Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Stadt Neustadt an der Weinstraße schreibt den Vollausbau der Kreisstraße K 20 (Branchweilerhofstraße) auf einer Länge von ca. 540 m als öffentliche Ausschreibung aus. Die Maßnahme muss bis zum 31.07.2027 fertiggestellt sein (wegen der Landesgartenschau 2028, Frist nicht verlängerbar).
Was ist zu tun?
Einreichung: Angebotsschluss **08.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis70%
Niedrigster wertbarer Angebotspreis erhält 70 Wertungspunkte; weitere Bieter erhalten Punkte nach Formel (niedrigster Preis / eigener Preis) x 70
- Arbeitslohn (Tariftreue)15%
Einsatz von Personal, das nach dem geltenden aktuellen Tariflohn des maßgeblichen Handwerks entlohnt wird (oder analog). Bestätigung über Mindestlohn nach AEntG/AÜG/TVG erfüllt das Kriterium nicht.
- Nachunternehmerverzicht15%
Eigene Ausführung aller Bauleistungen, auf die der Betrieb eingerichtet ist, ohne Nachunternehmer. Bei Einsatz von NU für eigene Leistungen erfolgt prozentualer Abzug (Malus) entsprechend dem NU-Anteil am Gesamtauftragswert; ab >30% NU-Anteil = 0 Punkte.
Preiswertung: Punktzahl = (Niedrigster wertbarer Angebotspreis / jeweiliger Angebotspreis) x 70. Nachunternehmerwertung: Bei NU-Anteil von 20% des Gesamtauftragswertes werden 20% von 15 Punkten (also 3 Punkte) abgezogen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStraßen- und Tiefbau (Hauptleistung)
Fahrbahnbau: Tiefeinbau in Belastungsklasse 3,2 mit 4 cm AC 11DS (Deckschicht) + 6 cm SMA 16BS (Binder) + 10 cm AC 22TS (Tragschicht) + 20 cm HVT (hydraulisch verfestigte Tragschicht) + 40 cm Frostschutzschicht. Im Teilbereich ab Station 0+540: 10 cm Binder-/Deckschicht. Knotenpunkte Tiefeinbau BK 0,3.
Rad- und Gehwege: Tiefeinbau 10 cm; Vollausbau 40 cm; barrierefreie Gestaltung mit taktilen Leitsystemen (Blindenleitplatten ca. 30 m²), Querungshilfen, Sonderborden an Bushaltestellen.
**Borde, Rinnen
Entwässerung
Regenwasser: Neuverlegung Regenwassersammler mit Schacht- und Auslaufbauwerken.
Leitungsbau: Vorarbeiten – Entwässerungsrohrleitung abbrechen (50 m). Leitungsgräben herstellen (Gesamtvolumen ca. 460 m³ in verschiedenen Tiefen). Rohrleitungen – Anschlussleitungen DN/ID 150 (140 m), Kunststoffrohrleitungen DN/ID 250 (130 m), DN/ID 400 (100 m).
Schächte und Abläufe: Straßenabläufe ausbauen (29 St.) und neu einbauen (31 St.). Schächte ausbauen (18 St.), Schachtabdeckungen aufsetzen (24 St.), Fertigteilschächte herstellen.
Mischwasserkanal (ESN): Erneuerung im Bestand.
Abnahme: Entwässerungsleitungen reinigen (360 m), Dichtheitsprüfung (8 Stück), Kameradurchfahrten (350 m).
Lichtsignalanlage (LSA) am Knotenpunkt Reitclub
Lieferung und Montage: Steuergerät, Schaltschrank, Signalmaste (gerade und Ausleger 4 m/6 m), LED-Signalgeber (200 mm und 300 mm), Anforderungstaster (Fuß- und Rad-), akustische Signalgeber, Wärmebild-/Detektionskamera, Erd- und Steuerkabel, Software/Planung, Inbetriebnahme.
Kameradetektion: Fahrrad- und Blindenanforderung; Detektionsfelder, Anschlussarbeiten.
Programme: Programm 1 vollverkehrsabhängig (06:30–22:00 Uhr) und Programm 2 Dunkelprogramm (00:00–06:30 Uhr und 22:00–24:00 Uhr).
Sondermaske: „Neustadter Ampelkönigin" (4 Stück, Ersatz für Ampelmännchen).
Wartung: 10-jähriger Wartungs- und Instandhaltungsvertrag ab technischer Abnahme, automatische Verlängerung um je 1 Jahr (max. 250,00 € netto/Monat). Nachunternehmer namentlich im Formblatt 233 zu benennen – sonst Ausschluss.
FGÜ-Beleuchtung: Rückbau am Reitclub, Remontage am Rothenbusch.
Kabeltiefbau und Straßenbeleuchtung
Straßenbeleuchtung: Tiefbau neues Beleuchtungskabelnetz, Mastfundamente, Umsetzen Bestandslichtmaste, Leerrohrtrassen, Kabelverteilersockel, Kabelabzweigsäule, Fundamenthülsrohre. Endmontage bauseitig.
Kabel: NYY-J 4×10 mm² Erdkabel, Kabelgraben, Sandbett, Kabelschutzrohr DN 100.
Strom (Stadtwerke): Kabelgräben (117 m³), Kopflöcher, Suchschlitze, Felsbeseitigung; Schutzrohrverlegung DN 125/150/50 (je 1.110 m), Trassenwarnband, Kunststoffband (555 m); Aufnahme/Wiederherstellung von Betonverbundpflaster, Rinnenplatten, Randsteinen; Asphaltarbeiten; TOK-Band; Entsorgung gefährlichen Bodens >BM-F3 (10 m³). Leerrohrverlegung 3× DN 160 und 2× DN 125 (Grabenbreite 0,6 m, Grabentiefe 1,0 m).
Gas- und Wasserleitungen (Stadtwerke)
Gas: Erneuerung Gashauptversorgung PE 100 RC d160 (ca. 100 m), 1 Gas-Netzanschlussleitung.
Wasser: Erneuerung Trinkwasser-Absperrarmaturen und Hydranten, Erneuerung Wassertransportleitung DN 600 (GGG), Erneuerung Wasserhauptversorgung PE 100 RC d160 (ca. 100 m), ca. 2 Wasser-Netzanschlussleitungen.
Tiefbau: Erdarbeiten, Taglohnarbeiten, Geräteeinsatz, Absperrung. Kabel-/Leitungsgräben (210 m³), Kopflöcher, Hausanschlussgräben. Rohrbettung, Frostschutzschicht, Austauschboden. Verbau, Stahlplatten, Behelfsbrücken (Fußgänger). Aufnehmen/Sichern von Kabeln und Leitungen (100 m). Entsorgung belasteten Materials >BM-F3 inkl. Analytik.
Verkehrssicherung und Baustellenlogistik
Bauabschnitte: 5 Bauabschnitte – BA 1–3 unter halbseitiger Sperrung mit Einbahnstraßenregelung; BA 4–5 unter Vollsperrung.
Vorhaltedauern Verkehrssicherung: BA 1: 105 Tage, BA 2: 77 Tage, BA 3: 51 Tage, BA 4: 28 Tage, BA 5: 31 Tage. Umleitungsstrecke (Wartung): 260 Tage.
Beschilderung/Absperrung: Aufbau, Vorhalten, Kontrolle (elektronisch dokumentiert), Wartung, Abbau gemäß RSA 21, StVO, ZTV-SA. Temporäre Markierung, passive Schutzeinrichtungen, transportable Lichtsignalanlage, Behelfsbrücken, Zusatzbeleuchtung.
Umleitungen: Großräumige Radumleitung (R58 Palatia-Radweg, Kraut-und-Rüben-Radweg) Oktober 2026 – August 2027; Umleitung Reitclub BA 1 und BA 4 (Oktober 2026 – Februar 2027); Kfz-Umleitungen. LGS-Tor-Freihaltung (Tore 1–6).
Beschilderung Umleitung Reitclub: VZ 250 mit Zusatzzeichen „landwirtschaftlicher Verkehr frei" (8 St.), VZ 454 Umleitung rechts/links mit Zusatzschild „Reitclub frei" (12 St.), VZ 101 mit VZ 274-20 (10 St.), Vollsperrung mit mind. 3 Sperrschranken und 8 roten Leuchten.
Beschilderung Umleitung BA 4–5: VZ 250 (5×), VZ 458 (10×), VZ 455 (48×).
Radweg-Hinweisschilder: 4 Hinweisschilder am Beginn der Umleitung erstellen und aufbauen.
Erhalt Anlieferzufahrten: Rothenbusch, Holzhof, Reitclub.
Vorankündigung Baustelle: Spätestens 2 Wochen vor Einrichten der Baustelle.
Telekommunikationsleitungen Stillstandszeit: 3 Kalendertage je Bauabschnitt für TKU-Arbeiten; Anmeldung 14 Kalendertage vorher durch AN.
Kampfmittel, Wasserhaltung, Qualitätssicherung, Dokumentation
Kampfmittelfreimessung: Flächensondierung (8.000 m² befestigt + 500 m² unbefestigt), Feuerwerker, sprenggeschützter Bagger, baubegleitende Sondierung des Aushubhorizonts.
Wasserhaltung: Oberflächen-/Sickerwasser, winterbedingte Wasserhaltung.
Qualitätssicherung: Erstprüfungen, Eigenüberwachung, Kontrollprüfungen, statische Plattendruckversuche, radiometrische Verdichtungskontrolle Asphalt, Prüfprotokolle Calciumhydroxid/Kalksteinmehl, Nachbeprobung kontaminierter Böden.
Vermessung: Standsicherheitsnachweis, Ausführungszeichnungen (3- bzw. 4-fach), Bestandsdokumentation Kanal-/Straßenbau.
Dokumentation ErsatzbaustoffV: Erstellung gemäß § 25 ErsatzbaustoffV inkl. aller erforderlichen Unterlagen, digital als PDF.
Dokumentation: Baudurchführungspläne, Bautagesberichte, REB-Abrechnung (8 Kostenträger), Bestandspläne digital (DV + PDF), ETRS89/UTM32.
Entsorgung/Bodenverwertung: Bereitstellungsflächen für Zwischenlagerung (bis 1.000 m³, max. 300 m³ pro Haufwerk), Probenahme Ausbaustoff (8 Stück), Entsorgung gefährlicher Abfälle (Bodenaushub mit gefährlichen Stoffen 800 t; teer-/pechhaltige Bitumengemische 50 t), gelagerter Boden (175 m³).
Abfallmanagement: Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß KrWG; Trennung und Erfassung der Abfälle; Führung der Nachweise nach KrWG und NachwV; Vorlage der Entsorgungsnachweise an den AG.
Stoffpreisgleitklausel – relevante Materialien
Formblatt 225a ist Pflicht und regelt Preisanpassungen für folgende Baustoffe (Erzeugerpreisindizes des Statistischen Bundesamtes):
Bieter müssen je GP-Nummer den Stoffpreis ohne AGK, BGK und W+G (€/t netto), den Abrechnungszeitpunkt (Einbau/Lieferung/Verwendung), die Abrechnungseinheit sowie ggf. Sonstiges angeben. Prüfbare Aufzeichnungen über die Stoffverwendung sind bereitzuhalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Präqualifikation: Eintrag in der Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer) ODER Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise.
Bei Nachunternehmereinsatz: Nachweis der Präqualifikation oder Eignung der Nachunternehmer; auf Verlangen Erklärungen und Bescheinigungen der Nachunternehmer. Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 236) und Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) auf Verlangen.
Eintragung: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle oder IHK-Eintragung (auf Verlangen).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Steuern und Abgaben: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt / Bescheinigung in Steuersachen; Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (auf Verlangen).
Sozialabgaben: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (auf Verlangen).
Berufsgenossenschaft: Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen (auf Verlangen).
Insolvenz: Kein Insolvenzverfahren oder, falls zutreffend, rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (auf Verlangen).
Kapazitätsleihe: Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen Verzeichnis nach Formblatt 235 (Art und Umfang der Teilleistungen, Name des Unternehmens, OZ/Leistungsbereich, überlassene Eignung).
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Personalstärke: Erklärung über jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal (auf Verlangen).
Sprachanforderung: Deutschsprachige weisungsbefugte Person auf der Baustelle; alle Dokumente auf Deutsch; fremdsprachige Nachweise mit beglaubigter Übersetzung.
SiGeKo-Qualifikation: Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gemäß RAB 30.
Technische Kapazität (implizit erforderlich): Fähigkeit zur Erstellung umfangreicher Fachplanungen (Verkehrszeichenpläne nach RSA 21/ZTV SA, Bauablaufplan), Durchführung komplexer Asphaltarbeiten mit verschärften Qualitätsanforderungen (Eigenüberwachung, radiometrische Verdichtungskontrolle, statische Plattendruckversuche), Koordination von 5 Bauabschnitten unter Aufrechterhaltung des Anliegerverkehrs und der LGS-Logistik.
Rechtliche und vergaberechtliche Anforderungen
Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen: Erklärung im Angebotsschreiben; pauschaler Schadensersatz 15 % der Bruttoabrechnungssumme bei Verstößen.
Tariftreue und Mindestentgelt: Eigenerklärung nach §§ 3 und 4 Abs. 1 LTTG (Landestariftreuegesetz Rheinland-Pfalz). Verpflichtung, den Beschäftigten mindestens das tariffreie oder gesetzliche Mindestentgelt zu zahlen. Verpflichtungserklärung sämtlicher Nachunternehmer und Verleiher. Vollständige und prüffähige Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte bereithalten. Beschäftigte auf Kontrollmöglichkeiten durch den AG hinweisen.
Schwarzarbeitsbekämpfung: Eigenerklärung gemäß § 21 SchwarzArbG.
Arbeitsschutz: Einhaltung aller Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften (DGUV).
KMU-Erklärung: Für einzelne Unternehmen (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Jahresbilanzsumme) – nicht für Bietergemeinschaften mit überwiegend nicht-KMU-Partnern.
Nebenangebote: Nicht zugelassen.
Aus den vorliegenden Vergabeunterlagen sind keine konkreten Mindestanforderungen an Referenzprojekte (Anzahl, Zeitraum, Volumen, Vergleichbarkeit) definiert. Es wird lediglich auf 'Referenznachweise' verwiesen (auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen).