Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Bauleistungen an der Bereitschaftspolizei Mainz. Im Rahmen der Maßnahme werden das Sporthallendach sowie die Umkleide-, WC- und Nebenräume saniert. Der vorliegende Leistungsbestandteil umfasst die technische Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Gebäudeautomation/MSR) in den Nebenräumen.
Bieter müssen die vollständigen Angebotsunterlagen elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Rheinland-Pfalz einreichen. Die Angebotsfrist endet am 26.08.2026 um 10:00 Uhr. Mit der Angebotsabgabe sind Eignungsnachweise, das ausgefüllte Leistungsverzeichnis und ein Instandhaltungsvertrag für die errichteten Anlagen vorzulegen.
Die Baustelle liegt auf einem Polizeigelände (Sicherheitsbereich), weshalb alle eingesetzten Mitarbeiter eine Zuverlässigkeitsüberprüfung der Polizei durchlaufen müssen. Die Ausführung erfolgt werktags zwischen 07:00 und 19:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Ausführungsrahmen
Die Leistungen umfassen die Sanierung der Umkleidebereiche einer 3-Feld-Sporthalle (Länge ca. 52 m, Breite ca. 14 m, Flachdach) im Untergeschoss (Höhenlage OKFFB KG = -2,84 m) der Bereitschaftspolizei Mainz, Dekan-Laist-Straße 7, 55129 Mainz.
Die Ausführung erfolgt während des laufenden Betriebs. Arbeitszeit ist Montag bis Freitag 07:00–19:00 Uhr. Abbrucharbeiten sind erschütterungsarm, lärmarm und staubarm auszuführen.
Die Leistung wird in einem einheitlichen Los vergeben (keine Losaufteilung). Es findet eine wöchentliche Baubesprechung statt.
Allgemeine Leistungen für alle Gewerke
Baustelleneinrichtung und -räumung, Kernbohrungen (Ø 50–400 mm), Stemm- und Schlitzarbeiten (5×5 cm), Durchbrucherweiterungen, Entsorgung des anfallenden Bauschutts und der Verpackungsmaterialien (Kosten trägt der Auftragnehmer), Erstellung von Isolationsplänen in Abstimmung mit dem Fachingenieur.
Stahlkonstruktionen (Trag- und Befestigungskonstruktionen aus verzinktem Stahl, ca. 400 kg), Bezeichnungsaufkleber für Rohrleitungen und Lüftungskanäle (40 Stück), Schlussreinigung.
Arbeitshöhe über Gelände/Fußboden bis 3,5 m (sofern nicht anders angegeben, z. B. 5,5 m). Gerüst wird gesondert vergütet; ein Rollgerüst bis 3,50 m Arbeitshöhe ist enthalten. Fahrbares Gerüst und Hebezeuge sind eigenständig bereitzustellen (Fassadengerüst/Gerüstturm bauseits).
Dokumentation, Inbetriebnahme und Übergabe
Messprotokolle (Druckprüfung, Spülprotokoll, Inbetriebnahmeprotokoll, Leistungs-/Funktionsmessung), Prüfzeugnisse, behördliche Prüfbescheinigungen, Sachverständigenabnahme Brandschutz.
Revisionsunterlagen: 2-fach Papier und 2-fach CD-ROM (PDF und DWG AutoCAD 2018 oder höher), spätestens 8 Tage vor Abnahme.
Bestandsdokumentation: Revisionspläne, Schemata, Gerätelisten, Ersatzteillisten, Bedienungs-/Wartungsanleitungen, Sicherheitsdatenblätter, Werk-/Prüfbescheinigungen, Übereinstimmungserklärungen, Verwendbarkeitsnachweise, Entsorgungsnachweise, Einweisungsprotokolle, Betriebs- und Wartungsanweisungen. Für Gebäudeautomation zusätzlich komplette Hard-/Software-Dokumentation, Programmabzüge und Datenpunktlisten.
Einweisung des Betreibers in die Anlagen (wiederholte Einweisung möglich).
Sicherheits- und Entsorgungsanforderungen
Zuverlässigkeitsüberprüfung aller Mitarbeiter (auch Nachunternehmer) durch die Polizei vor Baubeginn – Voraussetzung für den Zutritt zur Baustelle. Bei Personalwechsel ist die Überprüfung erneut durchzuführen. Personaländerungen sind sofort zu melden.
Entsorgungsnachweise: für nicht gefährliche Abfälle 6 Werktage vor Einleitung der Entsorgung vorlegen; für gefährliche Abfälle bis zu 30 Werktage Genehmigungsdauer durch SAM Mainz einplanen; Probenanalyse/Abfalldeklaration bis zu 10 Werktage. Liefer- und Wiegescheine im Original, Bestätigung des Entsorgers, Abfallregister für gefährliche Abfälle.
Lagerung von Transportpaletten maximal 2 Kalenderwochen.
Instandhaltungsvertrag (Bestandteil des Auftrags)
Mit dem Angebot ist ein Vertrag für Wartung und Inspektion der errichteten Anlagen abzugeben (Vertragsvorlage, 24 Monate Festpreis ab Vertragsbeginn, automatische Verlängerung um 1 Jahr bei nicht fristgerechter Kündigung – Kündigungsfrist 3 Monate vor Ablauf). Inhalt: Wartung nach Arbeitskarten, kleine Instandsetzungsarbeiten, Störungsbeseitigung (auch außerhalb der Regelarbeitszeit), Bereitstellung aller Hilfs- und Betriebsstoffe, Dokumentation, Mängelmeldung, Beratungspflicht, Entsorgung. Größere Instandsetzungen erfolgen auf gesonderten Vertrag. Vom Bieter auszufüllen: jährliche Netto-Vergütung, Stundenverrechnungssatz, Zuschläge (Überstunden/Nacht/Schicht/Sonn- und Feiertag), Fahrtkosten, maßgebender Tarifvertrag und Entgeltgruppe, Erklärung zum Festpreisangebot, Nachweis Haftpflichtversicherung (Sach-, Vermögens- und Personenschäden).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Präqualifikation: Nachweis der Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer). Alternativ: ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung. Ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise.
Fachunternehmererklärung mit Übereinstimmungsnachweis ist nach Auftragserteilung vorzulegen. Es dürfen nur zugelassene/geeignete Materialien verwendet werden (z. B. DVGW-zertifiziert).
Zuverlässigkeit und persönliche Voraussetzungen
Zuverlässigkeitsüberprüfung aller eingesetzten Personen durch die Polizei Rheinland-Pfalz (Sicherheitsbereich Polizeigelände) – Voraussetzung für den Baustellenzutritt.
Ablehnungsgründe u. a.: rechtskräftige Verurteilungen wegen Verbrechen, einschlägige Vergehen, Staatsschutzdelikte, organisierte Kriminalität, laufende Ermittlungsverfahren im Einzelfall relevant.
Bei Angebotsabgabe in engerer Wahl: Bestätigung der Eigenerklärungen durch Vorlage der Bescheinigungen zuständiger Stellen, ggf. Übersetzung in deutsche Sprache.
Leistungsfähigkeit und personelle Anforderungen
Benennung eines bevollmächtigten Firmenbauleiters (oder Bauführers) innerhalb 1 Woche nach Auftragserteilung – muss der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sein.
Erforderlich auf Verlangen: Erklärung zur Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal).
Koordination mit anderen Gewerken (Trockenbau, Fliesenleger, Elektro) ist Pflicht.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Auf gesondertes Verlangen vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in Handwerksrolle/IHK; Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamtes, der Berufsgenossenschaft; Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG; rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (falls zutreffend); Urkalkulation.
Haftpflichtversicherung mit ausreichenden Deckungssummen für Sach-, Vermögens- und Personenschäden (vom Bieter vorzuschlagen und im Vertrag zu vereinbaren).
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Einsatz von Nachunternehmern zulässig, jedoch Nachweis der Präqualifikation oder Erfüllung der Präqualifikationsvoraussetzungen durch den NU; auf Verlangen Eigenerklärungen auch für NU.
Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) und Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235) sind als Vertragsbestandteil einzureichen. Einsatz von NU nur mit Zustimmung des Auftraggebers.
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (Formblatt 234) beifügen.