Bernd-Ryke-Grundschule Erweiterung und Gesamtsanierung der Schulanlage Fachplanung Tragwerk
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Auftrag des Bezirksamts Spandau von Berlin werden für die Erweiterung und Gesamtsanierung der Bernd-Ryke-Grundschule (Daumstr. 12, 13599 Berlin) die Fachplanungsleistungen Tragwerk vergeben. Der bestehende Schulstandort wird von 3 auf 3,5 Züge erweitert und umfassend saniert; Bauen im laufenden Betrieb ist erforderlich.
Gefragt ist ein Tragwerksplanungsbüro für die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 6 nach HOAI (Leistungsbild Fachplanung Tragwerk gemäß § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI) sowie für besondere Leistungen wie Bestandsaufnahme, baubegleitende Objektüberwachung (LPH 8) und Bereitstellung von Daten für ein 3D-As-built-Modell.
Es handelt sich um ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (EU). Für die Auswahl werden zwei Pflichtreferenzen verlangt, die Wertung der Bewerber erfolgt ausschließlich über Referenzen (bis zu 4 Stück). Im Auftragsfall sind u. a. eine Berufshaftpflichtversicherung mit definierten Mindestdeckungssummen sowie Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotssumme Grundleistungen netto gemäß Preisblatt30%
Angebotssumme Grundleistungen netto gemäß Preisblatt (Kostenkriterium 1.1)
- Angebotssumme besondere Leistungen netto gemäß Preisblatt5%
Angebotssumme besondere Leistungen netto gemäß Preisblatt (Kostenkriterium 1.2)
- Bürostundensatz gemäß Preisblatt5%
Bürostundensatz gemäß Preisblatt (Kostenkriterium 1.3)
- Konzept zur Projektumsetzung40%
Konzept zur Projektumsetzung (max. 15 DIN-A4-Seiten): Fachkunde, Projektabwicklung, Kosten- und Terminsteuerung, Verfügbarkeit/Präsenz; subjektive Bewertung nach Punkteskala 0-1.000
- Berufserfahrung des Projektleiters/der Projektleiterin5%
Berufserfahrung in der Funktion als Tragwerksplaner in Jahren (Kriterium 2.2)
- Persönliche Referenzen des Projektleiters/der Projektleiterin15%
Persönliche Referenzen des Projektleiters mit Merkmalen wie Umbau Schulgebäude, Brandschutznachweis, laufender Betrieb, Spannweiten, Nutzlast, Baukosten, BGF, öffentlicher AG, Fördermittel (Kriterien 2.3.1-2.3.10 in Verfahrensbeschreibung, je 250 Punkte pro Referenz; Gesamtgewichtung der Unterkriterien 2.3 innerhalb der Qualität lt. Verfahrensbeschreibung 15 %)
Preiskriterien 1.1-1.3: Punktzahl Bieter = (niedrigster Preis x 1.000) / Preis Bieter; Qualitätskriterium 2.2 (Berufserfahrung) nach Jahren Tragwerksplanung (<3 J = 0, 3-9 J = 500, >=10 J = 1.000 Punkte); Kriterien 2.1 und 2.3.x nach Bewertungsschlüssel bzw. je Referenz 250 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGrundleistungen nach HOAI (Leistungsbild Fachplanung Tragwerk)
Mit Vertragsschluss beauftragt werden die Leistungsphasen 1 (Grundlagenermittlung, 3 %) und 2 (Vorplanung, 10 %). Die Leistungsphasen 3 (Entwurfsplanung, 15 %), 4 (Genehmigungsplanung, 30 %), 5 (Ausführungsplanung, 40 %) und 6 (Vorbereitung der Vergabe, 2 %) sind stufenweise abrufbar.
LPH 1: Klären der Aufgabenstellung und Zielvorgaben, Zusammenstellen der Planungsabsichten, Dokumentation und Übergabe.
LPH 2: Analyse der Grundlagen und Abstimmung, statisch-konstruktives Abstimmen und Beraten, Erarbeitung eines Planungskonzepts mit maximal 3 skizzenhaften Alternativen (i. d. R. M 1:200) und erläuterndem Text, Vorverhandlungen zur Genehmigungsfähigkeit, Dokumentation.
LPH 3: Überschlägige Statik und Bemessung, überschlägige Mengenermittlung Betonstahl/Stahl/Holz, Mitwirken bei Objektbeschreibung, Kosten- und Terminplanung, Erarbeiten der Tragwerkslösung bis zum konstruktiven Entwurf (i. d. R. M 1:100), grundlegende konstruktive Festlegungen, Mitwirken bei der Kostenberechnung.
LPH 4: Prüffähige statische Berechnungen, Positionspläne bzw. Eintragung der statischen Positionen in die Entwurfszeichnungen des Objektplaners, Vervollständigen und Berichtigen der Berechnungen, Abstimmung mit Prüfämtern und Eigenkontrolle, Zusammenstellung der Tragwerksunterlagen zur Genehmigung.
LPH 5: Durcharbeiten der Ergebnisse der LPH 3/4, Schalpläne, Bewehrungspläne, Konstruktionszeichnungen mit Einbau- und Verlegeanweisungen (Stahlbau oder Holzkonstruktionen inkl. Leitdetails), Stahl- bzw. Stücklisten mit Stahlmengenermittlung, Fortführen der Abstimmung mit Prüfämtern.
LPH 6: Überschlägige Mengenermittlung für Stahlteile/Verbindungsmittel Holzbau, Mitwirken bei der Leistungsbeschreibung und beim Vergabeterminplan, Ermitteln der Betonstahl-/Stahl-/Holzmengen als Ergebnis der Ausführungsplanung.
Besondere Leistungen
Bestandsaufnahme in drei optionalen Teilleistungen:
Bericht zur Bestandsaufnahme mit Beschreibung und Bewertung des Tragwerks, Grundlagen der Bewertung, Aussagen zu Bestandsschutz und aktuellen gesetzlichen Anforderungen, Lastenaufnahme, Belastungsannahmen und Lastreserven, Einschätzung der Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Bauteile, Benennung statischer Probleme/Schäden/Schwachstellen mit priorisierter Handlungsempfehlung, Aussage zu vorhandenen Statikunterlagen sowie Hinweise für die weitere Planung. Fotodokumentation, Eintragung der wesentlichen Statikangaben in Grundrisspläne, Benennung notwendiger Bauteilöffnungen, Feststellung und Empfehlung weiterer Gutachten, Zuarbeit zu deren Leistungsbeschreibungen, mehrere Vor-Ort-Termine.
Baubegleitende Bauüberwachung (LPH 8): ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung auf Übereinstimmung mit den geprüften Statikunterlagen, Mitwirkung bei Tragwerkseingriffen und Sicherung von Bauzuständen, kontinuierliche Baustellenpräsenz während der Bauphase, mindestens 3 Baustellenkontrollen inkl. 1 örtlicher Baubesprechung, Dokumentation der Kontrollergebnisse schriftlich und fotodokumentarisch für die Bauakte. Diese Leistung ist optional und steht ohne Abruf unter Anspruch.
Bereitstellung statikrelevanter Daten für das As-built-Modell: IFC, Detailgenauigkeit gemäß LOIN-Anhang, Datenstruktur nach GEFMA oder IFMA, Asset-Informationen, Raum- und Zonendefinitionen, Verknüpfung mit Dokumenten.
Gebäude und baulicher Kontext
Die Schule umfasst mehrere Gebäude:
Genehmigte Gesamtkosten: 25.330.000,00 € brutto (davon u. a. KG 300 = 13.210.000 €, KG 400 = 3.430.000 €).
Übergeordnete Anforderungen an die Planung
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (z. B. strafrechtliche Verurteilungen, Nichtzahlung von Steuern/Sozialversicherung) und nach § 124 GWB (z. B. schwere Verfehlung, Insolvenz, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen). Keine Eintragung im Wettbewerbsregister, keine Sanktionen nach EG 2580/2001 und 881/2002, keine Sperrung durch das Land Berlin wegen Verfehlungen. Keine Verstöße gegen AEntG (§ 21), SchwarzArbG (§ 21), MiLoG (§ 19), AufenthG (§ 98c) und LkSG. Erklärung über Formblatt Wirt-124 EU oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung (im Auftragsfall nachzuweisen):
Hinweis Vertragsentwurf: Personenschäden mind. 3 Mio. € und sonstige Schäden mind. 5 Mio. € (Bewerber sollten beide Werte im Blick behalten).
Eintragung in Handelsregister oder Berufsregister des Sitzes oder Wohnsitzes (Eigenerklärung Formblatt Wirt 124 EU EE).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 2 abgeschlossene Referenzprojekte (siehe Referenzprojekte), nachgewiesen über das Formblatt Mindestanforderung Unternehmensreferenzen.
Fachlich verantwortliche Personen müssen abgeschlossene Fachausbildung besitzen (Dipl.-Ing., Master, Bachelor einer Universität oder Fachhochschule) mit 3-jähriger einschlägiger Berufserfahrung. Für die Objektüberwachung (LPH 8) zusätzlich mindestens 3 Jahre angemessene Baustellenpraxis. Nachweise zur Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung 'Ingenieur' und Eintragung in die Ingenieurkammer.
Zusätzlich qualitative Anforderung: Besonderer Wert auf Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit, insbesondere für Abstimmungsrunden mit Beteiligten, Berichte im planungsbegleitenden Ausschuss und Präsentationen vor Bezirksstadträten und Ausschüssen.
Auswahl bei mehr als 4 geeigneten Bewerbern
Es werden mindestens 3 und höchstens 4 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bei mehr als 4 geeigneten Bewerbern erfolgt eine Bewerberreduzierung über bis zu 4 Referenzen (Formblatt Bewerberreduzierung, Bewertung über 14 Merkmale, maximal 4.000 Punkte). Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Werden Mindeststandards nicht erfüllt, wird der Teilnahmeantrag nicht gewertet. Der Auftraggeber kann auf Grundlage der Erstangebote ohne Verhandlung vergeben.
Zuschlagskriterien (Angebotsphase)
Nebenangebote sind nicht zugelassen. Mehrfachangebote sind nicht zugelassen.
Referenz 01: abgeschlossene Planungsleistung im Leistungsbild Tragwerk (§ 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI), Sanierung/Umbau Schulgebäude oder öffentliches Gebäude, Bauen im laufenden Betrieb, öffentlicher Auftraggeber, Gesamtbaukosten KGR 200–600 mind. 10 Mio. € brutto, Leistungsphase 6 abgeschlossen
Formblatt Mindestanforderung Unternehmensreferenzen, Referenzbescheinigung auf Anforderung
Referenz 02: abgeschlossene Planungsleistung im Leistungsbild Gebäude und Innenräume (§ 34 i. V. m. Anlage 10 HOAI), Sanierung/Umbau Schulgebäude oder öffentliches Gebäude, öffentlicher Auftraggeber, Gesamtbaukosten KGR 200–600 mind. 10 Mio. € brutto
Formblatt Mindestanforderung Unternehmensreferenzen
Bewerberreduzierung: bis zu 4 weitere/wiederkehrende Referenzen, bewertet über 14 Merkmale (u. a. Umbau Schulgebäude/öffentliches Gebäude, konstruktiver Brandschutz, Bauen im laufenden Betrieb, große Spannweiten > 15 m, hohe Nutzlast, baubegleitende Objektüberwachung nach Anlage 14 HOAI, schwieriger Baugrund, Holzbauweise, Honorarzone III oder höher, Baukosten > 10 Mio. € brutto, BGF > 3.000 m², öffentlicher Auftraggeber, Fördermittelbauvorhaben, Anwendung ABau inkl. Formblätter)
Formblatt Bewerberreduzierung; Gewichtung 0,04–0,09 pro Merkmal, max. 4.000 Punkte, bei Punktgleichheit Losentscheid
Wettbewerb & Angebotsprognose
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