Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Stadt Weimar schreibt im Rahmen des grundhaften Ausbaus der Robert-Blum-Straße in Weimar-OT Tiefurt das Fachlos 03 – Landschaftsbau-/Baumpflanzungsarbeiten öffentlich aus.
Worum geht's?
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusgangslage und Veranlassung
Im Zuge des grundhaften Ausbaus der Robert-Blum-Straße in Weimar-OT Tiefurt musste eine vorhandene Allee gefällt werden, um Baufreiheit für den Straßenbau (Fachlos 1) zu schaffen. Der Alleecharakter soll durch Neupflanzungen wiederhergestellt werden. Zusätzlich sind Ersatzpflanzungen für die Klassik Stiftung Weimar (an der Ilm-Einleitstelle) erforderlich, da dort Strauchbestand im Rahmen von Bauarbeiten entfernt wurde.
Baustelleneinrichtung und logistische Rahmenbedingungen
Für die Maßnahme sind Baustelleneinrichtung und -räumung, Technische Bearbeitung (Lichtbilder, Koordinierungsaufwand) sowie Verkehrssicherung (Arbeitsstellen kürzerer Dauer, Gesamtlänge 200 m, 4 Arbeitstage) zu erbringen. Die Baustelleneinrichtung umfasst Gerüste, Absperrungen, Transport und Verladung, Reinigung sowie Entsorgungsnachweise gemäß ATV DIN 18299. Verkehrsbehördliche Anordnungen sind mindestens 4 Wochen vor Baubeginn zu beantragen. Änderungen an Zufahrten sind mindestens 1 Woche vorher schriftlich mit den Anliegern abzustimmen. Die Maßnahme ist mit der örtlichen Bauleitung und parallel laufenden Maßnahmen (Stadtwerke Weimar, Telekom, Straßenbau, Straßenbeleuchtung) abzustimmen.
Übergeordnete Ausführungsbedingungen und Normen
Die Ausführung erfolgt nach VOB/B und VOB/C. Maßgebend sind insbesondere ATV DIN 18320 (Landschaftsbauarbeiten), ATV DIN 18299, DIN 18300 (Erdarbeiten), DIN 18920 und RAS-LP 4 (Baumschutz), ZTV-Baumpflege, StVO und RSA (Verkehrssicherung), das Arten- und Naturschutzrecht sowie die FLL-Richtlinien. Die Entwicklungspflege ist nach DIN 18916 und DIN 18919 durchzuführen. Die Pflanzenlieferung ist mindestens 3 Werktage vor Anlieferung schriftlich (Fax/E-Mail) voranzukündigen. Pflege- und Wässerungsgänge sind 3 Tage im Voraus schriftlich bei Bauüberwachung und AG anzumelden.
Baumpflanzungen
Entlang der Robert-Blum-Straße sind 48 Hochstämme Acer campestre (Feldahorn, Stammumfang 16–18 cm, VkG 2) auf Böschungen in Pflanzlöchern 100×100×70 cm zu pflanzen. Standorte sind gemäß Pflanzliste (Anlage 6_22.1) mit Gauß-Krüger-Koordinaten vorgegeben. Pro Baum sind 192 Stück Baumschnorchel (Juteschlauch mit Blähton) sowie eine Drainageschüttung (20 cm Körnung 10–20 mm) einzubauen. Der Oberboden wird 20 cm angedeckt; der Baugrund ist auf 100 m² zu lockern. Jeder Baum erhält einen Rindenschutz (Stammschutzfarbe, 5 Jahre Haltbarkeit) und eine Pfahlbock-Verankerung (3 Pfähle, Länge 2,5 m, mit Verbissschutz). Pflanzstellen sind zu kennzeichnen.
Strauchpflanzungen
An der Ilm-Einleitstelle (Klassik Stiftung Weimar) werden auf einer steilen Böschung (1:3) 9 verpflanzte Sträucher gepflanzt: 1 Stück Corylus avellana (Hasel), 5 Stück Ligustrum vulgare 'Atrovirens' (Liguster) und 3 Stück Ribes sanguineum 'Atrorubens' (Blutjohannisbeere). Die Pflanzung erfolgt entlang einer 10 m langen Pfahlreihe aus Robinie. Pro Strauch wird ein Rindenschutz angebracht.
Rasenansaat
Auf erdmodellierten Flächen sind insgesamt 2.310 m² Rasen mit Regelsaatgutmischung RSM Regio (Ursprungsgebiet 5, 20 g/m²) anzusäen. Davon entfallen 2.300 m² auf die Robert-Blum-Straße und 10 m² auf die Ersatzpflanzung Klassik Stiftung.
Ersatzpflanzung Klassik Stiftung
Für die Klassik Stiftung Weimar ist eine Ersatzpflanzung an einem noch zu benennenden Standort vorgesehen. Es ist 1 Stück Acer campestre (Feldahorn, StU 16–18 cm) zu pflanzen. Dafür sind eine Pflanzgrube 2×2×0,8 m herzustellen und 5 m³ Pflanzsubstrat sowie 5 m³ Drainageschüttung und 4 Stück Baumschnorchel einzubauen. 10 m² Oberboden sind anzudecken.
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege (1. und 2. Jahr)
Im Jahr der Pflanzung ist eine Fertigstellungsspflege mit 6 Pflegegängen durchzuführen (Stichtage: bis 31.03., 31.05., 30.06., 31.07., 30.09., 31.10.). Im 1. und 2. Jahr nach der Pflanzung folgt je eine Entwicklungspflege mit ebenfalls 6 Pflegegängen. Inhalt je Pflegegang: Baumpflege, Erziehungsschnitt, Einzelbaum/Baum/Gehölz wässern (10 Wässerungsgänge pro Jahr April–September, Verteilung mind. 1× April, 2× Mai, 2× Juni, 2× Juli, 2× August, 1× September), Rasen mähen, Vegetationsfläche wässern (20 l/m²). Wässerungsgänge im 1. und 2. Jahr: 10×100 l/Baum; Fertigstellungspflege: 10×200 l/Baum. Die Pflege ist ohne gesonderte Aufforderung an den Stichtagen durchzuführen. Bei Bedarf kann der AG einen Wässerungsgang anfordern – Ausführung spätestens 48 h nach Anforderung.
Schnittstellen zu anderen Gewerken
Die Herstellung der Pflanzgruben und das Wurzelroden des Altbestandes erfolgten durch die Straßenbaufirma (Fachlos 1 „Verkehrsanlagen"). Die Landschaftsbauarbeiten (Los 3) beginnen mit Abschluss der Straßenbauarbeiten. Eine enge Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung, der Klassik Stiftung Weimar sowie parallel laufenden Maßnahmen (Stadtwerke Weimar, Telekom, Straßenbeleuchtung) ist durchgängig erforderlich.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit
Die Eignung der Bieter richtet sich nach VOB/A § 6a Abs. 2 Nr. 1–9. Der Bieter muss nachweisen, dass er vergleichbare Landschaftsbau-/Baumpflanzungsarbeiten in den letzten 5 Kalenderjahren fachgerecht ausgeführt hat und über die erforderliche personelle und technische Leistungsfähigkeit verfügt.
Registereintragungen und gewerbliche Voraussetzungen
Vorlage einer Gewerbeanmeldung, eines Handelsregisterauszugs oder einer Eintragung in der Handwerksrolle/IHK (auf Verlangen). Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter.
Umsatz und wirtschaftliche Lage
Angabe des Unternehmensumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen (Erklärung im Formblatt 124). Kein laufendes Insolvenzverfahren, kein vergleichbares Verfahren, keine Liquidation. Falls Ausschlussgrund vorliegt: Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen.
Personelle Leistungsfähigkeit
Erklärung zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen bei Engere Wahl: jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und einschließlich Leitungspersonal.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Beitragszahlung zur Sozialversicherung. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts (Bescheinigung in Steuersachen) und Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.
Berufsgenossenschaft
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft und Vorlage einer qualifizierten Unbedenklichkeitsbescheinigung (mit Angabe der Lohnsummen) auf Verlangen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A. Keine Verfehlungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren im Gewerbezentralregister. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Auszug aus dem Gewerbezentralregister durch den Auftraggeber angefordert.
Nachunternehmer
Bei Einsatz von Nachunternehmern sind Eigenerklärungen (bzw. Präqualifikationsnachweise) auch für diese vorzulegen. Der Einsatz von Nachunternehmern bedarf der vorherigen Zustimmung des Auftraggebers. Auf Verlangen sind Kalkulationsangaben für Nachunternehmerleistungen offenzulegen.
Thüringer Vergabegesetz
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung gemäß § 8 Abs. 1 S. 1 ThürVgG abzugeben. Ohne diese Erklärung wird das Angebot ausgeschlossen. Die Einhaltung der Regelungen des ThürVgG wird auch vom Auftragnehmer und ggf. eingesetzten Nachunternehmern verlangt.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachweisen. Nicht präqualifizierte Unternehmen füllen das Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) als vorläufigen Eignungsnachweis aus.
Vergleichbare Leistungen im Landschaftsbau / Baumpflanzungsarbeiten
Angabe: Ansprechpartner AG, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (Mengen, Kurzbeschreibung), durchschnittliche Personalzahl, technische Anforderungen/Geräte, Rolle (Haupt-/ARGE-/Nachunternehmer), ggf. Koordination weiterer Gewerke, Auftraggeberbestätigung. Gilt auch für präqualifizierte Bieter (auf Verlangen).