Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Öffentliche Ausschreibung des Regierungspräsidiums Freiburg (Referat 47.2, Außenstelle Donaueschingen) für die Instandsetzung einer 80 m langen Stützwand (BW 7915 549, ca. 260 m²) an der Bundesstraße 500 (Triberger Straße) bei Furtwangen im Schwarzwald.
Die Maßnahme umfasst den Rückbau und die Erneuerung von Beton- und Natursteinteilen (Granit-Verblendmauerwerk), Beton- und Stahlbetonarbeiten am Wandkopf-Balken, Fugeninstandsetzung, Asphaltarbeiten am Wandfuß sowie Erdarbeiten und Böschungssicherung. Die Stützwand wird unter Wahrung des Bestands natursteinsichtig saniert; an Anfang und Ende ist eine Wandverschwenkung von ca. 4 m vorgesehen.
Die Baumaßnahme liegt in einem Wasserschutzgebiet. Über die gesamte Bauzeit ist eine Verkehrssicherung mit transportabler Lichtsignalanlage (LSA) und Schutzeinrichtung (mind. Aufhaltestufe T3, Wirkungsbereich W3) erforderlich.
Wesentliche Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Leistungen und Baustellenorganisation
Einrichtung, Vorhaltung und Räumung der Baustelle, Erstellung der Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung, SiGe-Plan und Stellung eines SiGe-Koordinators. Aufbau, Vorhaltung, Wartung, Kontrolle und Abbau der Verkehrssicherung über die gesamte Bauzeit inkl. einmaligem Umsetzen – einschließlich transportabler Lichtsignalanlage, transportabler Schutzeinrichtung (mind. Aufhaltestufe T3, Wirkungsbereich W3), Verkehrsschildern, Längs- und Quermarkierungen (Typ II), Absperrgeräten, Vorwarn-Blinkleuchten sowie 2× täglicher Kontrolle an Arbeitstagen und 1× täglich an Sonn- und Feiertagen.
Technische Bearbeitung und Dokumentation
Baubegleitende und abschließende Vermessung mit Datenübergabe auf CD-ROM, Erstellung von Ausführungszeichnungen (PDF + DWG) und Lichtbildern (mind. 1024×768 Pixel, 24 Farben), Aktualisierung der Bauwerksdaten in SIB Bauwerke (CAB-Datei) sowie Lieferung von Bestandsunterlagen (Ausführungs- und Bestandsübersichtszeichnungen als TIFF, PDF, DWG). Herstellung von 3 Probekörpern (15×15×15 cm) mit 7-tägiger Lagerung auf der Baustelle in trockener Klimakiste, Lieferung eines 10-l-Probegefäßes sowie Entnahme von 2 Bohrkernen (Ø 15 cm, Tiefe 20–25 cm) zu Kontrollzwecken.
Baubehelfe und Rückbau
Arbeitsgerüst über die gesamte Stützwand in allen Bauabschnitten mit wasserdichter Abdeckung, Traggerüst der Bemessungsklasse B für das gesamte Bauwerk sowie Strahlschutz in Mehrschichtplatten-Bauweise (≥ 2,50 m Höhe). Abbruch des Bauwerksschildes (mit späterer Wiedermontage), Abbruch von Beton (Fundament, Stützwand, Betonglattstrichabdeckung), händisches Abtragen der Granit-Natursteinwand (Steingewichte bis 220 kg) sowie Vertikalsägeschnitte bis 80 cm Tiefe.
Erdarbeiten, Baugruben und Böschungssicherung
Räumung der Fläche inkl. Aufwuchs und Wurzelstöcke, Abräumen der Felsböschung, Abtrag des Oberbodens (10–30 cm, Neigung ≥ 1:1,5 bis 1:1), Herstellung der Baugruben hinter Wandkopf und zur Verschränkungswand, Hand- und Maschinenaushub, Entsorgung von Aushubmaterial > BM-F 3 gemäß Deklarationsanalyse, Anbringung einer Schutzfolie (160 m², 4 my), Einbau von Geotextil (160 m², Nutzungsdauer ≥ 25 Jahre) und Dränmatten (50 m²). Hinterfüllung mit Boden AG (70 m³) und Grobschotter 22/56 aus Granit (60 m³), Wiederandeckung von Oberboden (160 m², 20 cm), Rasenansaat RSM 7.1.2 (10 g/m²) und Jute-Erosionsschutzgewebe (700–800 g/m²).
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Reinigung des Wandkopfes mit Druckwasserstrahlen (500 bar), Herstellung von Verbundankern (Granitsteine, Kopfbalken, Fundament – insgesamt rd. 680 Stück), Einbau von Betonstahl BSt 500 B (0,30 t + 10 t), unbewehrter Beton als Sauberkeitsschicht (C8/10, 3 m³), bewehrter Beton für Fundament (C25/30, XC4/XF2/XD1, 5 m³), Stützwand (C25/30, XC4/XF2/XD2, 2 m³) und Kappe (C30/37, XC4/XF4/XD3, WA, LP, 28 m³). Einbau einer Jahreszahl-Matrize nach RIZ „Jahr 1
Natursteinarbeiten (Granit-Verblendmauerwerk)
Wiederherstellung des Natursteinmauerwerks (2 m³, Trass-Zement-Mauermörtel MG III), Lieferung von Granit-Natursteinen (5 m³), Ausrichtung und Neuversetzung von Steinen am Wandkopf/Abdeckung (10 St), Setzen von Verbundankern V4A Ø 12 mm (250 St, Länge 0,60–0,90 m), Bohrlöcher Ø 10 mm (20 St, Tiefe 25–50 cm), Injektion von MW-Hohlräumen mit Zementmörtel RM (500 kg), Reinigung der Wandansicht mit Druckwasserstrahlen 500 bar (280 m²), Fugenausbau min. 4 cm tief (280 m²) und Neufugung mit Trasszement-Mörtel MG III (280 m²).
Asphaltarbeiten und Ausstattung
Trennen und Aufnehmen der Asphaltbefestigung (150 m bzw. 20 m³, Dicke 6–12 cm), Aufnehmen und Wiedersetzen von Naturstein-Bordsteinen (Granit, Format A3, 80 m), Herstellung der Baugrube FSS (32 m³) und des Planums (80 m², EV2 ≥ 45 MN/m²), Frostschutzschicht 0/32 (≥ 45 cm, 36 m³), Asphalttragdeckschicht AC 16 TD (22 t, 10 cm), Bitumenfugenband (150 m), Reinigung der Unterlage mit HDW (150 m²) sowie Abbau und spätere Wiedermontage eines Verkehrsschildes (bis 0,4 m²).
Konstruktiver Blocksteinsatz (Wandenden)
Rückbau der bestehenden Böschungsbefestigung (5 m²), Herstellung der Baugrube (5 m³), unbewehrter Beton C25/30 (XC4/XF1/XA1/WA, 2 m³) als Fundament, Herstellung der Blockschichtung aus regionalem Schwarzwald-Granit (5 m², 30–40 cm hoch, 4 Schichtreihen) inkl. Zulage für Schneiden von Blocksteinen (4 St) sowie BW-Hinterfüllung (insgesamt 18 m³) und Drainage mit Splitt/Schotter 8/45.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingend einzureichende Eignungsnachweise
Eigenerklärung zur Eignung (HVA B-StB 107) mit Angaben zu Ausschlussgründen (§ 6e EU VOB/A), zur ordnungsgemäßen Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten, zum Nichtvorliegen eines Insolvenzverfahrens bzw. einer Liquidation, zur Registereintragung (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK – bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht) sowie zur Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Zusätzlich: Angabe zum Mindestjahresumsatz (gesamt) und zum Mindestjahresumsatz im Tätigkeitsbereich (konkrete Beträge sind in der vorliegenden Vorlage nicht spezifiziert und vom AG einzutragen), 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren sowie Angaben zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte.
Auf gesondertes Verlangen bei enger Wahl vorzulegen
Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters oder testierte Jahresabschlüsse, Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung der eingereichten Referenzen sowie jahresdurchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal).
Ergänzende Eignungsnachweise (nur falls vom Auftraggeber angekreuzt)
Angabe technischer Fachkräfte, Beschreibung der technischen Ausrüstung des Unternehmens, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Lieferkettenmanagement- und -überwachungssystem, Studiennachweise/Bescheinigungen der beruflichen Befähigung, Umweltmanagementmaßnahmen, Geräte- und technische Ausstattung sowie Angabe der beabsichtigten Nachunternehmerleistungen (Vordruck HVA B-StB).
Verpflichtungserklärungen und sanktionsbezogene Erklärungen
Verpflichtungserklärung zum Mindestentgelt gemäß Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (LTMG BW) sowie – falls Nachunternehmer oder Verleihunternehmen eingesetzt werden – entsprechende Verpflichtungserklärungen auch von diesen (ab Auftragsvolumen 10.000 € netto). Eigenerklärung Baumaßnahmen zum Nichtvorliegen eines Bezugs zu Russland gemäß EU-Verordnung 2022/576 (RS BMWSB 14.04.2022) mit Angaben zu Nachunternehmern, Lieferanten und Eignungsverleihern mit russischem Bezug.
Vergleichbare Referenzen (Art und konkrete Vergleichbarkeit sind in den Vergabeunterlagen nicht näher spezifiziert)
Pflichtangaben pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des Unternehmens), Ausführungszeitraum, Auftraggeber. Bescheinigung über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis auf gesondertes Verlangen bei enger Wahl.