Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Hamm (Kommunales Jobcenter Hamm AöR) schreibt 30 Plätze für außerbetriebliche Berufsausbildung im kooperativen Modell aus.
Es werden zwei Lose mit je 15 Plätzen vergeben: Los 1 für handwerklich-technische Berufe, Los 2 für Gesundheits-, Handels- und Verwaltungsberufe. Die Laufzeit beginnt am 10.08.2026 und endet je nach Ausbildungsdauer am 31.07.2029 oder 31.01.2030.
Angebote sind bis zum 15.07.2026, 06:00 Uhr, ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW einzureichen. Bieter müssen eine Trägerzulassung nach AZAV vorweisen, geeignete Referenzen aus den letzten drei Jahren einreichen und ein umfassendes Gesamtkonzept vorlegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Inhaltliche Ausgestaltung der BaE26%
Wertungsbereich 2.2 mit Unterkriterien 2.2.1 bis 2.2.5; Bewertung auf Skala 0-3 multipliziert mit Relevanzfaktor
Kennzahl = erreichte Punktzahl / Preis * 100 (UfAB 2018 erweiterte Richtwertmethode: Korridor aus Kennzahl des führenden Angebots und Kennzahl minus 10%; bei identischer Leistungspunktzahl im Korridor entscheidet der niedrigere Preis, bei identischem Ergebnis Auslosung)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusbildungsmodell und Zielgruppe
Berufsausbildung in außerbetrieblicher Einrichtung (kooperatives Modell) gem. § 16 SGB II i. V. m. § 76 SGB III.
Zielgruppe sind lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, die eine duale Ausbildung in einem Betrieb nicht aufnehmen können oder deren vorheriges Ausbildungsverhältnis vorzeitig gelöst wurde.
Hauptziel: Eingliederung in betriebliche Ausbildung und anschließend in Erwerbstätigkeit.
Kernleistungen der Ausbildung
Durchführung der Berufsausbildung im kooperativen Modell mit drei ineinandergreifenden Bausteinen:
Der Auftragnehmer schließt mit jedem Teilnehmenden einen Ausbildungsvertrag nach BBiG/HwO ab und akquiriert und koordiniert die Kooperationsbetriebe. Ein Kooperationsvertrag (Muster Anlage 5) wird zwischen Auftragnehmer, Kooperationsbetrieb und Teilnehmendem geschlossen.
Förder- und Unterstützungsleistungen
Förder- und Unterstützungsleistungen umfassen:
Berichtswesen und Dokumentation
Regelmäßige Meldungen und Berichte an den Auftraggeber:
Datenschutz: Datenübermittlung verschlüsselt, technische und organisatorische Maßnahmen nach § 78a SGB X, § 9 BDSG.
Rahmenbedingungen und Anwesenheit
Pflichten des Auftragnehmers zur Anwesenheitssicherung:
Laufzeit und Optionen
Maßnahmebeginn: 10.08.2026.
Laufzeit je Teilnehmendem:
Vertrag endet automatisch ohne Kündigung mit Maßnahmeende.
Option auf Durchführung weiterer Maßnahmen (Jahrgänge 2027, 2028, 2029): Entscheidung durch den Auftraggeber schriftlich bis 31.05. des jeweiligen Vorjahres. Verlängerung entspricht ursprünglicher Vertragslaufzeit.
Möglichkeit der Erhöhung der Teilnehmerplatzzahl um bis zu 20% jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen. Verminderung um bis zu 20% möglich, ohne Vergütungsverpflichtung.
Verlängerung einzelner Plätze bei Wiederholungsprüfungen, Erkrankung etc., sofern erfolgreicher Abschluss erwartet. Option 'Durchstieg' von 2-jähriger zu 3-jähriger Ausbildung mit Zustimmung des Personaldisponenten möglich.
Vergütung und Vermittlungspauschale
Vergütung des Auftragnehmers:
Preis gilt auch für Optionszeitraum. Abrechnung monatlich zum 28. des Folgemonats.
Räumlichkeiten und Ausstattung
Vom Auftragnehmer bereitzustellen (Eigene Maßnahmeräumlichkeiten in Hamm):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung (zwingend)
Nachweis einer gültigen Trägerzulassung gemäß §§ 176 Abs. 1, 178 SGB III i.V.m. § 5 Abs. 1 AZAV für den jeweiligen Fachbereich.
Bei Bietergemeinschaften muss JEDES Mitglied über die Zulassung verfügen.
Kopie des Zertifikats nebst Anlage ist mit dem Angebot einzureichen. Die ortsbezogene Zulassung muss spätestens zum Maßnahmebeginn vorliegen.
Berufliche Leistungsfähigkeit / Referenzen
Geeignete Referenzen über früher ausgeführte Aufträge sind vorzulegen (Vordruck D.2).
Referenzzeitraum: Innerhalb der letzten 3 Jahre (2023–2025).
Als vergleichbar gelten:
Falls keine Nachweise über bisherige Aktivitäten: Gründe nachvollziehbar darlegen und auf gesondertem Blatt beschreiben, wie ohne einschlägige Aktivitäten die ordnungsgemäße Abwicklung erreicht wird.
Verankerung im regionalen Arbeitsmarkt
Beschreibung der Verankerung und Vernetzung im regionalen Arbeitsmarkt der letzten 3 Jahre. Benennung der Felder und Akteure der Zusammenarbeit.
Entsprechende Nachweise sind beizufügen.
Vernetzung mit Sozialwesen
Beschreibung der Art und des Umfangs der Vernetzung mit örtlichen Einrichtungen und Diensten des Sozialwesens, z.B.:
Entsprechende Nachweise sind beizufügen.
Persönliche Eignung / Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123 oder 124 GWB. Eigenerklärungen in Vordruck D.1 Abschnitt II abzugeben:
Hinweis: Innerhalb der Maßnahme dürfen keine kommunalen Leistungen wie Schuldnerberatung, Suchtberatung oder psychosoziale Betreuung vorgesehen werden.
Personalqualifikation und -anforderungen
Anforderungen an das eingesetzte Personal:
Lehrkräfte (Stützunterricht):
Sozialpädagogen/Förderunterricht:
Mindestens 50% des Personals muss Erfahrung mit der Zielgruppe (lernbeeinträchtigte/sozial benachteiligte Jugendliche) haben.
Sozialpädagogische Begleitung muss kontinuierlich durch festangestellte Arbeitnehmer erfolgen (keine Minijobs).
Personalschlüssel:
Vertretungsregelung: Bei Urlaub >3 Wochen professionsgerechte Vertretung; bei Krankheit spätestens ab 2. Krankheitstag, am 1. Tag organisatorische Sicherstellung.
Zustimmung des Auftraggebers bei Personalwechsel und Einsatz zusätzlichen Personals erforderlich.
Tariftreue und Mindestentgelt
Einhaltung der zwingenden Arbeitsbedingungen gemäß 5. Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen.
Einhaltung des Vergabemindestentgelts (Tarifvertrag zur Regelung des Mindestlohns für pädagogisches Personal):
Einhaltung ILO-Kernarbeitsnormen; keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit.
Keine Nachverhandlung bei steigenden Personalkosten.
Datenschutz und weitere Pflichten
Wertungsmatrix (Mindestpunktzahl)
Das Gesamtkonzept wird nach folgender Bewertungsmatrix bewertet (max. 35 Punkte):
Mindestanforderung: Erreichen von mindestens 85% der maximalen Leistungspunkte (bezogen auf durchgängige Note 2).
Vergleichbare Leistungen: Außerbetriebliche Berufsausbildung in kooperativer/integrativer Form nach § 76 SGB III ODER Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) nach § 75 SGB III a.F. ODER Assistierte Ausbildung (begleitende Phase) nach § 74 SGB III i.V.m. § 75 SGB III ODER Berufsvorbereitung gemäß § 51 SGB III
Referenzliste muss enthalten: Leistung/Maßnahmeart/Zielgruppe, Teilnehmerzahl, Durchführungsjahr/-zeitraum, Durchführungsort, Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer. Falls keine Nachweise vorhanden: nachvollziehbare Gründe darlegen und beschreiben, wie ohne einschlägige Aktivitäten die ordnungsgemäße Abwicklung erreicht wird.