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Baugrunduntersuchung BW M4 & M7

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Lingen49809 Lingen (Ems), NiedersachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 8 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Öffentliche Ausschreibung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Lingen) für Baugrunduntersuchungen an zwei Brückenbauwerken (M4 und M7) über die schiffbare Ems im Zuge der B 70 in Meppen.

Was ist zu tun?

Geotechnische Erkundung des Baugrunds als Grundlage für den Ersatzneubau der Brücken: Kernbohrungen, Kleinrammbohrungen, schwere Rammsondierungen, Grundwassermessstellen, Suchschürfe, Kampfmittelsondierung/-räumung, Probenahme sowie umfangreiche bodenmechanische und umwelttechnische Laborversuche. Hinzu kommen Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Vermessung und Dokumentation.

Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VOB/A. Angebote müssen bis zum 30.09.2026 um 10:00 Uhr vorliegen.

Hinweis: Im Verfahren wird nur EIN Los vergeben – die Erkundungsarbeiten betreffen aber BEIDE Bauwerke (M4 und M7).

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 8 Tage bis zur Angebotsfrist — 30. September 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKTNOVDEZJAN2027FEB
Veröffentlichungca. 3. Aug. 2026
Einladungsfrist9. Sep. 2026
Angebotsfrist30. Sep. 2026
Angebotsöffnung30. Sep. 2026
Bindefrist30. Sep. – 30. Okt. 2026
Späteste Aufforderung10. Nov. 2026
Ausführungszeitraumca. 10. Nov. 2026 – 10. Feb. 2027
Späteste Vollendung30. Dez. 2026
Verkehrsrechtliche GenehmigungenDatum offenMindestens 4 Wochen vor Ausführungsbeginn einzuholen.
Bohranzeige LBEGDatum offenSpätestens 14 Tage vor Bohrbeginn gemäß Geologiedatengesetz (GeolDG) digital einzureichen.
Behördliche Anzeige BohrbeginnDatum offenMindestens 5 Werktage vor Bohrbeginn anzuzeigen.
Vorankündigung BaustelleDatum offenSpätestens 2 Wochen vor Einrichten der Baustelle zu übermitteln.
GrundwassermessungenDatum offenWöchentliche Messungen ab Fertigstellung der Grundwassermessstellen bis Ende der Erkundungsarbeiten (ca. 3 Monate Dauer).
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme.

Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstiger Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.

KI-Hinweis: Zuschlagskriterium ist eindeutig nur der Preis (100%). Die Anlage 'HVA B-StB Gewichtung der Zuschlagskriterien' ist nicht beigefügt, es sind keine weiteren Zuschlagskriterien aktiviert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung & Vorarbeiten

Baustelle einrichten, vorhalten, betreiben und räumen.

Leitungspläne einholen und Koordination mit Versorgern, Behörden und Kampfmittelbeseitigungsdienst.Genehmigungen einholen (Schachtscheine, wasserrechtliche Genehmigungen, verkehrsrechtliche Anordnungen).Bohrkernlager einrichten und für 20 Wochen vorhalten.Beweissicherung (fotografisch) vor und nach Erkundung.Digitale Bohranzeige nach Geologiedatengesetz (GeolDG), spätestens 14 Tage vor Bohrbeginn.Behördliche Anzeige Bohrbeginn mindestens 5 Werktage vorher.Verkehrsrechtliche Genehmigungen mindestens 4 Wochen vor Ausführung einholen.Vorankündigung Baustelle spätestens 2 Wochen vor Einrichtung der Baustelle.Baustelleneinrichtung muss bei vertraglichem Überwachungs-/Bohrbeginn betriebsbereit sein.Bohrkernlager bis zur Fertigstellung und Abnahme des Baugrundgutachtens vorhalten.Tagesberichte täglich, Übergabe am darauffolgenden Tag.Abschlussberichte je Bohrung spätestens 10 Tage nach Beendigung.Übergabe aller Unterlagen spätestens 10 Tage nach Abschluss.Digitale Bohranzeige an LBEG innerhalb 3 Monate nach Abschluss.Freistellungsbescheinigungen binnen 4 Wochen nach Räumung.

Erkundungsbohrungen und Sondierungen

Durchführung der geotechnischen Aufschlüsse nach den einschlägigen DIN-Normen:

Kernbohrungen (BK) als Vertikalbohrungen, Kerndurchmesser ≥ 100 mm, Tiefe ca. 15–30 m.Kleinrammbohrungen (BS) nach DIN EN ISO 22475-1, Durchmesser 40–80 mm, Tiefen 0–5 m und 5–10 m.Schwere Rammsondierungen (DPH) nach DIN EN ISO 22476-2, Tiefen 0–5 m, 5–10 m, 10–15 m.Bohrlochrammsondierungen in den Bohrlöchern.Suchschürfe bis 1,25 m Tiefe zur Leitungsfreiheit.Asphaltkernbohrungen für Kampfmitteldetektion und Probenahme (Durchmesser 180 mm und 80 mm, jeweils mit 50 cm Verlängerung).Bohrlochverfüllung nach Abschluss (ca. 334 m je Bauwerk).Gerätestillstand: 10 h je Bauwerk.Homogenbereich: Bohr-A (Auffüllungen/Überlagerungsböden, Lockergestein bindig/nicht-bindig).

Grundwassermessstellen und Pumpversuche

Grundwassermessstellen (GWM) als Beobachtungsbrunnen mit Datenloggern, Filterrohren und Anfahrschutz.Messungen während der gesamten Erkundungsphase (3 Monate), wöchentliche Messung und Datenlogger-Auslesung.Pumpversuche: Kurzpumpversuche über 3 Stunden mit anschließender Wiederanstiegsphase (6 h).Wasserprobenahme über Pumpprobe.

Kampfmitteluntersuchung und -räumung

Gemäß BFR KMR und dem vorliegenden Kampfmittelbericht (Phase A – Historische Erkundung):

Das Interessengebiet (ca. 8.926 m²) ist der Kategorie 2 zugeordnet, ca. 27 % mit Kampfmittelverdacht (Landkriegsereignisse, Artilleriebeschuss).Oberflächensondierungen mit Magnetik oder Elektromagnetik vor Bodeneingriffen (keine Infrarot-Detektoren).Bohrungen für Sondierung der Kampfmittelräumstellen.Erstellung Konzept, Geräteeinsatz und Bericht.Nachunternehmer für Kampfmittelräumung muss schriftlich benannt werden; Einsatz ist genehmigungspflichtig.

Probenahme

Entnahme gestörter Bodenproben (1 l und 5 l Probengefäße).Entnahme von Kernproben und Sonderproben.Entnahme von Wasserproben (über Pumpprobe).Entnahme von Asphaltproben.

Bodenmechanische Laborversuche

An den entnommenen Proben werden u. a. folgende Versuche durchgeführt:

WassergehaltKorngrößenverteilung (Siebanalyse, Sedimentation)KonsistenzgrenzenGlühverlustKalkgehaltAbrasivität (LCPC-Test)Steifemodul (Ödometer)RahmenscherversucheDurchlässigkeitsversucheDichtebestimmung

Umwelttechnische Laborversuche

Analysen nach Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV)Analysen nach Deponieverordnung (DepV)Analysen nach LAGA Boden / LAGA BauschuttSchadstoffanalyse Asphalt (PAK, Asbest)Bestimmung der Beton- und Stahlaggressivität (Boden, Wasser)

Vermessung, Dokumentation und Sonstiges

Abstecken und Einmessen der Aufschlusspunkte (38 Stück) im Bezugssystem ETRS89/UTM Zone 32N, Höhenbezug DHHN2016.Zeichnerische Darstellung: Bohrprofile, Rammsondierprotokolle.Fotodokumentation der Bohrkerne.Geologische Bohrkernaufnahme durch einen Geologen/Fachgutachter mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung in der Betreuung von Baugrunderkundungen.Freischneidearbeiten.SiGe-Plan und Vorankündigung nach Baustellenverordnung.

Verkehrssicherung

Verkehrssicherungskonzept und verkehrsrechtliche Anordnung gem. § 45 (6) StVO vor Baubeginn:

Kennzeichnung der Baustelle gemäß StVO.Verkehrsführung mit Lichtzeichenanlage bei Baustellenlänge > 50 m ohne ausreichende Sicht.Radar-Detektoren (keine Infrarot-Detektoren).Zusätzlicher Signalgeber Ø 300 mm bei Baustellen außerorts auf Bundesstraßen > 5.000 Kfz/24h.Einhaltung ZTV-SA 97 und zugehöriger Technischer Lieferbedingungen.Eigene Verkehrssicherung für die Kampfmittelräumung, die Erkundungsarbeiten an Bundesflächen und für Geh-/Radwege.

Abfall- und Bohrgutentsorgung

Bohrgutentsorgung je Bauwerk: 330 m.Entsorgungsnachweise für gefährliche und nicht gefährliche Abfälle.Dokumentation von Abfallbezeichnung, Abfallschlüssel, Menge (Tonnage) und Entsorgungsweg.Ggf. Deklarationsanalyse (PAK, Asbest) und Freistellungsnachweis nach § 7 NachwV.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Zwingende Ausschluss- und Eignungsgründe

Keine Ausschlussgründe: Keine schwere Verfehlung gem. § 6e EU VOB/A; kein Wettbewerbsregistereintrag mit > 3 Monate Freiheitsstrafe / > 90 Tagessätze / > 2.500 € Geldbuße.Steuern und Abgaben: Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuerschuldnerpflichten.Sozialversicherung: Ordnungsgemäße Beitragszahlung.Insolvenz: Kein Insolvenzverfahren eingeleitet oder eröffnet (rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan ggf. ausreichend).Registereintragung: Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK-Eintragung, soweit zutreffend.Berufsgenossenschaft: Mitgliedschaft nachweisbar.Mindestjahresumsatz: Zu erfüllen (konkreter Betrag wird durch Vergabestelle eingetragen).Referenzprojekte: Mindestens 3 vergleichbare Bauleistungen der letzten 5 Jahre (Auftraggeber akzeptiert auch ältere Referenzen).

Fachliche und technische Anforderungen

Fachkunde: Erfahrung in Baugrunderkundung, Bohrtechnik und Grundwassermessstellenbau.Fachgutachter für Bohrkernaufnahme: Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung von Baugrunderkundungen.Bohrgeräte: Aktueller Stand der Technik, Rammkern- und Rotationskernbohrung mit Einfach- oder Doppelkernrohr möglich.Fahrzeugrückhaltesysteme: Nachweis gemäß BASt-Technische Übersichtsliste (auf Verlangen).Verantwortlicher für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen: Qualifikationsnachweis gemäß Merkblatt MVAS (auf Verlangen).

Präqualifikation und Nachunternehmer

Präqualifikation (PQ-Eintrag) oder Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung.Nachunternehmer müssen präqualifiziert sein oder ihre Eignung nachweisen.Schriftliche Benennung des Nachunternehmers für Kampfmittelräumung (Einsatz genehmigungspflichtig).Benennung der Nachunternehmer für Verkehrssicherung (nur zugelassene Firmen mit vergleichbaren Referenzarbeiten).

Ergänzende Eignungsnachweise (soweit von Vergabestelle gefordert)

Technische Fachkräfte mit QualifikationsnachweisenTechnische Ausrüstung des UnternehmensQualitätssicherungsmaßnahmenLieferkettenmanagementStudiennachweise / berufliche BefähigungUmweltmanagementmaßnahmenGeräteausstattung
Referenzprojekte
mindestens 3 empfohlen (es können mehr angegeben werden) ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht spezifiziert

Vergleichbare Bauleistungen (Bauleistungen) der letzten 5 Kalenderjahre; Auftraggeber akzeptiert auch ältere Referenzen

Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des eigenen Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber – vorzulegen auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle (Formblatt Eigenerklärung zur Eignung)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 28 erledigt
Angebotsschreiben & Angebotsformulare
Nachunternehmer & Bietergemeinschaft
Eignungsnachweise
Entsorgungsnachweise & Fachgutachter
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
Optionale Teilnahme
Mit TendiGo
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Lingen
Ort
49809 Lingen (Ems), Niedersachsen
Kategorie
Niedersachsen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
49809 Lingen (Ems)
Niedersachsen

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