für Auswahlmatrix (Anlage 03): Verkehrsanlagen mit mind. 4 Verkehrs-/Nutzungsarten, verkehrsberuhigtem Geschäftsbereich/Fußgängerzone, mind. 2 Bauabschnitten mit Aufrechterhaltung fußläufiger Zugänge und mind. 2 Funktionen (ÖPNV/Lieferverkehr/Rettungsdienst/Müllabfuhr). Freianlagen: Umgestaltung zusammenhängenden Straßen-/Platzraums mit mind. 3 Abschnitten und erhöhten Gestaltungsanforderungen ODER angrenzende Mischnutzung mit mind. 3 Nutzungen; mind. 2 klimawirksame Elemente; Koordination/Neuordnung von mind. 3 Sparten. Pflichtangaben je Referenz: Name/Anschrift, Beschreibung der Leistung, Gesamtvergütung netto, Gesamtbaukosten/Schlussrechnungssumme, Erbringungszeitraum (Baubeginn/-fertigstellung).
Persönliche Referenzen der vorgesehenen Projektmitarbeiter (Erfahrungsnachweis für die Wertung)
Projektleitung/Fachplanung Verkehrsanlagen: verantwortliche Planung komplexer innerstädtischer Verkehrsanlagen, verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche/Fußgängerzonen, barrierefreie/niveaugleiche Verkehrsanlagen, Spartenkoordination, abschnittsweise Baumaßnahmen unter Aufrechterhaltung der Erreichbarkeit, Bauoberleitung/örtliche Bauüberwachung. Projektleitung/Fachplanung Freianlagen: verantwortliche Planung hochwertiger innerstädtischer Freianlagen/Platzräume, Integration von Aufenthalt/Außengastronomie/Veranstaltungen/Verkehr, klimaangepasste Freiraumgestaltung/Begrünung/Baumstandorte/Niederschlagswasserbewirtschaftung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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