Barrierefreier Umbau von Bushaltestellen (Rathaus, Zollamt)
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Beckum schreibt den barrierefreien Ausbau von drei Bushaltestellen an der Hammerstraße öffentlich aus: Rathaus, Nord, Rathaus, Süd und Zollamt. Die Bauleistung umfasst Straßen-, Tief- und Asphaltarbeiten, Pflasterung mit taktilen Orientierungssteinen, neue Entwässerung, Bus-Sonderbordsteine sowie den Neubau von drei Buswartehallen (mit Dachbegrünung, Sitzbänken, z. T. Fahrradüberdachung). Die Ausschreibung erfolgt als öffentliche Vergabe nach VOB; Angebotsfrist ist der 09.11.2026 um 11:00 Uhr. Angebote sind elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW bzw. vergabe-westfalen.de einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der niedrigste Preis (Angebotssumme).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Hinweise zur Leistungserbringung
Die Bauarbeiten beginnen kurz nach Auftragserteilung. Das Material ist unverzüglich, spätestens innerhalb von 5 Werktagen nach Auftragserteilung zu bestellen. Eine Lohngleitklausel und Stoffpreisgleitklausel werden nicht vereinbart – zu erwartende Lohn- und Materialpreiserhöhungen sind in die Einheitspreise einzurechnen. Die Verkehrsanordnung (verkehrsbehördliche Genehmigung) ist vom Auftragnehmer mindestens 2 Wochen vor Beginn der Arbeiten an jeder Einzelbaustelle bei der Stadt Beckum zu beantragen.
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichtung und Räumung von drei Einzelbaustellen als Pauschale. Verkehrssicherung für alle drei Haltestellen mit halbseitiger Sperrung, mobiler Lichtzeichenanlage, Bauzaun (mind. 2 m hoch), Absperrschranken (mind. 1,10 m hoch) und einer Behelfsbrücke für Fußgänger. Verkehrsführung in Abstimmung mit Auftraggeber und Verkehrsunternehmen; Sperrungen und Behinderungen sind auf das unvermeidbare Maß zu beschränken.
Vorarbeiten, Rückbau und Bodenarbeiten
Rückbau des vorhandenen Wartehauses an der Haltestelle Rathaus, Nord (ca. 8,50 m × 2,20 m). Ausbau von Schildern und Pollern, Beton- und Mauerwerksabbruch, Asphalt- und Gehwegaufbruch mit Trennschnitten, Oberboden abtragen und wiederandecken, Erdplanum herstellen, Rasenansaat, Baumschutzmaßnahmen. Chemische Nachuntersuchungen gemäß EBV, DepV, RuVA-StB 01 für Aushub- und Aufbruchmaterial, ggf. inklusive PAK-Klassen B/C.
Entwässerung und Leerrohre
Verlegung von Entwässerungsleitungen DN 150 in PP inklusive Bögen, Abzweigen und Übergangsmuffen. Einbau von Leerrohren DN 110 sowie Kabelschutzrohren 110 mm und 60 mm, Straßenabläufen, einer Entwässerungsrinne und einem Einlaufkasten. Herstellung der Rohrgrabenverfüllung, Handaushub sowie Nass-Trennschnitte.
Gehwege, Borde und Pflasterarbeiten
Erdplanum, Frostschutzschicht 0/45 und Schottertragschicht herstellen. Einbau von Hochbord-, Rundbord- und Tiefbordsteinen sowie Bus-Sonderbordsteinen (Typ Barriflex / Kasseler Sonderbord). 1-zeilige Rinne und Entwässerungsrinne. Betonsteinpflaster (8 cm und 10 cm), taktile Orientierungssteine für Sehbehinderte sowie Begleitstreifen. Herstellung von Schnittkanten und Sicherung von Masten und Einzelbauteilen.
Buswartehallen
Herstellung von Punktfundamenten (26 Stück) und Flächenfundamenten (25 Stück) für die Wartehallen. Lieferung und Aufstellung von drei Wartehallen-Typen: Rathaus, Nord mit Personenüberdachung (4-Feld, MABEG O-Pultdach) und Fahrradüberdachung (4-Feld); Rathaus, Süd mit Personenüberdachung (3-Feld, MABEG); Zollamt mit kompakter Wartehalle (2-Feld, MABEG A-G). Alle Dächer erhalten eine Sedum-Begrünung (Dachkassetten). Ausstattung mit Sitzbänken (3-Sitzer und 2-Sitzer), 3 Informationsvitrinen und 12 Fahrradbügeln.
Asphalt-Trag- und Deckschichten
Statischer Plattendruckversuch, Herstellung der Frostschutzschicht 0/45 (43 cm), Asphalttragschicht AC 22 T S, Asphaltbinderschicht AC 16 B S und Asphaltdeckschicht AC 8 D S. Dichtungsband, Haftkleber, Abstumpfen und Gussasphalt MA 11 S. Fahrbahnmarkierung 0,25 m und 0,12 m nach DIN EN 1436. Eignungsnachweis für das Asphaltmischgut gem. ZTV Asphalt-StB 26 ist vor Beginn der Asphaltarbeiten vorzulegen.
Bedarfs- und Stundenlohnleistungen
Stundenlohnarbeiten für Spezialfacharbeiter, Baufacharbeiter, Bagger, Minibagger, Frontlader, LKW, Kompressor und Bohrhächer. Tauchmotorpumpe, Beton C 12/15 und C 20/25 für Ausbesserungsarbeiten, Erdarbeiten für Versorgungsleitungen sowie steinfreier Sand.
Allgemeine Nebenleistungen und Dokumentation
Tägliche Nassreinigung und Staubbekämpfung mit einem Wasserwagen des Auftragnehmers. Information der Anlieger bei Sperrungen über Postwurfsendungen. Baustellendokumentation, digitale Aufmaßen sowie Abrechnungszeichnungen in 2-facher Ausfertigung je Haltestelle. Führung eines Bautagebuchs nach behördlichen Vorschriften, tägliche Vorlage bei der Bauleitung des Auftraggebers. Materiallieferungen sind positionsweise tabellarisch zu dokumentieren; Originale der Lieferscheine werden nur anerkannt, wenn sie vom Auftraggeber unterschrieben sind. Für Schüttgüter und Beton sind Wiege- bzw. Lieferscheine als Zahlungsnachweis beizufügen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis und Nachunternehmer
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 124) vorzulegen. Für eingesetzte Nachunternehmer gelten die allgemeinen VOB-Anforderungen: Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, Erfüllung der gesetzlichen Steuer- und Sozialabgabenpflichten sowie gewerberechtliche Voraussetzungen. Nachunternehmen sind mit Name, Anschrift und Berufsgenossenschaft zu benennen (ZVB Abschnitt 15.2).
Personelle und technische Qualifikation
Es ist ein befähigter Bauführer zu benennen, der Vermessungs- und Absteckungsarbeiten eigenverantwortlich durchführen kann. Die Qualifikation des Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen ist gemäß MVAS 1999 nachzuweisen. Vor Beginn der Asphaltarbeiten ist der gemäß ZTV Asphalt-StB 26 erforderliche Eignungsnachweis für das vorgesehene Asphaltmischgut vorzulegen.
Hinweis auf weitere Vergabeunterlagen
Weitere, hier nicht enthaltene Eignungsanforderungen (z. B. zu Referenzen, Umsatz oder Zertifizierungen) sind in den ergänzenden Vergabeunterlagen, insbesondere der Anlage 124 (Eigenerklärung zur Eignung), geregelt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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